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Über Mäuse und Käfer

Bruno von Rotz - 22.07.2017

Die weisse Maus - Polizei-VW Käfer 1300

Warum man ihn “weisse Maus” nannte, ist eigentlich nicht ganz klar. Schliesslich handelte es sich um einen VW Käfer, der in Polizeidiensten und daher weiss-schwarz gespritzt seine Dienste tat.

Sei es drum, der Käfer jedenfalls war im Polizeidienst beliebt, von 1960 bis 1970 war er beispielsweise bei der Kantonspolizei Zürich im Einsatz. Zu Hunderten vermutlich. Und trotzdem musste von der polizeieigenen Werkstatt ein Exemplar mit 1,3-Liter-Motor nachgebaut werden, als man den Sympathie-Wert eines alten Polizeiautos erkannte. Die Originale waren alle ausgemustert und verschrottet worden.

Die weisse Maus - Detail vom Polizei-VW Käfer 1300

Und so ist die ausgestellte “weisse Maus” eben ein originalgetreue Replica. Sympathisch ist sie trotzdem …

 

Fast wie damals vor 31 Jahren

Antoine Dellenbach - 21.07.2017

Peugeot 205 T16 am ADAC Eifel Rallye Festival 2017 (© Antoine Dellenbach)

Nein, diese Aufnahme entstand weder in Portugual, noch in San Remo oder in Griechenland. Und sie ist auch nicht 31 Jahre alt, obschon es das Auto natürlich ist.

1986 war das letzte Jahr, in dem die Gruppe-B-Boliden um Weltmeisterschaftspunkte stritten, bevor die Autos verboten wurden, weil sie zu schnell wurden aus Sicht der Regelmacher. Heutige WRC-Autos sind allerdings noch deutlich schneller und bügeln mit ihren elektronisch gesteuerten Fahrwerken und von Computern kontrollierten Differentialen auch die übelsten Strecken flach. Wie sagte Walter Röhrl doch kürzlich in einem Interview? “Mit den modernen Auto kann jeder schnell fahren. Das war früher nicht so, da war es leichter für den Guten, zu gewinnen. Der Ogier ist für mich ein armer Kerl. Der hat’s schwer, weil die alle schnell fahren können.”

Und weil die heutigen Autos zwar schnell, aber nicht mehr so spektakulär aussehen wie damals, pilgern die Rallye-Fans eben gerne an historische Veranstaltungen wie das ADAC Eifel Rallye Festival , das seit gestern rund um Daun im Gang ist.

“Die Dokumentation des Rallye-Sports aus sechs Jahrzehnten prägt das Startfeld des diesjährigen ADAC Eifel Rallye Festivals (20. - 22. Juli 2017) in Daun. 172 automobile Zeitzeugen von 33 Herstellern bilden die riesige Kulisse, die Teilnehmer kommen aus 17 Nationen in die Vulkaneifel. Von den frühen Exemplaren, die ihre Erfolge noch in Gleichmässigkeitsfahrten errangen, bis zu den aktuellsten Boliden, die heute in regelrechten Highspeed-Spektakeln die Fans begeistern, ist hier alles vertreten”, so kündigten die Organisatoren die Veranstaltung an.

Womit sie wohl nicht gerechnet hatten, waren die Unstimmigkeiten, die sich zwischen Zuschauern und den Ordnungshütern beim Shake Down am ersten Abend entwickelten und die für einen Unterbruch von rund einer Stunde sorgten. Des einen Pech, des anderen Glück. Für die Fotografen bedeutete die Verlängerung der Veranstaltung veränderte Lichtverhältnisse, die zu wunderschönen Aufnahmen führten, wie die Aufnahme des Peugeot 205 T16 eindrücklich zeigt …

P.S. Natürlich werden wir schon bald und mit vielen Fotos über das Eifel Rallye Festival berichten.

 

Jubiläums-Ennstal-Classic - es ist angerichtet!

Daniel Reinhard - 20.07.2017

Jaguar E-Type an der Ennstal-Classic 2017 (© Daniel Reinhard)

In der kleinen österreichischen Gemeinde Gröbming starteten wir 1993 mit 35 Autos zu einer kleinen Rallye über den Sölkpass und zurück. Walter Röhrl schrieb sich damals mit seinem roten Austin Healey als erster Sieger der Ennstal-Classic in die noch leere Liste. Es folgten 23 weitere und dieses Wochenende wird bereits der 25. Sieger erkoren. 

