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Ein schwarzes Jahr im Motorsport jährt sich zum 50. Mal

Daniel Reinhard - 30.09.2018

Luigi Scarfiotti, Sohn von Ludovico (© Daniel Reinhard)

Am 7. April 1968 kam der damals absolute Superstar der Grand-Prix Szene, Jim Clark, in Hockenheim bei einem für ihn unbedeutenden Formel-2-Rennen ums Leben.

Nur zwei Monate später am 8. Juni 1968 verunglückte der Neffe des ersten Fiat-Präsidenten, der Italiener GrandPrix- und Sportwagenpilot Ludovico Scarfiotti beim Rossfeld Bergrennen im Porsche Spider tödlich.
Weitere vier Wochen später, am 7. Juli 1968, verbrannte auch noch der Honda-Fahrer Jo Schlesser beim GP von Frankreich in Rouen.

Damit verloren drei grossartige Rennfahrer innerhalb von nur drei Monaten ihr Leben.

Ludovico Scarfiotti gewann 1966 in Monza seinen einzigen Grand Prix, zählte aber im Sportwagen zu den absolut Besten überhaupt. Er gewann 1963 unter anderem die 12 Stunden von Sebring, sowie die 24 Stunden von Le Mans. Dazu war er 1962 und 1965 Berg-Europameister auf Ferrari.

Ludovico Scarfiotti im Dino 206S am Berg (© Archiv Daniel Reinhard)

1968 wechselte er von den Italienern zu den Stuttgartern und verunglückte aus bis heute unerklärlichen Gründen mit dem 910 Bergspyder beim Training zum Rossfeld-Bergrennen.

Den Italiener reizte es, sich 1968 mit Gerhard Mitter und identischem Material zu messen. Der Deutsche hatte 1966 und 1967 für Porsche die Europa-Bergmeisterschaft gewonnen und galt als schnellster Mann am Berg. Mit dem Wechsel zu Porsche konnte sich Scarfiotti mit Mitter im gleichen Fahrzeug, dem Porsche 910 Bergspyder messen.

Doch schon beim Saisonauftakt im spanischen Montseny schlug Gerhard Mitter den Italiener deutlich. Beim zweiten Saisonlauf, dem internationalen Alpen-Bergpreis von Berchtesgaden kam es auf der Rossfeldhöhenringstraße zur Katastrophe. Im Training verlor Ludovico Scarfiotti die Kontrolle über seinen Porsche. Der Bergspyder stürzte eine Böschung hinunter. Ludovico Scarfiotti erlag nach der Bergung seinen schweren Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus.

Beim historischen Rossfeld-Bergrennen vom Wochenende kam nun Scarfiottis Sohn Luigi zurück an die Stelle, an der er seinen Vater vor 50 Jahren verloren hat.

Er war mit neun Jahren bei diesem Rennen in Berchtesgaden mit dabei und musste miterleben, wie sein Vater vom Trainingslauf nicht mehr zurückkam. Obwohl sein Vater sich schon sehr früh von seiner Mutter trennte, hat er nur gute Erinnerungen an ihn. Nur noch ganz selten besuchte er nach diesem einschneidenden Erlebnis weitere Motorsportveranstaltungen. Er erinnert sich an eine Einladung zur Targa Florio, als ihn eine Frau fragte, ob er denn Sizilianer sei. Er meinte nein, er sei der junge Scarfiotti, worauf die Frau fast in Ohnmacht fiel, denn sie entpuppte sich als die letzte Lebenspartnerin seines Vaters. Der Kontakt blieb daraufhin bis zu ihrem Tod erhalten.

Buch über Rennfahrerlegende Scarfiotti (© Daniel Reinhard)

Paola Rivolta hat nun nach 50 Jahren ein Buch mit dem Titel "Dalla Fiat a Rossfeld" (Von Fiat bis Rossfeld) geschrieben. Es erzählt nicht nur die Rennsport-Geschichte von Ludovico, sondern bringt auch Licht in sein Leben als Sohn einer schwerreichen Familie aus der Fiat Dynastie. Das Buch ist im Moment nur in italienischer Sprache erhältlich, soll aber schon bald auch in deutsch erhältlich sein.

