Augenschmaus

Bruno von Rotz
30.11.2020

Cover (Ausschnitt) von Road & Track 1/1965

Wir schwärmen ja immer wieder davon, aber Zeitschriftentitelseiten waren halt früher einfach viel attraktiver gestaltet! Ein wundervolles Beispiel finden wir in der Nummer 1/1965 von Road & Track .

Es zeigt eine Fahrzeugaufstellung, die sich wohl für ein Sportwagenrennen bereit stellt. Im Vordergrund eine Shelby Cobra, weiter hinten zwei Shelby Cobra Daytona Coupés und ganz hinten links noch ein Ferrari 250 GTO. Dieses Startfeld wäre heute vermutlich einige hundert Millionen USD wert, damals waren es einfach Rennautos, gekauft für eine Saison und eingesetzt ohne Rücksicht auf Verluste. Uns genügt schon ein Blick auf das Cover der Zeitschrift, um ins Schwärmen zu kommen.

Hier noch die ganze Titelseite:

Cover von Road & Track 1/1965

Wenn Sie gerne Zeitschriften-Titelseiten betrachten, dann werfen Sie einen Blick auf unsere vielen Titel, die wir zusammen mit den Zwischengas-Lesern in der Mediathek bereits bibliografisch erfasst haben.

Oliver Winterbottom, der Mann der scharfen Kanten (Nachruf)

Bruno von Rotz
29.11.2020

Oliver Winterbotton mit dem Lotus-Prototyp M90 (© Lotus / Werk)

Etwas spät möchten wir an den britischen Designer Oliver Winterbottom erinnern, der am 6. November 2020 im Alter von 76 Jahren verstarb.

Sein Name mag nicht so bekannt sein wie der von Michelotti oder Giugiaro, aber seine Autos sind es durchaus.

Er begann seine Karriere als Designer bei Jaguar. Sichtbarer als seine Arbeit am Prototyp XJ21 waren dann seine Beiträge ab 1969 bei Lotus.

Oliver Winterbotton mit dem Lotus Elite Prototyp (© Lotus / Werk)

Er gestaltete den Lotus Elite und später auch den Lotus Eclat, beides Vertreter der Keilform.

TVR Tasmin von 1981

Winterbottom zog 1978 weiter zu TVR und zeichnete den Tasmin, vermutlich einer seiner gelungensten Entwürfe überhaupt. Es dürfte ihm allerdings nicht gefallen haben, wie sich das Design über die kommenden Jahre weiterentwickelte. Die Zusammenarbeit mit TVR währte relativ kurz.

Zurück bei Lotus arbeitete er bereits ab 1980 am Prototyp M90 (Bild oben) mit, der allerdings nie Produktionsreife erlangte. 1985 verliess Oliver Lotus wieder um zu General Motors nach Detroit zu wechseln, nur um ein Jahr später wieder bei Lotus zu landen und dort bis 1998 zu blieben. Bis zur Pensionierung betrieb Winterbottom dann seine eigene Design-Beratungsfirma.

Bedienungsphilosophie

Bruno von Rotz
28.11.2020

Isuzu Piazza Turbo Coupé von 1980 - Bedienungssatellit links vom Lenkrad (© Bruno von Rotz)

Frage an Radio Eriwan: “Warum hat der Tesla einen ‘Autopiloten’?

Antwort: “Die Bedienung von Nebenfunktionen via das Touch-Panel in der Mittelkonsole lenkt den Fahrer so stark ab, dass das Auto besser autonom fährt”.

Nun ist Tesla natürlich nicht der einzige Autohersteller, der immer mehr Bedienungs-Funktionalitäten via einen berührungssensitiven LCD-Screen abwickeln lässt. Die Amerikaner gehen aber wohl noch etwas weiter als beispielsweise Volkswagen oder Mercedes, wo zumindest noch ein paar Knöpfe mehr vorhanden sind. Gemäss einer ams-Umfrage in Deutschland kommt diese Bedienungsphilosophie bei den Autofahrer nicht sehr gut an, mehr als die Hälfte mag sie nicht.

Völlig andere Wege ging in den Achtzigerjahren die Marke Isuzu beim Coupé Piazza.

