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Noch mächtiger - Auktionsdatenbank auf Zwischengas

Bruno von Rotz - 30.06.2019

Auktionator

Über die letzten Monate haben wir hart gearbeitet und unsere Auktions-Datenbank , die wir vor über einem Jahr eingeführt haben, umfangreich ergänzt und funktionell erweitert.

Inzwischen sind über 54’000 Transaktionen (Lots) und 625 Versteigerungen ab 2013 erfasst. Kaum jemand hat im deutschsprachigen Raum eine vergleichbare Datensammlung.

Mehrere Wege führen den einzelnen Lots/Transaktionen, die nun auch ihren eigenen Anzeigebildschirm haben, der alle gespeicherten Werte zu einem gehandelten Automobil zeigen.

Auktions-Datenbank - Anzeige eines Lots

Über die Auktions-Übersicht kann man alle gespeicherten Versteigerungen mit ihren Grunddaten aufrufen.

Auktions-Datenbank - Browser

Die einzelnen Versteigerungen lassen sich dann in einer Gesamtübersicht anzeigen. Von dort kann man natürlich auch auf das einzelne Lot verzweigen und dieses anschauen.

Auktions-Datenbank - Übersicht

Neu gibt es auch eine Suchmaske , um versteigerte Fahrzeuge zu finden. Über verschiedene Selektionskriterien, u.a. Fahrzeug- und Auktionsdaten, können bestimmte Transaktionen gesucht und dann angezeigt werden. Jede angezeigte Ergebniszeile führt zu einem gehandelten Automobil.

Auktions-Datanbank - Suche

Zusätzlich werden relevante versteigerte Fahrzeuge nun auch bei Fahrzeugartikeln und Bewertungen angezeigt, im Moment einfach eine Auswahl.

Auktions-Datenbank - verwandte Auktionsergebnisse

Die für viele Leser wichtigste Neuerung verbirgt sich aber in der Galerie der Versteigerungsartikel. Wenn Sie die Bilder zu einem Auktionsbericht durchblättern (funktioniert im Moment noch nur auf dem Desktop), dann sehen Sie bei jedem Bild dier Versteigerungsresultate dieses Fahrzeugs unten im Text!

Auktions-Datenbank - Ergebnisse direkt in der Bildergalerie

Probieren Sie es einfach einmal aus, ein guter Ausgangspunkt sind sicherlich die gerade frisch publizierten Ergebnisse der Bonhams Chantilly Versteigerung.

Wir sind uns bewusst, dass es sicherlich noch weitere Wünsche von unseren Nutzern gibt, die offengeblieben sind. Gerne hören wir von Ihnen, wie wir Ihr Leben noch einfacher gestalten können und wo Sie gerne weitere Verbesserungen rund um die Auktionsdatenbank hätten. Schreiben Sie uns, am besten via Kontaktformular.

P.S. Sollten Sie Fehler in unseren Daten finden, sind wir natürlich auch immer für einen Hinweis dankbar.

 

Sommerzeit ist Ferienzeit

Daniel Reinhard - 30.06.2019

Und schon sind sie wieder unterwegs, die Touristen mit ihrem gesamten Hab und Gut. Vor allem die Holländer sind bekannt für ihren Camping-Urlaub. Bei den Oranjes hat man ja wirklich immer das Gefühl, dass sie so ziemlich alles, was sie besitzen, auch in den Urlaub mitschleppen. Surfbretter und Schwiegermutter-Sarg am Dach, diverse Fahrräder im Gestell hinten am Auto montiert, dazu den Wohnwagen mit sämtlichem Drum und Dran. Das Zugfahrzeug geht dabei mächtig in die Knie und bei der geringsten Steigung verlangsamt sich das Tempo fast schon auf das Minimum. Aber jedem das Seine, so auch den beiden VW, dem Käfer und dem Bulli mit ihren passenden Wohnwagen.

Wir wünschen ihnen allen eine unfall- und pannenfreie, sowie erholsame Urlaubszeit, wo immer sie diese auch verbringen mögen.

