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Wie Fiat immer wieder das Design von Designikonen verwässerte

Bruno von Rotz - 11.12.2019

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Natürlich kann man bezüglich der Schönheit mancher Fiat-Konstruktion der Siebziger- und Achtzigerjahre geteilter Meinung sein, aber einige dieser Autos hatten einen sehr individualistischen Anstrich und ragten aus der Menge heraus. Immer wieder aber schafften es die Fiat-Designer bei der Überarbeitung, aus dem besonderen Auto ein gewöhnliches Auto zu machen, die Einzigartikeit durch “Mainstream” abzulösen. Was damals möglicherweise aus Verkaufssicht Sinn machte, wirkt heute aus Historiker- und Sammlersicht eher wie ein Gau.

Nehmen wir drei Beispiele:

Fiat Ritmo von 1978 (© Fiat / FCA Group)

Der erste Fiat Ritmo wirkte wie aus einem Guss, selbst die Türöffner unterordneten sich dem auf Kreisdesign, die Scheinwerfer guckten fröhlich in die Welt hinaus, die Stossfänger waren weit hochgezogen und sogar die Felgen wirkten individualistisch. Und das Tüpfelchen auf dem “i” waren der asymmetrische Kühlergrill und der Einlass für die Heizungs- und Lüftungsanlage auf der Motorhaube.

Fiat Ritmo von 1986 (© Oldtimer Galerie Toffen)

Fast alle diese Besonderheiten fielen dem Facelift zum Opfer. Fortan hatte der Ritmo einen normalen Kühlergrill, herkömmliche (Kunststoff-) Stossfänger und marktübliche Räder. Selbst die Türöffner mussten irgendwann Standardteilen weichen.

Fiat Panda von 1980 (© FCA Group / Fiat)

Nicht anders lief es beim Fiat Panda ab, mit dem Giorgetto Giugiaro sicherlich ein Meisterwerk an Praxisnutzen geschaffen hatte.

Fiat Panda von 1992 (© FCA Group / Fiat)

Auch hier wurde bei den Facelifting-Übungen der asymmetrische Kühlergrill entfernt und auch die lustigen Gartenstühle und andere Einzigartikeiten innen und aussen mussten über die Jahre verschwinden.

Fiat Multipla 1999 (© FCA Group / Fiat)

Und beim Fiat Multipla geschah es noch einmal. Natürlich eckte das Design des frühen Multiplas an und mancher guckte entsetzt, als er den Wagen das erste Mal erblickte.

Fiat Multipla 2004 (© FCA Group / Fiat)

Doch was nach dem Redesign übrigblieb, wirkte so beliebig, dass der ganze Kult in sich implodierte. Schade! Hätte Citroën die Ente designmässig so malträtiert über die Jahre, sie wäre heute deutlich weniger gesucht, vor allem, was die jüngeren Baujahre angelangt.

Aber, entscheiden Sie selber. Kommentieren Sie! Was gefällt Ihnen besser, was altert Ihrer Meinung nach besser? Was werden die Oldtimer-Sammler der Zukunft in ihrer Sammlung haben wollen?

Neueste Kommentare

 
 
th******:
17.12.2019 (17:46)
Bei Lancia hat man diese Verwässerung beim zweiten Delta (836) auch betrieben - wenn auch nicht so offensichtlich:
Die schwarze A-Säule, die eine optisch durchgehende Fläche von den Seitenscheiben bis zur Frontscheibe einschließlich der anfangs schwarzen Seitenspiegel darstellte, wurde irgendwann in Wagenfarbe ausgeführt wie beim Dedra. Dass dann ganz am Ende des Modells sogar die schwarzen Blenden an der C-Säule (damit sah die zuerst erschienene Limousine fast wie das später erschienene Coupe HPE aus) eingefärbt und die die Rücklichter verbindende Fläche und die den Wagen streckenden Stoßleisten farbig wurden (leider auch beim Dedra) war der damals beginnenden Mode alles in Wagenfarbe zu lackieren geschuldet.
Beim letzten Facelift wurde aber auch die Sicherheit beeinträchtigt, da die schwarzen, Blendung vermeidenden, A-Säulenverkleidungen ebenso hell wie der Himmel ausgeführt wurden. Dazu wurde der dunkle Dachbereich bis hinter die Sonnenblenden (der den gleichen Sinn hatte wie die dunklen A-Säulen) leider auch noch hell.

Und zu allem Überfluss sparte man sich am Ende bei der gesamten Tipo/Tempra/145/155/Delta/Dedra-Serie die anfangs innovativen beleuchteten Lenkstockhebel.

Dass FIAT (Croma, Uno (leider ist hier der abnehmbare Ascher durch eine simple Klappe ersetzt worden und die neu hinzugekommenen Lenkstockhebel waren in seltsamen verwirrenden Längen) bzw. Lancia (Prisma, Thema, Autobianchi Y10) aber bei manchen Facelifts echt gute Gestalter hatte macht das bei den extrem verwässerten Modellen leider nicht besser.
ka******:
17.12.2019 (08:07)
Absolute Autoikonen kommen und kamen schon immer aus Italien und auch aus Frankreich manchmal auch aus GB und werden heute auf Auktionen zu Höchstpreisen gehandelt. Hinter diesen drei Fiat stehen drei Visionen die auch in die Zeit ihrer Entwicklung und Entstehung passen. Sie wiederspigeln ihre Ära, ihre Profile lassen sich klar und deutlich zuordnen. Gut erhaltene Exemplare stehen in Sammlungen. Die Face liftings sind für den Main Stream und verwässern die oft Grundidee. PS: Auch die deutschen Autos wurden und werden in Italien, oder in jüngster Zeit durch dort aufgekaufte Designfirmen auf die Räder gestellt.
«I love Cars»
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