Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Archivierte Einträge:
 
Bonhams Bonmont 2019

Die Preisentwicklung beim Oldtimer und die Teuerung

Bruno von Rotz - 21.02.2019

Persönliches Archiv
Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

Sie haben Benutzername und Passwort?
Dann melden Sie sich an (Login).

Noch kein Benutzername?
Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

VW Golf von 1989 (Neuwagen) im Vergleich zur Alfa Romeo Giulietta SS von 1961

Gestern haben wir eine Tabelle mit Marktbewertungen beliebter und besonderer Oldtimer publiziert und dabei die Preise von 1989 mit jenen von 2019 verglichen.

Heute möchten wir noch einige Beobachtungen und Gedanken nachreichen.

Gemäss Verbraucher-Index-Statistiken sind die Preise in Deutschland zwischen Ende der Achtzigerjahre und heute um rund das 1,6-fache angestiegen.

Wenn man etwas konkreter nach der Preisentwicklung beim Neuwagen schaut, dann könnte man beispielsweise den VW Golf 1,8 CL mit 90 PS von 1989, der damals ab Werk DM 22’725 gekostet hat, mit dem heutigen Golf TSI Comfortline vergleichen, der auf etwa EUR 24’975 kommt. Wandeln wir die 22’725 Mark in Euro um, wäre der Golf 1989 EUR 11’619 teuer gewesen. Er wurde also über die Jahre um das 2,2-fache teurer.

Ähnlich sieht es beim 89er Opel Vectra 1.6i GL für damals DM 22’700 aus, wenn man ihn mit einem modernen Insignia für etwa EUR 36’470 vergleicht. Hier käme man also sogar auf das 3,3-fache. Offenbar sind Autos stärker im Preis gewachsen als der übliche Warenkorb der Statistiker. Dies lässt sich auch am gesteigerten Komfort und am Raumgewinn ablesen, denn eigentlich müsste man heute wohl einen Polo oder Astra hernehmen, um ihn mit dem Golf oder Vectra der späten Achtzigerjahre zu vergleichen.

Bleiben wir also beim generellen Preisanstieg um das 1,6-fache. Dann hätte man bei allen Oldtimern ab der fünftletzten Position in der Tabelle also Geld verloren mit dem Besitz über 30 Jahre. Setzt man die Latte gar beim Faktor 3,0 an, wären rund 1/3 der Autos heute billiger als damals.

Es kommt aber noch dicker. 1989 nämlich schrieben die Autoren des “Marktpreise”-Heftes, dass sich ihre Bewertungen auf den Privatverkauf bezogen, während Händlerpreise durchaus bis 30 Prozent höher sein könnten als die genannten. Und dies mit gutem Grunde (Gewährleistung, Zusatzdienstleistungen, usw.). Damit würden die “Wertgewinne” sogar noch weiter sinken.

Aber diese Betrachtungen sind eh’ akademischer Natur, denn wir können ja nicht zurückgehen ins Jahr 1989 und den “richtigen” Oldtimer kaufen.

Etwas sei aber noch bemerkt, was einem beim Betrachten des Marktpreise-Heftes 1989 auffällt. Die Fahrzeugauswahl war komplett anders als sie es heute ist in ähnlichen Publikationen: Die Japaner fehlen fast vollständig, Die jüngsten Wagen mit Notierungen waren gerade einmal zehn Jahre alt, einige sogar noch jünger! US-Fahrzeuge kamen noch kaum vor, genauso wenig wie Exoten mit geringen Stückzahlen. Ja, es war sicherlich noch eine andere Oldtimer-Welt damals vor 30 Jahren.

Und ein weiterer Schlusskommentar sei auch noch angebracht. Während das Preisheft 1989 DM 6.00 (also umgerechnet EUR 3.07) kostete, schlägt die 2018-er Ausgabe mit EUR 7.90 zu Buche. Da wäre er also wieder, der Faktor 2,6. Aber es ist wie mit dem Neuwagenvergleich: Das aktuelle Heft ist deutlich dicker, viel farbiger und wesentlich kompletter. Dafür bezahlt man doch gerne EUR 7.90.

Und so sah übrigens das Heft im Jahr 1989 aus:

(Oldtimer) Markt Spezial - Oldie-Preise 1989 (Titelseite)

Keine Kommentare

 
Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  •  

    Weitere Blog-Einträge:

    Heel Porsche Fahrer Banner: Porsche Fahrer