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Autoformen erkennen einst und heute

Bruno von Rotz - 31.10.2019

Auto Zürich - Klassiker unter rotem Tuch

Hätten Sie den Wagen erkannt, der mit dem Heck zur Kamera steht? Einfach ist das nicht, aber unmöglich auch nicht. Das Auto im Hintergrund ist dagegen problemlos zu erkennen, vor allem, wenn man es deutlicher sieht.

Auto Zürich 2019 - Klassiker unter rotem Tuch

Etwas schwieriger fällt die Identifikation beim Auto unter dem grauen Tuch, aber es gibt Hinweise, die eine Eingrenzung zulassen.

Auto Zürich 2019 - Klassiker unter grauem Tuch

Um das Rätsel aufzulösen, die drei Fahrzeuge sind ein Jaguar E-Type V12 Cabriolet, ein Porsche 911 ein Aston Martin DB6 Volante. Zu sehen sind sie alle in der Oldtimerhalle an der Auto Zürich , die noch bis zum Sonntag offen ist.

Wetten, dass Ihnen das Erkennen bei den modernen Autos deutlich schwerer fällt?

Auto Zürich 2019 - aktuelle Peugeot-Modelle abgedeckt

P.S. Die Autos sind während der Messe natürlich unverhüllt und sauber beschriftet, rätseln können Sie daher nur bei uns.

 

Drum prüfe, wer sich bindet - oder - original oder doch nicht?

Bruno von Rotz - 30.10.2019

Abarth 695 esse esse 1966

Ein Leser erzählte uns eine Geschichte, die einmal mehr zur Vorsicht mahnt. Herr Bongartz erwarb im März 2018 auf der Oldtimermesse Techno Classica einen Abarth 659 esse esse von 1966 zum Preis von EUR 52’000. Er liess sich beim Kauf vom Händler Franco Lembo (Reims/Monaco) schriftlich bestätigen, dass der Wagen in allen relevanten Teilen original war.

Beim TÜV-Termin fiel das Auto dann aber durch, denn der Motor stammte aus einem Polski-Fiat und auch andere Teile entsprachen nicht der Werkspezifikation. Obschon der Händler zusagte, das Auto zurückzunehmen, kam es dazu nicht. Seine Rechte in Frankreich einzufordern, stellte ein fast unüberwindbares Hindernis dar. Die Gerichte in Deutschland erklärten sich als nicht zuständig.

Schliesslich biss Herr Bongartz in den sauren Apfel und liess bei Aumüller einen Originalmotor einbauen, was zu weiteren Kosten von EUR 25’000 führte. Bei einem zufälligen Treffen mit Händler Lembo im April 2019 erklärte sich dieser bereit, die Hälfte der Zusatzkosten zu übernehmen. Alleine auf das Geld wartet Besitzer Bongartz noch heute.

Was kann man aus diesem Fall lernen? Kein Kauf ohne den Beizug eines Experten. Doppelte Vorsicht bei einem Kauf über Landesgrenzen hinweg. Auch Verträge und Zusicherungen helfen manchmal nicht weiter.

 

Oldtimerfahrer blicken optimistisch in die emissionsarme Zukunft (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 29.10.2019

Frage der Woche 141 - Oldtimerzukunft im emissionsfreien Elektrozeitalter

Dänemark will Verbrennungsmotoren bis 2050 verbieten, San Francisco bis 2040 einen komplett emissionsfreien Verkehr haben, Irland per 2030 die Zulassung von Benzin- und Dieselmotoren unterbinden. Die Zukunft gehört ziemlich sicher nicht den heutigen Verbrennungsmotoren. Aber, werden die heutigen und zukünftigen Klassiker in einer emissionsfreien Zukunft überhaupt noch fahren dürfen? Dies wollten wir von den Zwischengas-Lesern im Rahmen einer Frage der Woche wissen.
Diese zeigten sich deutlich optimistischer als man vielleicht vermuten könnte:

72,5 Prozent der 346 Antwortenden sind überzeugt, dass es immer eine Ausnahmeregelung für alte Autos geben wird, um das mobile Kulturgut am Fahren zu halten und zukünftigen Generationen zeigen zu können.

