Wenn improvisieren nicht mehr möglich ist
Fast jeder kennt die Geschichte: Der Keilriemen zwischen Lichtmaschine und Motorwelle reisst. Der Fahrzeuglenker bittet seine Frau um einen ihrer Strümpfe, verdreht ihn und verknüpft ihn und ersetzt so vorübergehend den Keilriemen, zumindest bis zur nächsten Werkstatt.
Improvisierte Lösungen waren vor Jahrzehnten noch gefragt, wenn man ein Auto am Laufen halten wollte. Beispiele wären auch das Legen von Überbrückungsstromleitungen in der Bordelektrik oder Legen eines Notzuges als Ersatz für ein gebrochenes Gaspedal. Oder so ähnlich.
Was einst zum Weiterfahren reichte, ist heute unmöglich geworden. Bus-Systeme, Sensoren und Computer lassen sich durch handwerkliche Klimmzüge selten übertölpeln. Wenn der Rechner das “Gefühl” hat, das Auto könne nicht mehr fahren, dann fährt es auch nicht mehr. Spätestens mit dem Einzug des CAN-Busses sind einfache Notlösungen weitgehend unmöglich geworden. Da kommen dann auch gewiefte Bastler oftmals nicht mehr weiter …

































