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Archivierte Einträge:

Fast schon ein Porsche

Bruno von Rotz - 30.04.2020

VW Spezialcabriolet Drewe 1949

Der erste Porsche entstand bekanntlich im Jahr 1948. Doch nicht nur Ferri Porsche und seine Mitstreiter arbeiteten an sportlicheren Volkswagen-Version, es gab auch andere.

So entstand etwa in Wuppertal ein eleganter Sportwagen, der zumindest optisch mindestens so schnell aussah, wie die Konkurrenz aus Gmünd.

Die Automobil Revue 8/1949 beschrieb dieses “Volkswagen Spezialcabriolet so:
“An der kürzlich durchgeführten Autoschau in Rheydt zeigte Drews (Wuppertal) das hier wiedergegebene zweisitzige Cabriolet auf einem normalen Volkswagenchassis. Die Linienführung lehnt sich deutlich an gute italienische Vorbilder an, doch hat der Wagen eine durchaus persönliche Note. Auch das Innere wurde modernisiert und verschönert. Das Gesamtgewicht soll unter demjenigen der Fabriklimousine liegen, und mit einem Zweivergasermotor wird eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h angegeben. Das Modell wird nicht in Serie gebaut und wird auch vom Volkswagenwerk nicht offiziell anerkannt.”

VW Sport Böbel von 1949

Und auch dies war eine sportliche Abwandlung des Volkswagens, der zu jener Zeit gerade einmal in einigen Tausend Exemplaren vom Band gelaufen war. Viel weiss man nicht zu diesem Exemplar, die Automobil Revue schrieb in der Nummer 21/1949 :
“Eine offene zweisitzige Sportkarosserie für den Volkswagen von Böbel in Ulm.”

Die Fotos sind natürlich auch in grosser Auflösung im Zwischengas-Fotoarchiv zu finden.

 

Hoffen auf eine zweite Welle

Bruno von Rotz - 29.04.2020

Renault Sport Spider

“Wellen” sind ja derzeit in aller Munde, aber leider nur in jenem Zusammenhang, der uns schon bald zu den Ohren hinauswächst. Dabei gäbe es durchaus manche “zweite Welle”, die wir sofort begrüssen würden.

Wie wäre es beispielsweise mit einer “zweiten Welle” von Kabinenrollern à la Isetta, Messerschmitt, Heinkel, Inter und Co? Solche Dinger könnten heute im Nahverkehr ökologisch und ökonomisch viele Transportaufgaben übernehmen und wären wohl relativ günstig herzustellen. Der Microlino ist ein Schritt in diese Richtung, aber für eine “Welle” braucht es noch mehr. Und vor allem auch Käufer.

Oder wie wäre es mit einer “zweiten Welle” von Dreirad-Sportwagen à la Morgan Three Wheeler oder Darmont? Gerne ohne Firlefanz und preisgünstig. Sicher nicht teurer als ein VW Polo.

Oder wie wäre es mit einer “zweiten Welle” von Leichtbausportwagen à la Lotus Elan, Marcos oder Ginetta G4? Der aktuelle “Koenigsegg”-Entwurf mit 700 kg könnte da in die richtige Richtung zeigen, bleibt aber wohl eine Studie.

Und auch eine “zweite Welle” richtig unvernünftiger, aber bezahlbarer Sportwagen wie Super Seven oder Renault Sport Spider (Bild oben) wäre willkommen. Und auch an den VW ID Buggy könnte man sich gewöhnen, wenn er zu vernünftigem Preis angeboten würde.

Wir jedenfalls wären bereit für eine “zweite Welle” und den hoffentlich damit verbundenen Fahrspass!

Und wir sind überzeugt, dass unsere Leser auch noch ein paar gute Ideen für “zweite Wellen” hätten, die der Welt guttun würden. Wenn ja, einfach einen Kommentar hinterlassen!

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Das Panda-Paar

Bruno von Rotz - 28.04.2020

Zweimal Fiat Panda (© Balz Scheier)

Die Geschichte ging um die ganze Welt. Als Folge von Covid-19 war es im “Ocean Park Hong Kong” sehr ruhig geworden, weil Besucher nicht mehr eingelassen wurden. Die beiden Pandas nutzten die  paradiesische Ruhe, um (zum ersten Mal seit 10 Jahren) ein “Schäferstündlein” zu feiern. Die Chancen auf eine natürliche Schwangerschaft für die Panda-Dame Ying Ying sind offensichtlich gross. Nur selten klappt dies überhaupt, meist müssen Pandas künstlich befruchtet werden.

