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WinterRAID 2018: WinterRAID 2018

Das Summen der Anlasser

Bruno von Rotz - 23.11.2017

Zündschloss Ferrari

Wer heute mit dem Autofahren beginnt, der nimmt den Anlasser kaum mehr wahr. Er setzt nur kurz ein und schon läuft der Motor, mit der Start-Stop-Automatik tut er dies sogar von selber. Höchstens ein kurzes Schnarren ertönt.
Früher war dies anders. Da mussten die Anlasser noch richtig arbeiten, manchmal auch länger, bis der Motor ansprang. Kenner konnten sogar die verschiedenen Autos anhand ihrer Anlassergeräusche unterscheiden.

Um uns an die schönen alten Zeiten zu erinnern, haben wir ein kleines Anlasser-Potpourri zusammengestellt, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Vielleicht erkennen Sie ja sogar den einen oder anderen Wagen?

Anlasserkonzert - verschiedene Automarken und -typen

Wer von dieser Auswahl noch nicht genug hat, der findet auf Zwischengas deutlich über 200 verschiedene Anlasser- und Motorengeräusche .

 

Aus dem Leben eines Mechanikergesellen - man kann auch zu schnell sein beim Reparieren

Der Mechanikergeselle - 22.11.2017

Blick unter die Motorhaube

Heutzutage glauben die meisten Kunden - Ausnahmen bestätigen die Regel -, ihr Fahrzeug keine Stunde mehr entbehren zu können. Die Werkstätten wissen ein Lied davon zu singen, aber sie haben sich darauf eingestellt, ja sie setzen ihren Ehrgeiz darein, die Wagen ihrer Kunden so schnell wie möglich wieder in Ordnung zu bringen. Nun ist die Fixigkeit im allgemeinen, sehr lobenswert und wird dankbar begrüßt. Nur ist sie nicht immer zweckmässig.

Es war ein klarer Fall: Der Motor des hereingekommenen Wagens — er schien sehr heiss geworden zu sein - krankte an einer durchgebrannten Zylinderkopfdichtung. Und weil gerade eine Arbeitsgruppe frei geworden war, ging diese so gleich daran, den Zylinderkopf abzunehmen. Die Flächen wurden saubergemacht, das Ersatzteillager lieferte eine neue Dichtung, und Ruck-Zuck war der Zylinderkopf wieder aufgesetzt, die Zylinderkopfschrauben nach der vorgeschriebenen Reihenfolge und mit dem richtigen Anzugsdrehmoment festgezogen, und bevor der Motorblock so richtig kalt geworden war, konnte der Wagen - nachdem man auch Kühlwasser aufgefüllt hatte - schon wieder als fertig übergeben werden.

„Das hat geflutscht" dachte der Kunde und fuhr zufrieden ab.

Nach gar nicht allzu langer Zeit kam er aber schon wie der in die Werkstatt zurück, mit nicht sehr freundlicher Miene; denn am Motor schien etwas nicht in Ordnung zu sein. Wieder wurde der Zylinderkopf abgenommen, aber diesmal wurde auf Weisung des Meisters so lange damit gewartet, bis der Motor kalt geworden war.

Nun konnten sich die Spannungen In Kopf und Block ausgleichen, was bei der ersten „Blitzmontage" nicht möglich war. Der Kopf hatte sich so stark verzogen, daß auch die neue Zylinderkopfdichtung nicht mehr einwandfrei abdichten konnte. Schnelligkeit ist gut, ja sogar sehr gut, aber nicht in jedem Falle.

Man darf das Denken dabei nicht vergessen; denn nicht immer geht es noch so gut aus wie in diesem Falle. Haben sich erst einmal die Zylinderbohrungen verzogen, dann ist die Sache schon bedeutend unangenehmer.

Dieser Text stammt aus der Ausgabe 18 des Jahrgangs 1957 der Zeitschrift “ Krafthand ”.

Logo Krafthand klein

 

Die letzten richtigen Allrounder

Bruno von Rotz - 21.11.2017

Ferrari 250 GT LWB California Spider von 1959 (© Diana Varga - Courtesy RM/Sotheby's)

Ende der Fünfzigerjahre konnte man sich noch Sportwagen kaufen, mit denen man sowohl ins Wochenende verreisen konnte, als auch bei den 24 Stunden von Le Mans eine berechtigte Chance auf einen der vordersten Plätze hatte.