Isuzu Piazza Turbo Coupé von 1980 - Bedienungssatellit rechts vom Lenkrad (© Bruno von Rotz)

Fast alle Funktionen (ausser der Radiobedienung) wurden in zwei Satelliten links und rechts vom Lenkrad angeordnet. Ob man das Licht einschalten, die Heckscheibenheizung anwerfen oder die Klimaanlage kühler stellen möchte, die Schalter liegen nie weiter als zehn Zentimeter vom Lenkrad entfernt. Sie sind sogar einigermassen logisch angeordnet und selbst für Isuzu-Novizen schon nach kurzer Angewöhnungszeit nutzbar.

Nun war Isuzu nicht der erste Autobauer mit Bedienungssatelliten am Lenkrad, das hat beispielsweise auch schon Citroën gemacht. Die Japaner gingen aber noch einen Schritt weiter, die Satelliten sind nämlich verstellbar und können sozusagen auf die Handgrösse angepasst werden mit einer Rändelschraube unter den Satelliten.

Isuzu Piazza Turbo Coupé von 1980 - Bedienungssatellit mit Rändelschraube (© Bruno von Rotz)

Durchgesetzt haben sich die Bedienungssatelliten am Lenkrad nicht, sie sahen wohl nicht sportlich genug aus und hatten gewiss auch Nachteile. Rückblickend muss man aber sagen, dass sie eigentlich ganz praktisch waren.

P.S. Wie die meisten Zwischengas-Leser bemerkt haben, hat sich auch die Bedienungsphilosophie von zwischengas.com leicht geändert, als wir am 20. November 2020 eine neue gestaltete Version ausgerollt haben. Wir haben bereits viel Feedback erhalten und für die meisten Leser überwiegen die positiven Aspekte der modifizierten Anwendung. Aber es gab auch Kritiken. Und darüber sind wir genauso froh, denn im Gegensatz zu einem Autobauer, der nicht ständig seine Modelle verändern kann, erlaubt uns die Web-Technik, fast jederzeit Modifikationen vorzunehmen und unsere Anwendung zu optimieren. Wenn Sie also etwas stört am “neuen Zwischengas”, dann melden Sie sich einfach. Denn wir wollen eine möglichst effiziente und effektive Bedienungsphilosophie umsetzen.

Kimi Raikkonen als dienstältester Fahrer der Formel 1

Daniel Reinhard
27.11.2020

Auto Union am Klausenrennen 2002 (© Daniel Reinhard)

Kimi Raikkonen (41) ist mit 327 Grand-Prix Starts der Dienstälteste F1 Fahrer. Im Moment liegt er mit einem Vorsprung von vier Starts vor dem Brasilianer Rubens Barrichello (323).

Bis zum Ende des Jahres kommen noch drei weitere dazu, dann wird der in der Schweiz lebende Finne 330 Rennen auf dem Buckel haben. Da er nächste Saison wieder mit von der Partie sein wird, wird sich die Zahl auf sagenhafte plus-minus 350 Rennen (je nach Corona) erhöhen.

Im Vergleich dazu fuhren Jackie Stewart 99, Niki Lauda 171, Nigel Mansell 187 und Michael Schumacher 307 Formel-1-Rennen.

Natürlich startete Raikkonens F1-Karriere nicht schon vor dem Krieg, gemeinsam mit Hans Stuck oder Bernd Rosemeyer im Auto Union. Warum also diese Fotos?

Die optische Täuschung ist der Grund, denn wer genau sitzt in dem Auto? Raikkonen ist es definitiv nicht, doch der Fahrer (Bild oben)gleicht ihm wie ein eineiiger Zwillingsbruder. Die Bilder entstanden 2002 am Klausen Rennen.

Martin Tomczyk im Auto Union am Klausenrennen 2002 (© Daniel Reinhard)

Das Auto wurde von Martin Tomczyk (im Bild mit Helm) den Berg hochgefahren, doch der Rücktransport tätigte Raikkonens Doppelgänger (mit weisser Staubmütze).

Am 27. August 2022 feiert das Klausen-Rennen übrigens seinen 100. Geburtstag (Erstaustragung am 27. August 1922). Leider wurden über die Jahre alle Bemühungen verschlafen, um den grossen Geburtstag in zwei Jahren gebührend feiern zu können.

