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Kaum beachtete Raritäten

Bruno von Rotz - 30.04.2017

Ford Escort 1300 L an der Versteigerung der Oldtimer Galerie Toffen am 29. April 2017

Gestern fiel in Toffen einmal mehr im Rahmen der Frühlingsauktion der Hammer über fast 100 Fahrzeugen. Darunter hatte es natürlich Sportwagen und gehätschelte Cabriolet-Schmuckstücke, aber eben auch einstige Brot-und-Butter-Fahrzeuge, oder zumindest Verwandte davon. Diese wurden dann auch fast zu Sandwich-Preisen veräussert und dies muss eigentlich erstaunen.

Sunbeam Spectre an der Versteigerung der Oldtimer Galerie Toffen am 29. April 2017

Der Sunbeam Spectre von 1968 etwa dürfte es an Seltenheit heute mit manchem Ferrari oder auch mit dem Flügeltürer von Mercedes locker aufnehmen. Schon das Modell, von dem er abstammte, nämlich der Humber Spectre war rar, die Sunbeam-Variante davon aber dürfte noch seltener anzutreffen sein heute. Es kann gut sein, dass keine 10 Stück überlebt haben. Beim Sunbeam Spectre handelt es sich um eine viertürige Limousine, die luxuriös ausgestattet ist und als Humber Sceptre von 1967 bis 1976 als MK III gebaut wurde. Mit ihm verschwand dann nicht nur die Modellbezeichnung, sondern auch der Markenname Humber. Für Exportmärkte, auf denen der Name Humber nicht geläufig war, verwendete man die Marke Sunbeam.

Ein anderes Beispiel gefällig? Nehmen wir den Ford Escort (siehe Bild oben). Er feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. Einfach ausgestattete Varianten der ersten Baureihe wie der in Toffen verkaufte 1300 L sind heute nur noch selten zu sehen, während die RS-Modelle eine deutlich höhere Überlebensrate haben.

Beide - Sunbeam und Ford - wurden für vierstellige Beträge veräussert, wenig Geld, wenn man sich überlegt, was eine Restaurierung oder auch nur der fortwährende Unterhalt dieser Autos kostet.

Und wer weiss, vielleicht werden ja gerade derartige Raritäten einmal deutlich mehr Beachtung finden, wenn beispielsweise in Pebble Beach eine Klasse für Brot-und-Butter-Exoten oder bei Oldtimer-Fahrverboten in Städten Ausnahmen für mit vier oder mehr Personen besetzten Autos eingeführt werden …

Der umfangreiche Ergebnisbericht zur Oldtimer-Versteigerung in Toffen wurde bereits publiziert.

 

Rares BMW-Einzelstück wird auf eBay versteigert

Bruno von Rotz - 29.04.2017

BMW V8 Coupé Beutler von 1956 auf eBay

Nicht jeden Tag findet man auf eBay eine derartige Rarität . Es handelt sich dabei, auch wenn es nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, um einen von Beutler karossierten BMW mit Achtzylindermotor. Die Gebrüder Beutler waren Karosseriebauer in der Schweiz und wurden u.a. auch für ihre eleganten Coupés und Cabriolets auf VW-Käfer- und Porsche-356-Basis bekannt.

Beschrieben wird das Auto u.a. wie folgt:

“Die Karosserie ist aus Aluminium, lediglich das Dach und der Boden sind aus Stahl. Es wurde nur ein Beutler BMW in 1956 gefertigt. Ein zweiter wurde 1961, jedoch mit deutlich schlichterer Karosserieform hergestellt.”

BMW V8 Coupé Beutler im Jahr 1956

Gemäss ebay-Inserat war der Wagen damals luxuriös ausgestattet und alleine schon die Karosserie schlug für einen höheren Betrag zu Buche, als ein fabrikneuer Mercedes-Benz 300 SL kostete. Unter dem Coupé-Aufbau gab es BMW-V8-Technik, die damals sicherlich zum Feinsten gehörte, was man kaufen konnte.

Heckansicht des BMW V8 Coupés von Beutler im Jahr 1956

Geplant waren damals mehrere dieser Coupés, die beim ersten Entwurf ohne die charakteristische Niere daher kamen, doch soweit sollte es nicht kommen.

