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Ganz besondere Unfallfotos

Bruno von Rotz - 31.07.2019

Unfallbilder von 1955 - James Dean

Am 30. September 1955 kollidierte James Dean in seinem Porsche 550 mit Donald Turnupseed, der einen Ford Custom aus dem Jahr 1950 fuhr. Dean überlebte den Unfall nicht, mit zarten 24 Jahren endete die Karriere eines begabten Schauspielers, der auch hinter dem Lenkrad zeigte, dass er ein guter Rennfahrer war. Tatsächlich war er an jenem Tag ja auf dem Weg nach Salinas, wo er mit seinem neuen Porsche ein Rennen bestreiten will. Es ist eine tragische Geschichte.

Unfallbilder von 1955 - James Dean

Jetzt sind offenbar alte Fotodokumente aufgetaucht, die die Unfallstätte im Detail zeigen. Nicht nur die beiden Unfallfahrzeuge sind dabei zu sehen, sondern auch die Kreuzung zwischen der Route 466 und der Route 41 von oben und aus Fahrerperspektive. Diese Fotos wurden damals im Gerichtsfall rund um den Unfall verwendet, der aber zu keinem Ergebnis führte. Die Bilder aber überlebten beim Anwalt Turnupseeds.

Jetzt werden sie von RRAuction als Set von 30 Originalaufnahmen (Abzüge) angeboten und sollen für über USD 20’000 (Schätzwert) einen neuen Besitzer erhalten. Die Versteigerung erfolgt online.
Gebote werden seit dem 17. Juli 2019 entgegengenommen und können noch bis 7. August 2019 eingereicht werden.

Diese Fotos sind sicherlich historisch interessante Dokumente. Mehr Licht ins Dunkel dieser Tragödie werden sie aber kaum bringen und eine reine Freude für’s Auge sind sie auch nicht …

 

Das PS-Rennen

Bruno von Rotz - 30.07.2019

Goliath von 1955 in AMS (© AMS)

Das PS-Rennen beschränke sich keineswegs auf Amerika, so stand es vor 64 Jahren in der Zeitschrift “Auto Motor und Sport”. Mit immer neuen Spitzenleistungen wurde damals auf sich aufmerksam gemacht. Selbst ein Goliath , 1950 noch 25 PS stark, hatte sich als Goliath 900 mit Einspritzung auf satte 40 PS gesteigert.

Heute können wir darüber nur noch lächeln, gerade hat Lotus einen elektrischen Hyper-Sportwagen mit satten 2000 PS angekündigt. Dabei waren die Strassen damals bedeutend leerer als heute und die Geschwindigkeitsvorschriften lascher. Heutzutage muss ein Grossteil der Fahrten mit Tempo 30, 50, 80, 100 oder 120/130 km/h erfolgen. Diese Tempi konnte 1955 schon der Goliath 900 (fast) halten. Wozu also 2000 PS?

Dass Fahrspass nicht proportional zur Leistung ist, dies hat man schon lange herausgefunden. Aber offenbar gibt es ja auch andere Kriterien …

 

Wenn Oldtimerpreise am Rutschen sind

Bruno von Rotz - 29.07.2019

Lamborghini Islero S 1969 (© Robin Adams - Courtesy RM/Sotheby's 2015)

Seit einiger Zeit spricht man ja bereits von stagnierenden Oldtimer-Preisen, die grossen Wachstumsraten seien bei den “Classic Cars” vorbei. Nur selten allerdings hat man die Gelegenheit, dies bei wirklich komplett vergleichbaren Fahrzeugen zu verifizieren, denn schliesslich machen Zustand, Geschichte, Farbgebung und viele andere Faktoren einen grossen Unterschied.

Beim Lamborghini Islero S von 1969, dem wir gerade einen Bericht gewidmet haben, aber lässt sich die Marktentwicklung eindeutig darstellen, denn Chassisnummer 6531 wird nach 2015 (in Monterey) auch 2019 (wiederum in Monterey) vom selben Auktionshaus angeboten.

Der Schätzwert vor vier Jahren: USD 350’000 bis 450’000
Der Schätzwert heute: USD 275’000 bis 325’000

Macht grob gerechnet minus 25 Prozent.

Nach dem 16. August 2019, wenn die Versteigerung durch ist, werden wir dann auch noch die erzielten Preise vergleichen können, denn 2015 verkaufte sich der Islero S für immerhin USD 401’500, also ziemlich genau auf Ebene des mittleren Estimates. 

Lamborghini Islero S 1969 (© RM/Sotheby's 2019)

Spannende Geschichte!