Das historische Rossfeld-Bergrennen findet an diesem Wochenende, also noch bis zum 30. September 2018, statt.

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Tod

 

Der kulturelle Mehrwert der Limousine als Oldtimer

Bruno von Rotz - 29.09.2018

Renault 4 CV von 1957

Generell sind, mit wenigen Ausnahmen, Coupés und Cabriolets, insbesondere sportliche Ausführungen, als Oldtimer deutlich mehr geschätzt als zwei oder viertürige Limousinen. Dies hat teilweise mit Stückzahlen und Exklusivität, aber auch mit Formen und Design zu tun. Allerdings dürfte manche Limousine heute in geringeren Stückzahlen überlebt haben, als das weniger häufig gebaute Coupé mit ähnlicher Abstammung, aber lassen wir dies mal beiseite.

Wenn es um das mobile Kulturgut geht, dann sind Limousinen in vielen Fällen in der Lage, das vermeintlich wertvollere Coupé oder Cabriolet zu schlagen und zwar aus zwei einfachen Gründen.

Erstens waren die populäreren Limousinen-Ausführungen natürlich deutlich enger mit dem Leben der damaligen Gesellschaften verknüpft als mondänere Sportausführungen. Zweitens, und dies sei hier hervorgehoben, erlauben es Limousinen einer breiteren Bevölkerung, diese Kulturhistorie selber und intensiv mitzuerleben, nämlich vom Passagiersitz aus. Eine Limousine kann eben neben dem Fahrer auch heute noch vier oder mehr Passagiere befördern und ihnen eine Zeitreise in die Vergangenheit ermöglichen.

Wie freudig dies in Anspruch genommen und genossen wird, kann man jeweils in den langen Nächten der Museen verfolgt werden, wenn alte Autos zur Beförderung der Museumsbesucher von einem Ort zum anderen eingesetzt werden, oder wenn Vereine Ausfahrten mit behinderten oder betagten Personen organisieren, aber auch wenn bei Oldtimertreffen Passagierfahrten organisiert werden.

Eine Mitfahrt in einem Renault 4CV oder im Vorkriegs-Rolls-Royce ist eben deutlich eindrücklicher als das reine Betrachten von stehenden (oder auch fahrenden) Autos. So wird Kultur vermittelt, mit der Limousine halt eben effizienter als mit den meist zweiplätzigen Cabriolets und Coupés.

 

Das Diesel-Debakel bedroht den Youngtimer-Benziner

Bruno von Rotz - 28.09.2018

Mercedes-Benz 500 SL (© Daimler AG)

Dies war ja zu befürchten, dass sich die Diesel-Fahrverbote früher oder später auch auf andere Motorkonzepte auswirken könnte. Bereits heute ja dürfen Youngtimer je nach Situation nicht mehr in französische Städte einfahren, aber auch Frankfurt will Benzinfahrzeuge der Euro-1- und -2-Normen ab nächstem Jahr gemäss Gerichtsbeschluss verbannen.

Zur Erinnerung - der Euro-1- und -2-Norm entsprachen vor allem die Katalysator-Autos der frühen bis späten Neunzigerjahre, also etwa ein BMW Z3 oder ein Mercedes-Benz 320 SL (R129), aber auch ein  oder ein VW Golf III VR6. Mitbetroffen sind auch nachgerüstete Autos, die von Euro 1 auf Euro 2 modifiziert wurden, da die beiden Normen sowieso eng beieinander lagen. Ebenfalls eingeschlossen sind Kat-Nachrüstungen, die ja vor einigen Jahren ziemlich populär waren.

In der Summe kann dies schnell Hunderttausende oder gar Millionen von Autos betreffen (in Deutschland alleine) und diese in ihrer Existenz bedrohen.

