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Passione Engadina 2018: Passion Engadina 2018

Ist dies der älteste Mercedes-Benz 220 SEb in der Schweiz?

Bruno von Rotz - 31.07.2018

Mercedes-Benz 220 SEb Coupé von 1961

Ein Leser trat an uns heran und meinte, dass sein Mercedes-Benz 220 SEb Coupé aus dem Jahr 1961 vermutlich das früheste Exemplar in der Schweiz sei. Allerdings war er sich nicht sicher und wollte gerne wissen, ob es wohl in seinem Lande noch ein früheres Auto desselben Typs geben könnte.

Die Chassis-Nummer lautet: 111 021 100 174 13.

Cockpit des Mercedes-Benz 220 SEb Coupé von 1961

Sollte jemand tatsächlich einen früheren W111 220 SEb haben, dann kann er ja vielleicht einen Kommentar hinterlassen oder ein Support/Kontakt-Email an Zwischengas schreiben. Wir werden das dann gerne weiterleiten.

 

Motorrad schneller als Sportwagen?

Bruno von Rotz - 30.07.2018

BMW R 100 RS gegen Porsche Carrera im Jahr 1977 (© Sport Auto)

Es ist schon eine ziemlich alte Frage, die an Stammtischen und unter Experten schon in den Siebzigerjahren heiss diskutiert wurde: Ist ein Motorrad schneller als ein Sportwagen?

Die Zeitschrift “Sport Auto” nahm die Stoppuhr hervor und liess vor gut 40 Jahren eines der schnellsten Motorräder der Zeit und einen Sportwagen gegeneinander antreten.

Verglichen wurden Spurtfähigkeiten, Wedeln, Slalom, Handling und die Zeiten auf dem kleinen Kurs von Hockenheim, sowie die Bremsverzögerung.

Und obwohl die BMW R 100 RS (mit Zweizylinder-Boxermotor) mit 70 PS nur einen Drittel der Leistung des Porsche 911 Carrera 3 Liter mit 200 PS entwickelte, lag sie doch bis 180 km/h vorne beim Beschleunigen. Bis 100 km/h nahm sich das Motorrad 4,6 Sekunden Zeit, während der Porsche dafür 6,3 Sekunden benötigte. Bis 160 km/h waren es für das Zweirad 12,6 Sekunden, für den hinterradangetriebenen Porsche 16,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ging dann aber zugunsten des Autos aus, 235 km/h gegen 200 km/h. Beim Wedeln war das Motorrad auch schneller, beim Slalom genauso. Auf dem Handlingkurs und auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings wendete sich allerdings das Blatt, dort konnte der Porsche die BMW RS einigermassen deutlich distanzieren, so etwa um 2,2 Sekunden auf dem Rundkurs.

Spannend war der Bremstest, den der Porsche mit 8,0 m/s2 zunächst zu gewinnen schien, vor allem auch, weil das Motorrad arg ins Schlingern geriet. Bei Konzentration nur auf die Vorderbremse aber steigerte sich das Motorrad interessanterweise auf 8,85 m/s2. Beim dritten Versuch, wieder mit Vorder- und Hinterradbremse warf es den Piloten vom Motorrad. Was zeigt, dass ein Motorrad vielleicht in vielen Disziplinen schneller und besser als ein Auto ist, aber eben nicht einfach zu fahren.

Zu beachten ist aber neben den reinen Leistungsvergleichen noch der Unterschied im Preis und im Gewicht: Die BMW R 100 RS kostete 1977 DM 11’210, während für den Porsche DM 46’350 bezahlt werden musste. 230 kg gegen 1120 kg stand es beim Gewichtsvergleich.

Seither tob der Kampf Motorrad gegen Automobil weiter, heute wird er zunehmend auf YouTube geführt, aber auch Autozeitschriften greifen das Thema immer wieder auf, so zum Beispiel “Auto Bild” im Jahr 2017 , also genau 40 Jahre nach dem oben zusammengefassten Test.

Und wieder waren es ein BMW-Motorrad und ein Sportwagen von Porsche. Doch inzwischen waren Kunden und Hersteller anspruchsvoller geworden. Eine BMW S 1000 RR mit 199 PS stand einem Porsche 918 Spyder mit 887 PS gegenüber. Aus den DM 11’210 von 1977 waren beim Motorrad EUR 17’400 geworden, während der Preis beim Auto von DM 46’350 auf astronomische EUR 768’026 kletterte. Der Porsche kostete also nicht mehr, wie vor 40 Jahren, viermal soviel wie das Motorrad, sondern 44 mal soviel. Und er hatte nicht nur vier angetriebene Räder, sondern auch ein Doppelkupplungsgetriebe, Elektromotoren und diverse elektronische Helfer an Bord.

