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Wann hat der Triumph TR6 eigentlich seinen 50. Geburtstag?

Bruno von Rotz - 19.02.2019

Triumph TR6 von 1970 in Bremen

Auto-Geburtstage sind ja so eine Sache, denn es ist nie klar, welches Datum das gültige sein soll. Ist es der Produktionsbeginn? Der erste öffentliche Auftritt? Die offizielle Pressevorstellung?

Oft geht man auf jenes Datum zurück, an dem der Wagen erstmals präsentiert wurde.

Liest man zum Triumph TR6 bei Wikipedia nach, dann steht da: “Der Triumph TR6 wurde 1968 vorgestellt.”.

Wirklich? Keines der im Zwischengas-Zeitschriftenmagazin gespeicherten Automagazine scheint den TR6 im Jahr 1968 zu erwähnen. Beim Durchforsten des Bildarchivs fiel uns dann aber ein sehr frühes Pressefoto in die Hände:

Triumph TR6 von 1969

Dreht man dieses Foto, findet man folgenden Aufdruck:

Embargo-Aufdruck auf Triumph-TR6-Foto von 1969

Dies war das “Embargo” für das Foto und verpflichtete den Verlag dazu, nicht vor dem 14. Januar 1969 zum Triumph TR6 zu kommunizieren. Es liegt also nahe, anzunehmen, dass der TR6 an diesem Tage seinen Geburtstag hat, auch wenn erste Exemplare (in aller Geheimhaltung) bereits Ende 1968 gebaut wurden. Mussten sie ja auch, sonst hätten die Journalisten den Wagen ja nicht im Januar 1969 anschauen können.

Wir lassen uns aber gerne eines Besseren belehren!

Übrigens haben wir uns fest vorgenommen, dem TR6 zu seinem 50. Geburtstag einen ausführlichen Bericht zu widmen, denn dieser fehlt noch in unserem Artikelarchiv.

 

Die besten Autos vor 40 Jahren

Bruno von Rotz - 18.02.2019

AMS: Die besten Autos 1979 (© AMS)

Auto-Motor-und-Sport-Leser galten schon immer als gut informiert, was gute und schnelle Automobile anging. Also kann und konnte man auch davon ausgehen, dass bei einer Leserwahl die besten Autos selektiert wurden. Vor 40 Jahren setzte sich bei den Kleinwagen bis 1300 cm3 der VW Golf durch, bei den Limousinen bis 2000 cm3 der BMW 320, bei den Limousinen bis 3000 cm3 der BMW 528i, bei den Limousinen aller Klassen der Mercedes-Benz 450 SEL 6.9, bei den Sportwagen bis 2000 cm3 der Porsche 924 und bei den Sportwagen aller Klassen der Porsche turbo 3.3. Eine rein deutsche Siegerliste also.

Die besten Autos - Sieger 1979 (© AMS)

Deshalb war vielleicht auch die Import-Wertung fast noch interessanter.

Die besten Autos - Sieger Importwertung 1979 (© AMS)

Dort siegte bei den Kleinwagen bis 1300 cm3 der Renault 5 TS, bei den Limousinen bis 2000 cm3 die Alfa Romeo Alfetta 2000, bei den Limousinen bis 3000 cm3 der Citroën CX 2400 GTI, bei den Limousinen aller Klassen der Jaguar XJ 5.3, bei den Sportwagen bis 2000 cm3 der Lotus Esprit und bei den Sportwagen aller Klasser der Lamborghini Countach. Letzter schaffte es übrigens auch in der Gesamtwertung unter die Top 5, denn hinter dem Porsche turbo 3.3  mit 32,4% folgten der BMW M1 (25,6 %), der Porsche 928 (11,7 %) , der Lamborghini Countach (6,5 %) und der Ferrari 512 BB (5,1 %).

Aussergewöhnlich war noch, dass der Import-Sieger bei den Kleinwagen, der Renault 5 TS, in der Gesamtwertung der Kleinwagen hinter VW Golf, Ford Fiesta, Opel Kadett und Alfa Romeo Alfasud landete.

Die ganzen Ergebnisse wurden in AMS Heft 3/1979 veröffentlicht.

