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Catawiki Allgemein:

Mit dem Fuchsschwanz um die Nordschleife

Daniel Reinhard - 29.05.2017

Opel Manta am 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2017 (© Daniel Reinhard)

Was wäre das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ohne den legendären Opel Manta B des Kissling-Teams. Auch am Wochenende vom 27./28. Mai 2017 setzte das Team rund um Olaf Beckmann auf das Auto mit dem Fuchsschwanz.

Der Manta gilt als Mythos auf der Nordschleife. Dieses Modell aus Rüsselsheim nahm 2017 zum 23. Mal am 24h-Klassiker teil. Der Manta B ist seit 1998 mit einer Ausnahme im Jahr 2005, als das Auto nach einem Trainingsunfall nicht rechtzeitig repariert werden konnte, regelmässig mit von der Partie. Auch 2017 wurde der Gesamtsieg in der SP3 Klasse angepeilt.

Zum Auto gab es auch die passende Startnummer, so startete er auch 2017, wie immer, wieder mit der Nummer 122.

Opel Manta am 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2017 im Karusell (© Daniel Reinhard)

Bei den zahlreichen Fans am Streckenrand ist der Manta bekannt wie kaum ein Zweiter. Kommt er um die Kurve geschossen so wird kräftig applaudiert. Immer korrekt mit Fuchsschwanz unterwegs wird der nur 930 kg schwere Manta von einem auf 2 Liter aufgebohrten 1,8 Liter Motor mit 255 PS angetrieben. "Über die Anzahl der Fuchsschwänze haben wir nicht Buch geführt", lacht Olaf Beckmann (70). Beckmann ist Besitzer, Fahrer, Chefingenieur und Chefmaechaniker in einer Person und er baute aus dem Serien Manta Ende der Achtzigerjahre ein Rallye-Auto, mit dem er dann mehrmals bei der Langstreckenrallye Tour d`Europe, die ihn und sein Opel bis nach Marokko oder Istanbul führte, teilnahm.

Nach dem Ende dieser Rallye stellte sich die Frage, was nun? Ein Freund brachte den Rallye-Fahrer zum Ring wo er dann am 23. April 1994 zum ersten Mal in der VLN startete. "Ich muss heute noch grinsen, wenn ich an die erstaunten Gesichter denke, als ich da mit meinem hochbeinigen Rallye-Auto aufgetaucht bin", erinnert sich Beckmann. Schnell war klar, dass sich das Auto so nicht für die Rundstrecke eignete, also begann der Umbau zum Rennauto. Mittlerweile hat der Manta mit seinen 23 Starts auf der Nordschleife 82’296,692 Rennkilometer (2017 noch bei den Kilometern noch nicht mitgezählt), absolviert. Zwei Klassensiege (2002 und 2015) gab es bei den 24h Rennen. 2017 war das Team leider nicht so erfolgreich, Ausfall nach 71 Runden.

Aber ein Aufhören wird es so schnell noch nicht geben, denn: "Die 100’000 km will ich unbedingt noch voll machen", lacht Beckmann.

Wir wünschen dem Team weiterhin viel Erfolg!

 

Wenn der Kleinste der Grösste ist … und ein E-Type zum Rekordpreis

Bruno von Rotz - 28.05.2017

Ehrung für den Lurani Nibbio am CdE 2017

Gestern wurde am Concorso d’Eleganza Villa d’Este vom Publikum die begehrte Coppa d’Oro vergeben und für einmal ging sie nicht an einen berühmten Ferrari oder einen edlen Vorkriegs-Klassiker sondern an ein weitgehend umbekanntes Rekordfahrzeug namens Lurani Nibbio von 1935, dessen Karosserie durch Riva gebaut worden war.

Lurani Nibbio von 1935

Der leichtgewichtige Einsitzer hatte mit Motorradmotoren von bis 0,5 Liter Hubraum einst mit dem Grafen Lurani am Steuer verschiedenste Hochgeschwindigkeitsrekorde eingefahren.

Lurani Nibbio von 1935 bei der Vorbeifahrt

Der Wagen gehört noch immer der Familie und wurde von Luranis Enkel vorgeführt. Dies weckte offenbar viele Sympathien, das Publikum jedenfalls hatte an dem blauen Wägelchen seine Freude.