Die kleine, damals relativ unbekannte Gemeinde Gröbming, nur knapp 20km von Schladming entfernt, wurde im Laufe der Jahre zur Absteige vieler Motorsport-Grössen dieser Welt.

Derek Bell auf seinem Bentley an der Ennstal-Classic 2017 (© Daniel Reinhard)

Egal ob Derek Bell (wie abgebildet im Bentley, Stirling Moss, John Surtees, Nigel Mansell, Mario Andretti, Niki Lauda oder Sebastian Vettel, sie alle waren schon da und haben diese idyllische kleine Gemeinde persönlich kennen- und schätzen gelernt.

Die Landschaft als Paradies der Ennstal-Classic 2017 (© Daniel Reinhard)

Helmut Zwickl und Michael Glöckner sind die beiden grossen Macher dieser wunderschönen Rallye mit dem Slogan: "Autofahren im letzten Paradies". Das Paradies ist nicht nur die Landschaft, die dabei befahren wird, paradiesisch ist auch die Begeisterung und vor allem die Akzeptanz der einheimischen Bevölkerung. Ein Ort im Ausnahmezustand und alle freuen sich: wo gibt es denn sowas noch?

Kinderzeichnungen rund um die Ennstal-Classic 2017 (© Daniel Reinhard)

Die Schulkinder verwirklichten ihre ganz persönlichen Eindrücke der Ennstal-Classic in Zeichnungen. Diese Kinder kennen den ersten Sieger nur aus Erzählungen der Eltern, denn vor 25 Jahren hatten sie das Licht der Welt noch gar nicht erblickt.

Medis bereits für die Ennstal-Classic 2017 (© Daniel Reinhard)

In der Dorf-Apotheke gibt es für die Teilnehmer zum Jubiläum für jeden Tag das passende Medikament. Am Donnerstag die richtige Sonnencreme, am Freitag die Magnesium-Brausetabletten und für den Samstag nach den harten 850 km ein anti-age fluid……

Beklebung der Autos an der Ennstal-Classic 2017 (© Daniel Reinhard)

Das Wetter passt, die 220 Autos sind beklebt und kontrolliert, die Fahrer und Beifahrer bereits gut vorbereitet, somit ist alles angerichtet und dem Start der 25. Ennstal-Classic steht nichts mehr im Wege. Let`s go!

Vorbereitung der Teilnehmer an der Ennstal-Classic 2017 (© Daniel Reinhard)

 

Zukunft oder Vergangenheit - Fiat beschenkt sich mit einem Video

Bruno von Rotz - 19.07.2017

Fiat 500 im Geburststagsvideo

60 Jahre alt wäre der Fiat Nuova 500 dieses Jahr geworden, wenn man ihn einfach immer weitergebaut hätte. Doch, wie wir wissen, gab es nach 1975 zwar noch den Namen, nicht aber das rundliche Auto mehr. Der Cinquecento der Neunzigerjahre erinnerte dann optisch überhaupt nicht mehr an die Variante der Sechzigerjahre. Erst seit 2007 darf ein Fiat 500 wieder (fast) so aussehen wie damals und feiert weltweit Erfolge.

Und nun wird also der 60. Geburtstag gefeiert und Fiat liess dafür einen charmanten Film drehen. Man liess sich nicht lumpen dabei, immerhin engagierte man den amerikanischen Adrien Brody, der mit seiner Hauptrolle in “Der Pianist” 2003 den Oscar gewonnen hatte. Brody wirkt immer wie aus einer anderen Zeit und genau dies war auch beim (englisch gesprochenen) Filmchen über den Fiat 500 gewünscht, indem es sich um einen Mann handelt, der im Jahr 1957 einschläft (?) und im Jahr 2017 wieder erwacht. Mehr wollen wir nicht verraten, schauen Sie einfach selber:

Tags: 
Film

 

Das perfekte Oldtimer-Sommerwetter

Bruno von Rotz - 18.07.2017

Porsche Turbo im Sommerwetter (© Daniel Reinhard)

Die meisten Oldtimer fahren nur während der warmen und tendenziell trockenen Jahreszeiten auf unseren Strassen, sie werden geschont und der Ausflug mit dem alten Auto soll ja ein Vergnügen sein.