 

Wie sich Alec Issigonis beim Mini von einem Franzosen inspirieren liess

Bruno von Rotz - 17.02.2019

Chassis Dechaux an der Rétromobile 2019

Auf der diesjährigen Rétromobile konnte man in der “60 Jahre Min”-Sonderschau auch ein seltsames Chassis mit Motor betrachten. Dieses stammt aus dem Jahr 1947. Gezeigt wurde es damals von Charles Dechaux.

Chassis Dechaux am Pariser Autosalon 1947

Die Automobil Revue berichtete am 29. Oktober 1947 darüber anlässlich ihrer Reportage zum Pariser Autosalon:
“Diese merkwürdige Konstruktion mit rechteckigem Rohrrahmen ist als Klein-Lieferwagen gedacht. Alle vier Räder sind durch längslenker mit darunterliegender Ausleger-Viertelfeder aufgehängt; die Längslenker sind mit T-Stücken in den Querrohren gelagert. Der Motor liegt quer vorn. Die Lenkung und weitere Aggregate fehlen auf dem Ausstellungsobjekt.
Pittoresk ist wohl kein unzutreffendes Wort für das Chassis des Dechaux, eines Frontantrieblers mit Merkmalen zwischen einem Personenfahrzeug und einem Kleinliefer-Plattformwagen. Das Röhrenrechteck als Rahmen, die Längslenker für die Radführung sowie der quergestellte, luftgekühlte Vierzylindermotor mit den Auspuffrohren à la Rennmotorräder sind deutlich erkennbar.”

Motor von Dechaux am Pariser Autosalon 1947, gezeichnet von Gedo

“Die originelle Konstruktion des Chassis umfasst u.a. einen quergestellten, luftgekühlten Vierzylindermotor. Im Carter A befindet sich das Dreiganggetriebe mit hydraulischer Betätigung, das Differential und die Antriebswellen. Durch die Stossstangen B fliesst das Öl aus dem Kipphebelgehäuse C in den Carter zurück. Die gerippten Zylinder D sind in Paare gruppiert, zwei Zylinder sind auf der Zeichnung entfernt. Der Auspuffdämpfer liegt vor dem Block.”

Jener Charles Dechaux jedenfalls soll Besuch von Alec Issigonis erhalten habe, der sich sehr für die innovative Chassis-Konstruktion interessierte. Und vermutlich ist es kein Zufall, dass einige der Konstruktionsprinzipien schliesslich auch im 1959 erstmals präsentierten Mini (Austin Seven, Morris Mini Minor) Einzug hielten.

 

Klassikerperlen der Zukunft - Lamborghini Gallardo

Bruno von Rotz - 16.02.2019

Lamborghini Gallardo (© Lamborghini/Werk)

Der Lamborghini Gallardo war der späte Nachfolger der Siebziger- und Achtzigerjahre-Sportwagen von Lamborghini. Allerdings hatte er statt eines Achtzylinders einen längs liegenden V10-Motor vor der Hinterachse, der mindestens 500 PS stark war. Vorgestellt wurde das von Luc Donckerwolke gezeichnete Coupé im März 2003 auf dem Genfer Autosalon. Auf Scherentüren musste er zwar verzichten, aber er transportierte das Lamborghini-Image treffend.

Lamborghini Gallardo Spyder (© Lamborghini/Werk)

Bereits 2005 folgte der Spyder, der eine knappe Stoffkapuze trug. Die Leistung war bereits etwas angestiegen und neben dem Sechsganghandschaltgetriebe mit Kulissenschaltung gab es auch die E-Gear-Version mit automatisiertem Getriebe, dem viele Besteller trotz Aufpreis den Vorzug gaben.

Interieur des Lamborghini Gallardo (© Lamborghini/Werk)

2007 erschien die Version “Superleggera, die mehr Leistung, aber weniger Gewicht in die Waagschale warf. Im Jahr darauf wurde der Gallardo einem Facelift unterzogen und erhielt einen auf 5,2 Liter vergrösserten Motor. 560 PS wurden nun wie bei allen Gallardo auf die vier angetriebenen Räder verteilt.