Bei unserem letzten Besuch der Auktionsseite stand das Höchstgebot bei knapp über EUR 9000. Das dürfte kaum reichen. Damit der Wagen erfolgreich verkauft werden kann, muss in den restlichen rund sieben Tagen also noch einiges passieren. Dem Fahrzeug wäre es zu gönnen.

BMW V8 Coupé Beutler von 1956 auf eBay

Auch, dass es zu einem neuen Liebhaber fände, der die begonnene Restaurierung möglichst originalgetreu abschliesst und den eleganten Wagen dann wieder öffentlich zeigt.

Weitere Archiv-Bilder zu den BMW-Fahrzeugen von Beutler gibt es in einer Bildermagie-Folge zu sehen.

 

Polizeieinsatz am Nürburgring - oder, warum Fortschritt nicht immer besser ist

Daniel Reinhard - 28.04.2017

Fahrzeugschlüssel früher und heute (© Daniel Reinhard)

Die trotz eisiger Kälte zahlreich erschienen Fans am Brünnchen und Pflanzgarten bekamen am vergangenen Sonntag beim 6h-Qualifikationsrennen am Nürburgring richtig viel Action geboten. Auf der Nordschleife wurde wie immer um jeden Platz hart gekämpft.

VLN-6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Ende April 2017 (© Daniel Reinhard)

Die VLN-Fahrzeuge zeigten sich von ihrer allerbesten Seite, drifteten, hüpften und flogen zwischen den Planken.

Doch für einmal war leider nicht nur die Strecke ein Erlebnis, sondern das böse Erwachen gab es auf den nahe gelegenen Parkplätzen, wo viele Autos der Fans während des Rennens leergeräumt wurden. Man kann wieder einmal mit ruhigem Gewissen sagen: Früher war so einiges besser. Gestohlen wurde immer, aber das Risiko, dabei erwischt zu werden, wann man ein abgesperrtes Auto mit Draht und anderem Werkzeug aufzubrechen versuchte, war inmitten vieler Fans bestimmt viel höher als heute.

Die Polizei, die zu Recht auch mich und meinen BMW genau überprüfte, erklärte, dass die Fernbedienungen mit Störsendern manipuliert wurden. Das dann offen geliebene Auto wurde dann, kaum waren die Leute weit genug vom Auto weg, ohne Zögern leergeräumt. Da auch noch komplette Fahrzeuge verschwanden, musste ich meinen Zündschlüssel und dessen Funktionen vorzeigen.

Siegreicher Audi R8 LM beim VLN-Rennen auf dem Nürburgring im April 2017 (© Daniel Reinhard)

Den VLN-Lauf aber gewann der von Phoenix-Motorsport privat eingesetzte Audi R8 LMS, ohne Schlüssel, nur mit Starterknopf ausgerüstet. Mike Rockenfeller, Dennis Busch und Nicolaj Möller-Madsen waren das glückliche Siegertrio.

Glickenhaus beim VLN-Rennen auf dem Nürburgring im April 2017 (© Daniel Reinhard)

Der schnelle und optisch attraktive Glickenhaus (schnellste Rennrunde in 8:16), der schon seit 2011 mit von der Partie ist, verabschiedete sich in Führung liegend mit Bremsproblemen in der Aremberg-Kurve.

Bentley Continential GT3 kurzzeitig in Führung am VLN-6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Ende April 2017 (© Daniel Reinhard)

Die vielen Führungswechsel brachten selbst den Bentley Continental GT3 für einige Runden an die Spitze

Das Qualifikations-Rennen zum 24h Klassiker war nach 6 Stunden Geschichte, aber das Nachspiel der leergeräumten Autos wird die Polizei und die Versicherungen wohl noch länger beschäftigen.

Da frag ich mich nun doch, ob es vielleicht nicht besser wäre, wieder zurück zum altbewährten Schlüssel mit Bart und dazugehörigem Schloss zu gehen. Das Hantieren am abgestellten Fahrzeug würde garantiert mehr Aufsehen erregen, als das völlig unauffällige Öffnen der Tür oder des Kofferraums.

