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Eine einmalige Gelegenheit - fünf neue Jaguar XKSS

Bruno von Rotz - 30.11.2017

Jaguar XKSS (2017) in Coventry bei Classic Works - Jaguar Land Rover

Ein Bild wie dieses kann man nicht alle Tage machen. 1957 wurden in der Browns Lane beim Brand bei Jaguar neun Jaguar XKSS zerstört, 2016 entschied sich Jaguar, diese nochmals zu bauen, als Neuwagen . Inzwischen ist man mit dem Bau weit fortgeschritten, jedenfalls stehen im neuen Classic-Zentrum von Jaguar Land Rover in Coventry vier weitgehend komplett fertige XKSS und ein fortgeschrittener Wagen im Rohbau. Eindrücklich!

Jaguar XKSS (2017) in Coventry bei Classic Works - Jaguar Land Rover

Es seien alle neun Autos bereits verkauft, hört man und diese zukünftigen Eigner dürfen sich sicherlich über ein exquisites Fahrzeug freuen, auch wenn es nur in wenigen Ländern eine Strassenzulassung erlangen kann, was dem damaligen ursprünglichen XKSS natürlich nicht verwehrt wurde.

Jaguar XKSS (2017) in Coventry bei Classic Works - Jaguar Land Rover

Wir haben uns bereits am Anblick dieser in Reih’ und Glied stehenden Sportwagen gefreut …

 

Ende Seitenwind?

Bruno von Rotz - 29.11.2017

Das letzte Warnsignal “Seitenwind” soll von Zürichs Strassen verschwinden, demnächst wird es entfernt, so stand es gestern im Tages Anzeiger zu lesen.

Zunächst ist man überrascht, dass es einem nie aufgefallen ist, dass kaum mehr derartige Signale (in der Schweiz) stehen, offenbar wurden sie Zug um Zug entfernt.

In den Sechzigern- und Siebzigerjahre hat man sie noch oft gesehen, damals waren die Autos auch deutlich seitenwindempfindlicher als heute. Wer einmal mit dem Käfer durch Windböen gefahren ist, weiss, wovon hier gesprochen wird. Die Begründung der Schweizer, diese Signale abzuräumen, hat mit dem Schilderwald zu tun, den es zu bekämpfen gäbe. Da käme allerdings manchem geplagten Autofahrer noch andere Schilder (mit Zahlen drauf) in den Sinn, die vielleicht besser vorher abgebaut würden, denn tatsächlich ist die Dichte an Geboten/Verboten/Beschränkungen auf den heutigen Strassen gewaltig.

Nicht entfernt sollen im Übrigen in der Schweiz die Luftsäcke werden, die ja sicherlich deutlich eindrücklicher vor Windböen warnen als die statischen Schilder. Aber auch so verschwindet ein Stück Verkehrshistorie. Nur elf Unfälle pro Jahr soll es übrigens schweizweit wegen Seitenwind/Böen pro Jahr geben...

P.S. Das Bild oben ist eine Montage, es handelt sich darauf also nicht um das letzte Seitenwind-Warnschild auf Zürichs Strassen...

 

Das Auto zum Film, der Film dank dem Auto (Porsche 911 ST 2.5)

Bruno von Rotz - 28.11.2017

Porsche 911 ST 2.5 (1971) auf der Techno Classica 2016

Vor über fünf Jahren stellten wir auf zwischengas einen atemberaubenden Film namens “The Speed Merchants” vor, der von der Sportwagenmeisterschaft des Jahres 1972 handelt. Der packende Streifen nimmt einen mit auf die wichtigsten Rennstrecken und zeigt das Geschehen teilweise sogar aus der Fahrerperspektive.

Porsche 911 ST 2.5 auf dem Nürburgring 1972

Wie haben die das nur gemacht damals, fragte sich da wohl der eine oder andere Betrachter?

Fahrerperspektive auf der Targa Florio 1972

Nun, inzwischen wissen wir es, denn es ist just ein Buch erschienen, das den Kamerawagen des Films portraitiert, einen Porsche 911 ST 2.5. Den fotografierten wir übrigens im Jahr 2016 an der Techno Classica auf dem Porsche-Stand (Bild oben).