Immerhin fand in den Jahren 1993, 1998, 2002, 2006 und 2013 jeweils ein Memorial, also eine Erinnerungsveranstaltung statt, doch seither blieben die Rennmotoren stumm am Klausen. Zumindest die ersten vier Veranstaltungen hatten durchaus das Potential, mit der Mille Miglia, oder auch der Le Mans Classic zu konkurrieren. Es gab schliesslich keinen Ort auf dieser Welt, wo sich derartig viele hochkarätige Vorkriegsrennwagen versammelten, um sich auf einer dermassen langen und schwierigen Bergstrecke zu messen.
Traurig ist die fehlende Fortsetzung auch für die gesamte Region Glarnerland, die mit dem Klausenrennen eine Touristenattraktion erster Güte besitzen würde.

Tipp Nummer 2 zum neuen Design von zwischengas.com

Balz Schreier
26.11.2020

Seit ein paar Tagen ist das neue Design von zwischengas.com endlich live. Für alle, die Zwischengas seit Jahren kennen und nutzen, ist es gewiss eine Umstellung. Wir möchten deshalb auf ein paar Änderungen genauer eingehen und ein paar Tipps geben.

Unsere Hauptartikel haben zunächst ein prägnant neues Merkmal: jeder Besucher, egal ob anonym oder Premium PRO, sieht in den meisten Fällen ein grosses Bild ganz oben beim Artikel. Wir sind stolz auf unsere Bilder, und nur ab einer gewissen Grösse kann man die Qualität auch wirklich zeigen, deshalb haben wir entschieden, für alle nun mindestens das Aufmacherbild wirklich schön gross zu zeigen.

Der neue Artikel-Kopf

Kommen wir aber zum neuen Artikel-Kopf, jener Bereich mit den vielen Icons.

Auf der linken Hälfte befinden sich alle Bedienelemente, die direkt mit dem Inhalt zu tun haben:

  • Anzahl Fotos: Klicken Sie drauf! Sie gelangen so zu einer Ansicht, auf welcher Sie sofort alle Bilder sehen! Geniessen Sie die Bilder auf schwarzem Hintergrund, und in voller Grösse!
  • Faksimiles (als PDF): Klicken Sie auf dieses PDF Symbol, um direkt zu den Prospekten, Broschüren zu springen. 
  • Empfohlene Artikel: Unsere Redaktion sucht immer nach richtig guten Artikeln, die zum Thema passen, diese finden Sie hier. Klicken Sie drauf, Sie springen direkt dorthin.
  • Tonmuster: Lust auf Musik? Klicken und Abspielen. Ganz einfach.
  • Bewertungen: Alle zwei Monate aktualisieren wir unsere Classic-Data Fahrzeug-Bewertungen. Hier können Sie direkt zu diesen springen.
  • Kommentare: Unsere Leser wissen viel, und hier können Sie Kommentare lesen oder Ihr Wissen weitergeben und selber etwas kommentieren. Wir freuen uns!

Auf der rechten Hälfte befinden sich Bedienelemente mit sogenannten Nutzungsfunktionen:

  • Übersetzung: Falls Sie in Ihrem Profil eine andere Hauptsprache als "Deutsch" eingestellt haben, erscheint hier als erstes ein Übersetzungs-Symbol. Mit einem Klick erscheint der Artikel in der gespeicherten Sprache.
  • Drucken: Unsere Artikel lassen sich neuerdings schön als PDF drucken (nur für Premium PRO verfügbar)
  • Persönliches Archiv: Mit einem Klick könenn Sie Inhalte in Ihr privates Archiv speichern, um später diese wieder zu finden.
  • Dossier: Inhalte können Sie einem Dossier hinzufügen, das ist wie ein Sichtmäppchen, oder ein Ordner, zu welchem Sie bestimmte Inhalte hinzufügen.
  • Teilen: Möchten Sie einem Freund einen gewissen Inhalt zusenden? Dann verwenden Sie dieses Teilen-Symbol. Auf dem Mobiltelefon stehen automatisch die gängigen Teilmöglichkeiten wie Whatsapp, Email, SMS und andere zur Verfügung. Probieren Sie es aus!

Das neue Foto-Karussell

Schon gesehen? Im Bild gibt es kleine Pfeilchen, klicken Sie die an, um zum nächsten Bild zu gelangen. Die Bildunterschrift passt sich automatisch an.

