Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Archivierte Einträge:

Zum ersten Mal als Beobachter an einem Concours d'Elegance

Fabian Meyer - 22.08.2019

Persönliches Archiv
Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

Sie haben Benutzername und Passwort?
Dann melden Sie sich an (Login).

Noch kein Benutzername?
Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

BMW Isetta 300 Export am ZCCA (© Fabian Meyer)

Der Zurich Classic Car Award am 21. August 2019 auf dem Bürkliplatz in Zürich war meine erste richtige Oldtimerveranstaltung. Als Multimedia-Praktikant bei Zwischengas war ich natürlich dementsprechend gespannt und auch ein klein wenig nervös. Dass sich diese Nervosität als komplett unbegründet herausstellen würde, wusste ich im Vorfeld noch nicht.

Messerschmitt KR 200 am ZCCA (© Fabian Meyer)

Kaum angekommen, fühlte ich mich wie in einer anderen Zeit. Da waren keine zeitgenössischen Autos, wie sie tagtäglich das Strassenbild von der mondänen Stadt Zürich prägen und auch während meiner Tramfahrt zum Bürkliplatz zuhauf zu sehen waren.

Stattdessen standen da massenweise Autos aus einem mir unbekannten Zeitalter (ich bin schliesslich erst 19 Jahre alt!), Oldtimer in Hülle und Fülle. Nur schon das Spazieren zwischen den Oldtimern stellte sich für mich als Neuling in der Szene als sehr spannend heraus, da ich Oldtimer bisher nur von Artikeln und Bildern aus meiner Arbeit bei Zwischengas kannte. Diese Modelle für einmal in der Realität zu sehen, war eine komplett neue Erfahrung und übertraf alles, was ich bisher online gesehen und gelesen habe.

Citroën B14 Cabriolet von 1927 am ZCCA (© Fabian Meyer)

Mindestens so spannend wie die Oldtimer selbst sind auch deren jeweilige Historie. Ein Oldtimer wird umso interessanter, je mehr man von seiner Geschichte erfährt. Als ich beispielsweise durch einen Aussteller erfuhr, durch wie viele Hände sein Citroën B14 Cabrio von 1927 gegangen ist und dass er sich seit 28 Jahren im Familienbesitz befindet, wurde mir das erste Mal bewusst, dass Oldtimer mehr als nur Autos sind. Es sind Autos mit einer Geschichte, welche so von einem zeitgenössischen Fahrzeug erst noch geschrieben werden muss. Genau diese individuellen Geschichten machen den Charakter und den Charme der Oldtimer aus. Ohne diese Geschichten wären die Oldtimer nicht einmal ansatzweise so interessant. Ausserdem würde dadurch auch der Glanz der damaligen Zeiten komplett verloren gehen. Die guten alten Zeiten, wie man so schön sagt.

Rolls-Royce Phantom 1 Boattail am ZCCA (© Fabian Meyer)

Ein bestimmter Oldtimer hat es mir speziell angetan. Der Rolls Royce Phantom I Boattail Roadster aus dem Jahre 1928. Ich habe bisher kein Auto gesehen, welches eine dermassen grosse Präsenz ausstrahlt wie dieser Boattail. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass dieses Auto eine Fusion aus einem “normalen” Auto und einem Boot darstellt. Weiter ist es den Angaben des Besitzers zufolge auch ein Unikat. Diese Tatsache macht den Boattail Roadster noch interessanter und begehrenswerter, als er sowieso schon ist. Zahlreiche in die Restauration investierte Stunden machen dieses Automobil zu einem Hingucker. Die nebenan auf einem Sockel ausgestellte Rolls Royce-Kühlerfigur, welche komplett aus reinem Silber gefertigt wurde, fiel aufgrund der enormen Präsenz des Autos auf den ersten Blick gar nicht auf.

Ein Auto, welches mir ebenfalls in Erinnerung bleiben wird, ist der BMW Isetta 300 aus dem Jahre 1957 (Bild oben). Dieses Kleinstautomobil ist allein schon optisch sehr auffallend. Nicht weil es besonders schön oder luxuriös ist, sondern wegen seiner kompakten Bauweise. Nach wie vor erstaunt es mich, wie auf so kompaktem Raum alle notwendigen Komponenten Platz haben und dass das Automobil generell fahrtauglich ist. (Sehr) Klein, aber oho!