Der Porsche 911 ST 2.5 (1971) als Kamerawagen bei der Targa Florio von 1972 (aus dem Buch "Porsche 911 ST 2.5" von Delius Klasing)

Es gibt sogar Bilder im Buch, das den Wagen mit aufgesetzter Kamera an der Targa Florio zeigt und damit ist dann natürlich auch klar, warum dies ganz besondere Rennsequenzen sind.

Dass der Porsche dabei nicht nur mitfuhr, um ein paar Filmszenen zu schiessen, sondern auch nennenswerte Platzierungen, etwa den Klassensieg in Le Mans erzielte, macht die Sache noch besser und erklärt auch, warum ein ganzes Buch über das Auto erschienen ist.

Das Schöne daran ist, dass dem Buch auch noch der Film beiliegt, wie wir in der Buchbesprechung mitteilen durften.

Eine tolle Geschichte und ein Beispiel dafür, wie scheinbar unterschiedliche Themen am Schluss zusammenfinden.

 

Fehlersuche leicht gemacht? Testgeräte von einst ...

Bruno von Rotz - 27.11.2017

Bosch Motor-Tester an der Retro Classics Cologne 2017

Als wir durch die Retro Classics Cologne spazierten, fiel uns auf einem Stand der historische Bosch-Motortester auf. Halt, so einen haben wir doch kürzlich auf einem Foto in unserem Archiv gesehen, dachten wir. Und siehe da, im September 1981 schrieb die Automobil Revue über die “Rationelle Fehlersuche”. Und bildete ein Bosch CompacTest-Gerät ab, das allerdings beträchtliche Ausmasse hatte.

Bosch CompacTest von 1981

Diese Testgeräte, jenes von der Retro Classics dürfe noch einige Jahre älter sein, halfen dem Fachmann beim Eruieren einer Problemquelle. Sie waren aber nicht ganz günstig, als Preis wurden 1981 8000 bis 17’000 Franken angegeben, also den damaligen Gegenwert eines Klein- bis Mittelklassewagens. Da musste der Meister oder Geselle dann schon mächtig viel effizienter Fehler beheben können, wenn sich diese Investition lohnen sollte.

Nostalgisch liest sich die damalige Beschreibung in der AR: “Bei der Entwicklung dieser kompakten Motortester wurde berücksichtigt, dass sich die Technik im Fahrzeug rasch ändert und nicht jeder Automechaniker oder -elektriker mit jedem Fahrzeugmodell vertraut ist. Mit Hilfe von Einschubkassetten (Programmspeichern) können die Programme in den Tester eingegeben werden.”

Die Geräte haben in den meisten Fällen wohl schon lange ausgedient, die Autos, die damit untersucht wurden, leben dafür als Oldtimer weiter und werden wohl mit deutlich modernen Hilfsmitteln analysiert, wenn sie mit Problemen auf sich aufmerksam machen.

Über die Retro Classics Cologne haben wir übrigens bereits eine Bildergeschichte publiziert, ein umfangreicher Messebesuch folgt in Kürze.

 

Kehrt Alfa Romeo (einmal mehr) in die Formel 1 zurück?

Urs Arnold - 26.11.2017

Brabham BT45 Alfa Romeo 1976 (© Daniel Reinhard)

Gerüchten zufolge soll Sauber die Formel-1-Weltmeisterschaft 2018 nicht wie bisher mit Ferrari-, sondern mit Alfa-Romeo-Motoren bestreiten. Natürlich würde es sich dabei um eine Mogelpackung handeln: Die Fiat-Marke Alfa Romeo stünde lediglich aus Promotionszwecken mit dem Namen Pate, die Aggregate selbst werden so oder so von Ferrari produziert. Sauber wäre vermutlich als Ferrari-Junior-Team mit Ferrari-Nachwuchsfahrern unterwegs, ähnlich wie das Toro Rosso für Red Bull vormacht. Ein Gerücht bisher, aber heftig diskutiert.

Alfa Romeo Alfetta 158 (1950) (© Daniel Reinhard)

Trotzdem bieten diese Gerüchte die Gelegenheit, kurz in den Geschichtsbüchern der F1 zu blättern. Die einführenden Zeilen der Königsklasse wurden nämlich von Alfa Romeo verfasst. Die ersten beiden Weltmeister, Giuseppe Farina 1950 und Juan Manuel Fangio 1951, fuhren beide Alfa Romeo.

