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Mono oder nicht mono? Drei Ferrari Testarossa unter dem Hammer

Bruno von Rotz
25.07.2020

Ferrari Testarossa 1991 (© RM/Sotheby's)

Von 1984 bis 1991 baute Ferrari 7177 Testarossa. Damit gehört dieser Wagen zu den erfolgreichsten Kreationen der Pininfarina-Ferrari-Ehe überhaupt.

Beim Entscheid, welchem Testarossa man den Vorzug geben will, da scheiden sich die Geister. Ferrari modifizierte das breite Coupé mehrfach.

Bis etwa anfangs 1987 wurden die Wagen mit einem hochmontierten Spiegel ausgeliefert, diese Varianten werden “Monospecchio” genannt.

Ferrari Testarossa 1985 (© RM/Sotheby's)

Dann wurden herkömmliche Spiegel montiert, aber die Zentralverschlussräder, auch “Monodado” genannt, kennzeichneten die nächsten Ausführungen.

Ferrari Testarossa 1987 (© RM/Sotheby's)

Diese verschwanden dann Mitte 1988 und machten herkömmlichen fünffach angeschraubten Rädern Platz, die dann auch nicht mehr mit TRX-Reifen bestückt wurden, wie der Grossteil der Vorgängermodelle. Gleichzeitig wurden auch die Aufhängungen überarbeitet.

In der Vergangenheit wurden für den “Monospecchio”, der auch ein “Monodado” ist, die höchsten Preise bezahlt, bekanntlich erzielen ja die frühen Exemplare eines Modells meist höhere Bewertungen im Verkauf.

RM hat nun an der amerikanischen “Open Roads North America”-Versteigerung gleich je ein Exemplar aus jeder Generation im Angebot. Und interessanterweise verhalten sich sich die Schätzwerte genau umgekehrt. Am höchsten wurde nämlich der Testarossa von 1991 geschätzt, nämlich auf USD 130’000 bis 160’000. Der 1987-er Testarossa mit den Zentralverschlüssen trägt einen Estimate von USD 120’000 bis 140’000, während für den Monospecchio von 1985 auf USD 95’000 bis 120’000 kommen soll.

Verkehrte Welt also? Vielleicht, aber es gibt eben die kleineren und grösseren Unterschiede. So ist der 1991-er Testarossa (Bild oben) in Weiss lackiert, was an den Miami-Vice-Testarossa erinnert. Ob das den Unterschied erklärt? Vermutlich nicht, eher schon der ungewöhnlich niedrige Meilen-Stand von nur 6890 gefahrenen Meilen.

Die amerikanische Versteigerung , die noch einige Tage online läuft, haben wir natürlich bereits angekündigt. Auf der Website von RM kann man sich jederzeit den aktuellen Stand der Auktion anschauen, im Moment steht der 1991er wie erwartet am höchsten gefolgt vom 1987er und vom 1985er …

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