Nun, da fragt man sich, ob das bei den beiden (Fiat) Pandas, die kürzlich zusammen gesichtet wurden, auch funktionieren wird. Schliesslich gehört auch der Ur-Panda zur aussterbenden Rasse und da wäre doch etwas Nachwuchs ganz willkommen.

 

Die Geschichte ihres Wagens ist für die meisten Oldtimerbesitzer nicht matchentscheidend (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 27.04.2020

Frage der Woche 154 - Wichtigkeit Historie

Die Geschichte zu einem klassischen Fahrzeug hat in den letzten Jahrzehnten stetig an Bedeutung zugenommen, bei Luxus- und Sportwagen wird einiges unternehmen, ihre Historie bis zum Anfang zurück zu kennen. Auch bei Zulassungsproblemen kann die Geschichte des Wagens entscheidend sein, auf dem Concours d’Elégance sowieso. Wie wichtig die Fahrzeughistorie den Fahrzeugbesitzern ist, wollten wir in einer Frage der Woche eruiert werden.

Wir fragen also konkret: “Wie wichtig ist Ihnen die Geschichte Ihres Fahrzeugs?” 304 Leser nahmen bei der Kurzumfrage teil.

71,1 Prozent meinten, dass sie zwar gerne die Geschichte ihres Klassikers komplettieren, dass dies aber nicht matchentscheidend für sie sei.

12,8 Prozent gaben an, dass nur Autos mit nachgewiesener Geschichte überhaupt interessant sie für sie, während 14,1 % keinen Wert auf die Geschichte ihres Wagens legen. Wichtig sei die Fahrfreude und das Auto an sich.

Zwei Prozent konnten mit keiner der vorgegebenen Antworten etwas anfangen.

Die Historie eines Autos ist also durchaus von Interesse und wichtig, aber sakrosankt als Kaufkriterium ist sie offensichtlich nicht.

Hier noch die grafische Auswertung:

Frage der Woche 154 - Wichtigkeit Historie - Ergebnisse

Bereits haben wir die nächste “Frage der Woche” lanciert, dieses Mal wollen wir wissen, ob Oldtimer-/Youngtimer-Besitzer ihren Wagen grundsätzlich in der Garage/unter Dach aufbewahren.

Und natürlich sind weiterhin die Ergebnisse aller bisherigen Fragen der Woche online im entsprechenden Themenkanal nachlesbar.

 

Vergessene Amerikaner

Bruno von Rotz - 26.04.2020

Chevrolet Bel Air Impala von 1958 (© GM)

Fast jedes Kind erkennt einen Ford Mustang oder eine Chevrolet Corvette. Aber die Amerikaner haben nach dem Krieg neben diesen Ikonen auch viele Autos gebaut, die schon lange von den Strassen verschwunden sind und die man schon damals nur selten hierzulande zu Gesicht kriegte, wie der oben abgebildete Chevrolet Bel Air Impala von 1958.

Um unseren Lesern ein unterhaltsames Wiedersehen mit einigen dieser vergessenen Konstruktionen zu geben, haben wir ein neues Autokennerquiz unter dem Titel “(fast) vergessene Amerikanerwagen” zusammengestellt.

Wir sind gespannt, ob es jemand schafft, alle zwölf Autos richtig zu identifizieren. Allerdings gibt es nichts zu gewinnen, es soll einfach nur Spass machen.

Autokennerquiz 82 - (fast) vergessene Amerikanerwagen

Hier geht’s zum Autokennerquiz.

P.S. Seit kurzem kann man die Autokennerquiz auch wieder zurücksetzen und ein zweites Mal spielen.

 

Verlierer und Gewinner in Zeiten von Covid-19

Bruno von Rotz - 25.04.2020

Oldtimer/Absperrung

Es ist klar, dass die Krisensituation rund um das Coronavirus Gewinner und Verlierer hervorbringen wird. Die Zahl der Verlierer wird wohl deutlich grösser sein, während nach den Gewinnern schon genauer gesucht werden muss. Aber dass es auch diese gibt, gilt als sicher.

Die Frage, die uns als Oldtimer- und Youngtimer-Liebhaber aber beschäftigt, ist, auf welcher Seite das klassische Automobil enden wird.