Sonne und angenehme Temperaturen wollen die meisten Klassikerfahrer haben. Letztes Wochenende war wieder einmal das ideale Oldtimer-Sommerwetter angesagt: Nicht zu heiss, aber doch warm, also rund 22 bis 25 Grad Celsius. Da schwitzt weder die Besatzung noch das Auto über Gebühr. Je nachdem ob der alte Wagen ein Cabriolet oder eine Coupé, respektive eine Limousine ist, liegen die idealen Temperaturen unterschiedlich hoch. Im geschlossenen Auto sind auch schon 10 oder 15 Grad okay, im Cabriolet dürfen es gerne ein paar Celsiusgrade mehr sein.

Dies gilt natürlich vor allem für die Warmduscher unter uns, denn die Hardcore-Roadsterfahrer beispielsweise nehmen den Wagen auch bei fünf Grad Celsius oder Regen aus der Garage und fahren ihn immer offen.

Trotzdem, wenn man es charakterisieren wollte, dann wäre der ideale Oldtimer-Sommertag sonnig und es würde 22 bis 25 Grad warm. Eben - wie letztes Wochenende. Geht doch!

P.S. Das Bild hat mit dem Text nur insofern etwas zu tun, als es Sommerwetter symbolisiert. Entstanden ist es bereits vor einiger Zeit an einer Rallye ...

 

Ein erfolgreicher Oldtimer-/Youngtimerverkauf braucht Geduld (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 17.07.2017

Frage der Woche 87 - Wie lange dauert der Verkauf eines Oldtimers/Youngtimers?

Wir leben in der automobilhistorischen Goldgräberzeit, so liest man allenthalben. Da müsste einem doch der Oldtimer oder Youngtimer fast aus der Hand gerissen werden, sollte man ihn irgendwann einmal zum Verkauf anbieten wollen. Doch so einfach, wie es scheint, lassen sich auch gut erhaltene und über lange Zeit gehätschelte Fahrzeuge nicht an den Mann oder die Frau bringen.

Wie lange dauert der Verkauf eines alten Autos aber wirklich, wollten wir von unseren Lesern in der “ Frage der Woche ” wissen.

Schnelle Verkäufe innerhalb einer Woche sind die Ausnahme. Nur gerade 4% der 238 Umfrageteilnehmer konnten ihren Wagen in einer derartig kurzen Zeitspanne veräussern.

Rund zwei Drittel (70%) aber benötigte zwei oder mehr Monate, um einen neuen Besitzer für ihren Klassiker zu finden. 21% schafften es in zwei bis drei Monaten, 23% in vier bis sechs Monaten, 19% benötigten ein bis zwei Jahre und 7% warteten gar über zwei Jahre, bis der richtige Eigner gefunden werden konnte. Da war wirklich Geduld nötig!

Ein Zehntel (10%) immerhin aber schätzte sich glücklich, das Auto innert zwei bis vier Wochen verkauft zu haben.

Überrascht hat uns der hohe Anteil an Umfrageteilnehmer, die mit keiner der Antworten leben konnte. Wie wir dann aber feststellten, fehlte uns einerseits die Antwort “sieben bis 12 Monate”, andererseits auch eine Antwort, dass der Wagen überhaupt nicht verkauft werden konnte. 13% jedenfalls gaben an, dass keine der vorgeschlagenen Antworten ihre Situation treffe.

Unabhängig von diesem Lapsus, für den wir uns entschuldigen, ist zu sagen, dass der Oldtimer-Verkauf offenbar in vielen Fällen deutlich mehr Geduld erfordert, als man es angesichts der doch immer noch vorherrschenden Euphorie erwarten würde.

Hier noch die Ergebnisse der Umfrage grafisch dargestellt:

Frage der Woche 87 - Wie lange dauert der Verkauf eines Oldtimers/Youngtimers - Ergebnis

Bereits läuft die nächste Frage der Woche, bei der es darum geht, ob es unseren Oldtimer-/Youngtimer-Fahrzeuge heute schnell zu heiss wird .

Und natürlich kann man weiterhin alle bisherigen Ergebnisse zu den “Fragen der Woche” im entsprechenden Themenkanal nachlesen.

