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Oldtimer und Youngtimer haben kein CO2-Problem, im Gegenteil …

Bruno von Rotz - 06.09.2019

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Fiat 600 Multipla der Sechzigerjahre

Neben der vielerorts diskutierten “Flugscham” werden auch immer wieder Kritiken am Oldtimer und Youngtimer laut, die den alten Autos mangelnde Umweltfreundlichkeit vorwerfen. Natürlich, und das wissen wir, sind die Abgase unserer geliebten alten Autos nicht die saubersten und gerade in diesem Bereich hat die Technik in den letzten 50 Jahren enorm grosse Fortschritte gemacht.

Wenn es aber um den Klimafeind CO2 geht, dann haben alte Autos eigentlich eine deutlich sauberere Weste als manches neue Ökomobil.

Nicht nur ist der Treibstoffverbrauch bei alten Auto heute deutlich tiefer als damals, weil man die Fahrt mehr geniesst und langsamer/gleichmässiger fährt. Kurzfahrten werden zudem genauso vermieden wie häufige Kaltstartorgien. Schliesslich werden dem alten Auto möglichst wenige Staus und Stadtverkehrlangsamfahrten zugemutet. Dies sind alles Verhaltensweisen, die den Treibstoffverbrauch senken und sogar die Abgasqualität verbessern.

Wenn die CO2-Produktion kalkuliert wird, dann wird heute vor allem bei der Steuerbelastung und den Zulassungsbestimmungen generell falsch gerechnet. Es wird nur die aktuelle Produktion im Fahrbetrieb berücksichtigt, während die ganze CO2-Produktion, die für den Bau des Automobils, die Transportlogistik und die Entsorgung benötigt werden, ignoriert werden. So sieht ein modernes Elektroauto wie der Renault Zoe oder der Tesla 3 zwar gut aus, die Realität ist aber eine andere. Würde man die erwähnten CO2-Mengen in eine, sagen wir einmal, fünfjährige Gebrauchsdauer hineinrechnen und über die Kilometer “abschreiben”, dann wäre die CO2-Bilanz sämtlicher moderner Autos vermutlich deutlich schlechter als jene eines heute sorgsam gepflegten Oldtimers oder Youngtimers, dessen Jahresfahrleistung dazu noch deutlich tiefer liegt.

Aber selbst die Kilometer-CO2-Ausstösse eines alten Autos würden wohl in einem deutlich günstigeren Licht stehen als dies beim Neuwagen möglich ist, denn die Produktion des Autos war damals wegen der geringeren Komplexität deutlich weniger energieintensiv und auf eine Entsorgung verzichten wir Oldtimer-Besitzer schliesslich gerne, respektive genau diese wollen wir mit unserer Leidenschaft ja verhindern. Und wird dereinst sauber produzierter synthetischer Treibstoff verfügbar, dann wird die Rechnung für das alte Auto noch günstiger.
Deshalb muss also, wer einen Oldtimer artgerecht fährt, kein schlechtes Gewissen haben, zumindest kein schlechteres Gewissen als der Tesla- und Nissan-Leaf-Fahrer.

Oder sind Sie anderer Meinung?

Alle Kommentare

 
 
le******:
06.09.2019 (09:31)
Ich liebe alte Autos, aber wenn ich auf Oldtimerveranstaltungen nach dem Start die Luft rieche, dann kann die oben erfwähnte Vermutung nicht ganz stimmen. Und auch wenn ich hinter einem Old- oder Youngtimer fahre, rieche ich nur noch Treibstoff.
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
06.09.2019 (10:02)
nun, das hatte ich auch erwähnt, dass die Autos nicht die saubersten sind. CO2 aber riecht nicht und die ausgestossene Menge richtet sich im Prinzip einfach nach der verbrannten Benzin-Menge.
he******:
06.09.2019 (13:51)
Sehr guter Beitrag, da bin ich gleicher Meinung.

Die E-Autos werden von Politikern immer beschönigt, man sieht nur das hinten nicht rauskommt... Dabei würde fast niemand ohne Propaganda und staatliches Sponsoring so eine Kiste kaufen.