Lurani Nibbio auf der Fahrt zur Übergabe der Coppa d'Oro

Eine Überraschung gab es dann noch am Abend, als bei der Versteigerung von RM/Sotheby’s im Park der Villa Erba ein Jaguar E-Type Roadster von 1961 unter den Hammer kam.

Jaguar E-Type Series 1 Roadster von 1961 an der Versteigerung von RM/Sotheby's Villa Erba 2017

Der Schätzpreis war auf bereits schon nicht bescheiden EUR 250’000 bis 320’000, doch die Bieter waren noch deutlich spendierfreudiger. Erst bei EUR 520’000 erhielt der Meistbietende (am Telefon) seinen Zuschlag, was inklusive 12% Bieteraufgeld mindestens EUR 580’000 oder CHF 635’000 als Kaufpreis für den frühen offenen E-Type bedeutet. Dafür hätte man auch fast einen Lamborghini Countach Periscopo erwerben können …

Detaillierte Berichte zur Versteigerung und zum Concorso folgen wie üblich in Kürze.

 

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete - von Villa d'Este bis zur Swiss Classis World

Bruno von Rotz - 27.05.2017

Zwischengas-Stand an der Swiss Classic World Luzern 2017

An diesem Wochenende ist viel los. In Luzern öffnet heute die Swiss Classic World für zwei Tage ihre Tore. Natürlich sind wir von Zwischengas zusammen mit unserer Zeitschrift Swiss Classics mit einem Stand vor Ort vertreten. Und natürlich haben wir auch ein Auto auf dem Stand, genauer gesagt deren zwei, nämlich einen VW Bus “Pritsche” und einen Formcar Formel V.

Porsche 911 Carrera RSR 3.0 bei RM/Sotheby's Villa Erba 2017

Gleichzeitig sind wir aber auch am Concorso d’Eleganza Villa d’Este und haben uns schon gestern ein wenig umgeschaut. Wir waren bereits bei RM/Sotheby’s und fotografierten den sensationellen Porsche 911 Carrera RSR 3.0 mit 12 Kilometern Fahrleistung und 40+ Jahren Staub auf dem Heckflügel.

Ferrari 365 GTB/4 Daytona Plexi bei RM/Sotheby's Villa Erba 2017

Und wir liefen auch am Ferrari Daytona 365 GTB/4 Plexi nicht vorbei, ohne genauer hinzuschauen.

Verhuellter BMW im Park der Villa Erba 2017

Auch Villa-d'Este-Organisator BMW überlässt nichts dem Zufall in Cernobbio.

Tribüne für die Versteigerung und die Motorrad-Ehrung in der Villa Erba

Und die Tribünen für die RM-Versteigerung und die Prämierung der Motorräder stehen auch schon bereit.

Das wird also ereignisreiches Wochenende!

BMW Motorrad Concept Link 2017

Ach ja, bevor ich es vergesse, zwei Weltpremieren wurden gestern Abend auch noch vorgefahren. Gezeigt wurde das BMW Motorrad Concept Link, eine Art elektrischer Roller der Zukunft, und ein neues 8-er-Coupé, gezeigt als BMW Concept 8 Series, von dem man munkelt, dass es der Serie schon ganz schön nahe sei.

BMW Concept 8 Series 2017

 

Das andere Buch von Alfred Neubauer

Bruno von Rotz - 26.05.2017

Buch von Alfred Neubauer "Heute lacht man darüber" aus dem Jahr 1951

Alfred Neubauer war der grosse Rennleiter der Vor- und Nachkriegszeit, der Mercedes-Benz zu vielen Motorsport-Erfolgen verhalt. Er war aber auch Buchautor und die meisten kennen seinen Band “Männer, Frauen und Motoren” aus dem Jahr 1958.

Dies war allerdings bereits das zweite Buch von Neubauer, denn bereits 1951 erschien “Heute lacht man darüber”. Die Auflage betrug damals 2000 Exemplare, sie waren handnummeriert und signiert und wurden wohl im kleinen Kreis verteilt/vertrieben.

2000 nummerierte Exemplare mit Unterschrift des Autors

Im Prinzip handelte es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten rund um das Automobil, die vorgängig zumindest teilweise in der luxemburgischen Autorevue erschienen waren.

Ein Zwischengas-Leser konnte sich auf eBay ein Exemplar zu einem günstigen Preis ergattern und schreibt dazu: “Das Buch besteht aus Kurzgeschichten um das Automobil; allerdings übersteigt der historische Wert den des literarischen.”

