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Bild (1/2): Shelby Mustang GT 350 (1966) - mehr Luft für den Motor durch die aufgesetzte Lufthutze (© David Newhardt - Courtesy of Mecum Auctions, 2014)
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    Stumpen-Herbies Shelby Mustang GT 350

    24. April 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    David Newhardt - Courtesy of Mecum Auctions 
    (18)
    Ford Motor Company 
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    Rennfahrer waren früher auch auf der normalen Strasse gerne schnell unterwegs, denn oftmals gingen sie während der Woche einem normalen Arbeitsalltag nach und es blieb nur wenig Zeit für die Reise zur Rennstrecke.

    Dies gilt auf jeden Fall für Stumpen-Herbie, wie der Schweizer Herbert Müller von seinen Landsleuten gerne genannt wurde, weil er zur Entspannung gerne rauchte.

    Herbert Müller auf einer Autogrammkarte von damals
    © Zwischengas Archiv

    Herbie war ein Rennfahrer, wie es sie heute kaum mehr gibt. Als Amateur fuhr er in der ersten Liga mit, siegte zweimal an der Targa Florio, gewann die Europa-Bergmeisterschaft, dominierte die Interserie und verpasste einen Sieg in Le Mans nur knapp. Sogar ins Formel-1-Cockpit schaffte er es, Platz 5 war wegen Benzinmangel die immer noch beeindruckende Platzierung in seinem einzigen F1-Rennen.

    Motorsport als Zweitbeschäftigung

    Hauptberuflich kümmerte er sich um den Galvanikbetrieb, den er von seinem Vater übernommen hatte, an 15 bis 20 Wochenenden fuhr er Rennen. Auf einen Ausgleichssport konnte er verzichten, denn die Strassenkilometer, die er für die Fahrten zu den Rennsrtrecken zurücklegte, konnten seiner Ansicht nach als Konditionstraining verbucht werden.

    Herbert Müller im offenen Rennwagen
    © Archiv Automobil Revue

    Jedes Jahr legte er zudem 20’000 Versuchs- und 10’000 Trainings-/Rennkilometer zurück, da blieb die Fitness automatisch erhalten, so befand zumindest Herbie, der es in seiner aktiven Rennkarriere mit den verschiedensten Fahrzeugen zu tun hatte, darunter Porsche 904 GTS, Porsche Carrera 6, Abarth 1000, Ford GT40, Lola T70, Ferrari 512 S/512 M, De Tomaso Pantera, Porsche RSR, Porsche 917K und Porsche 917/10, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Renn- und Strassenfahrzeug in einem

    Dass ein derart viel beschäftigter Mann mit Benzin im Blut auch im Alltag ein gut motorisiertes Fahrzeug fahren wollte, versteht sich da von selber. Im Jahr 1966 kaufte er sich daher einen Shelby Mustang GT 350, den er einem Porsche 911 vorzog, weil er mehr Komfort, Platz und vor allem viel mehr Leistung bot.

    Shelby Mustang GT 350 (1966) - mit seitlichem Auspuff, wie ihn alle Rennsportmodelle hatten
    © Copyright / Fotograf: David Newhardt - Courtesy of Mecum Auctions

    Der Shelby Mustang war ein Auto, mit dem man in jenen Jahren auf öffentlichen Strassen zur Rennstrecke fahren konnte, dort auf Bestzeiten- und Trophäenjagd ging und am Abend wieder auf Achse heimfuhr. Oft sass dabei Herbies Sohn Daniel im Wagen.

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    Vom Serienfahrzeug zur Rennversion

    Shelby Mustang GT 350 (1965) - an der Weltausstellung im April 1965
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Bereits an der Weltausstellung von New York im Frühling 1964 konnte man den kommenden Shelby Mustang GT 350 zum ersten Mal sehen, aber da war er wohl noch nicht ganz fertiggestellt. Offiziell stellte Carroll Shelby den Wagen der Presse anfangs 1965 vor und das Echo war ausserordentlich positiv. Dies war der Mustang, den sich Power-Freunde gewünscht hatten. Für Shelby war der GT 350 aber nur ein Baustein auf dem Weg zum wirklich erfolgreichen Rennwagen, denn der Serien-GT 350 war ein Kompromiss, der vor allem auf der Strasse für Erfolg sorgen musste. Der GT 350R aber, dies war die Rennversion.