Jetzt - nach meinem Besuch - kann ich sagen, dass ich überwältigt bin. Dies nicht nur von den Oldtimern, sondern auch von deren Geschichten und den Menschen dahinter. Jeder Oldtimer hat seine eigene besondere Geschichte. Genau diese individuellen Geschichten machen die alten Autos so besonders und heben sie von der Masse ab.

P.S. Ein umfangreicher Bericht und Rückblick zum Concours aus unserer Redaktion folgt natürlich noch ...

Neueste Kommentare

 
 
Cr******:
05.09.2019 (10:01)
Herzlichen Dank für die Rückmeldung !
Ich kann mir vorstellen, dass neben eher abstrakten Fragen wie "wie läuft das mit der Zulassung, etc." sich später noch viele praktische Fragen ergeben, z.B.: "Wie läuft das eigentlich mit dem Getriebe bei einem alten MG, oder "wie dosiert man eigentlich richtig das sog. "Zwischengas", von dem dieses Oldtimer-Magazin ja seinen Namen hat... ))
Antwort vom Zwischengas Team (fa******)
06.09.2019 (17:28)
Genau. Solche Fragen tauchen jetzt schon auf. Dadurch, dass ich immer tiefer in diese Welt der Oldtimer hineingerate, werde ich auch dauernd mit neuen Begriffen, Sachverhalten und so weiter konfrontiert. Die Tatsache, dass ich mich sowieso noch nicht lange mit der Auto-Technik generell befasse, kommt noch erschwerend hinzu. ;-)
Ausserdem kann ich auch bezüglich Newtimer und aktuellen Autos durchaus einiges lernen. Beispielsweise, wie man noch zügiger am Berg mit der Kupplung anfährt (mein Fahrlehrer wusste genau, dass ich mich damit schwertue) oder auch, wie man - wer hätte es gedacht - Zwischengas schaltet. Dieser Austausch kommt mir sehr gelegen, da ich nächsten Sommer sowieso mit meiner Freundin ein Auto kaufen will.
Cr******:
27.08.2019 (21:07)
Ein interessanter subjektiver Bericht.
Ich hätte mir noch gewünscht zu erfahren, ob es eventl. lohnt vor der Veranstaltung sich Kleidung / Accessoires im Retrostil zu besorgen, wie bereitet man sich inhaltlich darauf vor (Informationen über bestimmte Marken, die einen interessieren), zu welchen Clubs / Ausstellern möchte man Kontakte knüpfen, wo liegt das eigene Hauptinteresse (Restauration alter Fahrzeuge, Dokumentation / Berichte, Handel, oder selbst einen Oldtimer fahren zu dürfen) !
Antwort vom Zwischengas Team (fa******)
04.09.2019 (17:12)
Guten Tag

Bitte entschuldigen Sie meine späte Antwort.

Meiner Meinung nach würde es sich durchaus lohnen, sich wie damals zu kleiden, da es die ganze Szenerie authentischer macht, als wenn ein Typ mit Baseballmütze und Nike-Turnschuhen neben einem Ford A von 1929 steht.

Ich habe mich insofern auf den Besuch vorbereitet, indem ich einerseits meine Teamkollegen nach deren Erfahrungen gefragt habe. Weiter habe ich mir ausserdem auch Gedanken darüber gemacht, welche Fragen bezüglich Oldtimer mich schon länger beschäftigen (beispielsweise ob sich heutzutage eine Investition in einen Oldtimer lohnt, wie gross der Aufwand bei einer Restaurierung sein kann, etc.) und natürlich wie es ist, selber einen Oldtimer zu fahren. Worauf muss man achten, wie läuft das mit der Zulassung, etc.

Ausserdem habe ich mich im Vorfeld über das Internet schlaugemacht, beispielsweise nach welchen Kriterien die Autos bewertet werden, welche Kategorien es gibt und wie ein Concours dElegance generell abläuft.

Da ich ehrlich gesagt noch nicht lange in der Szene bin, konnte ich mir zumindest im Vorfeld keinen Club vorstellen, zu dem ich Kontakte knüpfen wollte. Unter anderem darum, weil ich bis anhin noch mit keinem Club vertraut war. Dies hat sich durch die Gespräche mit den Teilnehmern von allein ergeben. Bis ich mir jedoch wirklich einen Favorit vorstellen kann, muss ich zuerst noch weitere Erfahrungen sammeln und die jeweiligen Clubs besser kennenlernen.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Antwort weiterhilft.

Viele Grüsse
Fabian von der Zwischengas-Redaktion
Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  •  

    Weitere Blog-Einträge:

    Motorex