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Opel-Motorsport-Special an den Opelvillen

Alois Drexler3 - 21.07.2019

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Jochi Kleint und Gunter Wanger mit ihrem origalen EM-Opel-Ascona von 1979

40 Jahre ist es her, daß die Herren Kleint und Wanger den Europameistertitel nach Rüsselsheim holten. Jochen Berger wußte 1978 genau, daß der erfahrene Rallyepilot Jochi Kleint und der aufgehende Stern am Beifahrerhimmel Gunter Wanger mit dem neuen Gruppe-2-Opel-Ascona aus Rüsselsheim die besten Chancen für diesen Erfolg haben.

Zur gleichen Zeit beschloß man bei Opel , einen Markenpokal im Rallyesport auszuschreiben. Der Opel Kadett Cup wurde geboren.

Willi-Peter Pitz wurde mit der Infrastruktur beauftragt und bereits im November 1978 fuhren Kleint/Wanger einen Cup-Kadett bei der Rallye Köln-Ahrweiler unter Wettbewerbsbedingungen. Dabei
wurden mit Pirelli zusammen auch Reifen getestet um einen bestimmten Typ für den Cup festzulegen.

Mit diesem serienmäßigen 60 PS-Kadett fuhren die beiden teilweise unter den ersten 10 und belegten im Ziel Platz 12 im Gesamtklassement, Klassensieg inklusive. Unglaublich!

Der Grundstein für den Kadett Cup war gelegt und Jochi und Gunter waren zum ersten Mal gemeinsam unterwegs. Die Vorbereitungen für die EM-Saison und den Cup liefen nun auf Hochtouren. Jochen Berger dachte auch mal kurz darüber nach, die DM und EM zu fahren, da einige Veranstaltungen in beiden Kalendern standen, aber nach den Ausfällen bei der Trifels und Metz konzentrierte man sich nur mehr auf die EM. Bereits nach den Weihnachtsferien ging es mit einem Opel Kadett GT/E zum Aufwärmen nach Österreich zur Jänner-Rallye. Zwei Wochen später dann erster Einsatz mit Ascona, GG-CA 833, bei der Rallye Boucles de Spa. Gesamtsieg!

Es folgten Rallye Costa Brava, nochmal mit Kadett, dann in Deutschland Sachs Winter, Trifels, Saarland, Roland, Metz, dazwischen Firestone und Elba, alles auf Ascona und immer vordere Plätze im Gesamt. Einmal noch mit Kadett bei der Scottish Rally danach Hessen, Ypern, Polen,
Hunsrück, Halkidiki und Zypern. Der Ascona war absolut zuverlässig und gab eine gute Figur ab.

Bei der Rallye Vinho de Jerez in Spanien im Oktober konnte das gesamte Opel Team dann bereits den EM-Titel feiern und man brauchte nicht mehr beim letzten Lauf in Portugal antreten. Ein großartiger Erfolg nach einer Saison mit 21 Rallyes. Gratulation. Meinen allergrößten Respekt!

Eine andere Erfolgsstory war der Opel Kadett Cup. Bei der Ehrung des Opel Sportpokals 1978 stellte Opel-Direktor Ekkehard Rohde dieses Programm zur Nachwuchsförderung vor. Vorstandsmitglied John M. Fleming unterstrich dabei das Engagement von Opel im Breitensport und gab die Zusage, daß es auch zukünftig speziell auf den Motorsport abgestimmte Fahrzeuge bei Opel geben wird. Dabei sprach er auch schon von einem sportlichen Ascona mit 2.4-Liter Querstrommotor der im folgenden Jahr in einer Stückzahl von 400 gebaut werden soll. Für die erste Saison des Opel Kadett Cups waren 10 Veranstaltungen vorgesehen.

Unglaublich: Am Tag des Nennungsschlusses, 31. Januar 1979, hatten sich dann 180 Fahrer angemeldet von denen einige Absagen erhielten, da man auf 120 begrenzt hatte. Beim ersten Lauf, der Westfalen- Lippe-Fahrt trafen dann 120 Kadetten aufeinander und der persönlich anwesende Jochen Berger konnte schon bald einige Talente ausmachen. Opel hatte mit dieser Nachwuchsförderung-Initiative voll ins Schwarze getroffen und es sollten später noch einige berühmte Rallyefahrer daraus hervorgehen. Willi-Peter Pitz hatte für eine gute Organisation gesorgt und so wurden alle Teilnehmer bestens von den Sponsoren Pirelli, irmscher, Bilstein, Matter, ATS, Mobil, u.a. betreut. Die technische Abnahme und Kontrolle wurde von Herrn Romeni und Norbert Hauer ausgeführt.

