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Bonhams Zoute 2019 Teil 1

Das wertvollste Auto der Welt?

Bruno von Rotz - 18.10.2018

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BMW M1 von 1977, bemalt von Andy Warhol (© Bruno von Rotz)

Bekanntlich gilt der Ferrari 250 GTO als teuerster Wagen überhaupt, belegt durch Transaktionen an Versteigerungen und im Privatverkauf. USD 70 Millionen gilt als bisherige Höchstmarke.

Aber vermutlich ist der GTO gar nicht das wertvollste Auto auf Erden, denn in München gibt es einige Fahrzeuge, die vielleicht deutlich teurer wären, würden sie je verkauft.

Wir sprechen von den BMW Art Cars und ihr Wert ist deutlich schwieriger zu bestimmen als jener von “einfachen” Renn- oder Sportwagen. Bekanntlich wurden die Art Cars von berühmten Künstlern der Moderne gestaltet und dann beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans eingesetzt, wir haben anlässlich der aktuellen Sonderschau im BMW-Museum darüber berichtet.

Bleiben wir für den Moment bei den ersten vier dieser rasenden Kunstwerke, die von Alexander Calder, Frank Stella, Roy Lichtenstein und Andy Warhol bemalt wurden.

Die Frage die sich hier stellt, ist, ob man diese Autos nun mit Kunstwerken oder mit anderen Autos oder mit beidem vergleichen muss. Immerhin handelt es sich um rare Rennfahrzeuge, die auch ohne die spezielle Bemalung attraktiv sind. Und mit dem Le-Mans-Einsatz erhielten diese Fahrzeuge auch noch eine wertvolle Geschichte, die teilweise mit hervorragenden Positionen und Klassensiegen endete. Diese alleine würde aber vermutlich kaum für Bewertungen deutlich über ein oder zwei Millionen reichen.

Wenden wir uns also kurz dem Kunstmarkt zu. Der Überflieger der vier Künstler ist Roy Lichtenstein, dessen “Masterpiece” für USD 165 Millionen gehandelt wurde. Andy Warhol kam mit “Silver Car Crash [Double Disaster” auf USD 105,4 Millionen, Alexander Calder, der Erfinder des Mobiles, wurde in Form des “Poisson volant” für USD 25,925 Millionen gehandelt. Frank Stella markiert das Schlusslicht, sein Gemälde “Delaware Crossing” wurde vom Markt mit USD 13,7 Millionen bewertet.

BMW 320 Gruppe 5 von 1977, gestaltet von Roy Lichtenstein (© Bruno von Rotz)

Wenn nun schon ein flaches, quadratisches und 137 cm grosses Gemälde von Roy Lichteinstein die Hundertmillionengrenze überspringt, müsste dann der BMW 320 von 1977 mit seiner Bemalung nicht noch teurer sein? Schliesslich ist dieses Kunstwerk noch deutlich rarer.

Allerdings, Lichtenstein bemalte damals nicht den grossen Wagen, sondern nur eine Maquette. Die Lackierung auf dem Le-Mans-Fahrzeug fertigte der BMW-Maler W. Maurer an. Zudem wurde der Wagen nach dem Le-Mans-Einsatz nachlackiert.

BMW 320 Gruppe 5 von 1977, Lackierung durch W. Maurer  (© Bruno von Rotz)

Anders verhält sich die Geschichte beim Warhols M1 aus dem Jahr 1979 (Bild oben). Mit Gesamtrang 6 in Le Mans stiess er fast bis zur Spitze vor, geschlagen durch vier Porsche und einen Rondeau. Die Lackierung stammt aber zu grossen Teilen vom Meister selber, angebracht mit grosszügigen Pinselstrichen. Selbstredend mussten auch hier nach dem Rennen Korrekturen angebracht werden, so soll der Frontspoiler nach der 24-Stunden-Hatz praktisch weiss gewesen sein. Trotzdem, der BMW M1 wurde durch Warhol bemalt und war vermutlich das massigste Kunstwerk, das der 1987 gestorbene Künstler hinterliess.

Über hundert Millionen für ein BMW Art Car wären vermutlich durchaus realistisch, sollte sich BMW je davon trennen wollen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, ist allerdings gering, zumindest aktuell laufen die Geschäfte des Münchner Herstellers ja noch hervorragend.

Neueste Kommentare

 
 
zi******:
18.10.2018 (10:38)
Laut einer Anekdote hat er dem damaligen Werkstatt Chef angeboten, dessen M1 auch an zu pinseln. Was dieser allerdings dankend ablehnte! selber schuld !
be******:
18.10.2018 (10:28)
Eine rhetorisch interessante Frage, ob ein von einem namhaften Künstler bemaltes Fahrzeug einen höheren Sammlerpreis erzielen würde wie das teuerste öffentlich versteigerte 'Normalauto'. Ich zweifle daran. Der Fokus bei einem Old- oder Youngtimer liegt bei Technik und Design, weniger bei Farbe und Lackierung (wobei Ferraris oft in Rot favorisiert werden). Die Antwort auf die Frage bleibt allerdings ungeklärt, so lange es nicht zu einem Handel kommt.
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