    Shelby Mustang GT 350 (1966) - Durchsichtszeichnung
    © Archiv Automobil Revue

    Die Voraussetzungen für die Wandlung zum Rennwagen waren aber mit der Strassen-Version bereits geschaffen, denn Aufhängungen, Bremsen und Lenkung waren bereits für den Renneinsatz ausgelegt. Die R-Version erhielt aber einen leistungsfähigeren Motor, der rund 325 bis 360 PS abgab, Ölkühler für Motor und Differential, Plexiglasfenster auf der Seite und am Heck, einen Überrollbügel, einen 140-Liter-Tank mit Schnellverschluss und eine modifizierte Front. In dieser Konfiguration mutierte der schnelle Mustang zum dominierenden Fahrzeug in den amerikanischen Produktionswagenrennen.

    Nur 34 dieser Rennversionen baute Shelby American, sie wurden zur Vorlage vieler Amateurrennfahrer, die aus einem GT 350 Strassenfahrzeug R-Versionen nachbauten. Mit der Einführung des 1966-Baujahres wurde dieser Umbau allerdings erschwert.

    Herbies besonderer GT 350

    Herbert Müller kaufte einen dieser 66-er Shelby Mustangs und liess ihn bei in England bei Ford Advanced Vehicles in Slough zum rennfähigen Gerät umbauen. Im Rahmen dieser Modifkationen erhielt Chassis SFM6S342 die typischen R-Elemente wie Überrollbügel, Ölkühler, 140-Liter-Tank, Kunststoff-Front und Aluräder.

    Shelby Mustang GT 350 (1966) - der über 300 PS starke V8-Motor
    © Copyright / Fotograf: David Newhardt - Courtesy of Mecum Auctions

    Am interessantesten aber war wohl der Motor, denn der stammte mehr oder weniger direkt aus dem Rennwagen Ford GT40 und war bei Holman-Moody aufgebaut worden. An Kraft dürfte es gerade diesem Mustang also nicht gefehlt haben.

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    Beeindruckende Leistungsfähigkeit

    Rund 220 km/h schnell war ein GT 350R damals und wer das Gaspedal senkte, liess die Hölle losgehen. So befand zumindest die Automobil Revue bei einem ersten Kontakt im Jahr 1965:
    “Das Ingangsetzen des Motors löst beim ersten Stoss aufs Gaspedal ein sturmartiges Gebrüll aus, da eigentliche Schalldämpfer fehlen. Auf Geräuschdämpfung wurde bei der rennsportlichen Ausführung keinen Wert gelegt, der Wagen ist sowohl für Aussenstehende wie im Innern ausserordentlich lärmig, da aus Gründen der Gewichtseinsparung kein schalldämpfendes Material verwendet wurde.”

    Einmal unterwegs benahm sich der Wagen aber gesitteter als man erwartet hätte: “Der gut ausgewuchtete Motor dreht im Leerlauf mit 1200 U/min und entwickelt bei dieser Drehzahl bereits genügend Leistung, um den Wagen im direkten Gang in Fahrt zu bringen. Bei dieser Drehzahl ist die Lärmentwicklung noch verhältnismässig gering. Es war uns daher möglich, unter Ausnutzung der hervorragenden Elastizität, ohne Aufsehen zu erregen, die Stadt Genf zu durchfahren und die in der Nähe von Annemasse gelegene Piste von Monthoux unbehelligt zu erreichen”, schrieben die AR-Leute im Fahrbericht damals.

    Zu den Bremsen konnte im Bericht von 1965 nichts nachteiliges bemerkt werden, doch dies sieht Herbert Müllers Sohn heute im Rückblick etwas anders:
    “Die Bremsanlage liess sich nur mit ‘abenteuerlich’ umschreiben, denn nach nur gerade einem Verzögerungsmanöver aus jeweils über 200 km/h herunter galt es, dieser wieder Frischluft zuzuhecheln. Und, nur ja nicht stehen bleiben, sonst verkochten die Bremsen vollends.”

    Leistungsfähig war Herbies Mustang aber tatsächlich. “Der Motor war bärenstark, das Getriebe lang übersetzt. Im ersten Gang lag die Endgeschwindigkeit bei 128 km/h, im vierten war bei 260 km/h die Höchstdrehzahl erreicht”, erinnert sich Daniel Müller, der ja ausreichend Gelegenheit hatte, die Fahrleistungen vom Rücksitz zu beobachten.