17,3 Prozent vermuten, dass man in Zukunft mit Verbrennern nur noch in bestimmten Zonen und dafür freigegebenen Strassen fahren dürfen wird

3,5 Prozent sind skeptisch und gehen davon aus, dass Autos mit Verbrennungsmotoren in Zukunft in die Museen verbannt werden

6,6 Prozent wollen mit keiner Antwort einig gehen

So sieht die Auswertung grafisch dargestellt aus:

Frage der Woche 141 - Ergebnis/Statistik

Bereits wurde die nächste Frage der Woche gestellt. Mit ihr soll herausgefunden werden, ob man Autoepochen bei Veranstaltungen stärker oder weniger stark mischen sollte.

Und natürlich können weiterhin alle Auswertungen früherer “Fragen der Woche” im eigens angelegten Themenkanal nachgelesen werden.

 

Autovermietungen gibt es schon seit über hundert Jahren

Daniel Koch - 28.10.2019

Ganz genau lässt es sich heute nicht mehr bestimmen, wann die erste Autovermietung gegründet wurde, einige Quellen sprechen vom Jahr 1906. Sicher ist aber, dass 1912 in Deutschland die Firma «Sixt Autofahrten und Selbstfahrer» gegründet wurde, was die erste europäische Autovermietung gewesen sein dürfte.

In den USA, in Omaha, Nebraska startete Saunders mit nur einem Ford Model T sein Geschäft mit Mietwagen, bereits ein Jahr später besass er eine Flotte von 18 solcher Fahrzeuge. Die zweite bekannte Autovermietung gründete Walter L. Jacobs 1918 in Chicago, USA. Die Firma «Rent-a-Car» mit einer Flotte von zwölf Ford Model T verkaufte er 1923 an John Hertz. Es dauerte aber bis nach dem zweiten Weltkrieg, bis Autovermietungen begannen, ein Massengeschäft zu werden.

Einige Vermieter liessen sich auch spezielle Angebote einfallen, wie zum Beispiel Hertz mit dem abgebildeten Shelby Mustang GT350-H.

Heute ist es selbstverständlich, dass wir für ein paar Franken oder Euro ein Fahrzeug mieten - damals war das Geschäft noch eine Pioniertat.

 

Mit dem Luxus-Reisewagen auf die Insel

Daniel Koch - 27.10.2019

800 Liter Benzin und knapp 3 Liter Oel für 3500 Kilometer - Wir waren pannenfrei mit dem Rolls Royce in England unterwegs!

Der Ruf eilt ihm voraus, und es ist kein guter: Der Rolls Royce Silver Shadow, einst das beste Auto der Welt, soll unzuverlässig sein? Die Einstandspreise waren (und sind) moderat, was schon manchen hat schwach werden lassen. Und genau da liegt die Krux: Leider hatten nach dem Kauf viele Besitzer nicht mehr das Kleingeld (oder eher: die grossen Scheine), um dem Shadow die nötigen Service-Arbeiten zu gönnen.

Wir haben uns ein Exemplar geschnappt und eine Reise nach England geplant. Das am wenigsten pessimistische, was wir uns vor der Abfahrt anhören mussten war: “Ihr bleibt sowieso mit einer Panne liegen”. Der Rolls hat uns aber ohne Fehl und Tadel begleitet, ganz offenbar handelt es sich um ein hervorragend gewartetes Fahrzeug. Während unserer dreiwöchigen Tour durch England ergaben sich spannende Begegnungen und Gespräche, denn der Silver Shadow ist längst vom Image befreit, nur für für superreiche Menschen in Frage zu kommen. Neid haben wir jedenfalls keinen erfahren, vielmehr wurden wir überall freundlich und interessiert begrüsst.

Der 8-Zylinder Motor mit 6,75 Liter Hubraum ist tatsächlich fast unhörbar, das freute auch die Tiere, an denen wir in den Nationalparks “New Forest” und “Dartmoor” vorbeigerollt sind.