Für den Rennsporteinsatz war vielleicht ein grösserer Tank mit gut zugänglichem Einfüllstutzen an Bord, aber sonst unterschied sich die Rennversion kaum vom Strassenauto. So war denn auch die Nutzung auf öffentlichen Strassen kaum mit Einschränkungen erschwert.

Ein gutes Beispiel für diese Art Auto ist der Ferrari 250 GT LWB California Spider , der (damals und) heute auf dem Concours-Rasen genauso eine gute Falle macht wie im historischen Rennsport, wobei man ihn heutzutage wegen der Wertentwicklung dort kaum noch zu sehen kriegt. Ähnlich war es mit dem Aston Martin DB4 GT, aber auch einigen anderen Granturismo-Sportwagen.

Aston Martin DB4 GT in Goodwood (© Jason Fong - Courtesy Goodwood Revival)

Und heute? Was sich GT bei den 24 Stunden von Le Mans schimpft, ist eigentlich ein kompromissloser Rennwagen, der es kaum über die Eingangsschwelle eines Parkhauses schaffen würde und mit dem Stadtverkehr eine ziemliche Tortur wäre, nur schon wegen der Unübersichtlichkeit des Wagens.

Vermutlich ist es daher auch kein Zufall, dass es gerade die Allrounder von damals in siebenstellige Summen bei den Marktpreisen gebracht haben.

 

Es müssen nicht vier Räder sein, grosses Interesse an historischen Motor- und Fahrrädern (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 20.11.2017

Frage der Woche 96 - Interesse für 2-Räder?

Eigentlich waren wir ja davon ausgegangen, dass sich Zwischengas-Leser höchstens am Rande neben Autos auch für Motorräder und noch weniger für Fahrräder interessieren würden. Doch unsere Annahme war komplett falsch, wie wir in der letzten “Frage der Woche” erkennen mussten oder durften.

Überwältigende 80%, als vier Fünftel gaben nämlich an, dass sie sich ausser für Autos auch für alte Motorräder (44%), historische Fahrräder (4%) oder eben beides (32%) interessieren.

Nur gerade 17% des 266 Antwortenden bekräftigten, dass es einzig das Automobil sei, welches sie im Auge haben. Dazu kamen noch 3%, die sich mit keiner der Antworten einverstanden erklären konnten, vielleicht weil sie Roller nicht als Motorräder verstanden haben wollen.

Soviel Interesse für zweiträdrige Vehikel hatten wir wirklich nicht erwartet und wir wunderten uns dann schon ein wenig, ob wir mit der Frage wohl vor allem eben jene angesprochen hatten, deren Interesse an Fahr- und Motorrädern eben schon gross ist.

Es freut uns aber, dass unsere Leser so vielseitig interessiert ist, gibt es uns doch Gelegenheit von Zeit zu Zeit auch thematisch etwas in die “Ferne” zu schweifen.

Der Vollständigkeit zeigen wir das Ergebnis der letzten “Frage der Woche” hier auch noch grafisch an:

Antworten zur Frage der Woche 96 - Interesse für 2-Räder

Bereits steht die nächste Frage der Woche im Raum und dieses Mal wollen wir wissen, wie häufig Sie pro Jahr ins Oldtimermuseum gehen .

Und natürlich kann man weiterhin alle bisherigen Ergebnisse zu den “Fragen der Woche” im entsprechenden Themenkanal nachlesen.

 

Nicht alles, was alt aussieht, ist auch alt …

Bruno von Rotz - 19.11.2017

Dowsetts (2017) (© Silverstone Auctions)

Von der Ferne, aber selbst wenn man nahe herangeht, wirkt dieser Wagen wie ein Grand-Prix-Wagen aus den Fünfzigerjahren, eine Mischung aus Mercedes-Benz Silberpfeil und Maserati 250F, mit einem Spritzer Ferrari.

Frontansicht Dowsetts (2017) (© Silverstone Auctions)

Doch das Baujahr dieses Monopostos ist 2017! Sein Erbauer ist Ant Anstead und das Team von Dowsetts Clasic Cars konstruierten ihn nach eigenen Ideen, um ihn von Silverstone Auctions für einen guten Zweck versteigern zu lassen.

Heck des Dowsetts (2017) (© Silverstone Auctions)

Das Ergebnis überzeugt durch ausgewogene Proportionen und viel Authentizität.

Interieur des Dowsetts (2017) (© Silverstone Auctions)

Nur wenn man die Haube abhebt findet man das vermutlich modernste Stück Technologie, den Motor des Mazda MX-5, der aber natürlich komplett revidiert wurde.

