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Das Antennen-Waldsterben

Bruno von Rotz - 17.09.2017

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Antennen für Radio und Telefon auf dem Heck eines Achtzigerjahreautos

Als das Autoradio immer beliebter wurde in den Sechziger- und Siebzigerautos, da mussten auch immer mehr Fahrzeugbesitzer Löcher in ihren Wagen bohren, um eine meist von Hand ausziehbare Antenne einzubauen, die dann einen hoffentlich weitgehend störungsfreien UKW-Empfang ermöglichte. Die Antennen wurden immer gescheiter und dank Verstärkertechnik auch wieder etwas kleiner, was sie gegen die bösen Antennenknicker oder die Waschanlagen besser schützte.

Antenne für GSM-Netz C

In den späten Achtziger- und beginnenden Neunzigerjahre aber kam dann ein neuer Antennentyp dazu. Das sich verbreitende Telefon im Auto musste seine Signale ebenfalls über eine Antenne sammeln und so hatte mancher Wagen schnell zwei Antennen auf dem Kofferraumdeckel oder auf dem Dach.

GSM-Antenne

Diese Antennen hatten zwar teilweise durchaus adrette Formen, aber in der Summe störten sie das Bild schon und zudem musste man sie beim Wagenwaschen wieder herausschrauben.

Moderne Auto-Antenne

Doch die Hersteller hatten ein Einsehen, auch die Telefon-Antennen wurden immer kleiner, sie konnten schliesslich in eine kleine Haifischflosse auf dem Dach integriert werden, während die Radioantennen teilweise in die Windschutzscheiben integriert wurden.

Heutzutage sieht man auf modernen Autos kaum mehr eine richtige Antenne, aber die immer beliebteren Youngtimer zeigen ihn noch, den (kleinen) Antennenwald, dessen damalige Funktionaltät allerdings immer mehr zum Zug kommt, denn wer hat schon heute noch ein Mobiltelefon der zweiten oder dritten Generation?

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