Alfa Romeo Alfetta 158 (1950) - Farina (© Alfa Romeo / Werk)

1951 zog sich der Rennstall überraschend zurück. Erst in den Siebziger-Jahren gab es ein Comeback, vorerst als Motorenlieferant. Das Team von Bruce McLaren stattete 1970 ein drittes Auto – den McLaren M7D – mit einem Alfa-Motor aus. 1971 belieferten die Italiener das March-Team, die den Motor als Alternative zum Cosworth-DFV einsetzten. Beide Kooperationen blieben erfolglos.

Brabham Alfa Romeo BT 45 (1976) (© Alfa Romeo)

Das änderte sich mit der Zusammenarbeit mit Brabham zwischen 1976 und 1979. Mit dem strammen 12-Zylinder war man vor allem 1978 bei der Musik dabei. Unvergessen: Gordon Murrays revolutionäres „Staubsauger“, bei dem ein Ventilator im Heck für Anpressdruck sorgte. Nachdem Niki Lauda damit der Konkurrenz in Schweden 1978 um die Ohren gefahren war, hatte der innovative Brabham-Alfa wortwörtlich zuviel Staub aufgewirbelt, und wurde postwendend verboten. Aber auch ohne Staubsauger fuhren die Brabham-Alfas durchaus vorne mit.

Ab 1979 war Alfa Romeo dann auch als Rennstall wieder zurück. Grosse Erfolge blieben jedoch aus, obwohl das Team durchaus Potential hatte. So kletterten zweifellos fähige Fahrer ins Cockpit, unter anderem der Weltmeister von 1978, Mario Andretti. Auch hatten die Autos bisweilen den Speed für Saisonsiege, doch war es die lausige Zuverlässigkeit, die dem Rennstall immer wieder ein Schnippchen schlug. Dazu kam das Drama um Patrick Depailler, der 1980 bei Testfahrten auf dem Hockenheimring tödlich verunglückte.

Europsport Alfa Romeo von 1984 (© J.P. Froidevaux)

Von 1983 bis 1985 lagerte Alfa Romeo das F1-Team dann an das Motorsportteam Euroracing aus. Die markanten Benetton-Renner – die noch keine Benetton waren –gurkten spätestens 1985 hoffnungslos herum. Damit war für Alfa Romeo das Kapitel Formel 1 erst einmal beendet. 

2015 war die Marke dann endlich wieder in der F1 ausmachbar, nämlich als Emblem auf den Ferrari von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen. Gut möglich, dass das legendäre Logo der Traditionsmarke nächstes Jahr das Sauber-Chassis ziert. Ob Sauber-Alfa oder Sauber-Alfa-Romeo: An beides könnte man sich gewöhnen.

 

Es werde Licht …

Bruno von Rotz - 25.11.2017

BMW 2002 mit sechs Scheinwerfern

Die Nacht zum Tag machen, dies ist schon lange der Wunsch von Vielfahrer und Leuten, die viel und ständig mit dem Auto unterwegs sind.

BMW 315

Während dies zu den Beginn des Automobils aus technischen Gründen kaum gelang und schon zwei einigermassen gleichmässig leuchtende Lampen eine Erleichterung waren, ging es in den Sechzigerjahren richtig los mit dem Aufrüsten. Sowohl die Autobauer als auch die Zubehörindustrie bot viele Lösungen, um mehr Licht vor das Auto zu zaubern, zunächst durch bessere Leuchttechnik, dann auch durch mehr Lichtquellen.

BMW 1800 ti mit zwei Zusatzscheinwerfern

Da gab es dann Zusatzscheinwerfer, die man auf die Stossstange schrauben konnte, aber auch solche, die sich in den Kühlergrill integrieren liessen.

BMW 1600 mit integrierten Zusatzscheinwerfern

Man kannte sie an verschiedenen Stellen, über oder unter dem Stossfänger montieren, je nach gewünschter Wirkung.

BMW 2002 mit zwei Zusatzscheinwerfern

Jedenfalls waren zusätzliche Fernlichter oder Nebellampen ein wichtiger Posten auf der Aufpreisliste und dies war nicht nur bei den Rallye-Fahrern so.

Und heute, ungefähr 40 Jahre später? Zusatzscheinwerfer gibt es schon lange nicht mehr im Werksangebot, heute wählt man allenfalls zwischen LED- und Xenon-Licht und über das Ausmass der computerbasierten Steuerung davon. Stossstangen im damaligen Sinne gibt es schon lange nicht mehr und aufzuschraubende Zusatzscheinwerfer wären der Aerodynamik nicht förderlich.