Mazda-MX-5-Motor im Dowsetts (2017) (© Silverstone Auctions)

Wenn man sich vorstellt, wieviel Schweiss und Stunden der Bau dieses Monopostos sicherlich gefordert hat, dann ist das erzielte Ergebnis an der Versteigerung eigentlich ziemlich enttäuschend: £ 22’500 betrug der Verkaufspreis inklusive Aufpreis/Kommission.

Ob sich die Bieter vor Ort wohl davon abschrecken liessen, dass eine Strassenzulassung für den hübschen Rennwagen unmöglich zu erreichen ist? Wir jedenfalls würden einiges auf uns nehmen, um einmal eine Runde im attraktiven Einsitzer drehen zu können …

 

Ferrari hat keine Chance gegen Mao

Bruno von Rotz - 18.11.2017

Ferrari F2001 (2001) (@ Sotheby's)

Es war schon eine etwas seltsame Konstellation. An der Kunstversteigerung “Contemporary Art Evening Auction” von Sotheby’s in New York am 16. November 2017 gab es zwischen all den Gemälden und Installationen auch ein Auto zu kaufen. Aber nicht irgendein Auto, sondern den Ferrari F2001, mit dem Michael Schumacher im Jahr 2001 den Grand Prix von Monaco gewonnen hatte.

Ferrari F2001 in Monaco (2001)

Und den Grand Prix von Ungarn noch dazu. Dies war in einer Zeit, als die Dreiliter noch richtig heulen durften, bis 19’000 Umdrehungen zuliessen und rund 900 PS entwickelten. 16 Jahre ist dies her.

Ferrari F2001 (2001) - Heck (@ Sotheby's)

Eine Ingenieurs-Meisterleistung war dieses Auto sicherlich, aber ein Kunstwerk? Zeitgenössische Kunst?

Versteigerung des Ferrari F2001 (2001) (@ Sotheby's)

Nun, die Bieter waren jedenfalls interessiert und anstatt der geschätzten USD 4 bis 5,5 Millionen zahlte der neue Besitzer schliesslich (inkl. Aufpreis/Kommission) USD 7,504 Millionen. Ein Rekordpreis für einen modernen Formel 1 Wagen.

Im Umfeld berühmter Kunstwerke allerdings reichte diese Bewertung gerade einmal für den 10. Platz, Andy Warhols Mao beispielsweise war einem Sammler imposante USD 32,4 Millionen wert, also mehr als das Vierfache des Ferrari-Preises.

Sotheby's versteigert Andy Warhols "Mao" (© Sotheby's)

Und damit war der Warhol noch nicht einmal das teuerste Kunstwerk, denn für die “Three Studies of George Dyer”, gemalt von Lucian Freud, wurden sogar 38,6 Millionen bezahlt.

Zudem zeigte es sich, dass die bezahlten Beträge deutlich stärker von den Schätzwerten abwichen, als man es sich von Autoversteigerungen gemeinhin gewöhnt ist. Der Roy Lichtenstein mit Titel “Female Head” etwa wurde für das Doppelte des Schätzwerts verkauft, ein Bild ohne Titel von Laura Owens kam sogar auf das Siebenfache des Schätzwerts, statt USD 200’000 bis 300’000 waren es am Schluss USD 1,755 Millionen. So kommen einem dann die 310 Millionen für 72 versteigerte Kunstwerke (inkl. Ferrari) nicht mehr “spanisch” vor.

Ob das Beispiel, Art Auctions mit Automobilen zu komplettieren, Schule machen wird? Wir jedenfalls hätten uns eine passendere Ergänzung zu den Kunstwerken vorstellen können als den Formel-1-Monoposto, etwa den Porsche 356 von Janis Joplin oder eine Spezialkarosserie von Saoutchik. Aber was nicht war, kann ja noch werden.

 

Und Sie finden, alte Autos sind teuer?

Bruno von Rotz - 17.11.2017

Dino 206 P Berlinetta Speciale von Pininfarina (1965/1966) (© Artrucial)

Auch im Jahr 2017 wurden weltweit wieder viele Oldtimer und Youngtimer an Versteigerungen verkauft, zu mitunter überraschend hohen Preisen. Alleine die 20 wertvollsten zwischen Dezember 2016 und November 2017 gehandelten Autos erzielten zusammen EUR 146,4 Millionen oder CHF 163,9 Millionen, pro Wagen wurden also rund EUR 7,3 Millionen oder CHF 8,2 Millionen bezahlt. Das tönt teuer.