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Mit dem Ferrari 312T von Niki Lauda kommt ein geschichtsträchtiges Auto unter den Hammer

Daniel Reinhard - 29.06.2019

Niki Lauda verstarb am 20. Mai, aber das Erbe des dreifachen Formel-1-Weltmeisters lebt weiter. Wie bereits am 2. Juni auf zwischengas im Blog berichtet, bekommen nun seine Autos eine weitere Wertsteigerung. Bereits kommt mit dem 312T von 1975 ein erstes Auto auf den Markt und es gilt als einer der schönsten Ferrari-Rennwagen überhaupt. Dieser wird nun in Pebble Beach versteigert. "Gooding and Company" schätzt den Wert zwischen sechs und acht Millionen US-Dollar.

"auto motor und sport" schreibt treffend: "Niki Lauda genießt Heldenstatus. Seine drei WM-Titel in der Formel 1 für Ferrari und McLaren machen ihn zu einem der erfolgreichsten Fahrer der Geschichte. Sein Feuerunfall am Nürburgring 1976 zu einem weltweit bekannten Sportler. Sein Kampfgeist, seine Widerstandskraft zu einem Vorbild. Seine knallharten und schonungslosen Analysen zu einem der am meisten geschätzten Experten im Fahrerlager."

Laudas erstes WM-Auto

Seinen ersten Titel in der Königsklasse fuhr er in Österreich 1975 mit dem 312T nach Hause. Lauda gewann 1975 fünf GPs: Monte Carlo, Belgien, Schweden, Frankreich und USA. Den Sieg beim Grossen Preis von Frankreich in Le Castellet errang der Österreicher mit der Chassis-Nummer 22 und fuhr damit später noch beim GP Holland in Zandvoort auf den Zweiten und in Deutschland am Nürburgring auf den Dritten Platz. Genau diesen GP-Sieger versteigert nun das Auktionshaus.

Der 312T ist 4,143 Meter lang, 2,030 Meter breit und 1,275 Meter hoch. Der Radstand des damals ersten Weltmeister-Ferraris seit 1964 (John Surtees) beträgt 2,518 Meter. Technisch sticht vor allem die geänderte Getriebeposition heraus, denn Chefkonstrukteur Mauro Forghieri liess die Fünfgang-Schaltbox im rechten Winkel zum Motor vor der Hinterachse einbauen. Deshalb auch das T im Namen für „transversal“.

144 der gut 600 Kilogramm Gesamtgewicht stammen vom Motor. 1975 war noch ein V12 mit 180 Grad Bankwinkel im Auto aus Maranello für den wahren Sound zuständig. Der Dreiliter-Zwölfzylinder brachte rund 505 PS bei 12'200 Umdrehungen. Die Abmessungen: 650 mm lang, 680 mm und 300 mm hoch.

Dieses Chassis 22 pilotierte Lauda 1975 in fünf Grand Prix und stellte es jedes Mal auf die Pole-Position, wie Gooding and Company ausführt. Lauda eroberte in jenem Jahr insgesamt neun Mal den besten Startplatz. Darunter am Nürburgring, als er den 312T in unter sieben Minuten (6:58,6 Min.) um die 22,8 Kilometer lange Nordschleife prügelte.

Dieser 312T wurde in den 1980er Jahren an den französischen Sammler Jacques Setton verkauft, der ihn dann später an den Niederländer John Bosch abtrat. Von da ging er 2008 an einen amerikanischen Sammler, der das Lauda-Lauda nun gewinnbringend veräußern will. Das Auktionshaus rechnet jetzt mit einem Verkaufswert zwischen sechs und acht Millionen US-Dollar. Der Rennwagen mit der charakteristischen Lufthutze oberhalb des Fahrerkopfs wird am 16./17.8. 2019 von "Gooding und Company" in Pebble Beach versteigert.