Wie bei allen Gallardo? Nicht ganz, denn 2011 wurde die Balboni Edition vorgestellt. Diese Version, gewidmet dem legendären Testfahrer Valentino Balboni, der seit dem Miura praktisch jeden Lamborghini mitabgestimmt hatte, hatte “nur” angetriebene Hinterräder, 10 PS weniger (wegen eines anderen Motormappings) und vor allem spürbar weniger Gewicht. Damit liessen sich die Fahrleistungen der stärkeren Modelle problemlos egalisieren. Zunächst als Sondermodell geplant, kam der Hinterradantrieb später auch noch bei anderen Gallardo-Versionen zum Einsatz und spielte gegen Schluss der Produktion – ein weiteres Facelift wurde 2012 durchgeführt – die Rolle der Einstiegsvariante.

Im November 2013 wurde der letzte von knapp über 14’000 Gallardo gebaut, der Nachfolger hiess Huracan. Eine grosser Anteil ging in die Staaten, gefühlte 90 Prozent der Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind mit dem automatisierten E-Gear-Getriebe ausgerüstet, obwohl die offene Kulissenschaltung beim Sammler hoch im Kurs stehen dürfte. Noch liegen die Preise bei 1/3 bis der Hälfte der damaligen Grundpreise, beim Kauf empfiehlt es sich hier, wie immer, das bestgepflegte Auto zu kaufen, denn die Unterhaltskosten können schnell ins richtig grosse Geld gehen.

Eine Klassikerperle ist der Gallardo auf jeden Fall, schliesslich brachte er nach vielen Jahren den Hinterradantrieb wieder zu Lamborghini zurück. Zudem sieht er gut aus und er hat diesen unglaublich aggressiv klingenden Zehnzylinder an Bord …

 

Mit dem Mercedes-Benz 300 SL (W198) in den Skiurlaub?

Bruno von Rotz - 15.02.2019

Mercedes-Benz 300 SL mit Skiern, versteigert von Bonhams in Paris 2019

Heute tönt das ziemlich schräg. Wer würde schon im (vermutlich aufwändig restaurierten) Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W198) in den Skiurlaub fahren wollen, sein Auto Salz, Eis und Schnee aussetzen und dann noch das Problem haben, wo die Skier zu montieren wären.

Nun zumindest für das Platzieren der Skier hatte man damals schon eine Lösung, die überraschenderweise an der Rétromobile gleich bei zwei Autos betrachtet werden konnte.

Mercedes-Benz 300 SL mit Skiern, versteigert von Artcurial in Paris 2019

Sowohl Artcurial als auch Bonhams versteigerten nämlich je einen Mercedes-Benz 300 SL inklusive Skiträger (und historischen Skiern).

Das interessante Ausrüstungsdetail schien die Bieter allerdings nicht genug zu interessieren, beide Wagen fanden keinen neuen Besitzer.

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Am Valentinstag waren alle (virtuellen) Türen und Fenster offen auf zwischengas

Bruno von Rotz - 14.02.2019

Zwischengas Tag der offenen Türe

Am Valentinstag machten wir unseren Lesern ein Geschenk. Wer am 14. Februar 2019 zwischen 00:01 und 23:59, auf zwischengas.com ging, der hatte fast uneingeschränkten Zugriff zu allen unseren Inhalten. Voraussetzung war, dass man angemeldet/eingeloggt war. Aber dies ist bekanntlich kostenlos und eröffnet zudem viele weitere Vorteile wie unseren beliebten wöchentlichen Rückblick.

Wer erleben wollte, was unsere Premium-Leser alles so zu sehen bekommen, konnte dies am 14. Februar auszuprobieren.

Wir schlugen auch ein paar Inhalte vor, die man an diesem besonderen Tage einmal anschauen konnte:

Zeitschriften zum Durchblättern, z.B. die Ausgaben von Auto Motor und Sport , die genau vor 30 , 50 oder 60 Jahren erschienen sind?

Auto Motor und Sport Hefte vor exakt 30, 50, 60 Jahren

Tausende weitere Magazine und Zeitschriften im Zeitschriftenarchiv .

Oder einige der vielen Verkaufsprospekte , die wir digitalisiert haben.

Verkaufsprospekte auf Zwischengas

Oder Sie geniessen einfach einmal einen Fahrzeugartikel mit viel mehr Bildern (in hoher Auflösung) und empfohlenen Zeitschriftenartikeln sowie Zusatzunterlagen.