Aston Martin DBR 1 (1956) (© Tim Scott - Courtesy RM/Sotheby's)

Für den Aston Martin DBR1 von 1956, den RM/Sotheby’s in Monterey am 18./19. August 2017 verkaufen konnte, wurden sogar EUR 19,2 Millionen oder CHF 21,8 Millionen bezahlt. Deutlich günstiger war das Einzelstück Dino 206 P Berlinetta Speciale von Pininfarina (Bild oben), immerhin von der Form her sozusagen der Vater aller Dino 206/246 GT und mitunter auch noch des Fiat Dino Spiders. EUR 4,4 Millionen oder CHF 4,65 reichten damals bei Artcurial in Paris für den Kauf. Dies ist natürlich immer noch viel Geld, schliesslich handelt es sich “nur” um ein Auto.

Leonardo da Vincis Salvator Mundi - teuerstes Bild der Welt

Wenn man aber in den Kunsthandel schielt, dann erscheinen einem die aktuellen Höchstnotierungen für Autoklassiker überhaupt nicht mehr übertrieben. Gerade eben wurde das Bild “Salvator Mundi” von Leonardo da Vinci für USD 450.3 Millionen verkauft. Für diese Summe hätte man die 155 teuersten Auktions-Autos des Jahres 2017 zusammen erwerben können, eine sicherlich eindrückliche Sammlung mit vielen begehrenswerten Porsche, Ferrari, Aston Martin, Bugatti. etc. Und der Da Vinci ist kein Einzelfall. Für einen de Kooning zahlte ein Käufer im Jahr 2015 wertberichtigt USD 303 Millionen, für einen Cezanne im Jahr 2011 USD 266 Millionen. Man müsste schon weit hinunter blättern in der ewigen Liste der teuersten Kunstwerke, bis man zum Gegenwert des Aston Martin DBR1 gelangt.

Kunst ist aktuell bei den Investoren gefragter als Automobile, die Wachstumsraten sind bei Bildern grösser als bei Automobilen, zumindest in der jüngsten Vergangenheit. Aber vielleicht ist dies gut so, denn Fahrzeuge sollen gefahren werden und nicht stehend als Investitionsobjekte darben.

 

Ford verweist Ferrari, Lotus und Porsche auf die Plätze

Bruno von Rotz - 16.11.2017

Ford Capri in einer Werbung in Powerslide im Jahr 1975

Seit einigen Tagen ist die Motorsport-Zeitschrift Powerslide im Zwischengas-Zeitschriftenarchiv , rund 6000 Seiten aus den Jahren 1963 bis 1975. Wir haben darüber berichtet . Nun kann man diese natürlich Nummer für Nummer durchblättern, aber man kann sie eben auch durchsuchen , zum Beispiel nach Automarken. Wir haben dies einmal versuchsweise gemacht, um herauszufinden, welche Marken denn besonders häufig zu finden sind. Porsche z.B. ist 1428 mal anzutreffen, Lotus aber sogar 1572 mal. Ferrari kommt auf 1578 Treffer, aber der Sieger war Ford.

Ford Cortina im Powerslide von 1966

Die Marke Ford profitierte allerdings auch davon, dass sie häufig im Zusammenhang mit Lotus erwähnt wurde, dieser Effekt hat dann wohl beide hochgezogen.

Lotus bereitet sich auf Indianapolis 1965 vor - aus Powerslide

Aber Porsche? Immerhin die aufstrebende Sportwagenmarke in jenen Jahren, mit Le-Mans-Siegen dekoriert, an der Rallye Monte Carlo triumphierend. Warum konnte Porsche Ford nicht schlagen?

Porsche in einer Werbung in Powerslide im Jahr 1970

Es gab aber noch weitere Überraschungen, Brabham beispielsweise kam auf 1358 Treffer, Alfa Romeo dagegen nur auf deren 983, knapp gefolgt von McLaren (952), BMW (869) und Lola (703).

Wenn man eine Stufe tiefer geht, dann findet man immerhin 420 mal “Mini” und 325 mal “Cortina”.

Und wie steht es mit Reifenfirmen? Da wäre einmal Firestone mit 408 Treffern, Goodyear mit deren 371 und Dunlop mit 264. Die doppelseite Werbung mit dem Ferrari Prototypen machte auch wirklich etwas her!

Goodyear-Ferrari-Werbung im Jahr 1973 in Powerslide

Weniger gut weg kommen Technologie-Firmen wie Bosch (94) oder Sachs (49).