 

An Reifen denkt man hier nicht als Erstes

Bruno von Rotz - 28.07.2019

Amphicar in der Werbung 1970

Dass Werbetreibende in der Vergangenheit durchaus einen Sinn für Humor hatten beweist ein Magazin-Sujet von 1970, in dem ein Amphicar durchs Wasser gleitet.

Dazu texteten die Pirelli-Leute:
“Es wird immer ein paar Leute geben, denen die höhere Kilometer-Leistung des neuen Cinturato wenig nützt.”

Tatsächlich dürften die Reifen des Amphicar im Wasser kaum abgenutzt sein, allerdings legten die meisten dieser Amphibienfahrzeuge deutlich mehr Kilometer auf der Strasse als im Wasser zurück.

Und ob die humorvolle Werbung den Umsatz des Pirelli Cinturato nachhaltig positiv beeinflusst hat, wissen wir heute, fast 50 Jahre später, leider nicht. Das Werbesujet aber hat überlebt und es soll hier auch noch in seiner Gänze gezeigt werden.

Pirelli-Werbung im Jahr 1970 mit Amhpicar

 

Jimmy Froidevaux hat seine Jeans-Jacke abgelegt (Nachruf)

Daniel Reinhard - 27.07.2019

Froidevaux vor vielen Jahren mit Fotomodell

Irgendwie ist schon die ganze Woche wie verhext. Es läuft überhaupt nichts wirklich nach Wunsch und jetzt noch die absolute Hiobsbotschaft mitten in der Ennstal-Classic. Mein langjähriger Freund und geschätzter Berufskollege Jean Pierre Froidevaux, kurz Jimmy genannt, ist gestern (am 26. Juli 2019) im jungen Alter von 75 Jahren in seiner Wahlheimat Thailand ohne jegliche Vorwarnung verstorben. Er starb genau so, wie er es sich immer gewünscht hat. Schnell und unkompliziert, ohne grosse Altersbeschwerden und ohne langes Leiden. Für ihn wunderbar, für mich und seine vielen, vielen Freunde ein grosser und unerwarteter Schock.

Jimmy war ein Mensch, den man einfach gern haben musste. Ich glaube wirklich, dass er einer der wenigen Menschen war, die überhaupt keine Feinde hatten und von jedem einfach geliebt wurde. Er war immer der gleiche: fröhlich, aufgestellt und gut gelaunt.

1976 lernte ich ihn bei den Rennen zur Schweizer-Meisterschaft kennen, nachdem mir mein Vater schon sehr viel von ihm erzählt hatte: "Da ist ein Kollege, immer in Jeans und Jeans-Jacke mit Vollbart und langen, wilden Haaren, sowie einem roten Taschentuch um den Hals, zusammengehalten von einer Zündholzschachtel. Ein komischer Vogel, ein richtiger Hippie, aber der ist unglaublich sympathisch und sehr nett."

Froidevaux mit Menzi und Dani Reinhard 1989

Schnell wurden wir dann dicke Freunde, reisten viel zusammen und teilten bei hunderten von Rennen die Hotelzimmer. Spass war immer ganz gross geschrieben und nichts, aber auch wirklich nichts, konnte ihn aus der Ruhe bringen. Oder doch?
Ja genau einmal erinnere ich mich, dass er einmal böse Schimpfwörter in den Mund nahm und komplett ausser sich war. Es war beim GP Belgien in Spa, in der damaligen Bus-Stop-Schikane, wo er an für Fotografen berechtigter Stelle von einem Security-Man mit Rottweiler ohne Maulkorb attackiert wurde. Ein Bild eines Kollegen zeigte Jimmy am Boden und die Fresse des Hundes vielleicht 30 Zentimeter vor seinem Gesicht. Diese Nummer war selbst für Jimmy zu viel und er meldete sich zu Recht mit dem Foto des Kollegen bei der FIA und verklagte den Security-Mann.

Alles andere konnte ihn beim besten Willen nicht aus der Ruhe bringen. Etwa, als wir in Montreal anlässlich eines Grand Prix in einem Hotel absteigen mussten, bei dem ständig Leute mit eindeutigen sexuellen Motiven an die Zimmertüre klopften, während Jimmy Filme entwickelte und dann die Negative mit seinem Bildfax nach Zürich transferierte. Dieses Hotel war bereits eine Ersatzlösung, da das erste Hotel zuvor ein derartig grosses Badezimmerfenster hatte, dass man es nicht abdunkeln konnte und es sich daher für die Filmverarbeitung nicht eignete.

