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ZG Archiv AMS 2019

Der kleine Unterschied - Treibstoff-Panne mit Benzin oder elektrisch

Bruno von Rotz - 30.09.2017

Benzinpanne

Es ist uns nun ja schon einige Male passiert, dass wir ohne Benzin liegengeblieben sind, wenn wir mit Autos unterwegs waren.

Einmal zeigte die Benzinuhr falsch an, ein anderes Mal haben wir vielleicht die Bedienung (Reserve-Stellung, Umschalten von einem Tank zum anderen) nicht ganz im Griff gehabt oder einfach den Verbrauch falsch eingeschätzt. Wenn einem dann das Glück hold ist, dann kann man noch bis zur Tankstelle rollen, sonst aber packt man halt den Reservekanister aus und geht zu Fuss oder hofft auf jemanden mit Reserve-Benzin an Bord. Nach fünf Minuten ist man wieder flott und unterwegs. Soweit so gut, aber wie wird das elektrisch aussehen?

Strom lässt sich relativ schlecht in einem Kanister herumtragen. Was dann? Meist wird nur noch Abschleppen (oder sehr viel Geduld, sollten Haushaltsteckdose und Kabel greifbar sein) helfen. Schöne neue Welt!

 

Ferrari Dino 308 GT4 gestohlen

Bruno von Rotz - 29.09.2017

Gestohlener Dino 308 GT4 am AvD OGP im Jahr 2010

Leider passieren solche Dinge. Der Dino 308 GT4 von Leser Müller-Bellé wurde in der Nacht vom 27. auf den 28. September 2017 aus der privaten Tiefgarage in Köln gestohlen. Da kurz nach der Tat eine Aufklärung am wahrscheinlichsten ist, bittet er die Zwischengas-Leser um Hilfe. Wer den Dino mit Kennzeichen K-GT 479H sieht, solle sich doch direkt bei ihm melden (siehe Kontaktangaben im Bild unten). Der rote Dino hat die Fahrgestellnummer 14886 und weist einige Kleber oben links auf der Windschutzscheibe auf. Der Diebstahl wurde der Polizei bereits gemeldet, der Wagen ist zur Fahndung ausgeschrieben.

Es wäre doch schön, wenn dank diesem Aufruf in der virtuellen Welt sozusagen der phyische Dino in der realen Welt wieder aufgefunden werden könnte. Mit einer Belohnung von EUR 5000 kann der Finder rechnen. Also, Augen auf!

Gestohlener Dino 308 GT4 - Steckbrief und Kontaktinfos

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Satter Sound und viel Sonne am 16. Hamburger Stadtparkrevival

Britta Mirbach - 28.09.2017

Warten - Stadtparkrevival Hamburg 2017 - (c) Gregor Borwig

Das 16. Hamburger Stadtparkrevival auf einem neuen Kurs in der City Nord profitierte endlich wieder von feinem Sommerwetter. 300 Automobile und Motorräder hatten sich angemeldet und waren alle gekommen, ergänzt um die PS-Boliden von Audi, einen Vespa-Club und die Formel Vau mit eigenen Läufen.

Am Samstagmorgen gab es an der Strecke leichte Verzögerung, da die Rennleitung aus Sicherheitsgründen einige Umstellungen veranlasste. Aber dann ging es los: Im Takt des Stundenplanes starteten die Läufe.  Die Skepsis dem Überseering gegenüber war bei einigen langjährigen Teilnehmern schon vorhanden, wie Olaf Scheuber zugab: „Ob die nüchterne Bürostadt gegen den traditionsbehafteten alten Kurs an der Saarlandstraße bestehen kann?“ Schon nach wenigen  Läufen waren sich Motoradfahrer und Autolenker absolut einig:  “Genial! Toller Kurs, sehr gut aufgestellt , super zu fahren. Warum sind wir nicht schon lange hier?”

Vogelperspektive - Stadtparkrevival Hamburg 2017 - (c) Gregor Borwig

Und dann kamen die Zuschauer, an beiden Tagen insgesamt rund 30’000 Besucher. Auch hier einhellige Bewunderung: „Tolle Perspektiven, man kommt überall ran, großzügige Fahrerlager, und der Blick von oben!“

Die City Nord ist so angelegt, dass die Menschen auf der oberen Ebene ihre Laufwege zwischen den Häusern und die Brücken über die Straßen haben. Dies bedeutet, dass man überall  stehenbleiben und von oben sehen kann, wie einige Wagemutige um die Kurven des 1,6  Kilometer langen Kurs herumsegeln. Vorn geht es in den New York Ring rein und hinten zum Überseering wieder raus. Es gab einige kleinere Blessuren bei den Motorrädern. Und dann die Formel VAU mit VW-Motoren 1200 und 1300 ccm. Der Öllieferant Mathé hatte die flotte Truppe mitgebracht. Echte “Eyecatcher”, genau wie die freie Formelklasse, Porsche luftgekühlt , die Beiwagenakrobaten und….