Selbst wenn diese Autos zehn Jahre später als Oldtimer (dank Sonderprivilegien) wieder überall fahrbar sein sollten, besteht das Risiko, dass nur wenige Wagen bis dahin überleben dürften.

Nun heisst es wachsam sein/blieben und frühzeitig politisch intervenieren …

 

Als man Autos noch den Beinamen Swinger gab

Bruno von Rotz - 27.09.2018

Opel Sondermodelle Swinger 1975

Kein Autokonzern würde heutzutage ein Auto mit dem Beinamen “ Swinger ” beschriften. Vor 40 und mehr Jahren war dies aber noch anders. Damals stellte man sich auch kein “häufiges Wechseln der Sexualpartner” vor, wie heute wikipedia als einzige Erklärung zum Begriff vorgibt.

Dodge Dart Swinger am Eichhölzli Memorial 2018

Früher war “Swinger” eher mit dem Jazz-Stil “Swing” oder generell Freude am Leben und Unterhaltung verknüpft, daher machte es offenbar für die Chrysler-Marketing Leute Sinn, den Dodge Dart ab 1968 für bestimmte Konfigurationen mit dieser Bezeichnung anzuschreiben.

Ein Jahrzehnt später griff auch Opel diesen Ausdruck auf und kreierte Sondermodelle der Kadett-, Manta- und Ascona-Baureihen .

Opel Kadett Swinger Sondermodell 1975

“Ungewöhnlich im Aussehen und ungewöhnlich im Preis”, texteten die Werbeleute und die Designer verpassten den Autos farbige Dekors. Zusätzliche Ausstattungselemente machten das Sondermodell noch attraktiver und für weniger extravertierte Käufer gab es die Spezialversionen auch ohne Dekor, aber trotzdem zum günstigen Preis, der beim Kadett 1975 beispielsweise DM 8425 betrug.

Und warum kamen wir jetzt darauf? Nun, erstens stiessen wir am Wochenende am Bergrennen Steckborn-Eichhölzli auf einen Dodge Dart Swinger, zweitens fanden wir die farbigen Werbeillustrationen im Rahmen der Recherche zum gestern publizierten Artikel über das Opel Kadett 1.2 SR Coupé .

Nun würde wohl nur noch interessieren, ob wohl eines der Opel-Sondermodelle mit Originalbeklebung überlebt hat ...

 

Was ging eigentlich vor 20 Jahren ab?

Bruno von Rotz - 26.09.2018

Aiuto Motor und Sport Jahrgang 1998 im Zwischnegas-Zeitschriftenarchiv

Wer auf die Schnelle erfahren möchte, was die automobile Welt vor 20 Jahren beschäftigte, der schaut sich am einfachsten die Titelseiten von Autozeitschriften von damals an. Nehmen wir uns also den Jahrgang 1998 von Auto Motor und Sport vor, der letzte Woche ins Zwischengas-Zeitschriftenarchiv integriert wurde. Was sorgte damals für Aufsehen?

Der “New Beetle” etwa war im Anmarsch und am anderen Ende des Autospektrums von Volkswagen der Bugatti Veyron. BMW schickte einen neuen Dreier (E46) ins Rennen, Mercedes-Benz die A-Klasse. Der Opel Astra stritt mit dem VW Golf um die Käufergunst, das BMW Z3 Coupé polarisierte mit seiner ungewöhnlichen Formgebung. Es gab einen neuen BMW M5 und das rundliche Audi TT Coupé. Der Ferrari F360 stand in den Startlöchern, man träumte vom VW Roadster mit W12-Motor, das Maserati Coupé hatte noch Bumerang-Heckleuchten. Und ja, auch der Fiat Multipla war neu, genauso wie der VW Lupo oder der Rover 75.

Und was haben sie alle gemeinsam? Bis heute sind diese Autos alle zum Youngtimer gereift und in zehn Jahren sind es Oldtimer. Ein guter Grund zurückzublättern und die damaligen Berichte zu lesen, was ja jetzt im Zwischengas-Zeitschriftenarchiv mühelos möglich ist.

