Schon einmal etwas von der Automarke “Merkur” gehört?
Das Auto glaubt man eigentlich zu erkennen und als Europäer wähnen wir, einen Ford Sierra vor uns zu haben. Aber es gibt einige interessante Unterschiede und spätestens, wenn wir das Heck erblicken, stossen wir auf die Marke “Merkur”.
Wer nun an den amerikanischen Hersteller Mercury denkt, liegt nicht ganz falsch. Tatsächlich kreierte die Ford-Division Lincoln-Mercury die Marke “Merkur”, um europafreundlichen Amerikanern die deutschen Ford-Modelle näherzubringen. Der Plan ging allerdings nicht auf und schon 1989 gab man “Merkur” wieder auf.
Die ab 1985 vertriebene Sierra-Variante hiess in den USA XR4Ti und hatte statt des Kölner V6-Motors einen 2301 cm3 grossen Vierzylinder aus dem Thunderbird an Bord. 145 PS mussten reichen, wenn man wie die meisten Amerikaner eine Automatik wählte, für Handschalter durften es dann 175 PS sein, was durchaus dem europäischen Leistungsniveau des XR4i entsprach.
Merkur ergänzte die Modellpalette auch mit einer Scorpio-Variante, die den europäischen V6 mit 2935 cm3 behalten durfte. Auch sonst bemühte man sich nicht allzusehr, die Autos anzupassen, sie wurden auch in Europa gebaut und mit den für die USA nötigen Stossfänger versehen.
Jetzt kommen zwei dieser raren Fahrzeuge bei der Bonhams-Versteigerung in Philadelphia am 7. Oktober 2019 unter den Hammer. Sie stammen aus der Sammlung von Jack Middleton, der den Wagen nicht nur Sorge trug, sondern auch etliche Preise damit einheimste.
So gesehen erscheinen die Schätzpreise. die in beiden Fällen USD 2000 bis 5000 betragen durchaus realistisch und vielleicht, angesichts der Seltenheit der Fahrzeuge, sogar tiefgestapelt.


