 

Wider die Erwartungen: Vierzylinder-Porsche legte mehr zu als Maserati und BMW

Bruno von Rotz - 28.06.2019

Poll 9 - Wertzuwachs von vier Autos - neu beurteilt

Vor fünf Jahren (2014) hatten wir eine Frage der Woche , in der wir von unseren Lesern wissen wollten, welcher der vier Wagen ...

  • BMW 3200 CS
  • Citroën SM Injection
  • Maserati Indy
  • Porsche 924 Carrera GT

... sich wertmässig wohl am besten entwickelte.

Das Ergebnis der Umfrage war eine gemeinsame Führung durch BMW und Maserati, (knapp) gefolgt von Porsche und mit Schlusslicht Citroën SM.

Vergleich - erwarteter Wertzuwachs 2014

Wir versprachen damals, die Wertentwicklung nach zwei Jahren nochmals zu untersuchen. Dies verpassten wir vor drei Jahren (2016), aber wir haben uns die vier Autos jetzt (2019) nochmals angeschaut!

Und es zeigt sich, dass die Leser Recht hatten mit dem Citroën, dem sie die geringste Wertentwicklung voraussagten. Tatsächlich waren es, wenn man die Classic-Data-Bewertungen für Zustand 2 als Gradmesser nimmt, 36 Prozent.

Falsch aber lagen die Leser beim Sieger, denn weder Maserati noch BMW konnten am meisten zulegen, denn gewonnen hat mit Abstand der Porsche 924 Carrera GT, dessen Wert in fünf Jahren um eindrückliche 134 Prozent anstieg.

Was die Leser aber wiederum richtig voraussagten, war, dass sich der Maserati Indy und das BMW 3200 CS Coupé wertmässig ähnlich entwickeln würden. Beim BMW waren es 88 Prozent Wertzuwachs, beim Maserati 90 Prozent.

Hier die Zustand-2-Bewertungen 2014/2019 für die vier Automobile in Tabellenform:

Fahrzeug Gebaut von/bis CD Zust 2 € 2014 CD Zust 2 € 2019 Wachstum
BMW 3200 CS 1962-1965 53100 100000 88 %
Citroën SM Injection 1972-1975 36000 48900 36 %
Maserati Indy 4700 1971-1973 50000 95000 90 %
Porsche 924 Carrera GT 1980-1981 35100 82000 134 %


Vielleicht schauen wir ja dann in fünf Jahren wieder nach.

 

Über 500 Ford Capri in Speyer

Gerald  Mandl - 27.06.2019

Ford Capri Treffen in Speyer 2019 (© Gerald Mandl)

Dies hat es wohl noch nicht allzu oft gegeben, wenn überhaupt. Im Technik Museum Speyer trafen sich am 21. bis 23. Juni 2019 511 Ford Capri der Baujahre 1969 bis 1986. Der älteste war im März 1969 gebaut worden, hierzulande sicherlich eines der ältesten Modelle überhaupt.

Das Capri-Treffen wurde nun zum 14. Mal innerhalb der letzten 25 Jahre von der Capri Post - die überregionale Kontaktadresse aller Capri Fahrer (und früher bis 2008 die unabhängige Zeitschrift für alle Capri Fahrer) veranstaltet. Namentlich hinter der Capri Post stehen Andrea Mandl und ich, Gerald Mandl.

2019 konnten wir ein Doppeljubiläum feiern, nämlich 50 Jahre Ford Capri und 25 Jahre Capri-Meetings in Speyer.

Ford Capri Treffen in Speyer 2019 (© Gerald Mandl)

Das Treffen war international gut aufgestellt, Fahrer aus 17 Nationen waren anwesend, nämlich aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Dänemark, Grossbritannien, Irrland, Norwegen, Schweden,  Spanien, Polen, Ungarn und der Slowakei.

