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Als die Mini-Vans als Trend verkannt wurden

Bruno von Rotz
13.10.2019

BMW Van von 1989 (Entwurf) (© AMS)

1999 erschien der Opel Zafira, vier Jahre später der VW Touran. Den Renault Espace allerdings hatte es schon 1984 gegeben. Und den Chrysler Voyager auch.

Erst Ende der Achtzigerjahre schien es, dass auch die deutschen Hersteller den neuen Trend, der aus den USA herübergespühlt wurde, erkannt hatte. Auto Motor und Sport sagte Mini-Vans von Mercedes-Benz, Audi, BMW, Opel und Volkswagen voraus, die Zeichnungen (und Ideen) erinnerten allerdings eher an die Kombis dieser Marken. Und sie materialisierten sich denn auch nicht, dafür kamen später die erwähnten Zafira und Touran, die das Feld schliesslich von hinten aufrollen.

VW Van von 1989 (Entwurf (© AMS)

Interessant im Bericht waren auch die damaligen Bestseller: Chevrolet Astrovan, Ford Aerostar, Pontiac Trans Sport, VW Caravelle, Toyota Modell F und Mitsubishi Spacewagon, sowie natürlich Chrysler Voyager und Renault Escape. Nur wenige dieser Autos haben überlebt und wären heute wohl als echte Exoten einzustufen.

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von da******
15.10.2019 (19:04)
Antworten
Müsste die Redaktion hier nicht von Amts wegen einen Herkunftsnachweis mit Angabe des Fotographen, oder in diesem Fall dem Zeichner; dem grossartigen Schweizer Designer Mark Stehrenberger angeben? Er ist in Amerika der Autodesigner mit den meisten Titelseiten, spielt(e) international seit über 40 Jahren etwa in der selben Liga wie Guigiaro, Gandini und Bertone (ohne dass dann seine Entwürfe mit einem Täfeli am Kotflügel für die Neider und die Steuerbehörden erkenntlich werden;-) unterrichtete Auto-Design an mehreren internationalen Fachhochschulen, unter anderem auch am Art Center School of Design Europe in Vevey und erhielt 2005 in der Schweiz sogar noch den Titel "Car Man Of The Year". Dass er in den Schweizer (Fach-) Medien hartnäckig ignoriert wird (wurde?) hat vermutlich mit der Schweizer Geschäfts-und Spesen-Mentalität und möglicherweise seinen sieben tri-nationalen herzigen Kindern in den USA zu tun.
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
16.10.2019 (08:48)
Ein guter Punkt, denn wir lieben die Zeichnungen von Mark Stehrenberger! Manchmal waren seine "Designs" sogar besser als das, was später herausgekommen ist, ein Beispiel hierfür wäre sein Scirocco II.
Antwort von da******
17.10.2019 (20:08)
Ja, seine Portraits, Uhren, Schuhe, Möbel und Accessoires sind auch sehr schön. Er hatte ja zuerst in Basel vier Jahre Schneider, also Couturiér gelernt und später mit seiner amerikanisch-schweizerischen Familie auch in Lake Tahoe gewohnt, bevor er nach Santa Barbara umzog. Sogar Lampen und Beleuchtungen designte er mal professionell in Las Vegas, weshalb auch immer soviel Licht und Strahlen in seinen Werken ist, dass es einem fast blendet.

von mo******
13.10.2019 (23:32)
Antworten
Von Audi hat es bis zum heutigen Tag kein solches Modell gegeben (den deutlich kleineren A2 einmal außen vor gelassen). Es ist durchaus möglich, dass man dort auch rückblickend der Meinung ist, den Trend gar nicht verkannt zu haben

Davon abgesehen gab es bei jedem der deutschen Hersteller zum Ende der achtziger Jahre im Modellprogramm noch eine Lücke bei den Kombinationskraftwagen. Es fehlten Kombis von Audi 80/90 (B3), BMW 5er (E34), Ford Scorpio, Mercedes-Benz 190 (W201), Opel Vectra A und VW Golf II. Erst in den Neunzigern wurden diese Lücken geschlossen, teilweise erst bei den nachfolgenden Baureihen. Vielleicht war es auch konsequent, dieses Sortiment für Kunden mit erhöhtem Platzbedarf erst einmal aufzufüllen, ehe man sich auf unbekanntes Terrain wagte.
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