Das Cover wurde damals übrigens von Walter Gotschke gestaltet und dies alleine macht das Büchlein sicherlich attraktiv. Wenn Neubauer in seinen Geschichten rund ein halbes Jahrhundert zurückschaut und dabei viele unterhaltsame und zum Schmunzeln anregende Anekdoten aus der automobilen Frühzeit erzählt, dann hatte er damals ja in etwa den gleichen Abstand, wie wenn wir heute die Zeitschriftenberichte der Sechzigerjahre kommentieren. Und da wundert man sich ja auch über das eine oder andere.

 

Roger Moore, der Auto-Gourmet

Bruno von Rotz - 25.05.2017

Lotus Esprit mit James Moore und Barbara Bach bei den Dreharbeiten zum Bond-Film

Vor wenigen Tagen verstarb Roger Moore in der Schweiz, den meisten vermutlich besser bekannt als (eleganter, humorgesegneter) James Bond, den er in sechs Filmen verkörperte.

Er spielte aber auch in der Fernsehserie Ivanhoe mit, war der Heilige in “The Saint” (Simon Templar) und der Adlige in “Die Zwei”.

Lotus Esprit S1 im Film "the Spy who loved me"

Fast bei allen Auftritten konnte er auch auf interessante Autos zurückgreifen, etwa auf den Lotus Esprit S1 in seinem dritten Bond-Film, ....

Aston Martin DBS in der Fernsehserie "Die Zwei"

... den Aston Martin DBS (“Die Zwei”), …

Volvo P1800 und Roger Moore - Fernsehserie "The Saint"

…, den Volvo P 1800 (als Simon Templar) …,

Lotus Esprit S3 und Roger Moore

… oder den L otus Esprit Essex Turbo - wiederum als Bond.

AMC Hornet X im James-Bond-Film "The Man with the golden Gun"

Dass er noch diverse andere Autos in Filmen bewegte, versteht sich von selbst, da war zum Beispiel auch noch ein Hornet X von American Motors Corporation, mit dem er eine Rolle in der Luft fabrizierte in einem Bond-Film.

Citroën 2CV Sonderserie "James Bond"

Oder da war noch eine Ente ( Citroën 2 CV ), die wiederum in einem Bondfilm als Fluchtfahrzeug diente und sogar Basis einer Sonderserie wurde.

Ja, Bond war sicherlich ein Auto-Connaisseur, obwohl er auch ein Halbtax-Abo für die Schweizer Bundesbahnen besass. In Erinnerung aber wird es uns als Fahrer des rechtsgelenkten weissen Lotus Esprit S1, der am Strand aus dem Wasser auftaucht und einen Fisch entsorgt, der aus unerfindlichen Gründen ins Esprit-U-Boot eingedrungen war ...

 

Was die Autofahrer früher noch wussten - vorausschauendes Bergabfahren

Bruno von Rotz - 24.05.2017

Talfahrt MG A (© Daniel Reinhard)

Für den modernen Autofahrer sind Steigungen und Bergabfahrten kein Grund, Besonderes vorzukehren. Dei Bremsen moderner Automobile verkraften auch längeres Dauerbremsen und neuzeitliche Automatikgetriebe schalten sogar selbsttätig in einen niedrigeren Gang zurück, um die Bremskraft des Motors zu nutzen.

Das war früher ganz anders. Nicht nur neigten die Bremsen schon früh zu Fading (nachlassender Wirkung), wenn sie über längere Strecken betätigt wurden, auch entfaltete der Motor im obersten Gang, der vielleicht auf der Passhöhe eingelegt wurde, kaum Bremswirkung.

Eine alte Autofahrerregel lautete daher, dass man den Berg in demselben Gange hinunterfahren solle, wie man ihn hinaufgefahren sei. Vielfach war dies sogar der zweite oder erste Gang, denn auch bergauf waren Autos früher keine Raketen.

Vorsicht war natürlich beim Herunterschalten angesagt, schliesslich drohte der Wagen im Leerlauf (beim Zwischengasgeben) ja zunehmend schneller zu werden. Daher zogen umsichtige Leute vor dem Herunterschalten die Handbremse an, damit man im Falle, dass man den Gang nicht einlegen konnte, nicht plötzlich auf ein zu hohes Tempo beschleunigte im Leerlauf. Nach dem Schaltmanöver löste man natürlich die Handbremse wieder. All dies spielte sich vielleicht bei 20 oder 40 km/h ab, denn viel schneller fuhr man einen Berg halt nicht hinunter. Auch dies völlig undenkbar für moderne Autofahrer.