Die grössten Clubdelegationen kamen aus den Niederlande (Capri Club Netherland mit 23 Capris),  aus der Schweiz (Capri Club Free Drivers (Schweiz) mit 21 Capris), aus Spanien (Capri Club Espania mit 18 Capris) und aus Norwegen (Capri Club Norway mit 14 Capris). Letztere mussten auch die längste Anreise (auf eigener Achse!) bewältigen, nämlich 2200 km. Aber auch die Clubs aus Spanien (1844 km) und Irland (1500 km) fuhren weit, um sich mit ihren Capri-Kollegen aus aller Welt zu treffen.

RS-Capris am Ford Capri Treffen in Speyer 2019 (© Gerald Mandl)

Höhepunkte am Treffen waren der Ford Capri RS Gruppe 2 von 1974, der zur Freude der Teilnehmer sogar gestartet wurde und ein Stück fuhr. Im IMAX-Grossbild-Kino wurde ein Jubiläumsfilm gezeigt.

Ford Capri Sonderausstellung in Speyer 2019

Die Sonderausstellung 50 Jahre Capri und 25 Jahre Capri Meetings iim Technik Museum Speyer sorgte für viel Gesprächsstoff.

Und dann gab es noch den grossen Teilemarkt. Die Teilnehmer durften exklusive Gastgeschenke nach Hause nehmen, nämlich ein  Jubiläumsblechschild (limitiert) und die Extraausgabe der Capri Post mit der Geschichte des Speyer-Treffens.

 

Das VW Golf Cabriolet, und wie es fast aussehen sollte ...

Bruno von Rotz - 26.06.2019

VW Golf Cabriolet Prototyp von 1976 an der Techno Classica 2011

“So sieht es wirklich aus”, titelten die Macher von Auto Motor und Sport im März 1977. Sie meinten das erwartete VW Golf Cabriolet und lieferten natürlich auch ein Foto. Dieses zeigte den Prototyp aus dem Jahr 1976, wie man ihn übrigens 2011 an der Techno Classica (Bild oben) sehen konnte.

VW Golf Cabriolet ohne Bügel 1977 in AMS (© AMS)

Zum Foto schrieb AMS:
“Allen Spekulationen in diversen Auto-Zeitungen zum Trotz wird die geplante Cabriolet-Version des VW Golf ein echtes Frischluft-Auto werden. Ge treu dem Vorbild des Käfer- Cabrios, das sich derzeit stürmischer Nachfrage er freut, wird auch die offene Golf-Ausgabe ohne einen Überroll-Bügel auf den Markt kommen.” 


Als Grund für die Ablösung des Käfer-Cabriolets wurden übrigens nicht Sicherheitsbedenken, sondern verschärfte Abgas-Gesetze in den USA angegeben. Und auch ein Preis wurde genannt, nämlich weniger als DM 12’735. Angekündigt wurde der offene Golf für das Jahr 1979.

Mit letzterem lagen die AMS-Schreiberling richtig, denn im Februar 1979 konnten sie das fertige Golf Cabriolet zeigen. Und es hatte doch einen Bügel! Und ein dick wattiertes, ähnlich wie beim Käfer weit emporragendes Verdeck dazu. Dies alles machte den Wagen zwar nicht schöner, aber wohl sicherer und praktischer. Allerdings auch teurer, denn 1979 wurden Preise ab DM 17’000 genannt, eine kräftige Erhöhung gegenüber dem früheren Käfer-Cabriolet.

Trotzdem wurde das erste Golf Cabriolet, das wegen des Bügels gerne Erdbeerkörbchen genannt wurde, zum Erfolg. Die offene Version überlebte den Modellwechsel zum Golf II und brachte es auf 389’000 produzierte Exemplare. Wahrlich beeindruckend. Und noch heute oft auf den Strassen zu sehen!

 

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring - einmal modern, einmal klassisch

Daniel Reinhard - 25.06.2019

Am vergangenen Wochenende fand zum 47. Mal das traditionelle 24h-Rennen auf dem Nürburgring statt. In 24 trockenen Stunden ging es ums nackte Überleben und am Ende gewann nicht der Schnellste sondern der Brävste.