 

Was Autofahrer früher noch wussten - Umstellung auf Sommerbetrieb

Bruno von Rotz - 16.07.2017

Fiat 128 3P

Früher war der Autobesitzer für weit mehr verantwortlich als heute. Zum Starten beispielsweise nutzte er den Choke, regelmässig überprüfte er von Hand den Öl-, Wasser- und Bremsflüssigkeitsstand. Bei einigen Autos galt es gar, die Wärme der Ansaugluft zu regulieren, so etwa beim Fiat 128 3P Coupé (Bild oben).

Anleitung zum Fiat 128 3P - Umstellung von Sommer- auf Winterbetrieb

Dies war nicht weiter kompliziert, man musste einfach daran denken. Zu Beginn der Winterzeit drehte man, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben, den Deckel in die Winterposition, um via Auspuffkrümmer erwärmte Luft in den Luftfilter zu lenken.

Sommer-Winter-Einstellung am Luftfilter des Fiat 128 3P (© Daniel Reinhard)

Im Sommer dann drehte man den Deckel zurück, um kühle Luft anzuziehen. Nicht kompliziert, aber effektiv. Und vermutlich schon lange in Vergessenheit geraten.

 

Die Unfall-Show

Bruno von Rotz - 15.07.2017

Simulierter Mercedes-Unfall im Jahr 1962

Es sind schlimmer aus, als es war. Tatsächlich blicken wir hier nicht auf einen tatsächlichen Unfall, sondern eine Simulation, die im Jahre 1962 die Zuschauer informieren sollte, wie man sich verhält, wenn ein Unfall passiert ist. Die Automobil Revue berichtete ausführlich damals.

Vorgeführt wurde die Show im Vorfeld einer Tour-de-Suisse-Durchfahrt in Diessenhofen und weil man das Publikum zuerst in Stimmung bringen wollte, sorgte ein Stuntfahrer mit einem Simca vorher noch für überraschende Momente.

Simca auf zwei Rädern - Stunt im Jahr 1962

Ja, das war halt die Zeit vor Youtube und Co, da sorgte man in der realen Welt noch für “Weiterbildung” der Verkehrsteilnehmer.

 

Mit dem Volvo P1800S nach Schweden - ein Jugendtraum geht in Erfüllung

Hans Pfister - 14.07.2017

Das Volvo Visitor Center in Göteborg (© Hans Pfister)

Mein erstes Auto war ein Volvo 123 GT. Bereits mit 18 Jahren hatte ich den Traum, dieses Auto einmal nach Göteborg in Schweden zu fahren. Es kam dann allerdings anders. Nach einem Unfall verkaufte ich das Auto schweren Herzens. Viele Jahr espäter kaufte ich mir einen Volvo P1800S und war während zweier Jahre damit beschäftigt, dieses Auto zu restaurieren und richtig fahrtüchtig zu machen. Da keimte der Traum wieder auf, einen Schwedentrip zu unternehmen.

So bin ich am 11. Juni 2017 allein von Männedorf am Zürichsee nach Göteborg in Schweden aufgebrochen. Die Reise hatte ich so geplant, dass wir (das Auto und ich) möglichst viele Länder und Automobile Sehenswürdigkeiten bereisen und besuchen konnten. Neben einigen Ersatzteilen und Werkzeug fand auch das Gepäck komfortabel Platz.

Hotel in Holland (© Hans Pfister)

In den drei Wochen haben das Auto mit Jahrgang 1968 und der Fahrer mit Jahrgang 1961 5350 km zurückgelegt, wobei wir vorzugsweise auf Landstrassen unterwegs waren. Übernachtet wurde in Hotels oder kleineren Pensionen.

Mit dem Volvo P1800S durch Frankreich (© Hans Pfister)

Die Reise führte in den Norden Frankreichs, über Luxemburg, entlang der Mosel zur legendären Rennstrecke in Spa Francorchamps. Wir besuchten Lüttich und Antwerpen in Belgien mit seinem imposanten Hafen. Weiter ging die Fahrt nach Holland, wo wir in Den Haag das Louwmann-Museum als eines der Highlights besuchten.

Abschlussdeich (© Hans Pfister)

Ein kurzer Abstecher führte zur Rennstrecke in Zandvoort. Über spektakuläre Bauwerke wie den Abschlussdeich, welcher das Ijsselmeer von der Nordsee trennt, die Storebelt Brücke in Dänemark und die Öresundbrücke erreichten wir Malmö in Schweden.