 

Duette und Trios - und ihre Zusammenhänge

Bruno von Rotz - 25.09.2018

2 x Opel Kadett am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Es ist ja schon so, dass man selbst an Veranstaltungen nur selten zwei ähnliche oder gleiche Oldtimer zusammen sieht. Manchmal aber trifft es sich, dass zwei enge Verwandte aber gerade hintereinander daherkommen. Diese Zusammentreffen sind fotogen. Es ist aber sehr selten, dass man gleich zehnmal oder noch häufiger an einem Tag die Gelegenheit hat, derartige Duette zu fotografieren wie letztes Wochenende am Bergrennen Steckborn-Eichhölzli Memorial am Untersee in der Nordostschweiz (wir haben ausführlich darüber berichtet).

Da fuhren also zwei Opel Kadett C Coupés gleich hintereinander, beides späte Facelift-Versionen (Bild oben).

2 x Porsche 356 am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Auch bei den Porsche 356 (von denen es noch weitere Gruppen gab) stammten aus derselben Epoche und lagen baujahrmässig nur wenig auseinander.

2 x VW Golf Mk1 am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Genauso war es bei den beiden VW Golf, die beide aus der ersten Auflage stammten, auch wenn sie sich nicht mehr ganz im Fabrikauslieferungszustand befanden.

2 x Ford Capri am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Die beiden Ford Capri repräsentierten die ganze Breite der ersten Generation, einmal schmal und originalgetreu, einmal breit und rennsportlich aufgemacht.

TVR Griffith und AC/Shelby Cobra am Bergrennen Stteckborn Memorial 2018

Beim nächsten Duett reicht auch längeres Hinschauen nicht, die Verwandtschaft ist nur unter dem Kunststoff-Kleid des TVR Griffith zu finden, der denselben Ford-V8-289-er-Motor nutzte wie die Cobra dahinter.

Sunbeam Tiger und TVR Griffith am Bergrennen Stteckborn Memorial 2018

Genauso verhielt es sich auch beim Sunbeam Tiger, der ebenfalls, und wie der TVR Griffith, mit einem Ford-V8-289er-Motor angetrieben wurde, sonst aber kaum etwas mit dem Blackpool-Sportwagen gemeinsam hatte.

2 x Jaguar E-Type Coupé am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Näher ist die Verwandtschaft dann wieder beim Jaguar E-Type, ein späteres Exemplar fährt vor einem frühen Series 1 Coupé.

2 x Morgan am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Und bei Morgan gehört die Familienähnlichkeit natürlich seit bald hundert Jahren zum Programm, auch wenn die Motoren unter den unterschiedlich langen Hauben immer wieder wechselten.

3 x Cobra am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Cobras sehen immer wie Cobras aus, egal, ob sie von Shelby, von AC oder von Nachbauern stammen. Unter der Haube kann es aber schon Unterschiede geben, denn einige Replica-Hersteller nutzten auch den einst von Buick entwickelten Rover-V8 als Antriebsaggregat.

3 x "Bertone" am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Der “Bertone” kommt hier gleich als Trio entgegen. Vom Alfa Romeo Giulia Sprint mauserte er sich zwischen den Sechziger- und den Siebzigerjahren zum GTV 2000.

2 x Fiat Abarthi am Bergrennen Steckborn Memorial 2018

Und aus den biederen Fiat 600 zauberte Maestro Abarth einst heisse Rennsemmeln, die bis heute begeistern.

Dies war übrigens nur ein Ausschnitt aus den vielen Duetten und Trios am Bergrennen Steckborn Memorial 2018 .

 

Die Feinheiten der Autos von früher

Stefan Fritschi - 24.09.2018

Radkappe Skoda Octavia von damals (rechts)

Skoda montierte zeitweise unterschiedliche Radkappen links und rechts.