Einstieg - Stadtparkrevival Hamburg 2017 - (c) Gregor Borwig

Es war mutig von Glasurit, den Gästestand oben auf der Terrasse des ehemaligen Shellgebäudes aufzubauen, aber hier waren Profis am Werk. Ab dem Mittag schien die Sonne auf die Zeltstadt und die Gäste hatten echtes  Monaco-Feeling. Dichter heran kommt man kaum irgendwo anders an die Boliden!

Audi hatte bekannte Fahrer aus der DTM-Serie an Bord, die fleißig Autogramme gaben. Die  ERGO-Versicherung  und der AvD verlosten Mitfahrgelegenheiten in genannten Teilnehmerfahrzeugen. Mit einem Quäntchen Glück konnte also auch ein Zuschauer die Strecke aus dem Auto heraus erleben.

Am Samstag stellten sich die Exponate des Concours d’Elegance auf der Terrasse des ERGO-Gebäudes zur Schau.  Wie die Jury mit Dietmar Elsasser und Jörg Banzhaf feststellte: „Bereits bei diesem ersten Durchgang sind wirklich seltene, historisch und motorsportlich interessante Fahrzeuge zu sehen.“ Der kleine Honda S 800 mit dem extrem hochdrehenden Motor,  ein Miele Motorfahrrad aus den 1910-er Jahren, ein Cadillac LaSalle Coupé von Baujahr 1939 und ein Mercedes-Einzelstück aus der Karosserieschmiede: Wendler, Reutlingen, um nur einige zu nennen.

Die Prämierung erfolgte innerhalb der Drivers Night, eingebettet in ein italienisches Büffet, einen Show-Act mit Christian von Richthofen, der auf einem Auto der Dreissigerjahre Musik machte, und der Band Vociblu.

Mini am Stadtparkrevival Hamburg 2017 - (c) Gregor Borwig

Sonntag dann der zweite Durchlauf, jetzt schon mit etwas mehr Routine und streng nach Zeitplan. Die Preisverleihung für die Wertungsläufe fand am Mittag zentral auf der Bühne statt. Überall waren strahlende Gesichter zu sehen. Der Abschlusskorso am Sonntagabend mit allen Beteiligten und den Besucherfahrzeugen des Oldtimerparkplatzes bildete den krönenden Abschluss eines grandiosen Motorwochenendes. Und die Buchungen für 2018 laufen bereits.

Wir danken Gregor Borwig für die Fotos.

 

Grosse Skepsis, ob heutige Autos in 30 Jahren noch fahren können (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 27.09.2017

Frage der Woche 92 - moderne Autos als Oldtimer in der Zukunft?

Wer in den Achtzigerjahren einen Ferrari 512 BB oder einen Porsche 930 Turbo eingelagert hätte, der könnte sich heute nicht nur über einen interessanten Wertzuwachs freuen, er hätte auch gute Chance den Wagen wieder zum Leben zu erwecken. Wie aber ist es mit den heutigen Autos?

Es fragt sich, ob sich dies wiederholen lässt mit neuen Autos von heute. Voraussetzung dafür wäre natürlich, dass die Autos von 2017 dann auch in 30 Jahren wieder fahren können.

Würde man jetzt einen Alfa Romeo 4C, einen Aston Martin DB11, einen BMW M2, einen Nissan 370Z oder einen Ferrari 488 für die Zukunft konservieren, könnte man ihn dann im Jahre 2047 noch mit vertretbarem Aufwand wieder zum Laufen bringen? Diese Frage stellten wir den Zwischengas-Lesern und sie zeigten sich uneinig, insgesamt aber auch ziemlich skeptisch.

36% können sich aber immerhin vorstellen, dass mit einem erheblichen Aufwand die möglichen Standschäden und Elektronikprobleme gelöst werden könnten.

Ein Drittel, also 33%, kann sich nicht vorstellen, dass die möglichen Elektronikprobleme mit vertretbarem Aufwand lösbar wären und somit ein Fahren wieder möglich wäre.