Trotzdem standen im Ersatzhotel am Ende fast alle “Hotelgäste” nur mit einem Badetuch bekleidet total fasziniert und interessiert in unserem Zimmer. Und Jimmy? Blieb cool und gelassen.
In Sao Paulo verschwand unser Mietwagen auf mysteriöse Art und Weise aus der Hilton-Hotel-Parkgarage. Das Fahrzeug war nicht mehr auffindbar und so wurden wir mit der Hotellimousine täglich an die Rennstrecke und zurück chauffiert.

Er liebte das Leben und am Abend ein Glas Wein, manchmal durften es auch ein paar mehr sein und dazu seine geliebte Zigarre.

Der gelernte Fliesenleger hielt als Autodidakt immer mit der neuesten Technik mit und kaufte die neuesten, wenn auch sündhaft teuren Bildfax-Geräte, um ja immer aktuell und schnell liefern zu können. Nächtelang übermittelten wir zusammen die Bilder mit dem quietschenden Gerät über das Zimmertelefon, welches dazu immer ein wenig manipuliert werden musste. Schlussendlich konnten wir nur noch schlafen wenn der Kasten, so gross wie ein heutiger Drucker, quietschte. Sobald wieder Ruhe einkehrte, wurden wir wach und wechselten das Bild, um wieder weiterschlafen zu können.

Seine ganz grosse Liebe galt dem Wasser und den Segelbooten. Erst am Walensee, später dann am Bodensee genoss er mit seinem Freund Ruedi Menzi seine Freizeit auf dem Wasser im eigenen Segelboot. Mit seiner Pension und der für Schweizer Verhältnisse knappen AHV, somit ohne grossen finanziellen Rückhalt, verabschiedete er sich vor rund 10 Jahren nach Thailand, wo er sich erst vor kurzem ein neues Haus baute und mit seiner Frau und ihrem Sohn den viel zu kurzen Lebensabend genoss.

Froidevaux mit Dani Reinhard

Mensch Jimmy, was hatten wir für eine verdammt geile Zeit zusammen. Ich vermisse dich und schwelge in all den Erinnerungen, wie wir zum Beispiel auf der Fahrt von Estoril nach Jerez im völligen Nirgendwo von Portugal und natürlich noch ohne Navi nach dem Weg fragen mussten und der Typ völlig ausflippte, weil er dich für Nelson Piquet hielt und unbedingt ein Autogramm wollte, das er dann auch bekam.

Jimmy, Du wirst uns fehlen!

 

Grosser Oldtimerbetrug in Aachen aufgedeckt

Bruno von Rotz - 26.07.2019

Porsche 550 (Symbolbild)

Die Aachener Nachrichten , die gemeinsam mit der Aachener Zeitung im Medienhaus Aachen erscheinen, berichteten gestern aus einer laufenden Ermittlung zu einem grossen Betrugsfall.

Porsche-Strassen- und Rennfahrzeuge sollen im grossen Stil gefälscht, nachgebaut, aus Wracks entstanden sein. Sie wurden mit teilweise gefälschten oder ergänzten Fahrzeugpapieren ausgerüstet und für grosse Summen im Land und international verkauft.

“Es werde wegen des Verdachts des ‘banden- und gewerbsmäßigen Betruges’ ermittelt. Der Gruppierung wird vorgeworfen, sich zusammengeschlossen zu haben, um schrottreife Oldtimer- und Rennfahrzeuge wiederaufzubauen bzw. Replikate solcher Fahrzeuge herzustellen, sie mit deutschen Zulassungspapieren zu versehen und sie sodann als angebliche Originalfahrzeuge gewinnbringend zu veräußern“, gab die Polizei und Staatsanwaltschaft gemäss der Aachener Nachrichten zu verstehen.

Am vergangenen Mittwoch wurden gemäss der Zeitung im Rahmen einer Razzia zugleich an mehreren Orten in Aachen und darum herum, aber auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg 18 Wohnungen und Firmen durchsucht.
Die unbestätigte Betrugssumme soll 100 Millionen Euro übersteigen oder so gar noch höher sein, eindeutige Aussagen darüber gibt es aber nicht. Dass es um grosse Beträge geht, zeigt auch, dass ein verhafteter 48-jähriger Verdächtiger aus Aachen wegen Fluchtgefahr auch nicht gegen eine Kaution in Millionenhöhe vorläufig aus der Untersuchungshaft entlassen worden ist.

