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Toffen Oktober 2020 Auktion
Bild (1/1): Intermeccanica Italia Spyder (1968) im Vergleich mit dem Ferrari 365 GTB/4 Spyder (1972) - gleicher Radstand und ähnliche Proportionen - Wertdifferenz 1:18 (© Darin Schnabel / Robin Adams - Courtesy RM Auctions, 2015)
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Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Intermeccanica Italia (1968-1971)
Coupé, 310 PS, 5800 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Intermeccanica Italia (1968-1971)
Cabriolet, 310 PS, 5800 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Ferrari 365 GTB/4 Daytona (1968-1973)
Coupé, 352 PS, 4390 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Ferrari 365 GTC/4 (1971-1972)
Coupé, 320 PS, 4390 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Ferrari 365 GT4 (2+2) (1972-1976)
Coupé, 340 PS, 4390 cm3
 
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  • Ferrari Daytona Spider versus Intermeccanica Italia Spyder - oder der gar nicht so kleine Unterschied

    Erstellt am 25. März 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Robin Adams - Courtesy RM Auctions 
    (18)
    Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions 
    (13)
    Darin Schnabel / Robin Adams - Courtesy RM Auctions 
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    Sonny Crocket, der verdeckt arbeitende Detektiv in der Fernsehserie Miami Vice. fuhr einen schwarzen Ferrari 365 GTS Daytona Spider, so zumindest schien es. Tatsächlich musste er mit einer Replica auf der Basis eines Chevrolet-Corvette vorlieb nehmen.

    Intermeccanica Italia Spyder (1968) - die meisten Leute halten den Italia für einen Ferrari
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions

    Da hätte er, vermutlich zu ähnlichem Preis, doch gleich einen Intermeccanica Italia Spyder fahren können, denn damit wäre er in einem Original gesessen und hätte einen ähnlich konstruierten V8 unter der Haube gehabt. Doch im Gegensatz zum Daytona kannte den Intermeccanica kaum jemand, darum entschieden sich die Fernsehmacher wohl für den “Ferrari”.

    Ferrari 365 GTB/4 Daytona Spider (1972) - Strandszene
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Auctions

    Ob die Unterschiede zwischen Italia und Daytona aber die Differenz in den Marktwerten, welche fast Faktor 20 beträgt, erklären können? Immerhin verfügen beide über denselben Radstand (2,4 Meter) und dasselbe Grundkonzept. Und auch optisch brillieren beide, da von begabten Designern stammend, mit einer langen Schnauze, einem kurzen Passagierabteil und einem knackigen Heck. Die Unterschiede liegen offensichtlich tiefer.

    Vom Griffith 600 zum Intermeccanica Italia

    Die Firma Intermeccanica von Frank Reisner in Turin baute schon eine ganze Zeit rassige Sportwagen für andere Marken. Zu diesen Konstruktionen zählte der Apollo GT und der Griffith 600, den Franco Scaglione - u.a. auch verantwortlich für die schönen Rundungen des Alfa Romeo 33 oder des Porsche 356 Carrera Abarth - zeichnete.

    Intermeccanica Torino (1968) - mit festem Dach
    © Archiv Automobil Revue

    Aus dem Griffith 600 entstanden der Omega GT und schliesslich die unter der eigenen Marke Intermeccanica herausgebrachten Modelle Torino und Italia, die sich eigentlich nur im Namen unterschieden, nachdem Ford auf dem Namen Torino beharrt hatte.

    Zwischen 1968 und 1970 entstanden rund 500 dieser Sportwagen als Cabriolet und Coupé, sie alle wurden von einem kräftigen Ford-V8 mit 310 SAE-PS und 580 Nm befeuert.

    Rund 30’000 Mark wurden im Jahr 1970 für einen der Sportwagen mit Stahlblechkleid und Hilfsrahmen verlangt, die meisten der Autos wurden in die USA verkauft, ab 1970 übernahm Erich Bitter den Vertrieb für Europa.

    Der Intermeccanica Italia folgte auf den Torino - die Namensänderung hatte Ford erzwungen
    © Archiv Automobil Revue

    Das Design, das sich u.a. am Ferrari Superfast orientierte, wirkte attraktiv und liess den Sportwagen deutlich teurer wirken als er war.

    Die Fahrleistungen (0 bis 100 km/h in 7,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit rund 222 km/h) reichten, um den sportlichen Äusseren gerecht zu werden. Nur Interieurgestaltung, Materialwahl und Fertigungsqualität überzeugten nicht, befand AMS-Tester Klaus Westrup.

    1972 löste der keilförmige Intermeccanica Indra mit GM-Technik den Italia ab.

    Der Daytona als Letzter seiner Art

    Während Lamborghini bereits Mitte der Sechzigerjahre mit einem Mittelmotor-Sportwagen aufwarten konnte, präsentierte Enzo Ferrari mit dem 365 GTB/4 (Daytona) 1968 einen klassischen Frontmotor-Sportwagen, der immerhin mit hinten liegenden Getriebe aufwarten konnte. Für das Design sorgte einmal mehr Pininfarina und er schuf einen Sportwagen, nach dem sich die Leute umdrehten und der sich klar vom Vorgänger 275 GTB abhob.

