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Fit am Steuer - trimm Dich fit

Bruno von Rotz
21.09.2017

Vitaparcours im Jahr 1971

In der Schweiz hiessen sie Vitaparcours, in Deutschland nannte man sie “Trimm-dich-Pfad”. Das Konzept, erfunden in den späten Sechzigerjahren, war einfach: Man nutzte Holzelemente und Stämme, um seinen Körper zu dehnen und die Muskeln zu aktivieren. Zwischen den mit einfach verständlichen Tafeln erklärten Posten rannte man und tat so etwas für seine Gesundheit und die Fitness.

Auch die Automobil Revue befasste sich im Jahr 1971 mit dem Vitaparcours, denn er erlaube ein individuelles Training und biete somit eine ausgezeichnete in der ganzen Schweiz bereits über 70 im Betrieb — bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, Muskulatur und Kreislauf zu kräftigen, ohne einem Verein mit fixen Trainingszeiten beitreten zu müssen. Und dies sei ja gerade für den Vielfahrer, dessen Wirbelsäule zur Untätigkeit verurteilt und dessen Arme wegen der immer weniger Kraft erfordernden Lenkung nicht mehr gefordert würden.
Für diejenigen, die keinen Vitaparcours besuchen wollten, schlug die Automobil Revue, respektive ein Dr. Baumgartner, Training direkt am Lenkrad vor:

  • Die Halswirbelsäule kann durch Neigen und Drehen des Kopfes bewegt werden. Der Blick bleibt dabei auf der Fahrbahn, so dass dadurch indirekt auch die Augen in den Genuss einer willkommenen Lockerungsübung kommen.
  • Auch die Brust- und Lendenwirbelsäule kann während der Fahrt durch Rotationsbewegungen, wie- man sie beim Gehen und besonders beim Skifahren ausübt, während der Fahrt bewegt werden. Rhythmisches Verschieben des Beckens bei gleichzeitiger Bewegung des Schultergürtels ermöglichen eine Rotation des Rumpfes um die Längsachse von 20 bis 30 Grad. 
  • Wenn die Arme seitlich abgestützt werden können — dazu sind allerdings beidseitige Armlehnen Voraussetzung — lässt sich die Wirbelsäule auch strecken, was besonders wohltuend wirkt. 
  • Durch abwechslungsweises Hochheben des Beckens links und rechts kann die Wirbelsäule bis zu einem gewissen Grade auch seitwärts bewegt werden. 
  • Die Arme brauchen sich nicht ständig am Lenkrad festzuklammern. Es gibt Verkehrssituationen, wo es durchaus zu verantworten ist, nur mit einer Hand zu lenken und während dieser Zeit die Gelenke des anderen Arms aktiv durchzubewegen: dabei geht man am besten systematisch vor, beginnt also bei den Fingern und hört mit dem Schultergelenk auf. 
  • Selbst die Gelenke des linken Fusses lassen sich durch Auf- und Abwärtsbewegen und durch kreisende Bewegungen von Zeit zu Zeit lockern. Im Rahmen des Möglichen können auch Knie- und Hüfte bewegt werden. Schlimmer ist die Situation für den rechten Fuss, der seinen Posten am Gas- oder Bremspedal auf keinen Fall verlassen darf. Er ist es denn auch, der nach langer Fahrt mit Schweregefühl, Ermüdungserscheinungen, Einschlafen oder gar Krämpfen am meisten zu kämpfen hat.

Ja, an Massege-Sitze oder gar teil-autonom fahrende Autos dachte vor bald 50 jahren noch niemand …

P.S. Die Vitaparcours gibt es immer noch, ganz im Gegensatz zum Namensgeber und Sponsor, dem Lebensversicherer Vita. Der heisst nämlich schon seit über 20 Jahren Zürich Leben …

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