Aber auf den Oldtimern der Sechziger- und Siebzigerjahre finden wir diese Zusatzlampen natürlich nicht und sie wecken viel Nostalgie.

Wer nun selber gerne an diese Zeit zurückerinnert werden möchte, der hat an der Retro Classics Cologne noch bis am Sonntag in Köln Gelegenheit, z.B. auf dem Stand der BMW-Clubs, wo die hier gezeigten Fotos entstanden sind, in die Vergangenheit einzutauchen. Und natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen an der Messe, die den Besuchern sichtlich Freude macht.

 

Einmal im Jahr wird Zwischengas analog

Daniel Reinhard - 24.11.2017

Es entsteht doch nicht ganz alles elektronisch. Wer mal das alte Handwerk erlernt hat, arbeitet auch heute noch gerne damit und dieses ist auch sicher nicht immer so viel komplizierter und zeitintensiver als der elektronische Weg. Zum Schluss kann sich sicher auch so das Resultat sehen lassen.

Unser Titelblatt für das kommende Jahresmagazin 2018 entstand rein fotografisch in haargenau 0,138 Sekunden. Dies entspricht der Summe aller 44 einzelnen Fahrzeug-Fotos, die in der Regel mit einer Belichtungszeit von einer Hundertstel- bis hin zu einer Fünfhundertstel-Sekunde aufgenommen wurden, dazu kommt das Gesamtbild aller Einzelbilder wie oben dargestellt von einer Hundertfünfundzwanzigstel-Sekunde.

Deutlich länger aber dauerte die Location-Suche, das Platzieren und Fotografieren der Fahrzeuge, dann das Zusammensuchen der Einzelbilder und die Herstellung der kleinen Prints mit dem weissen Rand. Die Aufbauarbeit im Fotostudio, bis die Bilder auf drei Ebenen verteilt waren, dauerte eine weitere Stunde.

Dazu kommt die passende Ausleuchtung. Zum Schluss musste das Gesamtbild vom Grafiker noch eingepasst und mit Titel und Heftinformation versehen werden. So sieht dann das endgültige Titelblatt aus:

Also nimmt so ein Titelblatt gut und gerne Wochen in Anspruch. Natürlich verkürzte auch hier die Elektronik den Werdegang drastisch, denn auf komplett analoger Basis hätte man rund fünf- bis zehnmal solange gebraucht, da noch dazu all die chemischen Entwicklungsprozesse sowie die Postwege statt Internet hinzugekommen wären.

So und nun noch eine kleine Quizfrage: Welches Bild hat sich fälschlich in das Gesamtbild eingeschlichen, oder andersrum formuliert: welches Auto passt nicht in die Collage und warum nicht? Der erste Findige bekommt von uns ein Jahresmagazin gratis.

Daniel Reinhard, der Fotograf von Zwischengas

 

Das Summen der Anlasser

Bruno von Rotz - 23.11.2017

Zündschloss Ferrari

Wer heute mit dem Autofahren beginnt, der nimmt den Anlasser kaum mehr wahr. Er setzt nur kurz ein und schon läuft der Motor, mit der Start-Stop-Automatik tut er dies sogar von selber. Höchstens ein kurzes Schnarren ertönt.
Früher war dies anders. Da mussten die Anlasser noch richtig arbeiten, manchmal auch länger, bis der Motor ansprang. Kenner konnten sogar die verschiedenen Autos anhand ihrer Anlassergeräusche unterscheiden.

Um uns an die schönen alten Zeiten zu erinnern, haben wir ein kleines Anlasser-Potpourri zusammengestellt, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Vielleicht erkennen Sie ja sogar den einen oder anderen Wagen?

Anlasserkonzert - verschiedene Automarken und -typen

Wer von dieser Auswahl noch nicht genug hat, der findet auf Zwischengas deutlich über 200 verschiedene Anlasser- und Motorengeräusche .