Und zehn Prozent sind sich sogar ganz sicher, dass in 30 Jahren sowohl die Ersatzteile als auch das Wissen fehlen werden, die dann zum Oldtimer gereiften 2017-er-Modelle wieder zum fahren zu bringen.

Immerhin ein Sechstel (16%) aber sieht eigentlich keinen, Grund, warum die heutigen Autos nicht auch als Klassiker in 30 Jahren noch fahrbar sein sollten.

Zwei Prozent der 306 Antwortenden fanden keine Antwort passend.

Man ist also skeptisch, wenn man in die Zukunft schaut. Dies kann zusammenfassend sicherlich gesagt werden.

Die grafisch aufbereiteten Ergebnisse zeigen wir natürlich auch:

Auswertung Frage der Woche 92 - moderne Autos als Oldtimer der Zukunft

Bereits läuft die, für einmal intern ausgerichtete, nächste Frage der Woche , in der sich die Leser dazu äussern können, welche Erweiterungen sie auf Zwischengas am liebsten sähen.

Und natürlich kann man weiterhin alle bisherigen Ergebnisse zu den “Fragen der Woche” im entsprechenden Themenkanal nachlesen.

 

Zweikampf in Silber

Daniel Reinhard - 26.09.2017

Zweikampf in Silber - Mercedes-Benz A-Klasse zwischen zwei Vorkriegsmonoposto vin Auto Union (© Daniel Reinhard)

Die Mercedes-Benz A-Klasse erreicht dieses Jahr den Youngtimer-Status, die beiden Auto Union Grand-Prix Monoposti, der 16-Zylinder Typ C und der 12 Zylinder Typ D sind bekanntlich Vorkriegsrennwagen.

Damals stritt sich Mercedes-Benz noch nicht mit Ferrari um die Sieges-Trophäen. Es war die Zeit, als Auto Union der ganz grosse Gegner des Sterns aus Stuttgart war.

Während eines einmaligen Fototermins vor unglaublicher Kulisse auf der 2504 m hohen Grossglockner-Hochalpenstrasse quetschte sich plötzlich der A-Klasse Youngtimer zwischen das historische Kulturgut. Ist das rein zufällig entstandene Foto nicht ein Bild für Götter? Ich jedenfalls war noch selten emotional so geladen, wie beim Anblick dieses wie ein Reptil wirkenden C-Typs, der sich vor einer mehr als nur beeindruckenden Kulisse im späten Abendlicht zeigte.

 

"Das Wort zum Zwischengas", oder "Der unvorhersehbare Lauf der Dinge"

Daniel Reinhard - 25.09.2017

Fiat Ritmo 75 im Jahr 1979 (© Daniel Reinhard)

Vieles beginnt, wenn auch völlig unbewusst, massiv früher als man glaubt. Seit 2500 Tagen, also bald sieben Jahren, ist nun "zwischengas.com" online. Tausende von Stunden Arbeit stecken in diesem Projekt, aber wir stehen nach wie vor voll hinter unserer Idee und dem Erreichten.

Begonnen hat eigentlich alles bereits in den Jahren 1978/79. Damals gab es noch nicht mal ein Internet, und nur wenige dachten über etwas Derartiges überhaupt nach.

Bruno und ich besuchten gemeinsam das Gymnasium in Sarnen. Er war von Anfang an der bessere Schüler als ich, doch im Kopf hatten wir schon damals nur das Eine und das Andere. Die Schule war eigentlich immer nur eine müssige Nebensache, die eigentliche Hauptsache waren die Mädchen und vor allem die Autos. Damals weniger historische Autos, als vielmehr die aktuellen Kisten. Porsche, Ferrari und Alfa Romeo. Unsere Väter mussten auf Druck ihrer Söhne rostanfällige Sportlimousinen von Alfa-Romeo kaufen. Der Alfasud 1,5 ti war damals das Mass der Dinge. Gemeinsam besuchten wir mit unseren Mofas die Ferrari-Treffen in Stans oder auch die FNA (Freunde nostalgischer Autos) in Alpnach-Dorf. Wir wurden Freunde und blieben es bis heute.

Der "Obwaldner" mit den Auto-Testberichten

Die Idee, Testberichte über Autos zu schreiben, entstand aus reiner Not. Gerade einmal mit dem Führerschein ausgestattet, wollten wir natürlich zum Autosalon nach Genf und brauchten dazu noch ein Auto.