Mehr Fahrzeugberichte gibt es hier.

Das waren nur einige Ideen, die wir Lesern vorschlugen.

Der Ansturm an unserem Tag der offenen Türe war so gross, dass unsere Infrastruktur in die Knie ging. Dadurch ergaben sich bei einigen Lesern lange Ladezeiten. Wir entschuldigen uns! Und wir überlegen uns schon, ob wir diesen Ausnahmetag wieder einmal anbieten wollen ...

 

Als man noch richtig viele Einzelinstrumente im Cockpit hatte …

Bruno von Rotz - 13.02.2019

Cockpit des Serenissima Agena von 1967 (© Artcurial)

Sie haben richtig gezählt, insgesamt 12 Einzelinstrumente sind in diesem Cockpit installiert. Nicht einmal eine Temperaturanzeige für die angesogene Luft fehlt. Geschwindigkeit und Drehzahl sind natürlich in grossen Anzeigen dargestellt. Das ganze Armaturenbrett erinnert irgendwie an ein Flugzeug, vor allem auch, weil jedes Instrument mit vier Schrauben (wie in der Aviatik) befestigt ist.

Serenissima Agena von 1967

Eingebaut war dieses Armaturenbrett im Serenissima Agena von 1967, einem Prototyp, dem die Serienfertigung verwehrt bliebt, trotz moderner Mittelmotoranordnung und durchaus zeitgemässem Komfort (Becker-Radio und Philips-Achtspur-Kassettengerät).

Am letzten Wochenende wurde dieses Konzeptfahrzeug in Paris für fast eine halbe Million Euro versteigert , ein Preis der angesichts der Einmaligkeit sicher in Ordnung geht. Zudem waren das etwa EUR 40'000 pro Instrument, also kaum mehr als dies heute bei Volkswagen im Falle eines Passats kostet, der nur noch ein einzelnes (oder auch zwei) LCD-Display zur Anzeige dieser Informationen hat ...

Hoffen wir, dass wir den Agena schon bald wieder fahrend an einer Schönheitskonkurrenz sehen können, auch wenn sich nicht alle Betrachter über die Ästhetik dieses Autos einig sein mögen …

Weitere Bilder zum Serenissima Agena gibt es hier .

 

Von Matra bis Led Zeppelin

Daniel Reinhard - 12.02.2019

Matra MS 120 von 1970 im Matra-Museum (© Daniel Reinhard)

1970 startete Jean Pierre Beltoise mit dem Matra-Simca MS 120 in die Grand Prix Saison, und beendete diese als Neunter mit insgesamt 16 WM-Punkten. Die Leistung ist daher beachtlich, da das damalige Flugzeug- und Rüstungsunternehmen Matra (Mécanique Avion Traction) mit vergleichsweise geringer “Manpower” nicht nur das Auto, sondern auch den Motor, einen 3 Liter V12, selber entwickelt und gebaut hatte.

Im Matra-Museum irgendwo im Nirgendwo von Frankreich (41200 Romorantin, 17, rue des Capucins) ist dieses tolle Auto mit vielen anderen interessanten Objekten zu bestaunen und teilweise auch zu hören.

Der Motorsound des 12 Zylinders aufgenommen während einer Runde auf der Rennstrecke, ist derartig sensationell, dass man diese Musik am liebsten jeden Abend zum Einschlafen abspielen möchte.

Diese tollen Zeiten sind leider "passé", wie der Franzose zu sagen pflegt, denn heute "furzen" sie nur noch als Hybrid- oder Elektro-Kisten um die Kurse.

Matra-Museum - Impression (© Daniel Reinhard)

Nun wächst so langsam der Efeu aus den inzwischen wohl für immer verstummten Motoren. Aber Gott sei Dank gibt es noch die historischen Veranstaltungen, bei denen man diese unglaublichen Autos und deren richtige Motoren noch immer hören und sehen kann.

Es ist wie mit der Musik, denn auch in unseren Breitengraden gibt es mittlerweile ja diverse Vintage-Sender im Radio, auf denen man die guten alten Songs von Pink Floyd über Uriah Heep bis Led Zeppelin noch immer täglich hören kann.