Im Innenraum herrscht  Club-Atmosphäre, die Ledersessel knarzen verhalten und die Karosserie-Form ist zeitlos. Die ganze Fahrt schien uns die Kühlerfigur “The Spirit of Ecstasy” den Weg zu weisen, schliesslich sitzt sie ganz vorne alleine auf diesem Monolith eines Kühlergrills. Es ist wie mit allen Oldtimern: Wenn sie gut gewartet sind, dann fahren sie auch zuverlässig. Machen Sie doch auch einmal eine längere Reise mit einem Klassiker, es ist ein Erlebnis!

 

Aufklebbare Heckscheibenheizung?

Daniel Koch - 26.10.2019

Was auf diesem Volvo 145 am Genfer Automobilsalon möglicherweise als Option zusätzlich bezahlt werden musste, ist heute schon längst Standard: Die Heckscheibenheizung. Sie sorgt für eine gute Sicht nach hinten und verhindert bei feuchtem Wetter zuverlässig das Beschlagen der Heckscheibe.

Wer früher ein Automobil ohne dieses praktische Zubehör besass, konnte eine aufklebbare Heckscheibenheizung anbringen. Dabei handelte es sich um eine Klebefolie mit Heizdrähten, die innen auf die Heckscheibe geklebt wurde. Um sie dann mit Strom zu versorgen, wurde einfach das Bordnetz oder der Zigarettenanzünder angezapft.

Frage an die Leser

Falls sich in unserer Leserschaft jemand befindet, der ein Foto dieses Zubehörs besitzt (vielleicht sogar ein Bild während des "Einbaus"), dann würden wir uns sehr freuen, wenn Sie dieses der Redaktion zustellen könnten.

Nachtrag 29. Oktober 2019: Ein Leser hat uns folgendes Foto geschickt, herzlichen Dank!

(C) Carsten Lütkebohle

 

Vieles wurde auch zweimal erfunden

Daniel Reinhard - 25.10.2019

Zum Beispiel das Windschott. In den 90er Jahren wurde es wie eine Weltneuheit angepriesen, doch es wurde nur neu aufgelegt. Bereits 1958 wies der Alvis TD21 mit Graber Karosserie eine ausfahrbare Heckscheibe als Windschott auf.

Diese Neuheit soll sogar die James Bond Filmemacher für die ausfahrbare und schussabweisende Metallplatte am Heck des DB5 für den Film "Goldfinger" inspiriert haben. Der wunderschöne Alvis ist übrigens ab sofort  anlässlich der Spezialausstellung Graber-Karosseriebau im Pantheon in Muttenz zu bewundern.

 

Gewisse Sachen verlernt man nie….

Daniel Reinhard - 24.10.2019

Schwimmen oder Skifahren, Dinge, die man sein Leben lang nicht mehr verlernt. Auch wenn man Jahre nicht mehr auf den Ski stand, kann man jederzeit wieder auf die Piste und fährt, als wäre man nie weg gewesen. Genauso geht es Berufsleuten, die ihre geliebte Tätigkeit über viele Jahre verrichtet haben. Ein Mann durfte ich anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung "Graber-Karosserien" im Pantheon in Muttenz (CH) kennenlernen. Werner Haas war der letzte Mitarbeiter, der von Hermann Graber in Witrach (Bern) angestellt wurde (per 1.6.1967). Graber kleidete zahlreiche Autos verschiedener Hersteller neu ein und pflegte aber eine ganz besondere Verbindung zum Hause Alvis.

Der Alvis TF21 mit der Chassis Nr. 27475 war 1967 das letzte PW-Fahrgestell des britischen Herstellers, das vom Band lief und von Graber carrossiert wurde. Werner Haas hat als Carrosserie-Spengler am letzten Alvis Graber Cabriolet mit gearbeitet. Dabei spielte die Holzform für den Carrosseriebau ein wichtige Rolle. Leider wurden nach dem Tod von Hermann Graber 1970 sämtliche Holzmodelle verbrannt. Kein Problem für Werner Haas, er baute für die Sonderausstellung seines langjährigen Arbeitgebers im Pantheon ein komplett neues Modell mit viel Erfahrung und mehrheitlich nur mit Kopf und Gefühl nach. Hat man nun das Glück mal neben ihm zu stehen und zu sehen, wie seine Hände auch 50 Jahre später noch jeden Griff wie gestern tätigen, so kommt man aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus.

