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Pantheon Graber Sonderausstellung 2019/2020

Manchmal zählen eben vor allem innere Werte ...

Bruno von Rotz - 20.07.2019

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Renault 11 Turbo 1984

Als der Renault 11 im Jahr 1983 erschien, da blickte sich kaum einer nach ihm um. Er war weder elegant noch besonders keck, sah mit seinem abgeschnittenen Heck – der R11 wurde von der Stufenhecklimousine R9 abgeleitet – unscheinbar aus. Auch als 1984 eine Turbo-Version folgte, sorgte das nicht für viel mehr Aufsehen.

Heck des Renault 11 Turbo 1984

35 Jahre später weckt der Renault 11 noch immer keine grossen Emotionen und so hatte auch keiner der Journalisten, die diese Woche am “40 Jahre Turbo”-Anlass auf dem Circuit de la Ferté Gaucher nahe Paris teilnahmen, den R11 auf seiner persönlichen Shortlist, schliesslich standen da auch ein Renault 5 Turbo (mit Mittelmotor) oder ein R5 Alpine Turbo.

Renault 11 Turbo 1984 steht bereit

Weil aber alle bereitgestellten Turbo-Autos der Reihe nach gefahren werden durften/mussten, kam auch der R11 Turbo an die Reihe. Und er überraschte mehr als nur positiv. Das Handling war überdurchschnittlich, der Motor (105 PS) zog gut durch und im ca. 920 kg schweren Renault 11 wurde manch nominell schnelleres Auto problemlos überholt.

Cockpit des Renault 11 Turbo 1984

Dies ist allerdings keine neue Erkenntnis, denn schon damals in den Jahren 1984//1985 zeigten sich die Journalisten vom Fahrverhalten begeistert:

In der Zeitschrift Auto Motor und Sport 10/1984 stand nach dem Test: “In Kurven ist seine Agilität be sonders ausgeprägt. Unter Last umrundet er diese nahezu neutral, geht man hingegen vom Gas, drängt das Heck nach außen und läßt einen beinahe vergessen, daß der Renault 11 Turbo Frontantrieb hat. Ein Zurücknehmen des Lenkeinschlags genügt aber meist, um den Wagen auf Kurs zu halten.”

Die Automobil Revue ergänzte einige Monate später: “Als Gegenleistung bietet der 11 Turbo nämlich überdurchschnittliche Fahreigenschaften; die Kurvenwilligkeit, aber auch die Beherrschbarkeit im Grenzbereich verdienen spezielle Anerkennung. Die in schnell angegangenen Kurven für Fronttriebler typische Untersteuerneigung ist gering. Bei extremen Lastwechseln schwenkt das Heck leicht zur Kurvenaussenseite, diese Bewegung kann aber mit der präzisen, direkter als bei den übrigen 11-ern ausgelegten Zahnstangenlenkung leicht korrigiert werden. Dass die Antriebsräder auch in engen Kurven die Leistung meist schlupffrei auf den Boden bringen, zeugt ebenfalls von einer harmonischen Fahrwerksauslegung.”

Die ADAC Motorwelt lobte auch den Komfort: “Das Fahrwerk kann nicht nur problemlose Kurveneigenschaften, sondern auch guten Komfort vorweisen.”

Turbo-Aufschrift am Heck des Renault 11 Turbo 1984

Mit DM 20’000 oder CHF 19’375 war der überdurchschnittlich gut ausgestattete Franzose noch nicht einmal sehr teuer und die Fahrleistungen waren auch gegen Golf GTi und Escort XR3 konkurrenzfähig. Einzig der (Turbo-) Durst konnte bei beherzter Fahrweise zu hohen Kosten führen.

Der Renault 11 Turbo war also schon damals als sehr gutes Auto bekannt, im Rallye-Sport konnte er sich ebenfalls bestens in Szene setzen. Nationale Meisterschaften (Schweiz, Portugal) wurden damit gewonnen und Jean Ragnotti gelang das Kunststück, mit dem R11 Turbo mehrfach aufs Podium von Gruppe-A-Rallye-WM-Läufen zu fahren.

Renault 11 von 1987 - Gruppe A Version

Und wie sich dieses Rallye-Auto anfühlte, konnten die Journalisten diese Woche vom Beifahrersitz her an der Seite eines Profis erfahren. Eindrucksvoll!

Für einen vollständigen Eindruck kann man aber auch den Fahrbericht mit dem 173 PS starken Schweizer Meisterschaftssiegerwagen von Eric Ferreux aus dem Jahr 1987 konsultieren, der in der Automobil Revue erschienen ist.

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