Gewisse Sachen verlernt man nie….
Schwimmen oder Skifahren, Dinge, die man sein Leben lang nicht mehr verlernt. Auch wenn man Jahre nicht mehr auf den Ski stand, kann man jederzeit wieder auf die Piste und fährt, als wäre man nie weg gewesen. Genauso geht es Berufsleuten, die ihre geliebte Tätigkeit über viele Jahre verrichtet haben. Ein Mann durfte ich anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung "Graber-Karosserien" im Pantheon in Muttenz (CH) kennenlernen. Werner Haas war der letzte Mitarbeiter, der von Hermann Graber in Witrach (Bern) angestellt wurde (per 1.6.1967). Graber kleidete zahlreiche Autos verschiedener Hersteller neu ein und pflegte aber eine ganz besondere Verbindung zum Hause Alvis.
Der Alvis TF21 mit der Chassis Nr. 27475 war 1967 das letzte PW-Fahrgestell des britischen Herstellers, das vom Band lief und von Graber carrossiert wurde. Werner Haas hat als Carrosserie-Spengler am letzten Alvis Graber Cabriolet mit gearbeitet. Dabei spielte die Holzform für den Carrosseriebau ein wichtige Rolle. Leider wurden nach dem Tod von Hermann Graber 1970 sämtliche Holzmodelle verbrannt. Kein Problem für Werner Haas, er baute für die Sonderausstellung seines langjährigen Arbeitgebers im Pantheon ein komplett neues Modell mit viel Erfahrung und mehrheitlich nur mit Kopf und Gefühl nach. Hat man nun das Glück mal neben ihm zu stehen und zu sehen, wie seine Hände auch 50 Jahre später noch jeden Griff wie gestern tätigen, so kommt man aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus.
Mehr über die Ausstellung erfährt man in unserem umfangreichen Ausstellungsbericht .

