    Shelby Mustang GT 350 (1966) - Schalensitz für den Fahrer, Serienbestuhlung für den Beifahrer
    © Copyright / Fotograf: David Newhardt - Courtesy of Mecum Auctions

    Unterwegs zur Rennstrecke

    Dass ein schnelles Auto früher tatsächlich Zeit sparen konnte, zeigt folgende Anekdote aus dem Jahr 1969, an die sich Sohn Daniel bis heute erinnert:
    “In jenen Jahren galt eine Fahrzeit von sechs Stunden vom Schweizer Mittelland nach Le Mans - rund 800 km - als ‘ordentlich’, vor allem wenn man bedenkt, dass es damals noch keine Autobahnen gab ...
Jedenfalls wurden wir tiefnachts von einer Polizeikontrolle aufgehalten und die uniformierten Beamten meinten, Herbie wäre sicherlich mit 180 km/h gefahren. Mein Vater antwortete freundlich-lächelnd mit den Worten: ‘C’est impossible avec cette voiture ...’,  schob drei Zigarren durch das Seitenfenster und die Bemerkung hinterher, dass er unterwegs zu den ’24 Heures du Mans’ sei. Einer der Polizisten erkannte ihn daraufhin tatsächlich als Fahrer des französischen Matra MS 630, woraufhin wir unbehelligt weiterfahren konnten. Bevor wir wieder bei ‘Reisegeschwindigkeit’ angekommen waren, meinte Herbie lakonisch: ‘So’ne Aff, was meint denn de ..., mit Hundertachtzg chäme mer erscht zum Rennände aa…!’”

    Eine derartig flüssige Fahrt zur Rennstrecke forderte allerdings ihren Tribut. Über 60 Liter flossen bei hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten durch die Doppel-Weber-Vergaseranlage. Selbst bei einem 140-Liter-Tank musste man rund alle 200 km beginnen, nach Benzin-Nachschub Ausschau zu halten, was beim damaligen französischen Tankstellennetz durchaus eine Herausforderung sein konnte. So kam es auch vor, dass ein Tankwart aus der verdienten Nachtruhe geweckt werden musste, um die Fahrt fortsetzen zu können.

    Den Geräuschpegel im Fahrzeug beschreibt Daniel Müller heute so: “Konversationen untereinander mussten wir auf Dorfdurchfahrten oder längere Anbremsmanöver beschränken”.

    Nur zwei Besitzer

    Herbert Müller starb 1981, als er mit seinem Porsche 908 Turbo in der 15. Runde des 1000-km-Rennens auf dem Nürburgring bei leicht feuchter Fahrbahn die Strecke verliess, als sich vor ihm ein 911-er drehte, und in den beim Kesselchen abgestellten Porsche 935 des Amerikaners Bobby Rahal prallte.

    Shelby Mustang GT 350 (1966) - Der Kofferraumdeckel bestand aus Kunststoff
    © Copyright / Fotograf: David Newhardt - Courtesy of Mecum Auctions

    Der Wagen blieb im Besitz der Familie Müller bis ihn Ron Randoph 1985 kaufen konnte und komplett restaurierte. Mit einem Aufwand von rund 600 Stunden wurden die mechanischen Komponenten überholt, der Wagen bis auf das Metall heruntergeschliffen und in Weiss-Blau neu lackiert.

    Nach der Restaurierung setzte Randolph den Wagen im historischen Rennsport, lieh in dann aber zuerst an das Nürburging Rennwagenmuseum und später das Rosso Bianco Museum aus, wo er bis ins neue Jahrtausend ausgestellt war. Nach rund 18 Jahren Museumszeit kehrte der Rennwagen zu Randolph zurück, der sich wieder um die Wartung und Pflege kümmerte.

    Jetzt wird der Wagen am Freitag den 16. Mai 2014 an der Indianapolis-Versteigerung des Auktionshauses Mecum unter den Hammer kommen. Im Shelby-Register wird er als “Independent GT350 Racer” geführt und der Wagen ist umfangreich dokumentiert. Es wäre doch zu schön, wenn der Wagen wieder in die Schweiz zurückkäme ...

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    sp******:
    09.08.2017 (10:57)
    Peter Schetty, späterer Ferrari Rennleiter fuhr einen solchen Mustang auch sehr erfolgreich wie eb****33
    t5******:
    27.04.2014 (17:02)
    Nach der Schliessung des Rosso Bianco Museums konnte ich Ron Randolph noch rechtzeitig informieren. Er liess den Wagen schnellstmöglich abholen, bevor er in die Niederlande ggf. Gegangen wäre, wo ja die Sammlung Stück für Stück auf Auktionen aufgelöst wurde. Sehr schade. Der Wagen gehört ins Schweizer Shelby Museum.
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