So kam er dann auch besser aus den Startblöcken und war schon nach 2,6 Sekunden 100 km/h schnell, während die BMW sich dafür 3 Sekunden (vier Zehntel mehr) nahm. Bis 160 km/h brauchte der 918 magere 4,9 Sekunden, während die RR den Abstand etwas verringerte und nach 5,2 Sekunden 160 km/h fuhr. Bis 200 km/h hatte sich das Blatt gewendet, eine Zehntel weniger brauchte das Motorrad, um aus dem Stand auf diese Geschwindigkeit zu beschleunigen. Und den Vorsprung hielt das Motorrad dann bis 280 km/h, um dann bei 300 km/h wegen zu kurzer Übersetzung kapitulieren zu müssen. Den stehenden Kilometer absolvierten Zweirad und Vierrad in derselben Zeit von 17,99 Sekunden, im Vergleich zu den 25,3 Sekunden (BMW R 100 RS) und 26,4 Sekunden (Porsche Carrera) von 40 Jahren vorher.

Aber auch in der Neuzeit das Motorrad das deutlich schwieriger zu fahrende Gerät, daher hatte man eine Profi-Fahrerin in den Sattel gesetzt und auch diese hatte einiges zu tun, um das Zweirad auf dem Boden zu halten.

Das Auto mag also heute seine Vorteile besser ausspielen zu können, aber bei den Fahrleistungen pro Euro wird das Motorrad vermutlich immer vorne liegen, heute vielleicht sogar noch mehr als damals, zumal die Gewichtszunahme beim Zweirad höchstens marginal war, während selbst Hypersportwagen heute gerne über 1,5 Tonnen schwer sind.

 

Fast wie ein zweijähriger Gebrauchtwagen

Bruno von Rotz - 29.07.2018

Jaguar E-Type Series 1 3.8 Coupé von 1962 (© Bonhams)

Er ist der Traum vieler Oldtimer-Enthusiasten, der Jaguar E-Type. Die meisten sind heute restauriert oder in einem traurigen Zustand, denn die ältesten sind immerhin 57 Jahre alt. Und sie waren nicht für die Ewigkeit gebaut.

Die Wahrscheinlichkeit, dass man also auf einen unrestaurierten Wagen trifft, der mit geringem Kilometerstand aufwartet und aussieht, wie nach zwei Jahren Nutzung, ist eigentlich gleich Null.

Heck des Jaguar E-Type Series 1 3.8 Coupé von 1962 (© Bonhams)

Doch Bonhams kann an der alljährlichen Quail-Lodge-Verstreigerung im Umfeld des Pebble Beach Concours tatsächlich ein Jaguar E-Type Coupé von 1962 mit 12’418 Meilen auf dem Tacho anbieten, das sich gemäss den Fotos in bestem Zustand zeigt.

Chassis 886489 (Motor R6162-9) wurde am 30. Juli 1962 fertiggestellt und als Linkslenker in die Staaten ausgeliefert. Es war wohl kein Zufall, dass die Farbwahl genau jenem Wagen entsprach, der 1961 auf dem Stand von Jaguar an der New York Auto Show präsentiert wurde.

Interieur des Jaguar E-Type Series 1 3.8 Coupé von 1962 (© Bonhams)

Mit nur gerade drei Besitzern, die dem Coupé offenbar viel Sorge trugen, ist die Geschichte für ein fast 60-jähriges Auto übersichtlich. Und mit einem Schätzpreis von USD 150’000 bis 200’000 (immerhin dem 60- bis 80-fachen des damaligen Neupreises) ist man beim unrestaurierten E-Type bei Bonhams wohl eher vorsichtig, denn es könnte sehr gut sein, dass ein Sammler deutlich mehr dafür zu bezahlen bereit wäre. Muss aber nicht sein, denn der Jaguar wird sogar ohne Mindestpreis angeboten. Womit er dann zum veritablen Schnäppchen werden könnte.

Ob man dann allerdings auf den ersten Reifen, die seit 1962 montiert sind, weiterfahren möchte, das ist eine andere Frage ...

Was es noch zu kaufen gibt am 24. August 2018 bei Bonhams haben wir in unserer Ankündigung (mit über 150 Bildern) dokumentiert.

 

Wenn sich Autos im Wert verfünfzigfachen

Bruno von Rotz - 28.07.2018

Alfa Romeo Giulia Spider 1600 von 1962

Wenn man im Oldtimer-Umfeld von sensationellen Wertentwicklungen spricht, fallen meist Beispiele wie Ferrari 250 GTO oder auch Mercedes-Benz 300 SL. Doch es sind auch deutlich “normalere” Autos, die über die letzten Jahrzehnte eine beeindruckende Wertvermehrung durchmachten. Als Beispiel zeigen wir hier die Wertverlaufskurve für einen Alfa Romeo Giulia Spider 1600 von 1962. Die Daten dazu stammen aus Gebrauchtwagennotierungen von Auto Motor und Sport und den Marktbewertungen von Classic Data.