Die Fälscher sollen mit Akribie ans Werk gegangen sein, Lücken in Fahrgestellnummern von Herstellern ausgenutzt haben, alte Papiere mit Schreibmaschinen der entsprechenden Epochen gefälscht haben und so aus “falschen” Oldtimern “echte” Raritäten gezimmert haben.

Die Bild-Zeitung veröffentlichte auch den Namen des Hauptverdächtigen (Uwe N.) und die Bezeichnung der Firma im Fokus (Scuderia M66).

Die Untersuchungen laufen offenbar seit vielen Monaten und sind noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwalt wolle keine Auskünfte geben, um die Untersuchungen nicht zu gefährden, ist in den Zeitungen zu lesen.

Porsche 550A von 1957 (Symbolbild aus dem Archiv)

Erstaunen tut die ganze Geschichte eigentlich niemanden. Wenn soviel Geld involviert ist, kommt es früher oder später zu Betrügereien. Gerade die Autos der Fünfzigerjahre sind vergleichsweise einfach nachzubauen und selbst zwischen zwei eng verwandten Modellen kann ein Wertunterschied von Millionen bestehen. Dies muss kriminelle Energie ja geradezu anziehen.

Es wird nicht der erste und nicht der letzte Fall sein, der zu reden gibt.

 

Der Alfa Romeo Superflow IV damals vor 60 Jahren auf dem Weg nach Amerika

Bruno von Rotz - 25.07.2019

Alfa Romeo 6C 3000 CM Superflow IV im Jahr 1960 (© ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair / LBS_SR07-00004 / CC BY-SA 4.0)

Mit CHF 120’000 bezifferte die Swissair, den das Konzeptfahrzeug damals von Europa nach New York transportierte, den Wert des Alfa Romeo 6C 3000 CM Superflow IV. Eine gewaltige Summe damals.

Da dürften der Mann am Lenkrad und auf dem Hubstapler sicherlich feuchte Hände gekriegt haben beim Ausladen. Und wenn die beiden gewusst hätten, dass dieser Wagen fast 60 Jahre später von Gooding & Co in Pebble Beach für USD 6 bis 8 Millionen versteigert werden soll, dann vermutlich noch viel mehr.

Alfa Romeo 6C 3000 CM Superflow IV (1953/1960) (© Gooding & Co)

Weil es ein derart stimmungsvolles Foto ist, für das wir uns bei der Swissair und der ETH bedanken, hier das Bild in unbeschnittener Form.:

Alfa Romeo 6C 3000 CM Superflow IV im Jahr 1960 (© ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair / LBS_SR07-00004 / CC BY-SA 4.0)

Urheberrechtsinformationen zum Schwarzweiss-Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair / LBS_SR07-00004 / CC BY-SA 4.0

 

Die teuerste Göttin der Welt?

Bruno von Rotz - 24.07.2019

Citroën DS19 von 1959 (© Gooding & Co)

Am 16./17. August 2019 wird Gooding & Co in Pebble Beach neben rund hundert anderen Klassikern auch eine Citroën DS Limousine von 1959 versteigern. Erwartet werden USD 250’000 bis 300’000 (ca. CHF 245’000 bis 295’000 oder ca. EUR 225 bis 270’000).

Citroën DS19 von 1959 (© Gooding & Co)

Dies ist eine beträchtliche Summe, zumal es sich um eine “gewöhnliche” Limousine handelt, deren erster Besitzer noch nicht einmal namentlich bekannt ist. Es geht hier also weder um eines der gesuchten Werkscabriolets noch um ein Auto, das bei der Premiere in Paris dabei war oder eine andere ruhmvolle Roll bei der Lancierung hatte. Einfach eine “Berline”.

Citroën DS19 von 1959 (© Gooding & Co)

Chassis 55481 erfreute sich aber einer ziemlich gradlinigen Besitzergeschichte mit gerade einmal drei Eignern, wovon der zweite das Auto 42 Jahre besass, der erste rund 11 Jahre.

Der letzte Besitzer liess den Wagen komplett restaurieren und wollte als Ergebnis nichts andere als die beste DS in Existenz. Er vertraute dabei auf den Schweizer Vincent Crescia aus Neuchâtel. Dieser gilt als einer der besten Citroën-Restaurierer und er scheute keine Mühe, aus dem bereits guten Wagen einen noch besseren zu machen. Mehrere weitere DS19 wurden erstanden, um wichtige Teile, z.B. das orange-farbene Interieur, beizutragen.

Interieur der Citroën DS19 von 1959 (© Gooding & Co)

Das Ergebnis dürfte auch die anspruchsvollsten Kenner überzeugen, schliesslich war auch die Rechnung von über CHF 300’000 nicht von schlechten Eltern.