Noch am Sonntag früh um 10 Uhr sah es nach einem sicheren Porsche-Doppelsieg aus, doch dann kam alles anders. Den Frikadelle-Porsche erwischte es mit einem Reifenschaden und für den Manthey-Porsche wurde eine Zeitstrafe verhängt, da er unter gelber Flagge zu schnell unterwegs gewesen war. Als dann auch der HTP-Mercedes durch einen Unfall aus dem Rennen gerissen wurde, war der Weg frei für den Audi R8 von Vervisch, Kaffer, Stippler und Vanthoor.

Am Freitag-Vormittag fand traditionell auch das 24h-Classic-Rennen über drei Stunden statt.

Beim Start übernahm Christoph Breuer zunächst die Führung, dicht gefolgt von Patrick Simon (# 511) im Porsche RSR-IMSA Gr.5. Der TV-Moderator und Rennfahrer aus Wiesbaden fackelte allerdings nicht lange und überholte Christoph Breuer gleich nach dem Yokohama-S.

Simon, der schon vor dem Start gesagt hatte, dass er dieses Rennen unbedingt gewinnen wolle, setzte sich sofort vom Feld ab und drehte zunächst an der Spitze einsam seine Runden.

In Führung liegend kam Simon dann allerdings völlig unerwartet nach der sechsten Runde in langsamer Fahrt an die Box und stieg aus: „Ich wollte gerade auf die Nordschleife abbiegen, als das Gasgestänge gebrochen ist“, erklärte der Wiesbadener, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben war.

Nach Simons Ausfall hieß der neue Spitzenreiter Dr. Eddy Althoff (#501) im Porsche Carrera RSR, dicht gefolgt von Michael Küke (#503) im Porsche 911 Carrera RSR und Dennis Busch (#502) in einem weiteren Porsche 911 RSR.

Für die zweite Rennhälfte hatte Profi-Pilot Jörg Müller den führenden Porsche von Dr. Eddy Althoff übernommen. Der Deutsch-Schweizer geigte sofort groß auf und lieferte sich mit Privatier Michael Küke ein spannendes und zu jeder Zeit fair geführtes Duell um die Spitze. Entschieden wurde der Zweikampf kurz vor Rennende durch eine für beide Seiten unglückliche Rennsituation.

„Nach der Adenauer Brücke fuhren wir dicht hintereinander den Berg hoch, als sich vor Küke ein Teilnehmer drehte und mitten auf der Strecke stehenblieb. Wir mussten beide stark bremsen, wobei ich Küke leicht ins Heck rutschte. Da dabei meine Frontschürze beschädigt wurde, musste ich die Box aufsuchen, um diese fixieren zu lassen. Damit war das Rennen entschieden. Letztendlich sind mein Teamkollege und ich froh, noch Zweiter geworden zu sein“, sagte Müller.

Der Sieg ging somit an den Essener Michael Küke, der die 3-Stunden Distanz alleine bewältigte. „Ich fahre seit 2004 bei diesem Rennen mit und habe jetzt das erst Mal gewonnen“, strahlte der Sieger. „Durch einen defekten Tankdeckel hatte ich in der zweiten Rennhälfte Benzindämpfe im Auto, die natürlich unangenehm waren. Zum Glück hatte der kleine Auffahrunfall mit Jörg Müller keine größeren Folgen, denn als ich seine quietschenden Reifen hörte habe ich mich auf alles eingestellt“, sagte Küke.

Das Podium wurde komplettiert durch die Brüder Marc und Dennis Busch, die auf Platz drei landeten.

