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Heute wird das 500. DTM-Rennen gestartet (ein Blick 35 Jahre zurück)

Daniel Reinhard - 25.08.2019

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Klaus Ludwid auf dem Mercedes-Benz 190E 2.5 16V 1990 in der DTM (© Daimler AG)

Tatsächlich, seit dem Anfang der DTM im Jahr 1984 wurden an 343 Veranstaltungswochenenden 499 Rennen ausgetragen, heute, am 25. August 2019, ist das 500. Rennen an der Reihe.

Startphase im 499. DTM-Rennen am 24. August 2019 (© Daniel Reinhard)

Das Kürzel DTM hat sich in 35 Jahren zu einem international bekannten Markenzeichen entwickelt. Was 1984 unter dem Namen „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“ ihren Anfang nahm, ist heute eine weltweit bekannte Rennserie, mit attraktiven und abwechslungsreichen Motorsport-Veranstaltungen in Deutschland, Europa – und auch bald erneut in Asien

„Laut. Nah. Dran.“, lautet das Motto der DTM. Aber die DTM ist mehr als „nur“ Motorsport. Das war beim Beginn schon so.

Die Erfolgsgeschichte der DTM begann weit vor dem digitalen Zeitalter am 11. März 1984 auf dem Circuit Zolder mit dem Sieg von Harald Grohs (GER) in einem BMW 635 CSi. Einige interessante Zahlen und Fakten aus (fast) 500 DTM-Rennen:

Die erste Saison endete gleich mit einem Kuriosum: BMW-Fahrer Volker Strycek gewann die Fahrer-Meisterschaft, ohne ein einziges Rennen gewonnen zu haben.

Das Mercedes-Team 1992, u.a. mit Bernd Schneider und Klaus Ludwig (© Daimler AG)

Die meisten Fahrertitel, nämlich fünf, sammelte Bernd Schneider. Die zweitmeisten Titel gingen an Klaus Ludwig, der drei Mal DTM-Champion wurde.

Klaus Ludwig im Ford Sierra Cosworth im Jahr 1988 (© Daimler AG)

Schneider und Ludwig führen auch drei weitere DTM-Statistiken an: die meisten Rennsiege (Schneider 43, Ludwig 37), die meisten Punkte (Ludwig 1.823,5, Schneider 1.808,5) und die meisten Starts (Schneider 236, Ludwig 219).

Beide Fahrer bestritten jeweils große Teile ihrer Karrieren für Mercedes-Benz, das mit 195 Siegen auch die erfolgreichste Marke in der DTM-Geschichte ist. Audi kommt auf 108 Siege, BMW hat bislang 87 Siege gefeiert.

Stichwort Fahrer: Ein Blick in die Starterlisten der DTM offenbart das „Who is Who“ des Motorsports. Neben Schneider und Ludwig kam in der DTM auch in Hans-Joachim Stuck eine weitere deutsche Motorsport-Legende zu Meisterehren.

Die Audi-V8-Truppe im Jahr 1990, u.a. mit HJ Stuck (© DTM)

Mit Ellen Lohr, Annette Meeuvissen, Susie Wolff, Vanina Ickx, Katherine Legge, Rahel Frey, Beate Nodes, Mercedes Stermitz, Lella Lombardi, Henny Hemmes und Traudl Klink starteten elf Frauen in der DTM. Lohr war mit 144 Starts und einem Rennsieg (Hockenheim 1992) am erfolgreichsten.

Für Giancarlo Fisichella, Alexander Wurz, Jan Magnussen, Paul Di Resta, Pascal Wehrlein, Christijan Albers und Esteban Ocon diente die DTM ebenfalls als Sprungbrett in die Formel 1. Dario Franchitti reifte nach seiner DTM-Zeit in Nordamerika als viermaliger IndyCar-Champion und dreimaliger Sieger der 500 Meilen von Indianapolis zum absoluten Superstar.

Die ehemaligen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen und Keke Rosberg feierten nach ihrer Zeit in der „Königsklasse des Motorsports“ in der DTM Erfolge – ebenso wie die Grand-Prix-Sieger David Coulthard, Ralf Schumacher, Heinz-Harald Frentzen, Alessandro Nannini und Jean Alesi. Und „Mr. Le Mans“, der neunmalige Sieger der 24 Stunden von Le Mans, Tom Kristensen, zählte zwischen 2004 und 2009 zur absoluten Spitzenklasse der DTM. Und natürlich sollte man auch Johnny Cecotto nicht vergessen zu erwähnen, der im BMW M3 für manches überraschende Manöver gut war.

Cecotto auf BMW M3 im Jahr 1990 (© BMW AG)

Übrigens: Auch Gerhard Berger, seit 2017 Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR, absolvierte einst einen Gaststart in der DTM. 1985 wurde Berger in einem BMW 635 CSi des Schnitzer-Teams beim Rennen in Zolder Achter.

Auf 38 verschiedenen Rennstrecken hat die DTM seit 1984 Station gemacht. Spitzenreiter ist hier der Hockenheimring (93), vor dem Nürburgring (80) und dem Norisring (46). Mit dem 500. Rennen am Lausitzring rückt die Rennstrecke in Brandenburg mit 25 Rennen auf den vierten Platz der ewigen Statistik vor.

Zu den bislang 499 Rennen zählen im Übrigen auch alle 36 Rennen der ITC, als 1995 und 1996 unter dem Dach des Automobil-Weltverbands FIA als „International Touring Car Series“ bzw. „International Touring Car Championship“ Rennen mit DTM-Fahrzeugen ausgetragen wurden, die zehn Rennen des ITR-Gold-Cups (1991, 1993, 1994), das DTM-Einladungsrennen in Schanghai 2004, sowie die drei gestarteten, aber nach Abbrüchen nicht gewerteten Rennen auf dem Salzburgring (1988) und der Berliner Avus (1995). Die 2000 auf dem Lausitzring wegen starken Regens letztlich abgesagten Rennen zählen hingegen nicht dazu, ebenso wie die DTM-Veranstaltungen im Olympiastadion München (2011, 2012).

Nico Müller gewann das 499. DTM-Rennen am 24. August 2019 auf Audi (© Daniel Reinhard)

Das 499. Rennen gestern (24. August 2019) gewann übrigens der Schweizer Nico Müller auf Audi, werden 500. Rennlauf gewinnt, werden wir in wenigen Stunden wissen.

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