Matching Numbers - Chassis-Nr 12345
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1966 führte Ferrari eine auf 4.4 Liter vergrösserte Variante des Colombo-Zwölfzylindermotors ein, die eine im Vergleich zum Vorgänger um vier Millimeter vergrösserte Bohrung aufwies. Der Hubraum eines einzelnen Zylinders betrug nun annähernd 365 Kubikzentimeter. Dieser Wert wurde zur Grundlage für die Modellbezeichnungen der mit diesem Motor ausgestatteten Fahrzeuge. Als Folge der Hubraumvergrösserung stieg die Motorleistung auf 320 PS. Der Motor debütierte 1966 im 365 California Spyder, einem in sehr begrenzten Stückzahlen gefertigten Luxuscabriolet, das eine eigenständige, Aufsehen erregende Karosserie von Tom Tjaarda trug. In einem zweiten Schritt präsentierte Ferrari 1967 den 365 GT 2+2 als 2+2-sitzige Variante der Modellfamilie. Dieser war Ferraris erster viersitziger Strassensportwagen mit hinterer Einzelradaufhängung. Im Hinblick auf seine Grösse und sein Gewicht wurde der 365 GT 2+2 in der Presse auch als Queen Mary bezeichnet. Dieser Ferrari 365 GT 2+2 mit der sehr speziellen Chassis-Nr. 12345 wurde vermutlich in Italien ausgeliefert und bereits sehr früh in die Schweiz importiert – die Erstzulassung erfolgte gemäss Fahrzeugausweis am 1. Juni 1969. Die anfängliche Geschichte des sportlichen Reisewagens ist nicht bekannt, bis er im Mai 1991 bei der Garage Beau Rivage in Lausanne durch den Einlieferer erworben wurde. Dieser nutzte seinen Ferrari während der kommenden 25 Jahre für gelegentliche Ausfahrten und parkte ihn schliesslich Ende 2016 in seiner Garage. Im September 2025 wurde der 365er aus seiner Lagerstätte befreit und vorsichtig wieder in Betrieb genommen. Die Karosserie wurde wohl vor einigen Jahrzehnten neu lackiert, wobei der Lack einige altersbedingte Risse und Abplatzer aufweist. Die Innenausstattung befindet sich in gutem Originalzustand mit der üblichen Patina – dies, sowie die vorhandenen Unterlagen lässt darauf schliessen, dass die angezeigten 9‘386 km einer tatsächlichen Laufleistung von 109‘386 km entsprechen dürfte. Der Matching-Numbers Motor läuft gut und das Getriebe schaltet sich korrekt. Aufgrund der langen Standzeit ist selbstverständlich ein grosser Service sowie eine seriöse Aufbereitung durchzuführen bevor der Ferrari wieder die Strassen dieser Welt unsicher machen kann. Die letzte MFK erfolgte im November 2013.
185'000.- CHF
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