Soweit die Fakten, aber lassen wir nun die Bilder sprechen und vergleichen die aktuelle mit der historischen Ausgabe:

Klassisch - 24 h Nürburgring 2019 (© Daniel Reinhard)

Der Mercedes Benz 300SE von Holger und Niels Thielert

Modern - 24 h Nürburgring 2019 (© Daniel Reinhard)

Der AMG Mercedes GT3 von Götz, Marciello, Arnold und Hohenadel

Klassisch - 24 h Nürburgring 2019 (© Daniel Reinhard)

Start des historischen 3-Stunden Rennens

Modern - 24 h Nürburgring 2019 (© Daniel Reinhard)

Start des traditionellen (modernen) 24h-Rennens

Klassisch - 24 h Nürburgring 2019 (© Daniel Reinhard)

Zweimal Opel Manta, einmal der jahrelange Publikumsliebling vom aktuellen 24h Rennen von Beckmann, Hass, Strycek und Schulten …

Klassisch - 24 h Nürburgring 2019 (© Daniel Reinhard)

… und der Opel Manta A im klassischen Rennen von Jansen und Brauer

Klassisch - 24 h Nürburgring 2019 (© Daniel Reinhard)

Der schnellste Klassiker, Jörg Müller im Porsche Carrera RSR

Modern - 24 h Nürburgring 2019 (© Daniel Reinhard)

Der schnellste bei den modernen Rennwagen, der Porsche 911 GT3 R mit Lietz, Pilot, Tandy und Makowiecki

 

Linkslenkung ist Geld wert (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 24.06.2019

Frage der Woche 132 - Links- oder Rechtslenkung

Bis in die Fünfzigerjahre hatten auch hierzulande viele Autos noch das Lenkrad auf der rechten Seite und zwar nicht nur britische. Danach setzte sich auf dem Festland die Linkslenkung durch. Viele Autotypen wurden in der Folge sowohl mit den Lenkrad links und rechts angeboten, letztes u.a. für die Märkte Grossbritannien, Australien, Südamerika und Japan. Manche Wagen wurden allerdings nur mit einer Lenkradposition verkauft, vor allem, wenn sie in kleinen Serien gebaut wurden.

Wer einen Klassiker kauft, der etwas seltener ist, muss sich oftmals zwischen einen Links- und einem Rechtslenker entscheiden. Im modernen Strassenverkehr hat der Linkslenker bei uns gewichtige Vorteile, z.B. beim Überholen oder bei der Einfahrt in ein öffentliches Parkhaus. Gerade aber auch britische Fahrzeuge werden hierzulande trotzdem oftmals mit der dort üblichen Rechtslenkung angeboten, während die mit Linkslenkung ausgerüsteten Alternativen vielleicht sogar seltener sind.

Zu welcher Lenkradposition würden die Zwischengas-Leser greifen und wären sie bereit einen Aufpreis für das Steuerrad links zu bezahlen, wollten wir in einer “Frage der Woche” wissen.

Das Ergebnis überrascht in seiner Ausprägung. Nur gerade 16,4 Prozent gaben an, dass sie mit dem Lenkrad rechts keine Mühe hätten und dafür keinen Aufpreis bezahlen würden.

Insgesamt fast 43 Prozent würden mehr bezahlen, wenn sie den Wunscholdtimer mit dem Lenkrad auf der linken Seite kaufen könnten. Davon würden 28,1 Prozent 10 Prozent Aufpreis für vernünftig halten, 14,8 Prozent sogar 20 Prozent mehr.

35,3 Prozent würden überhaupt kein rechtsgelenktes Auto kaufen. Und 5,4 Prozent fanden keine passende Antwort vor, vielleicht weil sie sogar mehr als 20 Prozent Mehrpreis zahlen würden oder weil sie ein Lenkrad in der Mitte – ja, das gab’s – vorziehen würden.

Die komplette Auswertung grafisch sieht damit folgendermassen aus:

Frage der Woche 132 - Links- oder Rechtslenkung - Antworten

Bereits ist die nächste Frage der Woche gestellt, dieses Mal wollen wir wissen, welchen von sechs vorgeschlagenen Klassikern die Leser für eine vorgegebene Geldmenge mit dem Ziel einer Werterhaltung kaufen würden.

Alle bisherigen Auswertungen zu den Fragen der Woche können im eigens angelegten Themenkanal nachgelesen werden.