Renault 18 GTS von 1979 (© Daniel Reinhard)

Die Fahrzeuge unserer Väter waren nicht abkömmlich, so holte ich mit der Idee eines Testberichtes in der damaligen "Obwaldner Zeitung", zu der ich dank meines Vaters einen engen Kontakt pflegte, ein Auto beim Händler. Testberichte zum Fiat Ritmo, zum Renault 18 und zum Mitsubishi Galant Turbo waren das Ergebnis.

Fiat Ritmo 75 im Jahr 1979 (© Daniel Reinhard)

Nach der fünften Gymnasiums-Klasse verabschiedete ich mich für fünf Jahre nach Wien, wo ich eine Fachschule für Photographie besuchte, während Bruno das Studium als Informatik-Ingenieur begann. Wir sahen uns nur noch wenig, doch dies tat unserer Freundschaft keinen Abbruch. Er besuchte mich sogar zwei Mal in Wien, einmal mit seiner Fantic 125 ccm auf dem Weg nach Budapest, ein anderes Mal mit dem dunkelblauen Alfasud Ti, als ich bereits einen Alfasud Sprint Veloce mein Eigen nannte.

Nach unseren Ausbildungen begann das Berufsleben, was uns nur noch wenige gemeinsame Abendessen pro Jahr Zeit liess. Die Autos aber wurden schneller und manchmal auch teurer, ab und zu trafen wir uns auch bereits bei Oldtimer-Veranstaltungen.

Inzwischen war auch das Internet geboren, und wir hatten uns inzwischen den historischen Fahrzeugen verschrieben. Und plötzlich kam im Seerstaurant in Zug die Idee einer eigenen Internet-Plattform über historische Autos auf. Von der Idee zum Online-Gang verstrich nur wenig mehr wie ein Jahr. Das Ergebnis wurde am 22. November 2010 für Pilotnutzer sichtbar, ab Dezember 2010 waren wir dann für alle live, der Rest ist (eine 2500-tägige) Geschichte …

 

Klassikerperlen der Zukunft - BMW 1 M Coupé (E82)

Bruno von Rotz - 24.09.2017

BMW 1 M Coupé von 2011 im Vergleich mit dem BMW M3 E30 der Acthzigerjahre (© BMW AG)

Nur wenige Autos erlebten eine derartig kurze Produktionsdauer wie die M-Version des BMW Einer-Coupés. Vom Mai 2011 bis zum September 2012 nur wurde der sportlichste damalige Einser gebaut, 6331 Exemplare sollen es gewesen sein.

Silhouette des BMW 1 M Coupé von 2011 (© BMW AG)

Dabei kann man das 1 M Coupé der Baureihe E82 durchaus als eigenständiges Modell verstehen, denn nicht nur hatte es als einziges den 340 PS starken Reihensechszylindermotor mit 2979 cm3 und Doppelturbo unter der Haube, auch sonst bestanden beträchtliche Unterschiede zu den anderen Einern.

Motor des BMW 1 M Coupé von 2011 (© BMW AG)

So hatte die M-Variante, die natürlich nicht M1 heissen durfte, weil jener Supersportwagen vielleicht ja später dann noch nochmals einen Nachfolger kriegt, ein Sportfahrwerk in Leichtbauweise, eine andere Bremsanlage, grosse 19-Zoll-Räder und eine deutlich verbreiterte Spur, die auch Kotflügelverbreiterungen nötig machte.

Heckansicht des BMW 1 M Coupé von 2011 (© BMW AG)

Auch innen wurde veredelt.

Cockpit des BMW 1 M Coupé von 2011 (© BMW AG)

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und auf der Strasse gehörte der 1 M zu den schnellsten Autos. 4,9 Sekunden reichten für den Spurt von 0 bis 100 km/h. 280 km/h wäre problemlos drin gelegen, doch wurde bei 250 km/h abgeregelt. Weil er sich so sportlich fahren liess, verglich man den 1 M gerne mit dem berühmten M3 E30 (Bild oben).

BMW 1 M Coupé von 2011 (© BMW AG)

Es gab den 1 M nur in wenigen Farben, darunter Weiss und Goldbraun (wie auf den Bildern). Die gebauten Exemplare fanden reissend Absatz. Eigentlich wollte BMW nur 3000 davon bauen, die doppelte Menge überraschste sogar die Strategen in München.