Radkappe Skoda Octavia von damals (links)

Während der “Pfeil” normalweise und somit auch das Symbol auf der Radkappe rechts nach vorne/rechts (in die Zukunft) zeigte, wurden auf der linken Seite Radkappen mit Pfeilrichtung nach links montiert. Dies bedeutete die Fabrikation unterschiedlicher Radkappen, die auch jeweils nur an der dafür vorgesehen Seite montiert werden konnten.

Vermutlich wurde Skoda diese Liebhaberei irgendwann zu teuer und die unterschiedlichen Radkappen wurden aufgegeben.

Zu sehen waren diese Feinheiten übrigens beim Skoda-Treffen im Tessin , über das vor Kurzem ein Bericht erschienen ist.

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Auch dies war früher gefragt - Kotschutzlappen

Bruno von Rotz - 23.09.2018

Kotschutzlappen Toyota Corona

Man kann sie zwar auch heute noch kaufen, aber kaum jemand würde an seinem modernen 3-er-BMW oder Golf noch “Kotschutzlappen” montieren. Eine Ausnahme bilden SUVs und Geländewagen.

Früher war dies auch beim PKW ein beliebtes Zubehör, verhinderte dieser meist aus Gummi bestehende Schutz doch, dass das Heck oder auch die Flanke verschmutzt wurde. Zudem konnte man sein Fahrzeug damit zusätzlich beschriften, wie am Beispiel des Toyota Corona zu sehen ist.

Interessanterweise gibt es nicht einmal einen Artikel zum Thema “Kotschutzlappen” auf Wikipedia, möglicherweise, weil dieser Begriff so nur in der Schweiz verwendet wird?

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Lieber finden als suchen - jetzt noch mehr Zeitschriften im Zwischengas-Archiv

Bruno von Rotz - 22.09.2018

Suchen/Finden im Zeitschriften-Archiv - damals und heute

Früher führten Enthusiasten aufwändig Buch (siehe Bild links), um die Übersicht zu behalten, welches Auto denn in welcher Zeitschrift getestet oder vorgestellt worden war.

Heute geht das viel einfacher. So zum Beispiel im Zeitschriften-Archiv von Zwischengas . Man kann den gewünschten Fahrzeugtyp einfach in der Suchmaske eingeben (siehe Bild rechts) und erhält schon die Seiten und Magazine, in denen das Auto aufgeführt ist. Das geht blitzschnell und der Weg in den Keller, wo die alten Hefte vielleicht lagern, wird unnötig. Denn man kann die Seiten gleich am Bildschirm lesen.

Auto Motor und Sport im Zeitschriftenarchiv auf zwischengas.com - komplett bis 2000

Seit gestern ist unser Zeitschriftenarchiv zu “Auto Motor und Sport” für die Jahre 1952 bis 2000 komplett. Zusammen mit den Jahrgängen 1946 bis 1951 der Vorgängerzeitschrift “Das Auto” wurden über 220’000 Seiten digitalisiert und online-gestellt. Und alle können durchsucht werden.

Insgesamt umfasst das Zwischengas-Zeitschriften-Archiv nun gegen 500’000 Seiten. Recherche war noch nie so einfach und effizient!

 

Skoda Raritäten im Tessin

Georg W.Pollak (Text/Fotos) und Stefan Fritschi (Fotos) - 21.09.2018

Skoda Popular und Felicia Cabriolets

Die Oldtimer-Szene der Marke Škoda ist traditionell vorwiegend in Deutschland angesiedelt und insbesondere in der ehemaligen DDR lassen sich aus geopolitischen Gründen viele Škoda-Fans finden. Umso erfreulicher ist die Entwicklung der letzten zehn Jahre zu werten, im Rahmen derer immer mehr Mitglieder aus den Nachbarländern – Niederlande, Österreich, Schweiz und Tschechien - den Weg zum Škoda-Club gefunden haben.