 

Im Drift durch die Bretagne

Bruno von Rotz - 27.04.2017

Porsche 911 - Tour Auto Tag 1 (© Antoine Dellenbach)

Bereits sind die ersten zwei Tage der Tour Auto 2017 Geschichte. Dass diese Veranstaltung keine Kaffeefahrt ist, das zeigt das offizielle Video von Peter Auto eindrücklich.

Aber auch auf den Fotos unseres Mannes vor Ort - Antoine Dellenbach - kann man den Reiz der Tour Auto sehen.

Lotus Elan - Tour Auto Tag 2 (© Antoine Dellenbach)

Am ersten Tag fuhr der Tross unter anderem auf dem Bugatti-Rundkurs von Le Mans, um dann erstmals durch die Bretagne in den Nordwesten Frankreichs zu fahren.

Ferrari 275 GTB - Tour Auto Tag 1 (© Antoine Dellenbach)

Am Strassenrand schauten Tausende von Interessierten dem Treiben zu und konnten Autos beobachten, die man sonst vermutlich in den Gegenden das ganze Jahr nie sieht.

Porsche 356 - Tour Auto Tag 1 (© Antoine Dellenbach)

454 Kilometer betrug die Gesamtdistanz des ersten Tags, der in Saint Malo endete.

BMW 3.0 CSL - Tour Auto Tag 2 (© Antoine Dellenbach)

Am Tag darauf ging die Reise weiter nach Haute-Goulaine.

Porsche 356 - Tour Auto Tag 2 (© Antoine Dellenbach)

Unterwegs warteten drei Sonderprüfungen, die es in sich hatten.

Ford GT40 - Tour Auto Tag 1 (© Antoine Dellenbach)

Wunderschöne Fotos entstanden rund um Saint Malo, aber auch auf der Fahrt in Richtung Süden. Wer das Video genau verfolgte, konnte einen Ford GT40, irgendwo unterwegs in der Bretagne, im Drift sehen ...

Wir bleiben selbstverständlich “am Ball” und bereiten einen umfangreichen Gesamtbericht vor.

 

Als Autos noch zum Autofahren waren

Bruno von Rotz - 26.04.2017

Devin-TR und Lotus Eleven im Jahr 2011

Manchmal muss man schon staunen, was die Leute heutzutage so alles in ihren Autos treiben. Kein Wunder, denn schliesslich sitzen sie ja auch in einer fahrenden Telefonzelle, respektive einer klimatisierten Rückzugszelle oder Musicbox oder gar einem Massagesalon dank moderner Sitztechnik. Da kann man schon einmal abgelenkt werden. Und warum sollte man auch nicht telefonieren, schliesslich leisten sich wohl bald die Hälfte aller Neuwagenkäufer eine Freisprechanlage.

Interieur des Devin-TR von 1957

Das war früher natürlich ganz anders, zumindest wenn man sich in einen rustikalen Sportwagen setzte. Da gab es ein Lenkrad, drei Pedale, einen Schalthebel und ein paar Kontrollinstrumente, die man auch wirklich brauchte. Fertig. Zu etwas anderem als zum Fahren taugte weder der Lotus Eleven noch der Devin Triumph (siehe Bild). Da war automatisch Konzentration angesagt und halt auch Fahrfreude, denn wer sich so intensiv mit seinem Fahrzeug beschäftigte, hatte wohl auch Vergnügen daran.

Gibt es solche Fahrmaschinen eigentlich heute noch? Ansatzweise schon, aber wenn man so rudimentär einsteigen will wie bei Devin oder Lotus, dann muss man schon weit ins Exotensegment schauen, denn selbst ein Porsche Boxster oder ein Lamborghini Huracan bieten heute Unterhaltungselektronik und Freisprechgarnituren, ApplePlay und Internetzugang an. Es sind dann wohl meist die Briten, die mit Kleinserienfahrzeugen an jene Epoche erinnern, als Autos eben noch nur zum Fahren dawaren ...