Und es sieht nicht unbedingt gut aus für den Oldtimer, obwohl man ja gerade während und nach schweren Zeiten gerne nostalgisch in die Vergangenheit schaut. Doch könnte manche politische Bewegung nach den aktuell fast autofreien Strassen und Städten, sowie der damit verbundenen etwas saubereren Luft, auf den Geschmack gekommen sein, dass das Automobil generell mehr störe als nütze. Entsprechende Vorstösse zur Limitierung des Fahrzeugverkehrs und verkehrsberuhigte Innenstädte waren schon vorher unterwegs und ob sie in Zukunft nicht noch mehr Auftrieb erhalten, ist unklar. Und das historische Automobil könnte dann mit dem Massenverkehr einfach in den Verkehrsverhinderungsstrudel hineingezogen werden.

Hoffen wir, dass auch die Menschen nach Covid-19, wenn die Normalität 2021 oder 2020 wieder zurückkehrt, noch Freude an alten Autos und Motorrädern haben und diese nicht einfach von unseren Strassen verbannt werden …

 

Aufklappbar, wunderbar

Bruno von Rotz - 24.04.2020

Pontiac Grand Prix von 1964

Wäre es nicht praktisch, wenn man das Auto einfach in der Mitte aufklappen könnte und so einfacher an Mechanik und Technik, vielleicht auch das Gepäck käme? Nun aus vielen Gründen wäre dies in der Praxis wohl keine gute Lösung, aber für Messen und Automobilausstellungen wurden Autos schon komplett aufgeklappt, um den Betrachtern einen besseren Einblick zu gewähren, wie das Bild des Pontiac Grand Prix von 1964 (oben) zeigt.

Panhard Dyna von 1957

Die Amerikaner waren aber wohl nicht die Ersten mit dieser Idee, sieben Jahre vorher gab es auch schon einen Panhard Dyna im aufgeklappten Zustand zu sehen in Genf.

Beide Bilder sind natürlich in grosser Auflösung im Zwischengas-Fotoarchiv zu finden.

 

Unsicherheit meint es nicht gut mit den Veranstaltern

Bruno von Rotz - 23.04.2020

Rallye-Start (© Daniel Reinhard)

Kürzlich sprach ich mit dem Organisator einer mittelgrossen Rallye, alles familiär aufgezogen, aber mit Erfolg über die Jahre entwickelt. Schon im März war die Rallye, die im August stattfinden soll, ausverkauft. Und dann kam Corona. Und damit jede Menge Unsicherheit.

Bis heute weiss man nicht, was im August 2020 möglich sein wird. Werden Restaurants geöffnet haben? Werden sie soviel Kapazität haben, dass eine Gesellschaft von 200 Personen bewirtet werden kann? Müssen dann alle Leute Masken tragen? Muss der Rallye-Organisator diese Masken organisieren? Können ausländische Rallye-Teilnehmer die Grenze überqueren um teilzunehmen?

Falls es weiterhin ein Versammlungsverbot gibt, ab welcher Gruppengrösse wird es greifen? Kann die Rallye dann überhaupt durchgeführt werden?

Können Verträge mit Restaurants, Hotels und dergleichen überhaupt aufgelöst werden? Und haben die Rallye-Teilnehmer einen Anspruch auf Durchführung, wenn dies nicht grundsätzlich verboten ist? Wer haftet für was? Wer bezahlt die Zeche, wenn nur eine teilweise Durchführung möglich ist, aber ein Teil der Angemeldeten auf ihren Vertrag pochen?

Es ist kompliziert, aber die stetige Unsicherheit macht es noch schwieriger! Jeder sieht ein, dass es nicht einfach ist, all die nötigen Entscheide auf Landesebene zu treffen, aber die kleinen Unternehmer wie dieser Rallye-Organisator leiden unter der Unsicherheit. Und sie gehen ein erhebliches finanzielles Risiko ein, eines das schnell grösser werden kann als ihre Ersparnisse. Es war definitiv schon einfacher, ein Veranstalter zu sein …

 

“Verschlafen” hat manchmal auch etwas Gutes

Bruno von Rotz - 22.04.2020

VW-Prototypen im Jahr 1967 (© Der Spiegel, abgedruckt in auto motor und sport)

Volkswagen wurde vor allem in den Sechzigerjahren oft vorgeworfen, mit dem Käfer ein altmodisches Auto zu bauen, dem die Konkurrenz davonzulaufen schien. Doch der Käfer verkaufte sich blendend und überzeugte die Käufer offenbar mehr als manch innovativeres Auto anderer Automarken. Es kam soweit, dass sogar Bundesfinanzminister Franz-Josef Strauss dem Volkswagenwerk vorwarf, sie hätten die Weiterentwicklung verschlafen.