Den fachkundigen Augen dieser beiden Herren entkam natürlich auch nicht, daß ein Teilnehmer sein Auto mit versteckten Tricks zu mehr Leistung verholfen hatte. Er wurde deshalb bereits beim ersten Lauf disqualifiziert. Es herrschten also strenge Regeln die sicherstellen sollten, daß alle Teams die gleichen Voraussetzungen hatten. Auch beim 2. Lauf, der Werraland-Rallye mit Start in Bad Sooden-Allendorf, hatten wieder 120 Teams gemeldet und man konnte sich wiederum auf packende Kadett-Duelle freuen. Nach der dritten Rallye Stemweder Berg mit Start in Brakel hatte sich dann das Feld zur Lübeck Rallye schon etwas geordnet. Bei der Hessen Rallye traten noch 90 Teams an und der Kampf um die Punkte wurde immer heftiger. Inzwischen wurden auch noch weitere Teams wegen „unerlaubten Tunings“ disqualifiziert.

Mit der Rallye Vorderpfalz begann dann bereits die 2. Hälfte der Saison die immer noch über 60 Teams in Angriff nahmen. Erst am Ende der Saison, bei der Allgäu- Rallye, konnte der Sieger ermittelt werden. Es war eine spannende Saison und zugleich Motivation, diesen Markenpokal als feste Größe im jährlichen Rallye-Kalender zu etablieren.

Im Laufe des Jahres 1979 kam der neue Kadett D mit Frontantrieb und 75 PS auf den Markt kam und wurde sogleich in den Kadett Cup 80 integriert und damit das Tempo etwas gesteigert. Weitere Expansion mit Erscheinen des Opel Corsa-A. Ab 1984 wurde der Cup umbenannt in „Opel Junior Rallye Cup“.

1985 wollte man den Nachwuchsfahrern dann die Möglichkeit eines Wettbewerbs auf der Rundstrecke geben. Es wurden jeweils 6 Rallye und 6 Rundstrecken Veranstaltungen ausgeschrieben. Die Meisterschaft hieß dann: „Opel Junior Cup“. Bis 1989 gab es den Opel Markenpokal der einen großen und erfolgreichen Teil der Opel Motorsport-Geschichte geschrieben hat.

Rallye-Fahrzeuge bei den Opelvillen

Am Sonntag, den 30. Juni 2019 habe ich all diese leidenschaftlichen und erfolgreichen Fahrer, Beifahrer, Teammitglieder, Organisatoren, Helfer, Sponsoren und auch Fans zu einem Treffen an die Opelvillen in Rüsselsheim geladen und die meisten von ihnen folgten meiner Einladung. Highlight unseres Treffens und besondere Freude aller Anwesenden war die Anwesenheit der beiden Europameister von 1979, Jochi Kleint und Gunter Wanger, die mit ihrem Original-Ascona aus 1979 vor der Opelvilla vorfuhren.

Erwin und Gunter

Außerdem waren die meisten der Cup-Gewinner da. Edgar Kress, Erwin Weber, Claus Bettag, Charlie Beck, Harald Büttner, Jürgen Stöcklein, Horst Rotter, Hans Ostermayer, und viele ehemaligen Cup- Teilnehmer zu denen auch ich zähle. Viele der ehem. Opel-Motorsport-Mechaniker waren da sowie auch viele Ehemalige der damaligen Sponsoren.

Apropos: viele Grüße kamen auch von den heute Verantwortlichen dieser Firmen und mit dem Anbringen der entsprechenden Banner haben wir auch hier unsere Anerkennung zum Ausdruck gebracht.

Opel Ascona i2000

Ich will mich auch nochmal besonders bedanken bei den Besitzern der Autos aus dieser Zeit, die extra nach Rüssels-heim gekommen sind, um dabei zu sein: Günter Eberlein (Kadett C Cup „WiPi“, GG-CA 700), Nico Zitzmann (Kadett D „Cup“), Jürgen Grohs (Ascona B ex Erwin Weber, GG-CJ 613), Jens Daniel (Holzer-Manta, GG-CV 367), Fabian Becker (Ascona i2000, GG-CD 259), Hermann Kneer (Ascona 400 Kleint/Wanger, GG-CJ 690).

Opel Ascona i2000

Vielen Dank an Euch alle für diesen wunderbaren Sonntag, der mit 39° auch einer der heißesten des Jahres war, und die Freude, die ihr den anwesenden Fans geschenkt habt.

Wie ein Klassentreffen - Opel-Treffen bei den Opelvillen

Auch die rührenden Wiedersehens-Szenen werden uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben. So haben sich z.B. Erwin Weber und Gunter Wanger 25 Jahre nicht mehr gesehen. Manche Cup-Fahrer haben sich nach 35 Jahren erstmals wieder getroffen. Es war wie bei einem Klassentreffen. Einfach toll!

Nach den ersten Begegnungen und Gesprächen gab es Weißwurst-Frühstück, später Kaffee und Kuchen. Es wurde geredet, gelacht, gefachsimpelt und man hat Emotionen gezeigt. Ich sah nur mehr glückliche Menschen und alle regten an, so etwas wieder zu machen. Also, lasst uns gleich mal einen passenden Anlass überlegen, um uns wieder zu sehen.

Vielen Dank an Alle!

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