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Württembergische 2020

40 Jahre seit dem ersten Turbo-Sieg in der Formel 1

Bruno von Rotz - 19.07.2019

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Renault RS10 von 1979

Eigentlich war es der Beginn einer neuen Ära! Am 1. Juli 1979 siegte Jean-Pierre Jabouille beim Grossen Preis von Frankreich in Dijon erstmals auf einem Formel-1-Auto, das von einem Turbomotor angetrieben war. Und es war ein komplett französisches Team, das diesen Sieg errang, denn Auto, Motor, selbst die Reifen kamen aus Frankreich und der Fahrer selbstverständlich auch. Der Renault RS10 erzielte seinen ersten Sieg. Es war auch sein einziger in jenem Jahr, aber weitere folgten in den Jahren darauf. Mit dem Renault RS10 war die Idee, Formel-1-Siege mit einem halb so grossen Turbomotor zu erzielen, in die Tag umgesetzt worden, denn bis zum 1. Juli 1979 waren es stets Dreilitermotoren gewesen, die mit acht oder zwölf Zylindern für den Sieg sorgten.

Renault RS10 von 1979

Bereits 1977 hatte Renault begonnen, als einziges Werk mit Turbomotoren bei Formel-1-Rennen teilzunehmen. Viele Hindernisse mussten überwunden werden. Zwar hatte man bei Renault Erfahrung mit Turbomotoren, aber die Formel 1 stellte mit ihren hohen Leistungsansprüchen und entsprechend hohen Drehzahlen besondere Ansprüche. Jean-Pierre Jabouille erinnert sich noch heute: “Am Anfang hatten wir pro Test-Tag vier bis fünf Motorschäden!”. Auch im Renneinsatz verendeten viele der 1492 cm3 grossen V6-Motoren und vereitelten gute Ergebnisse. Aber auch das Getriebe machte Probleme und dazu trat man auch als einziges Team mit Radialreifen von Michelin an.

Es musste viel Lehrgeld bezahlt werden, aber am 1. Juli 1979 ging fast alles auf. Beinahe hätte man sogar einen Doppelsieg einfahren können. Und wer sich an die Zweikämpfe damals erinnert, der weiss, dass dies ein ganz anderes Zeitalter der Formel 1 war: Rad-an-Rad-Duelle durch mehrere Kurvenkombinationen, Ausbremsmanöver vom Feinsten, usw..

Renault-Gordini-Motor des Renault RS10 von 1979

Renault ist zurecht stolz auf den Sieg im Jahr 1979 und feiert ihn nun auch. Dazu wurde ein Renault RS10 komplett restauriert und Jean-Pierre Jabouille drehte damit einige Runden auf einer kleinen Rennstrecke in der Nähe von Paris.

Cockpit des Renault RS10 von 1979

Jabouille fuhr nicht nur den ersten Sieg damals ein, sondern begleitete die gesamte Entwicklung des RS01 und des darauffolgenden Wingcars RS10 (mit Doppelturbo).

Jean-Pierre Jabouille

So richtig profitieren konnte er von seinem Einsatz nicht, denn andere Piloten erzielten mehr Siege mit dem Renault-Turbomotor als er, aber keiner kannte Motor und Rennauto so gut wie der technikversierte Jean-Pierre Jabouille.

Renault aber hatte die Formel 1 verändert. Die altbekannten Dreilitermotoren gehörten schon bald zum alten Eisen und nichts führte mehr an hochdrehenden 1,5-Liter-Turbomotoren vorbei, bis diese schliesslich verboten wurden.

Neueste Kommentare

 
 
to******:
19.07.2019 (09:38)
Anfänglich wurde Renault belächelt - dieTurbo-Motoren verendeten kläglich. Aus den (geschätzten) 550 PS, damit hatte Renault rund 50 PS mehr als die herkömmlichen Sauger, entwickelten sich im Laufe der Jahre bis 1'500 PS. Nur absolute Spitzenkönner wie unter anderem Ayrton Senna konnten damit umgehen. Die erste Generation er Turbo-Motoren wies einen riesigen "Turbo-Lag" auf: Die Leistung kam immer etwas verzögert, setzte dafür umso brachialer ein. Eigentlich mussten die damaligen Chauffeure vor der Kurve wieder voll aufs Gaspedal steigen, damit in der Kurvenmitte die Motoren-Leistung wieder zur Verfügung stand. Es wäre interessant zu sehen, wie sich Hamilton, Vettel, Verstappen mit diesen "alten" Formel-1-Rennwagen zurecht finden würden. Thomas Suter
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