Dass es sich beim Einer M-Coupé tatsächlich um eine Klassikerperle handeln dürfte, kann man auch daran ablesen, dass Bonhams am 6. Oktober 2017 bereits ein Exemplar versteigert , notabene zum Schätzpreis von EUR 40’000 bis 60’000 (CHF 46’000 bis 70’000). Vielleicht hätte man damals doch …

 

Vielleicht sollte man sich jetzt ein Cycle Car kaufen?

Bruno von Rotz - 23.09.2017

Derby Type GSEH Sports Roadster von 1929 (© RM/Sotheby's)

Sie gelten als die Vorläufer der Microcars der Fünfziger- und Sechzigerjahre, aber eigentlich waren die “Cycle Cars” der Zwanzigerjahre oft sehr viel sportlicher ausgelegt als die Kabinenroller nach dem Krieg. Das Prinzip war relativ simpel. Man baute ein möglichst leichtgewichtiges Auto, das nur das Nötigste hatte und deshalb mit einem 1,1- oder sogar einem 0,75-Liter-Motor immer noch für gute Fahrleistungen gut war.

Ruby-Motor des Derby Type GSEH Sports Roadster von 1929 (© RM/Sotheby's)

Die Franzosen waren Meister darin, derartige Sportwagen zu bauen und Marken wie Amilcar, Salmson, Derby, Rally oder auch Bugatti schufen sich so einen guten Ruf. Viele dieser Leichtbausportwagen, die im Minimum eine Kupplung und ein Getriebe aufweisen mussten, waren auch im Rennsport erfolgreich und haben bis heute eine Anhängerschaft.

Allerdings werden auch die Fans dieser Autos älter und so gelangen immer wieder Fahrzeuge wie der Derby Type GSEH Sports Roadster von 1929 (Bild oben, bei RM/Sotheby’s in Hershey ) oder der Rally ABC Sports von 1928 (bei Bonhams an der Zoute-Versteigerung ) auf den Markt.

Rally ABS Sports von 1928 (© Bonhams)

Die Preise halten sich einigermassen in Grenzen, vor allem, wenn man die Seltenheit dieser Autos in den Kalkül einbezieht. Pro Kilogramm allerdings sind diese Wagen nicht billig. Aber dafür ist ja dann auch der Spass gross.

 

So war es vor 40 Jahren auf der IAA

Bruno von Rotz - 22.09.2017

VW Käfer auf der IAA 1977

Noch drei Tage dauert die Internationale Automobil Ausstellung IAA 2017, die momentan in Frankfurt die neuesten Errungenschaften des Automobils feiert. Angesichts der vielen Neuheiten und Versprechungen lohnt sich sicherlich eine Reise in die Vergangenheit. In umfangreichen Fernsehberichten hat damals nämlich der Hessische Rundfunk über die Ausstellung im Jahr 1977 berichtet.

Aus dem Elektroauto wurde nichts, kritisierten Fritz B. Busch und sein Co-Gesprächspartner Frank Lehmann gleich zu Beginn, nachdem sie auf der IAA 1977 keines der zwei Jahre vorher angekündigten elektrischen Fahrzeuge fanden. In rund zwei Stunden Berichterstattung stellen Busch und Co die neuen Autos vor, vom BMW 7-er, zum Ford Granada, bis zum Opel Rekord und Senattor bis zum Rover SD1 oder Mazda RX-5.

Ford Granada auf der IAA 1977

Die Ausstrahlungen des hessischen Rundfunks wirken manchmal überraschend ungelenk und auch Fritz B. Busch wirkt einigermassen gestresst und manchmal unkonzentriert, was wohl mit dem Trubel und der aufwändigen Technik von damals zu tun hatte.

Rover SD1 3500 auf der IAA 1977

Jedenfalls ist eine Reise 40 Jahre zurück eine durchaus vergnügliche Sache, die wir mit der Einblendung der Filme gerne fördern.

Im ersten Teil wird über neue Modelle aus Deutschland, z.B. Ford Granada, Opel Senator, etc, berichtet, aber auch das Tempolimit in Deutschland kommt aufs Tapet. Und dann lernt man noch etwas über die Grünkeilscheibe.

Im zweiten Teil trifft Barbara Siehl zusammen mit Fritz B . Busch auf den Rover 3500, immerhin das Auto des Jahres 1977. Es folgt ein Augenschein auf den Saab Turbo und anderer internationaler Neuheiten und Publikumslieblinge. Auch das Wohnmobil wird diskutiert.