 

Aus dem Leben eines Mechanikergesellen - man kann auch zu schnell sein beim Reparieren

Der Mechanikergeselle - 22.11.2017

Blick unter die Motorhaube

Heutzutage glauben die meisten Kunden - Ausnahmen bestätigen die Regel -, ihr Fahrzeug keine Stunde mehr entbehren zu können. Die Werkstätten wissen ein Lied davon zu singen, aber sie haben sich darauf eingestellt, ja sie setzen ihren Ehrgeiz darein, die Wagen ihrer Kunden so schnell wie möglich wieder in Ordnung zu bringen. Nun ist die Fixigkeit im allgemeinen, sehr lobenswert und wird dankbar begrüßt. Nur ist sie nicht immer zweckmässig.

Es war ein klarer Fall: Der Motor des hereingekommenen Wagens — er schien sehr heiss geworden zu sein - krankte an einer durchgebrannten Zylinderkopfdichtung. Und weil gerade eine Arbeitsgruppe frei geworden war, ging diese so gleich daran, den Zylinderkopf abzunehmen. Die Flächen wurden saubergemacht, das Ersatzteillager lieferte eine neue Dichtung, und Ruck-Zuck war der Zylinderkopf wieder aufgesetzt, die Zylinderkopfschrauben nach der vorgeschriebenen Reihenfolge und mit dem richtigen Anzugsdrehmoment festgezogen, und bevor der Motorblock so richtig kalt geworden war, konnte der Wagen - nachdem man auch Kühlwasser aufgefüllt hatte - schon wieder als fertig übergeben werden.

„Das hat geflutscht" dachte der Kunde und fuhr zufrieden ab.

Nach gar nicht allzu langer Zeit kam er aber schon wie der in die Werkstatt zurück, mit nicht sehr freundlicher Miene; denn am Motor schien etwas nicht in Ordnung zu sein. Wieder wurde der Zylinderkopf abgenommen, aber diesmal wurde auf Weisung des Meisters so lange damit gewartet, bis der Motor kalt geworden war.

Nun konnten sich die Spannungen In Kopf und Block ausgleichen, was bei der ersten „Blitzmontage" nicht möglich war. Der Kopf hatte sich so stark verzogen, daß auch die neue Zylinderkopfdichtung nicht mehr einwandfrei abdichten konnte. Schnelligkeit ist gut, ja sogar sehr gut, aber nicht in jedem Falle.

Man darf das Denken dabei nicht vergessen; denn nicht immer geht es noch so gut aus wie in diesem Falle. Haben sich erst einmal die Zylinderbohrungen verzogen, dann ist die Sache schon bedeutend unangenehmer.

Dieser Text stammt aus der Ausgabe 18 des Jahrgangs 1957 der Zeitschrift “ Krafthand ”.

Logo Krafthand klein

 

Die letzten richtigen Allrounder

Bruno von Rotz - 21.11.2017

Ferrari 250 GT LWB California Spider von 1959 (© Diana Varga - Courtesy RM/Sotheby's)

Ende der Fünfzigerjahre konnte man sich noch Sportwagen kaufen, mit denen man sowohl ins Wochenende verreisen konnte, als auch bei den 24 Stunden von Le Mans eine berechtigte Chance auf einen der vordersten Plätze hatte.

Für den Rennsporteinsatz war vielleicht ein grösserer Tank mit gut zugänglichem Einfüllstutzen an Bord, aber sonst unterschied sich die Rennversion kaum vom Strassenauto. So war denn auch die Nutzung auf öffentlichen Strassen kaum mit Einschränkungen erschwert.

Ein gutes Beispiel für diese Art Auto ist der Ferrari 250 GT LWB California Spider , der (damals und) heute auf dem Concours-Rasen genauso eine gute Falle macht wie im historischen Rennsport, wobei man ihn heutzutage wegen der Wertentwicklung dort kaum noch zu sehen kriegt. Ähnlich war es mit dem Aston Martin DB4 GT, aber auch einigen anderen Granturismo-Sportwagen.

Aston Martin DB4 GT in Goodwood (© Jason Fong - Courtesy Goodwood Revival)

Und heute? Was sich GT bei den 24 Stunden von Le Mans schimpft, ist eigentlich ein kompromissloser Rennwagen, der es kaum über die Eingangsschwelle eines Parkhauses schaffen würde und mit dem Stadtverkehr eine ziemliche Tortur wäre, nur schon wegen der Unübersichtlichkeit des Wagens.

Vermutlich ist es daher auch kein Zufall, dass es gerade die Allrounder von damals in siebenstellige Summen bei den Marktpreisen gebracht haben.

 

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