Unten rechts in der Bildunterschrift gibt es ein Lupensymbol. Mit einem Klick darauf gelangen Sie zur Detailansicht des gerade gezeigten Bilds und erhalten noch viel mehr Informationen zum Bild und auch die Möglichkeit, das Bild in noch grösseren Versionen runterzuladen (Premium PRO Mitglieder können jedes Bild in Originalauflösung runterladen).

Nun hoffen wir, dass Sie was gelernt haben und wünschen viel Spass beim Stöbern in unseren Inhalten.

1000 Autos oder so …

Bruno von Rotz
26.11.2020

Lexus LS 400 von 1990 (© Bruno von Rotz)

Wenn wir anlässlich unseres Jubiläums zehn Zwischengas-Jahre zurückschauen, was fällt uns da ein? Und vor allem, ist uns die Lust am alten Auto vergangen, nachdem wir gegen tausend verschiedene Klassiker vom Renault 4, über den Mercedes /8 bis zum Aston Martin DB6 oder Lamborghini Diablo gefahren sind oder fotografiert haben? Können wir uns überhaupt noch an einfachen Autos erfreuen?

Die Antwort ist einfach. Weder ist uns die Lust vergangen, noch glauben wir, dass teure oder schnellere Autos mehr Freude machen. Vielleicht spielt sogar der gegenteilige Effekt, denn einige der Fahrten, die sich am stärksten in unserem Hirn eingebrannt haben, waren mit Vorkriegsautomobilen und mit Kabinenrollern. Und wir können auch nicht nachvollziehen, warum James May (ehemals Top Gear) alle seine Klassiker verkauft hat, weil er sich nur noch mit modernen Autos beschäftigen will.

Wir hingegen freuen uns, dass die Brandbreite alleine schon im Oldtimer-Segment immer grösser wird, denn jedes Jahr kommt ein Jahrgang dazu und offenbart wieder neue Überraschungen.

Und ja, auch der Lexus LS 400 ist inzwischen ein Oldtimer, der abgebildete Wagen hat sogar eine Schweizer Veteranenzulassung, ähnlich zum deutschen H-Kennzeichen. Und am anderen Ende des Zeitspektrums wartet ein Gladiator auf uns von 1900, den wir im nächsten Jahr fotografieren wollen. Da kann man sich doch über mangelnde Vielseitigkeit sicherlich nicht beklagen!

Pioniere vor bald 60 Jahren

Bruno von Rotz
25.11.2020

Max Pichler und Heinz (Horst) Schaardt (© Daniel Reinhard)

Vorgestern, am 23. November 2020, feierte zwischengas.com das 10-jährige Jubiläum. 2010 legten wir los und waren auch ein wenig Pioniere, schliesslich war der Ansatz, den zwischengas.com verfolgte, bisher noch nie in dieser Konsequenz umgesetzt worden. Ein Zeitschriftenarchiv mit inzwischen über 580’000 Seiten, das praktisch die gesamte Automobilgeschichte abdeckt und Fotos in den Hunderttausenden von damals und heute, plus ein Tonarchiv, eine Auktionsdatenbank, eine Mediathek und vieles mehr. Bis heute ist zwischengas.com damit unerreicht geblieben.

Aber natürlich leisteten schon andere Leute vor uns Pionierhaftes. So z.B. Max Pichler und Heinz Schaardt (Bild oben), die aus der Schweiz heraus ab 1963 eine Rennsport-Zeitschrift publizierten, die zumindest im deutschsprachigen Umfeld weitgehend ohne Vorbilder war.

Redaktion Powerslide 1963

Gegründet wurde “Powerslide” von Rico Steinemann, Arthur Blank und Max Pichler, Heinz (Horst) Schaardt kam schon bald dazu, um den Vertrieb zu organisieren und auch bei den Fotos und Berichten zu helfen. Viel Ahnung, wie man eine Zeitschrift machte, hatte keiner der Pioniere. Man lernte beim Machen. Pichler fotografierte packende Aufnahmen, Steinemann schrieb spannende Texte und Blank sorgte dafür, dass das Ergebnis präsentabel aussah.