Skoda Felicia Cabriolet

Die Geografie, lange Anfahrtswege und nicht zuletzt auch die Finanzen führten dazu, dass die Jahrestreffen abwechselnd im Norden oder Süden Deutschlands stattfanden. Zu einem späteren Zeitpunkt kamen auch noch je ein Treffen in Wien und Weil/Basel hinzu. Dieses Jahr haben wir, auf ausdrücklichen Wunsch des Vorstandes, anfangs September ein Škoda-Treffen im Tessin organisiert.

Skoda-Treffen im Tessin

Bereits nach 20 angemeldeten Autos war die anfängliche Skepsis verschwunden und eine einjährige Vorbereitungsphase begann. Wir wollten etwas Besonderes bieten – deshalb wurde das Programm von Lugano bis nach Milano ausgedehnt.

Skoda-Treffen im Tessin

Wir wussten, dass ein erfolgreiches Treffen im vernünftigen finanziellen Rahmen, ohne Unterstützung von Sponsoren, gar nicht erst möglich gewesen wäre. Wir fanden beim schweizerischen Škoda-Importeur AMAG Schinznach-Bad den Hauptsponsoren, der in Zusammenarbeit mit AMAG Lugano und Skoda Auto Deutschland unser Treffen grosszügig unterstützt hat. Allen gebührt unser herzlichster Dank.

Skoda-Treffen im Tessin

Unter den teilnehmenden Autos befanden sich echte Škoda Raritäten. Neben Klassikern wie Tudor 1101 Cabrio, Tudor Limousine, Octavia, Skoda Coupé R 110, nahm auch der Besitzer eines einzigartigen Skoda Buggy den weiten Weg aus Tschechien ins Tessin auf sich.

Skoda Buggy beim Treffen im Tessin

Ein weiterer Augenschmaus waren die zahlreich erschienenen Felicia Cabrios in fröhlichen Farben.

Skoda Felicia Cabriolet

Unser Hotel in Vezia, welches wir am Freitag, den 31. August bezogen, bot einen sympathischen Rahmen im Retrostil der Sechzigerjahre. Das Wetter war zu Beginn des Treffens zwar atypisch feucht, wurde dann aber von Tag zu Tag sonniger. Vom Hotel Vezia fuhren wir noch am Freitag zur sehenswerten Freiluftanlage “Swissminiatur”, welche die Schweiz im Kleinformat zeigt.

Skoda-Treffen in Lugano

Am Samstag durften wir unsere Autos im Zentrum Luganos auf der Piazza Rezzonico ausstellen. Mit dem Traktorzug und der Standseilbahn ging es auf den Monte Brè, von wo aus wir eine wunderbare Aussicht genossen.

Skoda-Treffen in Bellinzona

Am Sonntag wurden wir mit unseren Oldtimern in das Programm des Weinfestes in Bellinzona einbezogen. Erst durften wir im Zentrum parkieren und später fuhren wir unter grossem Applaus und vielen freudigen Zurufen durch die von Menschenmengen gesäumten Strassen der Innenstadt.

Skoda-Treffen in Bellinzona

Montags besuchten wir erst das grandiose Alfa Romeo Museum in Arese. Danach besichtigten wir die Edelschmiede Carrozzeria Superleggera Touring Milano in Rho. Zum Abschluss gab es noch den Mailänder Dom zu bestaunen.

Skoda-Treffen im Tessin

In Mailand wurde uns zwar zweimal eine Ausstellung der Fahrzeuge im Stadtzentrum bewilligt, dafür wurde uns die Bewilligung aber dreimal entzogen. Das administrative Verfahren übersteigt jede Vorstellung und Fantasie eines Mitteleuropäers. 24 Seiten an Formularen mussten wir ausfüllen und dann bei mehreren Ämtern vorbeibringen – persönlich versteht sich! Wir haben schliesslich in einer bewachten Tiefgarage parkiert …

Skoda-Treffen im Tessin

Schön zu hören war, dass sich die weite Anreise einiger Teilnehmer – zwischen 800 und 1100 km – auf jeden Fall gelohnt habe. Das Ziel, die Schweiz von ihrer schönsten Seite zu zeigen, wurde somit sicherlich erreicht!

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