 

Generationentreffen - BMW 3.0 CSL und M4 DTM

Daniel Reinhard - 23.05.2017

BMW 3.0 CSL Coupé am Lausitzring 2017 (© Daniel Reinhard))

Gerade einmal 44 Jahre liegen zwischen dem BMW 3,0 CSL und dem M4 DTM. Prinz Leopold von Bayern, kurz "Poldi" genannt und Jens Klingmann waren am Lausitz-Speedway gemeinsam auf dem Weg, die glücklichen Gewinner einer Taxifahrt abzuholen. Das erfolgreiche Werks-Coupé aus dem Jahre 1973 hebt noch heute schnell sein kurveninneres, vorderes Rad, was "Poldi" in grosse Begeisterung versetzte.

BMW M4 DTM 2017 am Lausitzring (© Daniel Reinhard)

Die Aerodynamik des aktuellen DTM-Renners verhindert solche Eskapaden und bleibt wie festgeklebt auf dem Asphalt hocken.

Das am 8. Juli 1973 beim 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring siegreiche 3-Liter Coupé von Stuck und Amon wirkt absolut formvollendet, was von der frechen, aber stilvollen Lackierung auch noch wunderschön unterstützt wird.

Einfach nur jammerschade, konnten wir diese grossartige Zeit des Zweikampfes zwischen den Ford Capris und diesen BMWs damals nicht live miterleben!

Vergleich der zwei BMW-Modelle:

Modell BMW 3.0 CSL BMW M4 DTM
Baujahr 1973 2017
Motorkonzept Reihensechszylinder V8-Motor
Hubraum ccm 3498 3999
Leistung PS 370 500
Kraftübertragung 5-Gang-Getrag-Getriebe mit Handschaltung sequenzielles Sechs-Gang-Sportgetriebe mit pneumatischer Betätigung über Schaltwippen am Lenkrad
Leergewicht kg 1062 1120
Höchstgeschwindigkeit km/h 270 285

 

 

Kaum anders als heute - der DKW Elektro

Bruno von Rotz - 22.05.2017

DKW Elektro von 1958 (© Audi Tradition)

Manche Dinge scheinen sich nie zu ändern. Elektromobilität wurde schon vor 60 Jahren gross angekündigt und schon damals klaffte zwischen den Verkaufsresultaten und der Kommunikation ein erhebliches Loch.

Ende 1955 stellte die Auto Union GmbH den DKW-Elektrowagen vor. 4,8 kW leistete der Antriebsmotor des zum Elektrofahrzeug umgebauten DKW Schnell-Lasters bei 80 Volt. Ohne Batterien kostete der Transporter DM 7100, als Kastenwagen noch 900 DM mehr. Die Batterien wurden mit DM 3956 verrechnet und seitlich in den Wagen geschoben. Das waren 2 x 20 Zellen. Mit 800 kg Nutzlast betrug das Gesamtgewicht 2580 kg. Bis 100 km Reichweite wurden versprochen, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 bis 40 km/h.

20’000 Verkaufsprospekte publizierte man, obschon nie ein breiter Verkauf geplant war. Am Schluss sollen es so um die 100 Exemplare gewesen sein, die von öffentlichen Institutionen gekauft wurden oder auf motorfahrzeugbefreiten Ostseeinseln gefahren sind.

DKW Elektro Prospekt von 1955 im Buch "Auto Union DKW - im Spiegel der Werbung 1949 bis 1966" von Delius Klasing (© Delius Klasing Verlag)

Und wo kann man dies alles erfahren? Im neuen Buch des Delius Klasing Verlags . das sich mit der Verkaufsliteratur der DKW-Zeit beschäftigt.

 

Glücklicher Nachwuchs - wohlfeile Z3, SLK, Boxster und Co

Bruno von Rotz - 21.05.2017

BMW Z3 von ca. 1999 (© BMW AG)

Wer sich heute ein klassisch anmutendes Auto mit Fahrspass-Garantie kaufen will, ist eigentlich in einer guten Position. Natürlich könnte er zu einem knorrigen Briten greifen, z.B. einem Triumph TR4 oder einem MG B, aber für ein gut gehendes Fahrzeug sind dann deutlich fünfstellige Beträge nötig.