    Ferrari 365 GTB/4 Daytona (1969) - Späteres Modell mit Klappscheinwerfern, Pininfarina-Design
    © Archiv Automobil Revue

    An der IAA 1969 schob Ferrari den Spider nach, der 365 GTS/4 genannt wurde und die klassische Formensprache mit langer Haube und kurzem Heck perfekt vertrat.

    Ferrari 365 GTS 4 Spider (1969) - 61'800 DM kostete der offene Ferrari 1969, der Preis eines Einfamilienhauses - tolle Arbeit von Pininfarina
    © Archiv Automobil Revue

    Die Automobil Revue kommentierte in ihrer Berichterstattung zur IAA 1969:
    “Ferrari debütiert mit einer Spider-Version des überaus schnellen 365 GTS 4 mit 4,4-Liter-V12-Motor und 350 PS. Pininfarina baute das knallgelbe Zweisitzer-Cabriolet mit scharzem Interieur und schwarzen Längsstreifen.”

    Der Ferrari Daytona (365 GTB/4) wurde von 1969 bis 1973 knapp über 1400 mal gebaut, die Zahl der Spider-Varianten blieb mit 121 im exklusiven Bereich.

    Rund 78’000 Mark kostete 1973 ein Daytona Coupé, aber damit kaufte man sich auch eines schnellsten Autos der Zeit. 274,8 km/h massen die Testfahrer von Auto Motor und Sport, den Spurt von 0 auf 100 km/h schaffte das Coupé in 6,1 Sekunden. Die Handlingkünste überzeugten, aber der schnelle Sportwagen forderte im engeren Sinne des Wortes den ganzen Mann. Abgelöst wurde der 365 GTB/4 dann vom Berlinetta Boxer, einem Vertreter der Mittelmotorbauweise, an der nun auch Ferrari nicht mehr vorbeikam.

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    Swiss Classic Award 2020

    Ähnlichkeiten und Unterschiede

    Vergleicht man den Ferrari Daytona Spider mit dem offenen  Intermeccanica Italia entdeckt man zuerst einmal viele Gemeinsamkeiten. Beide Sportwagen weisen einen Rahmen und eine Stahlkarosserie auf, beim Daytona ist der Aluminiumanteil etwas höher. Das Leergewicht wird in beiden Fällen mit rund 1200 kg angegeben, doch zeigten die Nachmessungen der Fachzeitschriften, dass die Hersteller damals ziemlich tiefstapelten. 1625 kg wog 1973 ein vollgetanktes Daytona Coupé, 1360 kg brachte der von AMS gefahrene Italia auf die Waage.

    Intermeccanica Italia Spyder (1968) - wirkt wie aus einem Guss
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions

    Die Abmessungen der beiden Italiener sind fast identisch, der Ferrari war mit 4,44 x 1,73 x 1,18 Metern geringfügig flacher als der Italia mit 4,43 x 1,76 x 1,25 Metern.

    Ferrari 365 GTB/4 Daytona Spider (1972) - tiefe Schnauze
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Auctions

    Beide Autos trugen den Motor hinter der Vorderachse (Front-Mittelmotor), der Ferrari verlagerte allerdings einen Teil des Gewichts nach hinten, indem das Getriebe vor dem Differential an der Hinterachse lag.

    Intermeccanica Italia Spyder (1968) - originale Italia waren deutlich weniger wertig ausgestattet
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions

    Während beim Ferrari vorne und hinten Einzelradaufhängungen mit Querlenkern für die Radführung sorgten, musste sich der Italia bei ebenfalls einzeln an Querlenkern aufgehängten Vorderrädern hinten mit einer Starrachse begnügen. Gebremst wurde in beiden Fällen mit vier Scheibenbremsen.

    Ferrari 365 GTB/4 Daytona Spider (1972) - klassisches Ferrari-Cockpit
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Auctions

    Fahrleistungsmässig war der Ferrari dem Intermeccanica überlegen, die Unterschiede wirkten sich im Alltag allerdings deutlich weniger stark aus als die Leistungsdifferenz von rund 100 PS vermuten liesse. Das enormen Drehmoment des 5,8 Liter grossen Ford V8-Motors erlaubt es dem Italia-Piloten, von 22 bis 222 km/h im höchsten Gang zu fahren, wenn ihm danach war. Und die klassische Elastizitätsmessung von 40 bis 120 km/h im höchsten Gang wurde beim Italo-Amerikaner mit 12,4 Sekunden gemessen, der Daytona konnte es mit 11,4 Sekunden nur im vierten Gang schneller, während er sich im fünften Gang dafür 17,4 Sekunden gönnte.

    Beim Verbrauch gönnte sich der Ferrari mit 25,2 Litern pro 100 km Testverbrauch deutlich mehr als der Italia mit 19,2 Litern.