Dafür findet man den Nürburgring 610 mal, Le Mans 454 mal.

Und welche Leute generierten am meisten Berichterstattung? Platz 1 in unserer kleinen Untersuchung ging an Jackie Stewart (616 Treffer), gefolgt von Emerson Fittipaldi (508), Niki Lauda (231), Rolf Stommelen (197), Hans-Joachim Stuck (187) und Jochen Mass (161).

Eigentlich schon noch interessant, was man in einem digitalen Archiv so alles herausfinden kann …

 

6000 Seiten Pionierarbeit im Zeitschriften Archiv - Auto Exklusiv (1983-1992)

Bruno von Rotz - 15.11.2017

Auto Exklusiv im Zwischengas-Zeitschriften-Archiv

Es gehörte zu den Pionieren unter den deutschsprachigen Oldtimer-Zeitschriften, das Magazin “Auto Exklusiv” des rührigen Rob de la Rive Box. Mit gut recherchierten Berichten und international bekannten Autoren konnte sich das monatlich erscheinende Magazin etablieren, bis es dann nach rund neun Jahren aufgegeben wurde. Etwas mehr zur Geschichte des Magazins haben wir bereits vor vier Jahren erzählt.

Jetzt sind alle Jahrgänge von 1983 bis 1992 auf zwischengas online geniessbar, von der ersten bis zur letzten Nummer, Seite für Seite!

Insgesamt fast 6000 Seiten warten darauf, Vergessenes wieder in Erinnerung zu rufen oder Unbekanntes offenzulegen. Und da gab es einiges!

Zu finden sind alle 104 Ausgaben im Zeitschriften-Archiv von Zwischengas .

 

Geht noch mehr? Ford Escort RS 2000 für mehr als 100'000!

Bruno von Rotz - 15.11.2017

Ford Escort RS 2000 Mk 2 (1980) (© Silverstone Auctions)

Wenn es noch einen Beweis gebraucht hätte, dass viele Oldtimer-Käufer hinter dem Auto her sind, das sie in ihrer Jugend bewunderten oder erträumten, dann könnte die kürzlich stattgefundene Versteigerung von Silverstone Auctions anlässlich der NEC Classic Motor Show dienen.

Heckansicht Ford Escort RS 2000 Mk 2 (1980) (© Silverstone Auctions)

Angeboten wurde ein Ford Escort RS 2000 Mk2 aus dem Jahr 1980. Dieser Typ ( Bericht über ein ähnliches Fahrzeug ) ist auch hierzulande beliebt, beim weissen Wagen handelte es sich allerdings um eine spezielle “Custom”-Ausführung mit zusätzlichen

Ausstattungsdetails wie 6x13-Alurädern oder Recaro-Sitzen mit “Fischnetz”-Stoffbezug. Noch einmaliger aber war der angebotene, rechtsgelenkte Wagen dadurch, dass er erst 927 Meilen auf dem Tacho hatte. Der Wagen wurde praktisch nie genutzt und war Teil einer Sammlung.

Interieur Ford Escort RS 2000 Mk 2 (1980) (© Silverstone Auctions)

Kein Wunder gingen die Gebote hoch, aber mit £ 97’857, also umgerechnet EUR 109’277 oder CHF 127’541 hätte wohl kaum jemand gerechnet.

Instrumente Ford Escort RS 2000 Mk 2 (1980) (© Silverstone Auctions)

Das Problem für den neuen Besitzer - wenn er den Wagen fährt, ist er vermutlich schnell weniger wert, denn mit 10’000 oder 20’000 Meilen Laufleistung wird er wohl bei einem nächsten Verkauf nicht mehr so hoch eingeschätzt. Trotzdem, fas 110’000 Euro für einen Escort ist ein stolzer Preis, der wohl nur bei den Briten möglich ist. Oder doch nicht?

P.S. Der RS 2000 war nicht der einzige teure Escort an der Versteigerung, ein Escort Lux von 1996 mit nur gerade 837 Meilen auf der Uhr wurde für £ 91’125 (EUR 101’741, CHF 118’745) verkauft.

P.S.2. Übrigens - der TVR Tina Prototyp , über den wir neulich berichteten, wurde nicht verkauft, er wäre jetzt für knapp über £ 32’000 wieder zu haben. Ein restauriertes Einzelstück für nicht einmal einen Drittel des Preises, der für den RS 2000 bezahlt wurde, das tönt doch eigentlich wie ein Schnäppchen …

 

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