So entstand eine der berühmtesten Zeitschriften jener Zeit überhaupt und sie wurde bis in die frühen Siebzigerjahre in dieser Art im Monatsturnus publiziert. Danach wurde daraus das wöchentlich erscheinende “Motorsport Aktuell”, das es noch heute gibt und das bei der Motor Presse erscheint.

Ein Fotos aus der damaligen Zeit, welches uns Heinz Schaardt anlässlich unseres 10-jährigen Jubiläums zustellte, illustriert wunderbar, dass Medienarbeit und Rennfahrerei damals näher beieinander waren als heute. Die Bildlegende lautet:
Foto 1964 Bergrennen Schauinsland D: von oben links Heinz Horst Schaardt, Rico Steinemann, «Seppi» Siffert und Marianne Steinemann.

Bergrennen Schauinsland D 1964: von oben links Heinz Horst Schaardt, Rico Steinemann, «Seppi» Siffert und Marianne Steinemann

Powerslide kann übrigens im Zeitschriftenarchiv von Zwischengas Seite um Seite gelesen werden, von der ersten Nummer im Jahr 1963 bis zur letzten Ausgabe 1975 (vor der Namensänderung).

Powerslide Titelseiten 1963 und 1975

Die grösseren und kleineren Missgeschicke in 10 Jahren Zwischengas

Bruno von Rotz
24.11.2020

Benzinpanne mit einem Maserati Ghibli

Zwischengas wurde gestern 10 Jahre alt, wir haben für den grossen Tag nicht nur unsere gesamte Website erneuert , sondern auch besondere Berichte publiziert und ein Jubiläumsquiz mit Wettbewerb zusammengestellt.

Vieles ist uns über die letzten zehn Jahre gelungen wie geplant, aber ab und zu sind uns auch kleinere oder grössere Missgeschicke unterlaufen. Meist immer geschah dies bei Probefahrten anlässlich von Fotoaufnahmen mit alten Autos. Aber auch unser Server, den wir zur Bereitstellung der Online-Plattform verwendeten, krachte im August 2013 komplett zusammen, nach einem mehrstündigen Unterbruch waren wir aber wieder live. Und seither ohne grössere Unterbrüche.

Doch zurück zu den kleinen und grösseren Unglücken bei Hunderten von Foto-Fahrten. Da waren gleich mehrere Benzin-Pannen dabei, die schlimmste passierte mit einem Ferrari in Hergiswil, als der Zwölfzylinder in der Mitte einer einspurig befahrenen Strasse und durch Ampeln beidseitig gesicherten Baustelle stehen blieb, mit dem Ergebnis, dass dann von beiden Seiten Autos in die Baustelle einfuhren. Und wir waren in der Mitte. Keine schöne Situation.

Und da war der Maserati Ghibli, der uns ohne Benzin ausbremste (Bild oben). Wir füllten dann aber den falschen Tank auf, worauf der Maserati, bei dem man manuell von Tank 1 zu Tank 2 umschalten kann, wenn man es weiss, immer noch nicht anlief.

Bei einem anderen Ferrari brach während der Fotofahrt der Zündschlüssel im Schloss ab, bei einem weiteren Exoten konnte der Schlüssel nicht mehr abgezogen werden. Beide Motoren liessen sich ohne Schlüssel werden stoppen noch wieder starten.

Zudem blieben wir einige Male mit leerer Batterie stehen, manchmal half anschieben, meist aber mussten wir nach Starthilfe suchen. Und ein italienischer Klassiker verlor bei einer Fahrt fast sein gesamtes Motorenöl. Nur noch Abschleppen half. Sowieso mussten wir das eine oder andere Mal von einem jüngeren Auto gezogen werden, wenn die Technik nicht mehr mitmachte, so z.B. auch als wir in einem Citroën 2 CV unterwegs waren.

Auch das Foto-Equipment machte nicht immer mit, die Blitzanlage etwa versagte oder die Kameras verweigerten im starken Regen ihren Dienst. Nur noch föhnen im Hotel rettete die Spiegelreflex.

Verunfallter BMW unseres Fotografen

Und da war da noch der vermeidbare Unfall, als ein Lieferwagen beim Red Bull Ring den stehenden und wartenden BMW unseres Fotografen komplett übersah und mit 30+ km/h abräumte, respektive in einen Totalschaden verwandelte.