Dies wiederum wollte sich Volkswagen nicht gefallen lassen und öffnete den Spiegel-Redakteuren Glismann und Simoneit ihren Fundus an Prototypen. Das obige Bild (© Der Spiegel) zeigt eine Auswahl dieser Prototypen. Abgedruckt wurde es auch in der Ausgabe 11/1967 von auto motor und sport . Dort stand zudem noch der Kommentar:
“Nur sehr selten gelangten VW-Prototypen ans Tageslicht – bei den von auto motor und sport in den letzten Jahren veröffentlichten Fotos hat das Werk regelmäßig bestritten, daß es sich um offizielle Werksentwicklungen handle. Tatsächlich aber wurde in einigen Fällen sogar die Produktion schon vorbereitet. Vor zwei Jahren stoppte Nordhoff im letzten Moment den Serienanlauf eines Käfer-Nachfolgers, und auch auf der IAA in diesem Herbst wird kein neuer VW zu sehen sein. Der Grund: der Käfer-VW verkauft sich zu gut. Größere Aussicht auf einen Nachfolger hat der VW 1600, aber keiner der hier gezeigten Wagen — darunter ein 2 Liter-Heckmotor-Sechszylinder (letzte Reihe links) — wird seine Rolle übernehmen. Auf sie wartet die Schrottpresse, denn bei allen blieb der entscheidende Schritt auf den Markt aus. Damit sind sie symbolisch nicht nur für den Fleiß der Wolfsburger Entwicklungsabteilung, sondern auch für die zögernde VW-Typenpolitik.”

Nun, heute, über 50 Jahre später muss man sagen, dass es wohl keiner der auf dem Bild gezeigten Prototypen wohl hätte mit dem späteren VW Golf aufnehmen können, auch wenn die VW-Entwickler sich sicherlich den einen oder andere interessanten technischen Kniff ausgedacht hatten damals.

 

Im Garten mit Luigi Moretti

Bruno von Rotz - 21.04.2020

Luigi Moretti

Die “Homeoffice”-Zeit hat ja auch etwas Gutes. Zwischen der Arbeit und dem Feierabendbier draussen liegen gerade einmal sieben Meter Fussdistanz. So sitze ich nun also im Garten und geniesse ein “Birra Moretti”.

Signore Luigi Moretti ist dieses Getränk zu verdanken und er war wohl mit seinem Namensvetter Giovanni Moretti, der ab 1925 in Italien Autos baute, nicht verwandt.

In der besinnlichen Ruhe draussen beginnen die Gedanken zu wandern. Ganz vergessen kann man diese Corona-Krise ja nie. Wer aber wird wohl die Zeche am Schluss bezahlen, frage ich mich. Die Antwort ist überaus kompliziert, denn vieles hängt von Effekten ab, die sich im Moment nur schlecht abschätzen lassen. Werden wie beispielsweise in den Monaten, die auf die Pandemie folgen, hohe Teuerungsraten oder gar eine Hyperinflation haben, wie es teilweise kolportiert wird? Dann würde zumindest ein Teil der Renten sinken, die Abgaben auf Löhne müssten steigen, die Steuern gegebenenfalls auch. Der Wohlstand würde damit sinken, die Jungen müssten eine höhere Last am Abtragen der Schulden und Pandemie-Folgeeffekte tragen. Das ersparte Geld würde an Wert verlieren, Sachanlagen könnten gegebenenfalls wertvoller werden.

Womit wir beim Oldtimer in der Garage angelangt wären. Wird dieser wohl im Wert steigen oder sinken aufgrund von Covid-19? Sinkender Wohlstand würde vermuten lassen, dass die Preise heruntergehen, denn mehr Autos würden auf den Markt gelangen, der Euro oder der Franken sässen weniger locker. Als Sachanlage aber könnte der Klassiker von der Teuerung profitieren, würde mindestens nominal wertvoller. Wie es herauskommt weiss kaum jemand. Ich auch nicht. Als nehme ich noch einen Schluck …

P.S. Die Bierbrauerei Moretti ging übrigens 1996 an den Bier-Giganten Heinneken, die lokale Brauerei wurde stillgelegt. Giovanni Morettis Karosseriebetrieb stellte 1989 die Produktion ein. Beide Unternehmen wurden zu Opfern von Konsolidierungs- und Konzentrationstrends, ähnliche Effekte werden uns wohl auch als Folge von Corona wieder erwarten …

 

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