Motor der Citroën DS19 von 1959 (© Gooding & Co)

Ob ein Bieter in Pebble Beach gewillt sein wird, so hoch zu gehen, werden wir dann Mitte August 2019 wissen.

 

Was Autofahrer früher noch wussten - Motor mit der Kurbel anwerfen

Bruno von Rotz - 23.07.2019

Range Rover Classic 1974 mit Loch

Modernen Autofahrer fällt das seltsame Loch, meist im Bereich Stossstange oder Kühlergrill angeordnet, vermutlich gar nicht auf. Und wenn sie es sähen, würden sie nur mit der Schulter zucken.

Wer aber schon ein wenig länger Auto fährt, dem wird sofort klar, was der Sinn dieses Lochs ist. Dort wird nämlich die Kurbel eingeführt, die mir oder weniger direkt mit der Kurbelwelle verbunden wird, um den Motor anzuwerfen, auch wenn der Strom nicht mehr zur Betätigung des Anlassers reicht (oder ein solcher gar nicht vorhanden ist).

Anwerfen mit Kurbel - Range Rover Classic

Dass dieses Loch bei einem Range Rover der Siebzigerjahre noch samt Kurbel vorhanden war, mag allerdings doch ein wenig erstaunen, schliesslich galt es hier einen 3,5-Liter anzuwerfen und dies hätte wohl, angezogen mit Smoking vor der Oper, nicht sehr standesgemäss ausgesehen.

Häufiger sah man wohl noch die Besitzer der Citroën 2 CV auch in den Siebzigerjahren noch an der Kurbel drehen.

Welches aber war das letzte Auto, das noch mit Loch und Kurbel neu ausgeliefert wurde? Wir wissen es nicht, aber vielleicht wissen es unsere Leser? Kommentieren Sie einfach das letzte Auto, das Ihnen neu mit Kurbel begegnet ist, zusammen werden wir es ja vielleicht herausfinden!

P.S. So ganz einfach war das Anwerfen eines Motors mit der Kurbel nicht, immer wieder hört man von erschreckenden Geschichten, wenn ein Motor zurückschlug und dabei Knochen in die Brüche gingen. Richtig gemacht aber konnte das Starten mit Muskelkraft durchaus die Weiterfahrt ermöglichen, auch wenn die Batterie kaum mehr Saft hatte …

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Mercedes-Benz wird zugetraut, das Überleben von jungen Klassikern langfristig am ehesten garantieren zu können (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 22.07.2019

Poll 134 - Teileverfügbarkeit und Wartbarkeit junger Klassiker

Wer heute einen Youngtimer und sogar einen Klassiker der Zukunft kauft, fragt sich natürlich, ob mittel- und langfristig die Teileverfügbarkeit und Wartbarkeit gesichert ist.

Die einzelnen Hersteller haben sich sehr unterschiedlich aufgestellt und sie messen dieser Problematik auch einen nicht alle denselben Stellenwert zu.

Wir wollten von unseren Lesern wissen, bei welchem Hersteller sie sich am besten aufgehoben fühlen, was die Wartbarkeit und Teileverfügbarkeit in der Zukunft angeht. Zur Auswahl stellten wir 25 Hersteller, fast 300 Zwischengas-Leser haben ihren Favoriten erkoren:

Mit Abstand am meisten Vertrauen geniesst gemäss den Antwortenden Mercedes-Benz, immerhin 39,1 Prozent der Stimmen fielen auf den Stuttgarter Hersteller.

An zweiter Stelle folgt Porsche mit 26,5 Prozent der Stimmen, danach mit grossem Abstand BMW (5,4 Prozent), Volkvswagen (4,8 Prozent) und Jaguar (4,4 Prozent).

Französische, italienische und japanische Hersteller geniessen offensichtlich wenig Vertrauen, was die zukünftige Unterstützung für junge Klassiker angeht.

Immerhin 4,8 Prozent fanden die Marke, der sie eine gute Teileverfügbarkeit und Wartungssupport zugestehen würden, offenbar nicht innerhalb der genannten 25 Marken.

Hier die Antworten noch vollständig und grafisch dargestellt:

Frage der Woche 134 - Antworten

Bereits haben wir die nächste Frage der Woche gestellt. Dieses Mal möchten wir wissen, ob Zwischengas-Leser sich vor allem für ältere oder auch jüngere Klassiker interessieren.

Und natürlich kann man weiterhin alle bisherigen Ergebnisse der Fragen der Woche im entsprechend angelegten Themenkanal nachlesen.

 

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