 

Wieder Autos im Grand Palais von Paris

Bruno von Rotz - 25.04.2017

Tour Auto 2017 im Grand Palais in Paris (© Antoine Dellenbach)

Zwischen 1901 und 1961 fand die “Mondial de l’Automobile”, also der Pariser Autosalon im “Grand Palais statt, jenem Ausstellungsgebäude mit grosszügig verglastem Dach, das einst für die Weltausstellung des Jahres 1900 errichtet worden war.

Pariser Autosalon 1954 (Mondial de l'Automobile)

Dass die Autos des Tour Auto im selben Gebäude parken dürfen, muss schon als gewaltige Ehre gesehen werden. Sie stehen also dort, wo vor über einem Jahrhundert Saoutchik, Bugatti oder auch Lagonda die neuesten Kreationen gezeigt haben.

Autos der Tour Auto 2017 im Grand Palais in Paris werden gemalt (© Antoine Dellenbach)

Die schillernden Wettbewerbswagen der Vergangenheit sind sicherlich auch ein schöner Kontrapunkt zu den Laufstegkollektionen, die Chanel während der Pariser Modewoche jeweils zeigt.

Wier werden von der diesjährigen Tour Auto noch ausführlich berichten und mehr der schöenn Fotos von Antoine Dellenbach zeigen.

 

Alle reden von den Wahlen, aber wir von den Autos in Paris

Bruno von Rotz - 24.04.2017

Ligier JS2 an der Tour Auto Optic 2000 am 23. April 2017 (© Antoine Dellenbach)

Es ist eine der grössten historischen Rennveranstaltungen überhaupt, die Tour Auto, die auch 2017 wieder ihren Start in Paris nimmt. Vom 24. bis 30. April werden etwa 300 Teilnehmerautos, die in der Zeit der ursprünglichen Tour de France Automobile, genauer in den Jahren 1951 bis 1973, gebaut wurden, von der Hauptstadt Frankreichs über 2500 km nach Biarritz fahren und unterwegs auf verschiedenen Rennstrecken und abgesperrten Streckenabschnitten um die Wette fahren.

BMW 3.0 CSL an der Tour Auto Optic 2000 am 23. April 2017 (© Antoine Dellenbach)

Über 100’000 Zuschauer werden entlang der Strecke erwartet, 250 Journalisten und Fotografen verfolgen die Veranstaltung, um darüber zu berichten. Eindrücklich!

Chevrolet Camaro an der Tour Auto Optic 2000 am 23. April 2017 (© Antoine Dellenbach)

Schon die Vorbereitung in Paris ist etwas Besonderes, denn wann sieht man schon einige der schönsten GT- und Sportfahrzeuge der Sechziger- und Siebzigerjahre durch Paris fahren, um sich dann im Grand Palais aufzustellen?

Ford GT40 an der Tour Auto Optic 2000 am 23. April 2017 (© Antoine Dellenbach)

Einige schöne Momente zeigen wir hier auf den Bildern von Antoine Dellenbach, der für uns vor Ort ist.

 

Mehr ist nicht immer mehr! Gibt es zuviele historische Rennveranstaltungen?

Bruno von Rotz - 23.04.2017

NSU TT und Fiat-Abarth - Kampf der Zwerge  (© Rudy Lambrechts)

Für den Besitzer eines alten Rennwagens ist es natürlich toll, wenn er eine grosse Auswahl an Veranstaltungen hat, an denen er sein Auto einsetzen kann. Immer mehr historische Rennveranstaltungen scheinen aus dem Boden zu schiessen, aus Zuschauersicht ist das kein reiner Segen.

Ein gutes Beispiel ist die Bosch Hockenheim Historic, die dieses Wochenende stattfindet. Gegenüber früheren Jahren enthält das Programm deutlich weniger Attraktionen, zumindest aus historischer Sicht. Die Rennen des Lotus Club Europe, der Boss GP oder der Spezial Tourenwagen Trophy H&R Cup mögen zwar spannend sein, sie ersetzen aber fehlende Rennklassen wie die historischen Formel-1-Autos der Sechziger- und Siebzigerjahre, Granturismo-Sportwagen der Sechzigerjahre oder die Zwerge Abarth, Mini, TT und Co nicht, die es früher auf dem Hockenheimring auch zu sehen gab.

