Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Archivierte Einträge:

Grosser Oldtimerbetrug in Aachen aufgedeckt

Bruno von Rotz - 26.07.2019

Persönliches Archiv
Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

Sie haben Benutzername und Passwort?
Dann melden Sie sich an (Login).

Noch kein Benutzername?
Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

Porsche 550 (Symbolbild)

Die Aachener Nachrichten , die gemeinsam mit der Aachener Zeitung im Medienhaus Aachen erscheinen, berichteten gestern aus einer laufenden Ermittlung zu einem grossen Betrugsfall.

Porsche-Strassen- und Rennfahrzeuge sollen im grossen Stil gefälscht, nachgebaut, aus Wracks entstanden sein. Sie wurden mit teilweise gefälschten oder ergänzten Fahrzeugpapieren ausgerüstet und für grosse Summen im Land und international verkauft.

“Es werde wegen des Verdachts des ‘banden- und gewerbsmäßigen Betruges’ ermittelt. Der Gruppierung wird vorgeworfen, sich zusammengeschlossen zu haben, um schrottreife Oldtimer- und Rennfahrzeuge wiederaufzubauen bzw. Replikate solcher Fahrzeuge herzustellen, sie mit deutschen Zulassungspapieren zu versehen und sie sodann als angebliche Originalfahrzeuge gewinnbringend zu veräußern“, gab die Polizei und Staatsanwaltschaft gemäss der Aachener Nachrichten zu verstehen.

Am vergangenen Mittwoch wurden gemäss der Zeitung im Rahmen einer Razzia zugleich an mehreren Orten in Aachen und darum herum, aber auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg 18 Wohnungen und Firmen durchsucht.
Die unbestätigte Betrugssumme soll 100 Millionen Euro übersteigen oder so gar noch höher sein, eindeutige Aussagen darüber gibt es aber nicht. Dass es um grosse Beträge geht, zeigt auch, dass ein verhafteter 48-jähriger Verdächtiger aus Aachen wegen Fluchtgefahr auch nicht gegen eine Kaution in Millionenhöhe vorläufig aus der Untersuchungshaft entlassen worden ist.

Die Fälscher sollen mit Akribie ans Werk gegangen sein, Lücken in Fahrgestellnummern von Herstellern ausgenutzt haben, alte Papiere mit Schreibmaschinen der entsprechenden Epochen gefälscht haben und so aus “falschen” Oldtimern “echte” Raritäten gezimmert haben.

Die Bild-Zeitung veröffentlichte auch den Namen des Hauptverdächtigen (Uwe N.) und die Bezeichnung der Firma im Fokus (Scuderia M66).

Die Untersuchungen laufen offenbar seit vielen Monaten und sind noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwalt wolle keine Auskünfte geben, um die Untersuchungen nicht zu gefährden, ist in den Zeitungen zu lesen.

Porsche 550A von 1957 (Symbolbild aus dem Archiv)

Erstaunen tut die ganze Geschichte eigentlich niemanden. Wenn soviel Geld involviert ist, kommt es früher oder später zu Betrügereien. Gerade die Autos der Fünfzigerjahre sind vergleichsweise einfach nachzubauen und selbst zwischen zwei eng verwandten Modellen kann ein Wertunterschied von Millionen bestehen. Dies muss kriminelle Energie ja geradezu anziehen.

Es wird nicht der erste und nicht der letzte Fall sein, der zu reden gibt.

Neueste Kommentare

 
 
ch******:
26.09.2019 (10:58)
Wenn man das Auto als das wiederaufbaut, das es einmal war: kein Problem. In diesen Fällen aber wird aus einem 45 Jahre alten 911 E plötzlich zum Beispiel ein RS. Das Delta zwischen den beiden liegt locker bei 300.000 Euro und mehr. Der Aufwand bei der Restaurierung ist aber identisch.
ha******:
30.07.2019 (12:51)
Es ist keinesfalls verwerflich, schrottreife Oldtimer- und Rennfahrzeuge wieder aufzubauen, solang man dies offenbart und nicht mit betrügerischer Absicht versuch, daraus Kapital zu schlagen. Letzteres ist in unserer Rechtsordnung strafbar und muss von den Gerichten hart bestraft werden, insbesondere wenn es gewerbsmäßig und bandenmäßig erfolgt.
Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  •  

    Weitere Blog-Einträge:

    SC76_Sujet_1