Im Grossen und Ganzen kamen wir aber immer glimpflich davon, so lief unsere Anwendung über die letzten 10 Jahren mit über 99,97% Verfügbarkeit. Und irgendwie kamen wir auch nach Auto-Pannen immer wieder an. Da darf man nicht klagen.

Ein paar unserer Erinnerungen an die über 1000 Foto-Shootings der letzten 10 Jahren haben wir auch in unserem aktuellen Jubiläums-Quiz verewigt. Es gibt sogar etwas zu gewinnen!

Jubiläumsquiz

10 Jahre zwischengas.com - was für eine Reise!

Bruno von Rotz
23.11.2020

10 Jahre Zwischengas - wir feiern!

Was einst als Hobby begann, hat sich zu einem ernsthaften Unternehmen entwickelt, mit mehr als einem halben Dutzend Leuten, die direkt oder indirekt vom Erfolg von zwischengas.com abhängen. Und Millionen von Lesern jährlich!

Wir dachten damals ja, dass “Zwischengas” ein sinnvoller Name für unsere Oldtimer- und Youngtimer-Website sei, weil den Leuten, die mit dem Begriff etwas anfangen können, auch unsere Online-Lösung sympathisch sein würde.

Vor 10 Jahren - die erste Version von Zwischengas geht live

Wir selber aber haben während der letzten zehn Jahre vor allem Vollgas gegeben, bewegten uns –  im übertragenen Sinne – meist an der Drehzahlgrenze oder am Begrenzer, liessen Turbolader und Kompressor zur Leistungssteigerung heisslaufen und berichteten fast rund um die Uhr von der Welt der Oldtimer und Youngtimer.

Über 11’000 Berichte, Kurzartikel und News wurden publiziert, über 300’000 Fotos entstanden. Unsere Leser steuerten fast 10’000 Kommentare bei, sie archivierten 115’000 Inhalte und erfreuten sich an inzwischen 100 Autokennerquiz und an gegen 200 Fragen der Woche. Das Zeitschriftenarchiv wuchs in zehn Jahren auf über 570’000 Seiten.

Um jeweils rechtzeitig auf Dienstag früh die neuesten Berichte und Rückblicke online zu haben, wurde manche Nacht zum Tage und die Anzahl komplett arbeitsfreier Wochenenden in den letzten zehn Jahren lässt sich wohl an einer oder zwei Händen zusammenzählen. Aber, wir haben das gerne gemacht, genossen die Probe- und Fotofahrten mit an die eintausend historischen Automobilen, die allesamt ihre liebenswerten Eigenheiten hatten.

Der Fiat 500 Topolino zum 500. Newsletter

Wir empfanden das Lenken eines Fiat Topolino genauso interessant, wie das Steuern eines Jaguar XJ220 oder Ferrari F40, auch wenn letztere bei uns natürlich noch etwas mehr Adrenalin produzierten. Wir freuten uns über sogenannte Brot-und-Butter-Autos genauso wie über Kleinserien-Exoten. Und wir widmeten auch Fahrzeugen Berichte, die sonst von der Oldtimerpresse eher links liegen gelassen werden.

Und noch immer geniessen wir es, wenn wir nach vergessenen Automobilen forschen und nach verloren gemeinten Fotos stöbern konnten.

Vieles hat sich verändert in zehn Jahren. Als wir 2010 begannen, war manches Auto, das heute als veritabler Oldtimer gilt, noch Youngtimer. Viele der von uns beschriebenen “Klassikerperlen der Zukunft” sind heute gesuchte Sammlerwagen geworden. Dachten wir anfangs, dass es reichen würde, ein Zeitschriftenarchiv bis ins Jahr 1980 online zu haben, korrigierten wir dies über die Jahre und ergänzten die Onlineablage bis ins Jahr 2000. Und vermutlich werden wir auch hier schon bald wieder nachrüsten müssen.

Die Arbeit ging uns in den letzten Jahren nie aus und leider konnten wir auch nicht immer alle angefangenen Projekte komplett abschliessen, so dass die Liste der geplanten Verbesserungen noch immer riesig ist.