Im dritten Teil hilft Dieter Möller Fritz B. Busch und es beginnt gleich am Anfang mit der Weltpremiere des Chrysler-Simca Horizon, nachdem über die vielen Kinder, die an jedem IAA-Tag verloren gehen (und wieder gefunden werden) berichtet wurde. Im Fahrbericht bewegen die Fernsehmacher einen Rolls-Royce Corniche im Gegenwert eines Einfamilienhauses. Zudem sind der Porsche 928, der Mercedes-Benz 250T und der Citroën CX weitere Themen. Viel Zeit wird auch dem VW Käfer gewidmet, für den es im Jahr 1977 wieder Lieferfristen gibt.

Alles in allem also eine vergnügliche Reise 40 Jahre zurück in die Vergangenheit. Wer lieber Text liest und Fotos anschaut, der sei auf unseren IAA-Bericht über die Siebzigerjahre verwiesen.

 

Fit am Steuer - trimm Dich fit

Bruno von Rotz - 21.09.2017

Vitaparcours im Jahr 1971

In der Schweiz hiessen sie Vitaparcours, in Deutschland nannte man sie “Trimm-dich-Pfad”. Das Konzept, erfunden in den späten Sechzigerjahren, war einfach: Man nutzte Holzelemente und Stämme, um seinen Körper zu dehnen und die Muskeln zu aktivieren. Zwischen den mit einfach verständlichen Tafeln erklärten Posten rannte man und tat so etwas für seine Gesundheit und die Fitness.

Auch die Automobil Revue befasste sich im Jahr 1971 mit dem Vitaparcours, denn er erlaube ein individuelles Training und biete somit eine ausgezeichnete in der ganzen Schweiz bereits über 70 im Betrieb — bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, Muskulatur und Kreislauf zu kräftigen, ohne einem Verein mit fixen Trainingszeiten beitreten zu müssen. Und dies sei ja gerade für den Vielfahrer, dessen Wirbelsäule zur Untätigkeit verurteilt und dessen Arme wegen der immer weniger Kraft erfordernden Lenkung nicht mehr gefordert würden.
Für diejenigen, die keinen Vitaparcours besuchen wollten, schlug die Automobil Revue, respektive ein Dr. Baumgartner, Training direkt am Lenkrad vor:

  • Die Halswirbelsäule kann durch Neigen und Drehen des Kopfes bewegt werden. Der Blick bleibt dabei auf der Fahrbahn, so dass dadurch indirekt auch die Augen in den Genuss einer willkommenen Lockerungsübung kommen.
  • Auch die Brust- und Lendenwirbelsäule kann während der Fahrt durch Rotationsbewegungen, wie- man sie beim Gehen und besonders beim Skifahren ausübt, während der Fahrt bewegt werden. Rhythmisches Verschieben des Beckens bei gleichzeitiger Bewegung des Schultergürtels ermöglichen eine Rotation des Rumpfes um die Längsachse von 20 bis 30 Grad. 
  • Wenn die Arme seitlich abgestützt werden können — dazu sind allerdings beidseitige Armlehnen Voraussetzung — lässt sich die Wirbelsäule auch strecken, was besonders wohltuend wirkt. 
  • Durch abwechslungsweises Hochheben des Beckens links und rechts kann die Wirbelsäule bis zu einem gewissen Grade auch seitwärts bewegt werden. 
  • Die Arme brauchen sich nicht ständig am Lenkrad festzuklammern. Es gibt Verkehrssituationen, wo es durchaus zu verantworten ist, nur mit einer Hand zu lenken und während dieser Zeit die Gelenke des anderen Arms aktiv durchzubewegen: dabei geht man am besten systematisch vor, beginnt also bei den Fingern und hört mit dem Schultergelenk auf. 
  • Selbst die Gelenke des linken Fusses lassen sich durch Auf- und Abwärtsbewegen und durch kreisende Bewegungen von Zeit zu Zeit lockern. Im Rahmen des Möglichen können auch Knie- und Hüfte bewegt werden. Schlimmer ist die Situation für den rechten Fuss, der seinen Posten am Gas- oder Bremspedal auf keinen Fall verlassen darf. Er ist es denn auch, der nach langer Fahrt mit Schweregefühl, Ermüdungserscheinungen, Einschlafen oder gar Krämpfen am meisten zu kämpfen hat.

Ja, an Massege-Sitze oder gar teil-autonom fahrende Autos dachte vor bald 50 jahren noch niemand …

P.S. Die Vitaparcours gibt es immer noch, ganz im Gegensatz zum Namensgeber und Sponsor, dem Lebensversicherer Vita. Der heisst nämlich schon seit über 20 Jahren Zürich Leben …

 

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