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Bernina Gran Turismo 2019

Aus dem Leben eines Mechanikergesellen - man kann auch zu schnell sein beim Reparieren

Der Mechanikergeselle - 22.11.2017

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Blick unter die Motorhaube

Heutzutage glauben die meisten Kunden - Ausnahmen bestätigen die Regel -, ihr Fahrzeug keine Stunde mehr entbehren zu können. Die Werkstätten wissen ein Lied davon zu singen, aber sie haben sich darauf eingestellt, ja sie setzen ihren Ehrgeiz darein, die Wagen ihrer Kunden so schnell wie möglich wieder in Ordnung zu bringen. Nun ist die Fixigkeit im allgemeinen, sehr lobenswert und wird dankbar begrüßt. Nur ist sie nicht immer zweckmässig.

Es war ein klarer Fall: Der Motor des hereingekommenen Wagens — er schien sehr heiss geworden zu sein - krankte an einer durchgebrannten Zylinderkopfdichtung. Und weil gerade eine Arbeitsgruppe frei geworden war, ging diese so gleich daran, den Zylinderkopf abzunehmen. Die Flächen wurden saubergemacht, das Ersatzteillager lieferte eine neue Dichtung, und Ruck-Zuck war der Zylinderkopf wieder aufgesetzt, die Zylinderkopfschrauben nach der vorgeschriebenen Reihenfolge und mit dem richtigen Anzugsdrehmoment festgezogen, und bevor der Motorblock so richtig kalt geworden war, konnte der Wagen - nachdem man auch Kühlwasser aufgefüllt hatte - schon wieder als fertig übergeben werden.

„Das hat geflutscht" dachte der Kunde und fuhr zufrieden ab.

Nach gar nicht allzu langer Zeit kam er aber schon wie der in die Werkstatt zurück, mit nicht sehr freundlicher Miene; denn am Motor schien etwas nicht in Ordnung zu sein. Wieder wurde der Zylinderkopf abgenommen, aber diesmal wurde auf Weisung des Meisters so lange damit gewartet, bis der Motor kalt geworden war.

Nun konnten sich die Spannungen In Kopf und Block ausgleichen, was bei der ersten „Blitzmontage" nicht möglich war. Der Kopf hatte sich so stark verzogen, daß auch die neue Zylinderkopfdichtung nicht mehr einwandfrei abdichten konnte. Schnelligkeit ist gut, ja sogar sehr gut, aber nicht in jedem Falle.

Man darf das Denken dabei nicht vergessen; denn nicht immer geht es noch so gut aus wie in diesem Falle. Haben sich erst einmal die Zylinderbohrungen verzogen, dann ist die Sache schon bedeutend unangenehmer.

Dieser Text stammt aus der Ausgabe 18 des Jahrgangs 1957 der Zeitschrift “ Krafthand ”.

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