 

Happy Birthday Jumbo … und was das mit Autos zu tun hat

Bruno von Rotz - 11.02.2019

Boeing 747 der Swissair zusammen mit Follow-Me-VW-Käfer im Jahr 1971 (© ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair / CC BY-SA 4.0)

Am 9. Februar 1969 fand der erste Flug einer Boeing 747, genannt Jumbo Jet, statt. Viele Fluggesellschaften nahmen den Grossraumflieger in ihren Dienst und er bestimmte das Bild auf manchem Flughafen. Die Erfolgsgeschichte dauert bis heute an, über 1500 Exemplare wurden ausgeliefert.

Emirates Classic Car Transport mit Ferrari 275 und Jumbo Jet

Als Passagier- und Frachtflugzeug diente der Jumbo auch für manchen Autotransport. Und als Hintergrund zierte er immer wieder aufregende Autofotografieen.

Wenn man vor ihm steht, dann kann man eigentlich kaum glauben, dass dieser Koloss fliegen kann. Aber er kann’s, das hat er die letzten 50 Jahre bewiesen.

Boeing 747 der Swissair beim Start um das Jahr 1970 herum (© ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair / CC BY-SA 4.0)

Wir danken der ETH-Bibliothek für die zwei Swissair-Bilder (Copyright: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair / CC BY-SA 4.0)

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Paris elektrisiert (ein bisschen)

Bruno von Rotz - 10.02.2019

Devinci Classic DB 718 von 2019 an der Rétromobile 2019

Natürlich dominieren an der Rétromobile in Paris die Autos und Motorräder mit Verbrennungsmotoren. Doch so ganz ohne Elektroautos scheint auch eine Oldtimermesse nicht auszukommen. Und diese treten in völlig unterschiedlicher Gestalt auf.

Der Devinci Classic DB 718 etwa (Bild oben) ist den Vorkriegsautos der Zwanzigerjahre nachempfunden und weist einen Elektromotor mit 15 kW auf. Er soll damit 100 km/h erreichen und etwa 150 km Reichweite haben (mit der kleineren Batterie). Für etwa EUR 50’000 darf man Besitzer dieses Wagens werden, dessen Produktion für das Jahr 2019 auf 200 Exemplare limitiert ist.

Komplett anders kommt der Peugeot VLV Electrique von 1941 daher. 350 kg schwer war das kleine Cabriolet, das bei Peugeot zwischen 1941 und 1945 entstand, um trotz fehlendem Benzin autonom zu blieben.

Peugeot VLV von 1941 an der Rétromobile 2019

36 km/h schnell lief das Stadtauto (VLV stand für véhicule léger de ville) und es kam etwa auf 75 bis 80 km Reichweite. Immerhin 377 Exemplare entstanden damals, sie wurden vor allem von der Post und vom ärztlichen Dienst genutzt. Einen Nachfolger gab’s erst im Jahr 1995 wieder, als der Peugeot 106 Electric vorgestellt wurde, der es dann bis 2004 auf 3542 Exemplare brachte.

Citroën hat zwar vor kurzer Zeit eine Neuinterpretation des Méhari mit Elektromotor vorgestellt, aber an den Charme des alten Méhari kommt der Wagen nicht ganz heran. Das dachte sich wohl auch die Firma “Eden Cassis” und sie elektrifizierte daher den alten Méhari, ohne dass man von aussen viel davon sieht.

Citroën Méhari Eden Cassis an der Rétromobile 2019

Der Elektro-Méhari bietet in etwa die Fahrleistungen eines 602-cm3-Äquivalents und kommt auf 100 km Reichweite. In drei Stunden sind die Lithium-LiFe-Batterien am normalen heimischen Stromnetz wieder aufgeladen. Allerdings fehlt einem natürlich das sympathische Zweizylinder-Schnattern im Elektro-Méhari. Dafür darf man dann auch in Zukunft in die Innenstädte säuseln. Und den originalen Antriebsstrang kann man ja polieren und im Büro aufstellen. Ab 24'000 Euro ist man dabei und es gibt eine Palette von bunten Farben zur Auswahl wie damals in den Siebzigerjahren.

Unser ausführlicher Bericht zur Rétromobile folgt schon bald ...

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