Mercedes-Benz SLK (© Daimler AG)

Günstiger gelingt der Einstieg mit deutschen Sportwagen, die ab Mitte der Neunzigerjahre auf den Markt kamen und klassische Cabriolet-Tugenden mit Grossserientechnik kombinierten. Sie hiessen BMW Z3 (1995 bis 2002), Mercedes-Benz SLK (R170, 1996 bis 2004) und Porsche Boxster (1996 bis 2004) und sie sind heute in vernünftigem Zustand für vierstellige Summen zu haben.

Porsche Boxster von 1997 (© Daniel Reinhard)

Zudem kriegt man sie handgeschaltet und mit einem Interieur, das dank klassischer Rundinstrumente noch an die grossen Zeiten der Sportwagen erinnert. Selbst im Winter kann man diese Autos fahren, den SLK dank Faltdach sowieso, die Konkurrenten von BMW und Porsche aber genauso, vielleicht kauft man sich ja noch ein Hardtop dazu.

BMW Z3 Coupé von 1998 (© BMW AG)

Als Geheimtipp gilt das Z3 Coupé (ab 1998), volkstümlich als “Turnschuh” bezeichnet, das, genauso wie der Nachfolger Z4 Coupé (2006 bis 2008), rar geblieben ist und enorm viel Fahrfreude bereitet. BMW Z-Coupés werden aber meist deutlich teurer gehandelt als ihre Cabriolet-Pendents.

BMW Z4 Coupé 3.0 Si 1997 (© BMW AG)

Alle drei genannten Offenfahr-Sportwagen waren übrigens damals bereits mit Sechszylindern erhältlich und passen sogar mit dieser luxuriösen Motorisierung noch in unseren vierstelligen Preisrahmen heute. Und selbst den SLK findet man dann auch mit Handschaltung als V6, den Boxster sowieso und den Z3 natürlich mit dem legendären Reihensechszylinder. Das sind doch die perfekten (Fast-) Youngtimer-Ergänzungen zum Rennfahrrad und Car-Sharing-Abo, nicht wahr, Jungs und Girls?

 

Fehlender Staukomfort?

Bruno von Rotz - 20.05.2017

Stau am Gotthard im Jahr 1965

Eigentlich ist es überraschend, dass moderne Auto-Testberichte das Kriterium “Staukomfort” nicht, oder höchstens indirekt beurteilen. Dabei sitzen wir mit unseren heutigen Autos doch ständig irgendwo fest, warten, dass es weitergeht. Dann kommen Talente zum Tragen, die wenig mit Fahrwerk oder dynamischem Fahrverhalten zu tun haben, sondern mit Wohlfühl-Atmosphäre, Unterhaltungselektronik-Qualität, thermischem Komfort und dergleichen. Andere Kriterien wären Langsamfahrbarkeit, Anfahrkomfort, Bremsenfeinfühligkeit und natürlich die Unempfindlichkeit von Motor und Antrieb gegen Überhitzung. Zusammenfassen könnte man alle diese Kriterien dann eben unter Staukomfort.

Stauzeichen mobil

Genau an diesem Staukomfort mangelt es den alten Autos (im Vergleich zum neuzeitlichen Fahrzeug) ganz beträchtlich, was für viele Oldtimer-Besitzer ein Argument ist, auf ihren geliebten und gehätschelten Wagen zu verzichten, wenn eine Stadtfahrt ansteht oder eine längere Fahrt durch staugeplagte Gebiete anzutreten wäre. Und man kann es verstehen. Wer schon einmal am Gotthard in einen zäh vorankriechenden Stau festsass, dabei begann, an der Belastbarkeit der Kupplung zu zweifeln und die Wassertemperatur stetig steigen sah, der weiss, wovon ich hier spreche. Wenn dabei dann noch die Sonne den Innenraum auf 50 Grad erwärmt und sich unangenehme Gerüche von der Technik zu verbreiten beginnen, dann wird aus dem Vergnügen ein Überlebenskampf. Und all dies nur deshalb, weil Staukomfort früher nur selten ein Verkaufsargument war, obschon man durchaus auch schon vor 50 und mehr Jahren in einen Stau geraten konnte.

 

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