Mit dem Volvo P1800S auf der Oeresundbrücke (© Hans Pfister)

Entlang der Küste besuchten wir mehrere kleinere Flugzeug- und Automuseen und konnten in Ängelholm auch ein Foto vom Hauptsitz von Königsegg schiessen.

Volvo P1800S vor dem Gebäude von Königsegg (© Hans Pfister)

In Göteborg angelangt, besichtigte ich das Volvo-Werk, wo auch mein P1800S gefertigt wurde. Im Volvo-Museum konnte ich unter anderem ein Gespräch mit dem Direktor führen, welcher mir im Fabrikarchiv die Informationen zu meinem Fahrzeug besorgte.

Vor dem Volvomuseum (© Hans Pfister)

Weiter führte die Reise zum Saab-Museum in Trollhättan und auch das Motormuseum in Motala war einen Besuch unbedingt wert.

Volvo vor einem Automuseum (© Hans Pfister)

Über Jönköping, wo in der Nähe das Husqvarna-Museum einen Einblick in die bewegte Firmengeschichte gibt, führte die Reise durch die Glasregion (Kosta, Boda, Orrefors) auf die Insel Öland, wo ich das traditionelle Schwedische Sonnenwendefest miterleben durfte.

Fähre Trellebord-Rostock (© Hans Pfister)

In Trelleborg verabschiedeten wir uns von Schweden und erreichten, nach sechs Stunden auf der Fähre, Rostock. Über einige Stationen in Ostdeutschland erreichten wir Zwickau mit dem August Horch Museum.

August Horch Museum (© Hans Pfister)

Via die drei Flüsse-Stadt Passau fuhren wir zum Abschluss nach München, wo je ein Besuch bei BMW und im Deutschen Museum auf dem Programm stand.

Volvo P1800S in Bayern (© Hans Pfister)

Schlussendlich sind Simon (das Auto) und ich über 10 Länder, nach 21 unfallfreien Tagen, ohne Panne, mit vielen schönen Begegnungen und Erfahrungen, tollem Wetterglück und ca. 2500 Fotos im Gepäck, wieder wohlbehalten an unserem Ausgangspunkt angekommen.

Wir haben viele bewundernde Blicke und nach oben gerichtete Daumen gesehen und den lange gehegten Traum wahr werden lassen …

 

Die andere Art Sicherheitsgurt-Schloss

Bruno von Rotz - 13.07.2017

Liv-Flap geschlossen (Datsun 260 Z)

Leser, die in den Siebzigerjahren Japaner gefahren sind, werden sich möglicherweise an die eigentlich praktischen Gurtschlösser ohne Schnalle erinnern. Man nannte sie “Liv-Flap”.

Liv-Flap Automatik , Vorstellung Autosalon 1974

Gezeigt wurden sie u.a. am Genfer Autosalon 1974 . Die AR schrieb damals im März 1974:
“Neu ist der Verschlussmechanismus des Liv-Flap-Automatikgurtes, der vorderhand ausschliesslich in der Schweiz erhältlich ist und hier von der Firma Meyer-Barca vertrieben wird. Wie beim kürzlich in der «AR» beschriebenen «Toric»-System aus England besitzt der eigentliche Gurtteil keine Verschlussschnalle, sondern wird beim Umlegen von einem aufklappbaren Stahlbügel am kurzen Gurtende gehalten.”

Man befand diese Art der Gurtbefestigung als sehr praktisch. Beim Test des Datsun 260 Z jedenfalls schrieb die AR im selben Jahr im Oktober:
“Überaus angenehm zu tragen sind die serienmässig eingebauten Autpmatikgurte (System «Liv» ohne Schlossteil am Gurt); mit ihnen gurtet man sich selbst für Fahrstrecken von nur wenigen hundert Metern an.“
Das typische Suchen nach der Schnalle fiel weg. Einfach Gurt fassen und hinüberziehen. Fertig.

Liv-Flap offen, Datsun 260 Z von 1977

Da hätten sich diese Gurtschlösser doch eigentlich durchsetzen müssen? Taten sie aber nicht. Die Liv-Flap-Gurten verschwanden und wichen den heute üblichen Systemen. Was genau den Ausschlag gab, dass sie sich nicht langfristig etablieren konnten, ist nicht klar. Vielleicht eigneten sie sich einfach nicht für die direkte Befestigung am Sitz (also ohne Gurtpeitschen)?

Möglicherweise weiss einer unserer Leser mehr?

 

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