Einige dieser Rennserien sind auf andere Wochenenden (und andere Rennstrecken) ausgewichen und fahren dann vor fast leeren Publikumsrängen. Das ist doch eigentlich sehr schade. Hier wäre weniger (im Sinne von weniger historischen Motorveranstaltungen) vielleicht mehr. Aus Sicht des Publikums sicher.

P.S. Das Foto oben stammt vom Kampf der Zwerge, der vor zwei Wochen auf dem Hcokenheimring in die neue Saison ging (Foto Rudy Lambrechts)

 

Fahrvergnügen kommt von der Geschwindigkeit

Bruno von Rotz - 22.04.2017

Mazda MX-03 von 1985 in der Werbung im Jahr 1986

Es kommt einem nicht gerade Mazda in den Sinn, wenn man den Marketing-Slogan “Fahrvergnügen kommt von der Geschwindigkeit” liest. Zumindest nicht die Autos von Mazda, die man Mitte der Achtzigerjahre kaufen konnte, also die Modelle 323, 626, 929 und den RX-7.

Mazda MX-03 an der IAA 1985

Im Jahr 1985 aber zeigte der japanische Hersteller an der IAA in Frankfurt aber die Studie Mazda MX-03, ausgerüstet mit einem Dreischeiben-Kreiskolbenmotor mit Zweiphasen-Turbolader. Satte 320 DIN-PS leistete das Aggregat und es war in eine flache Coupé-Karosserie eingebaut, die von vorne der späteren Dodge/Chrysler Viper nicht unähnlich aussah. 300 km/h wollte man damit fahren können, sicherlich eine Ansage.

Noch eindrücklicher aber war der Schlusssatz in der seitenfüllenden Werbung : “Der MX-03 ist ein Zeuge für den zukunftsorientierten Geist bei Mazda. Noch ist er erst als Prototyp gebaut. Aber er wird schneller auf den Markt kommen, als sie es sich vorstellen können”.

Werbung für den Mazda MX-03 im Jahr 1986

Nun, um ehrlich zu sein, wir warten heute noch, obschon Mazda natürlich in den Folgejahren einige schnelle und attraktive Fahrzeuge auf den Markt brachte …

 

Tankstellen-Sterben

Bruno von Rotz - 21.04.2017

Tankstellensterben

Die Autoindustrie und ihr Umfeld hat sich über die letzten 130 Jahre stetig verändert. Neue Marken wurden kreiert, viele davon verschwanden wieder. Heute aber wenden wir uns einem anderen Thema zu, dem Tankstellen-Sterben.

Als ich letzthin, nach Jahrzehnten wieder einmal die Zweierstrasse in Zürich entlang fuhr, sah ich die verlotterten Überreste einer Tankstelle, an der ich früher immer mal wieder einmal mein Auto tankte. Ich meine mich sogar erinnern zu können, dass sympathische Menschen einem dabei halfen. Es waren wohl zwei Tanksäulen, die zur Verfügung standen, mehr als ein oder zwei Autos konnten da auch nicht anhalten. War es eine BP- oder Esso-Tankstelle? Da bin ich mir nicht mehr sicher.

Offenbar hat sie nicht überlebt. Man sieht zwar noch die Überreste der Bedachung und der Verankerung der Tanksäulen, auch das kleine Büro für den Tankwart ist noch da. Genutzt werden die Räume heute aber von einem Coiffeur, so wie es scheint.

Tankstellen hatten früher eine ganz andere Ambience als heute, sie waren geprägt von den Leuten, die dort ihre Dienste anboten. Einige meiner Schulkollegen arbeiteten in ihrer Freizeit als Tankwart, um etwas Geld zusätzlich zu verdienen.

Heute ist das Tanken ein Selbstbedienungsgeschäft, statt über zwei Tanksäulen verfügt die moderne Anlage über mindestens deren sechs oder zwölf. Und die Innenräume erinnern mehr an Einkaufszentren als an Mechanikerbuden. Ja, da hat sich einiges geändert, und viele kleine Tankstellen mussten ihre Existenz aufgeben entlang dieses Umwandlungsprozesses.

 

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