Die ganzen Umweltbelastungen für die Produktion der Autos und vor allem dem Akku möchte man nicht sehen, für die umweltgerechte Entsorgung benötig man dann nochmals sehr viel Energie.
Somit ist klar, je länger man ein Auto fahren kann um so besser. Und da sind wir Oldtimer / Youngtimer Fahrer sehr vorbildlich.
Antwort vom Zwischengas Team (fa******)
06.09.2019 (17:09)
Sehe ich auch so. Zwar wäre ich persönlich auch einem neuartigen Elektro-Auto nicht abgeneigt, aber bezüglich Umweltschutz können Sie definitiv mit guten Argumenten aufwarten.
vp******:
06.09.2019 (23:26)
Deshalb muss also, wer einen Oldtimer artgerecht fährt, kein schlechtes Gewissen haben, zumindest kein schlechteres Gewissen als der Tesla- und Nissan-Leaf-Fahrer.: ich kenne kein tesla Fahrer der nur für Fun fährt. Ich bin aber sicher, dass ich mit meinen 1934 Lagonda immer nur für Fun fahre. Deswegen ist dieses Vergleich total Falsch. Es wäre viel besser für alle, wenn wir oldtimerfans akzeptieren könnten, dass was wir lieben, für das Umwelt schlecht ist. Ein schlechetes Gewiss meint nur, dass wir verständins haben; so etwas zu verstecken, zeigt nur dass wir nicht besser als alle die andere Hypokriten sind...
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
07.09.2019 (12:30)
Da bin ich nicht ganz einverstanden, das Gros des Verkehrs ist nicht Berufs- sondern Freizeitverkehr. Und zu diesem gehört auch das Fahren im alten Auto. Natürlich gibt es jeweils mehr oder weniger gute Gründe für eine Fahrt ...
st******:
10.09.2019 (08:48)
Zu Vp bin ich auch nicht ganz einverstanden. ich hoffe dass der hypothetische Tesla farer nie auf ein Eis oder irgendwohin zum einem guten Lokal fährt oder seinem Freund die Vorzüge seines Fahrzeugs präsentiert. Ein weiterer Punkt der Co2 Diskussion ist die Nachhaltigkeit. Alte Fahrzeuge muss man reparieren da gits keine wegwerfen Ersatzteile (aus China?). Mechaniker, Tischler und Tapezierer also Handwerker in der Nähe werden beschäftigt. Das sind Arbeitsplätze in der ( weiteren) Umgebung und keine Fabrik zur Erstazteilproduktion irgendwo auf der Welt.
ly******:
10.09.2019 (09:32)
Auch ein "nachhaltig benutzter" Oldtimer produziert keine klimafreundlichen "Vernuftsabgase"
natürlich bleiben Abgase immer klimaschädliche Abgase - ob nun "aus fun" oder "aus beruflichen Gründen!
Machen wir uns nichts vor. Fakt ist, jeder Verbrenner - und sei er noch so selten/vernünftig/gleichmäßig usw. gefahren belastet selbstverständlich die Umwelt.
Antwort von 12******
10.09.2019 (15:15)
so ist es !
ww******:
10.09.2019 (12:20)
Greenwashing von Freizeitmobilität. Das kann ja nicht gut gehen.
Füllt immerhin die Kommentarfelder.
Stefan Fritschi:
11.09.2019 (10:28)
Leute, habt Geduld, denn alles geht vorbei: Ölkrise, Waldsterben, saurer Regen und Co. sind irgendwann aus den Schlagzeilen verschwunden.

Genau das Gleiche wird auch mit CO und menschgemachter Klimaveränderung passieren, sobald sie sich politisch, wirtschaftlich und medial nicht mehr ausschlachten lassen.

Wir sollten Sozis, Grüne und EU einfach mal experimentieren lassen. Die werden von selber alles an die Wand fahren, und dann kehrt wieder Vernunft ein.
Antwort von ti******
18.09.2019 (18:59)
Ein wundervoller Kommentar! Genauso wird es kommen...
ga******:
11.09.2019 (12:42)
So entspannt würde ich die Sache nicht sehen, denn mit der zurzeit wieder geschwungenen Moralkeule kann man alle Argumente einfach niederschlagen und so wird das auch gehandhabt.
sv******:
17.09.2019 (14:13)
Gern gebe ich meinen Vorredner recht, das Ozonloch ist glücklicherweise auch verschwunden.
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