 

Die grüne Göttin - Liz Taylors Rolls-Royce kommt unter den Hammer

Bruno von Rotz - 23.06.2019

Rolls-Roye Silver Cloud II Drophead Coupe von 1960

Im Jahr 1959 heirate die amerikanische Schauspielerin Elizabeth Taylor den Sänder Eddie Fisher. Einige Monate später bestellte sie einen nach ihren Wünschen gebauten Rolls-Royce Silver Cloud II mit H.J. Mulliner Drophead Coupé Aufbau (LSWC278). Ausgeliefert wurde der Wagen anfangs 1961 in Grossbritannien und danach in die USA verschifft.

Liz Taylor im Rolls-Roye Silver Cloud II Drophead Coupe von 1960

Der Wagen begleitete das Paar auf vielen Reisen, so nahm in Liz Taylor auch nach Rom mit, als sie im Jahr 1962 dort für Dreharbeiten am Film Cleopatra weilte. Anlässlich dieser Dreharbeiten traf Liz Taylor dann auch auf Richard Burton, mit dem sie eine Affäre hatte. Ob dies der Auslöser dafür war, dass Eddie Fisher eine Kotflügel des Rolls verbeulte, als er vom Filmset davonrauschte, ist nicht eindeutig überliefert.

Jedenfalls sah man danach auch Richard Burton in den USA den Wagen fahren und 1964 schliesslich wurden Taylor und Burton ja dann nach der Scheidung von Fisher schliesslich auch zum Ehepaar.

Liz Taylor war dem Rolls-Royce deutlich treuer als ihren Ehemännern, sie soll den linkgsgelenkten Wagen bis in die späten Siebzigerjahre behalten haben. Seither hatte der Rolls nur einen weiteren Besitzer.

Interieur des Rolls-Roye Silver Cloud II Drophead Coupe von 1960

Jetzt wird das Cabriolet am 6. August 2019 durch das Auktionshaus Guernsey beim Pierre Hotel in New York versteigert werden.

Liz Taylor wählte die Farbe “smoke green” übrigens so aus, dass sie gut zu ihrem Lieblingskleid passte. Die grüne Göttin erhielt einiges na Medienpräsenz, war sie doch auf auf verschiedenen Magazinen mit Liz Taylor zusammen abgebildet.

Cabrio-Versionen des Silver Cloud erzielen meist hohe Preise an Versteigerungen, es wird interessant sein zu sehen, wie stark sich die Star-Geschichte auf den Wert auswirken wird.

 

Originalzustand, “matching numbers” und die Klassikerzukunft

Bruno von Rotz - 22.06.2019

Tesla Roadster (© Bonhams)

In der Vergangenheit war die Welt ja eine einfache. Man kaufte sich ein Auto mit Motor und Getriebe und hatte damit schon einmal drei Nummer, die heute, 30, 50 oder 80 Jahre später, am besten zusammenpassen, damit der Klassiker auch seinen Preis wert sein darf.

Allerdings war das Wechseln eines Motors in der Vergangenheit eine ziemlich häufig stattfindende Sache, die Autohersteller boten dafür sogar extra Tauschmotoren an.

Wie aber wird das in der Zukunft sein? Tesla beispielsweise offerierte schon beim Roadster Upgrades an, bei denen je nachdem Motoren und Batteriesätze ersetzt wurden. Tragen diese Komponenten Nummern? Sind sie für die Originalität ausschlaggebend? Gehen in Zukunft auch die Software-Stände in die Originalitätsprüfung mit ein?

Nach welchen Kriterien wird man bei einem BMW i8 in 20 Jahren die Originalität beurteilen? Reicht es, wenn noch der originale Dreizylinder an Bord ist oder müssen auch die Batterien und alle Elektromotoren aus dem Geburtsjahr stammen?

Es sieht sehr danach aus, dass sich das Thema “Originalzustand” in der Zukunft nicht weniger kompliziert darstellen wird als heute …

 

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