Zum 10. Jubiläum - Fahrt im Fiat 508 S Balilla

Aber schliesslich beginnen nun die nächsten zehn Jahre und kaum jemand kann sich ausmalen, wie die Autowelt und die Oldtimer-/Youngtimer-Szene im Jahr 2030 aussehen wird.

Zwischengas jedenfalls soll auch dann noch dazugehören, daran arbeiten wir täglich, wie die gerade eben lancierte neue Version unserer Website beweist, man könnte tatsächlich von Zwischengas Mark II sprechen!

Zum 10. Jubiläum von zwischengas.com wurde nicht nur ein besonderer Artikel “Träume in Rot” erarbeitet, sondern auch ein Jubiläums-Quiz mit Wettbewerb!

Steigende Akzeptanz für Online-Kauf von Old- und Youngtimern (Frage der Woche)

Bruno von Rotz
22.11.2020

Frage der Woche 169 - Oldtimer online kaufen?

Im Zeitalter der Corona-Pandemie haben Versteigerungshäuser vermehrt auf den Online-Kanal gesetzt. Und dies mit Erfolg. Selbst millionenschwere Klassiker wurden online zugeschlagen. Immer mehr Bieter scheinen sich online an Auktionen zu beteiligen. Vor rund 2,5 Jahren massen wir den Puls zu diesem Thema das erste Mal, jetzt interessiert natürlich, ob sich die Meinungen geändert haben. Also lancierten wir erneut eine "Frage der Woche" zu diesem Thema.

Und nun liegen die Antworten vor, 235 Leser haben ihre Meinung diesmal ausgedrückt:

27,2Prozent können sich einen Online-Kauf überhaupt nicht vorstellen, das stimmt mit dem Ergebnis vor zwei Jahren überein.

37,9 Prozent können sich vorstellen, ei der richtigen Gelegenheit online auf ein auto zu prüfen (2018 waren das noch 30 Prozent).

30,6 Prozent halten es für denkbar, mit Einschränkungen (32 Prozent)

3 Prozent halten einen Online-Kauf für die effizienteste Möglichkeit zu einem neuen Klassiker zu kommen, das waren allerdings vor 2,5 Jahren noch sechs Prozent.

1,3 Prozent konnten mit keiner Antwort etwas anfangen, bei der letzten Durchführung waren es noch 2 Prozent.

Insgesamt zeigt sich also eine gewisse Verschiebung in Richtung Bereitschaft für Online-Versteigerungen und Käufe. Vor 2,5 Jahren konnten sich noch 68 Prozent vorstellen, online für Autos zu bieten, jetzt sind es 71 Prozent.

Wir haben die Zahlen auch noch grafisch zusammengefasst, in Klammer stehen die Werte von 2018, als 136 Leser teilnahmen.

Frage der Woche 169 - Ergebnisse

Bereits haben wir eine neue “Frage der Woche” aufgeschaltet. Unser Interesse ist gross von Ihnen zu erfahren, wie Sie die umgestaltete Zwischengas-Website finden.

Und natürlich kann man weiterhin die Ergebnisse aller früheren “Fragen der Woche” im entsprechenden Themenkanal nachlesen.

Zwischengas publiziert in diesem Blog täglich einen Beitrag seit 2010

Für weitere Einträge verwenden Sie deshalb bitte die Navigation nach Jahren und Monaten.

Archivierte Einträge:

Weitere Blog-Einträge:

zwischengas.com

Die umfangreichste Internet-Plattform über Oldtimer, Youngtimer und historischen Motorsport. Mit über 150'000 Besucher pro Monat ist zwischengas.com zur wichtigsten Informationsquelle von Oldtimer-Enthusiasten geworden.

Zwischengas Jahresmagazin

260 Seiten mit Fahrzeugberichten, Veranstaltungsrückblick und Auktionsanalysen.

Ab 6. Dezember 2020 am Kiosk und jetzt im Online-Shop

CHF 12.90 | EUR 9.90 zzgl. Versand

SwissClassics Revue

SwissClassics, das grösste Oldtimermagazin der Schweiz, erscheint mit sechs Ausgaben im Jahr und richtet sich an die Liebhaber von Oldtimern. Berichtet wird über Legenden des Fahrzeugbaus und die Schweizer Oldtimerszene sowie europäische Klassiker-Events.

Bisherige SwissClassics Ausgaben

Loading...