    Warum der Ferrari trotzdem ökonomischer war

    Ein Ökonom hätte 1970 also vermutlich zum Intermeccanica Italia gegriffen, denn bei ähnlichem Auffälligkeitsgrad kostete der mit einem wartungsfreundlichen Ford-Motor ausgerüstete Italia gerade einmal die Hälfte des Ferrari und dabei verbrauchte er bei nur unwesentlich schlechteren Fahrleistungen deutlich weniger.

    Ferrari 365 GTB/4 Daytona Spider (1972) - viele Daytona Spider wurden mit Chrom-Speichenrädern ausgerüstet
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Auctions

    Allerdings, 40 Jahre später, zeigt sich ein deutlich verschobenes Bild: RM Auctions verkaufte am 14. März 2015 in Amelia Island den abgebildeten Ferrari 365 GTB/4 Daytona Spider aus dem Jahr 1972 für USD 3,3 Millionen, während in der gleichen Versteigerung der hier gezeigte Intermeccanica Italia Spyder aus dem Jahr 1968 für gerade einmal 181’000 amerikanische Dollar einen neuen Besitzer fand.

    Intermeccanica Italia Spyder (1968) - ein tanzender Stier als Markensymbol
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions

    Aus einer Preisdifferenz von Faktor 2 wurde ein Faktor über 18! Oder anders gesagt, während der Intermeccanica kaufkraftbereinigt heute in restaurierter Form nur knapp über dem Neupreis gehandelt wird, war der Daytona eine wertkreierende Investition.

    Die Produktionszahlen - 121 Daytona Spider, respektive rund 250 Italia Spyder - erklären diese unterschiedliche Wertentwicklung sicher nicht ... aber vielleicht ist der Intermeccanica einfach nur unterbewertet?

    ZG Marktpreise Eigenwerbung

    Vergleich der technischen Daten

      Ferrari 365 GTB/4 Intermeccanica Italia
    Hubraum 4390 5766
    Leistung PS (DIN/SAE) *
    352 314
    bei U/min 7500 5500
    max NM (DIN/SAE) *
    440 578
    bei U/min 5400 3200
    Anz. Zylinder 12 8
    Anz. Nockenwellen 4 1
    Anz. Vorwärtsgänge 5 4
    Radstand mm 2400 2400
    Länge mm 4425 4440
    Breite mm 1760 1730
    Höhe mm 1245 1180
    Gewicht (leer) kg 1200 1180
    Vmax km/h 280 230
    0-100 km/h 5.7 6.5
    Verbrauch (Reise) l/100 km 22 18
    Preis DM 78000 30000
    Preis CHF 80000 35800


    Anmerkung: Die Daten bezeihen sich auf die Coupé-Versionen, Leistungswerte bei Ferrari in DIN, bei Intermeccanica in SAE-Norm (*).

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    ···
     
    Quelle:

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    mo******:
    13.08.2019 (10:13)
    Es ist immer wieder erstaunlich wie gut echte Oldtimer-Fans die Fotos der vorgestellten Autos anschauen. Ich gebe JR absolut recht. Immer wieder werden sogenannte "Millionen-Autos" abgelichtet, bei denen die allereinfachsten ,sichtbaren Mängel nicht behoben werden. Schlecht verlegte Kabel, Farbe die auf Pop-Nieten nicht hält, Kabelbinder die es damals noch nicht gab etc. Ich bin bestimmt kein Originalitäts-Fanatiker aber bei solchen sogenannten zertifizierten "Originalautos" ist das ein No-Go! Eigentlich brauchen solche " Originale" ja gar keine Motoren, da sie ja eh nur immer mit dem geschlossenen Hänger von Event zu Event gekarrt werden. Abladen von Hand, aufladen von Hand mit Winde. Anlassen des Motors ja nicht, die Auspuffrohre könnten sich durch die Hitze ja verfärben. Und zum Schluss, solche "Stehzeuge" werden dann von der Jurie prämiert!
    Enzo würde sich im Grab umdrehen, wenn er das noch erleben müsste.
    SQUADRA BIANCO AZZURRO, Roland Hufschmid, 6024 Hildisrieden
    dy******:
    31.03.2015 (23:11)
    Intermeccanica Italia Spyder / Design u.a.Scaligone

    Ferrari Daytona Spyder / Design:u.a.Pininfarina

    Maserati Ghibli Spyder / Design: u.a. Giugiaro

    Das sind und bleiben die 3 Master im Autodesign dieser Jahre, wenn nicht bis heute!
    Die 3 Tenöre des Automobilbaukunst!
    Antwort von dy******
    31.03.2015 (23:13)
    Die 3 Tenöre der Automobilbaukunst! Sorry!
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    Intermeccanica Italia (1968-1971)
    Coupé, 310 PS, 5800 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Intermeccanica Italia (1968-1971)
    Cabriolet, 310 PS, 5800 cm3
    Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
    Ferrari 365 GTB/4 Daytona (1968-1973)
    Coupé, 352 PS, 4390 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Ferrari 365 GTC/4 (1971-1972)
    Coupé, 320 PS, 4390 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Ferrari 365 GT4 (2+2) (1972-1976)
    Coupé, 340 PS, 4390 cm3
    Pantheon Graber Sonderausstellung 2019/2020
    Pantheon Graber Sonderausstellung 2019/2020