Mehr über die Ausstellung erfährt man in unserem umfangreichen Ausstellungsbericht .

 

Ein Airbag für den Klassiker

Daniel Reinhard - 23.10.2019

Manchmal sieht man Sachen, die man nun wirklich so nicht mal im Traum erwarten würde. Auf der Autobahn in Richtung Basel überhole ich ein Schlauchboot und dann taucht doch da auch plötzlich noch ein Mercedes-Benz 300 SL auf. Diese Fuhre mit englisch-holländischen Kennzeichen zu planen, braucht schon sehr viel Fantasie.

Auf jeden Fall bin ich auf den nächsten Parkplatz gefahren, um diese kuriose Situation für euch liebe Leser festzuhalten. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das Gummiboot einzig und allein als Airbag für den wertvollen Mercedes im Falle einer Auffahrkollision dienen sollte. Wie hiess der Schlager von Wenke Myhre aus dem Jahre 1970: Er hat ein knallrotes Gummiboot…und einen Mercedes dazu...

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Was lange währt, wird endlich gut: Reinhard Fotografen-Dynastie geehrt

Thomas Suter - 22.10.2019

Ehrung von Daniel und Josef Reinhard

Vor nicht weniger als 18 Jahren hat ein Hergiswiler-Leserbriefschreiber die Regierungsbehörde des Kantons Obwalden drauf aufmerksam gemacht, dass es angebracht wäre, den Kulturpreis Obwalden endlich den Sachsler-Fotografen Sepp und Daniel Reinhard sowie posthum auch Josef Reinhard (dem Vater, resp. Grossvater) zu verleihen.

Es hat bis zum letzten Samstag gedauert, um diese Preisverleihung Wirklichkeit werden zu lassen. „Die Obwaldner-Regierung hat sich für die Prüfung des Leserbriefbegehrens genug Zeit gelassen“, schmunzelt der Obwaldner Bildungsdirektor Christian Schäli bei der Verleihung des Kulturpreises an Josef und Daniel Reinhard. Die Fotographendynastie Reinhard mit Josef Reinhard (1901 – 1975), Sepp Reinhard (* 1931) – als „Katastrophen-Reinhard“ in ganz Obwalden bekannt, und Daniel Reinhard (* 1960) sorgen seit Jahrzehnten dafür, dass Land und Leute fotografisch dokumentiert werden. Und seit den 50er Jahren ist der Name „Reinhard“ eine feste Grösse im Automobil-Rennsport. Vater und Sohn haben von den knapp über 1000 Formel-1-Grand-Prix mehr als 700 fotografiert, Daniel Reinhard wurde vor Jahren in den erlauchten „500er-Club“ von Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone aufgenommen – eine Ehre, die nur wenigen Journalisten und Fotografen widerfährt. 

Das Lebenswerk von Sepp und Daniel Reinhard umranken unendliche Anekdoten, beispielsweise die, dass Sepp Reinhard jahrelang Radarfotos für die Obwaldner-Kantonspolizei entwickelte und eines Tages staunte, als sich auf einem der Negative im Entwicklungsbad langsam ein Foto mit dem VW und seiner Nummer OW 777 herausschälte…

Ein Bruchteil der Reinhard-Fotos sind in den nächsten Wochen in den Schaufenstern der um den Dorfplatz in Sarnen gruppierten Läden ausgestellt. Die Galerie Hofmatt in Sarnen zeigt bis zum 17. November 2019 einen kleinen, repräsentativen Querschnitt des Schaffens der drei Generationen Reinhard. In seiner Dankesrede stellte Daniel Reinhard klar: „Eine vierte Generation Reinhard in der Fotografie wird es nicht mehr geben, unsere beiden Kinder orientieren sich völlig anders“. Thomas Suter

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