Preisentwicklung Alfa Romeo Giulia Spider 1962 bis 2018

Der Neupreis betrug damals, je nach Jahr, um DM 12’000. Dann verringerte sich der Wert des offenen Sportwagens wie bei anderen Autos auch. So gegen Ende der Sechzigerjahre waren die Gebrauchtwagenpreise für ein bald zehnjähriges Exemplar bei unter DM 1000 angekommen.

Irgendwann danach begannen sich wieder mehr Käufer für das schicke Cabrio zu interessieren und die Preise stiegen leicht an. Hier sind wir ein wenig auf Spekulationen angewiesen, denn viele verlässliche Werte liegen aus jener Zeit nicht vor. Selbst in den Gebrauchtwagen-Seiten von Zeitschriften tauchten sie nur selten auf. Gegen Ende der Achtzigerjahre aber erreichte dann der Giulia Spider wieder Notierungen von über DM 30’000, profitierte dabei auch vom Höhenflug der Ferrari-Sportwagen. Im Gegensatz zu jenen erlitt der Spider aber in den Neunzigerjahren keinen kompletten Einbruch, sondern blieb im Prinzip auf einem Plafond stehen, bis dann der Euro die DM ablöste und auch der Alfa-Klassiker mit dem jubelnden Vierzylinder eine beeindruckende Wertzunahme hinlegte. Alleine zwischen dem Jahr 2004 und 2017 stieg der Preis für einen gut erhaltenen Giulia Spider etwa um den Faktor 2,8. Und selbst wenn die Preise in den letzten Monaten wieder ein wenig nachgelassen haben sollten, kostet der offene Alfa Romeo heute über 50 Mal soviel wie 1968, also vor 50 Jahren.

Allerdings reden wir hier bei den Klassikerpreisen immer vom Zustand 2, d.h. das Auto zeigt sich plus/minus wie ein ein- oder zweijähriger Gebrauchter ohne grössere Alterungsspuren. Damit ein Giulia Spider so blieb, musste ein Benutzer viel in Pflege und Wartung investieren, auch einmal den Motor revidieren und einiges an Rostvorsorge respektive Rostbeseitigung stecken. Auch die Lackierung dürfte die Jahre kaum ohne Neuaufbau überlebt haben. Es wären also schnell einige Zehntausend Euro in das hübsche Cabriolet geflossen, vielleicht sogar mehr Geld, als der Wagen heute wert ist.

Höchstens ein perfekt konservierter Wagen, eingelagert in eine optimal trockene Halle, hätte vielleicht weniger gekostet über die Zeit. Aber wenn man für den Platz 100 Euro pro Monat rechnen würde, dann kämen in 50 Jahren auch so schon EUR 60’000 zusammen.

Stehen lassen war also auch keine besonders gute Option. Zudem macht der Alfa vor allem beim Fahren Freude, wie unser kürzlich publizierter Bericht (inkl. Tonmuster) zeigt.

 

Ein Tag mit zwei Reihen-Sechszylindern - ein kleines Rätsel für Leute mit guten Augen/Ohren

Bruno von Rotz - 27.07.2018

Reihensechszylinder-Motor 1

Sie werden immer seltener, die Sechszylindermotoren, diejenigen mit den Zylindern in einer Reihe sowieso. Früher war das anders. Da hatte fast jeder Hersteller mehr oder weniger schneller Automobile einen Reihensechser im Angebot. Schliesslich waren diese ja auch bezüglich Laufkultur und Leistungsvermögen fast unschlagbar.

Gestern hatten wir die Gelegenheit, gleich zwei dieser Gourmet-Stücke geniessen zu dürfen. Beim ersten (Bild oben) handelte es sich um einen mit 2963 cm3 Hubraum gesgneten Prachtburschen, der dank Einspritzung und relativ hoher Kompression von 9,4:1 etwa 180 DIN-PS bei 5800 Umdrehungen aus dem Ärmel schüttelte. Er tönte etwa so:

Reihensechszylinder 1

Der zweite Wagen war etwas älter, aber auch bei ihm standen die sechs Zylinder schön in Reih’ und Glied. 2494 cm3 Hubraum reichten, um mit zwei Fallstrom-Registervergasern und einer Verdichtung von 9:1 150 PS bei 6000 Umdrehungen zu produzieren.

Reihensechszylinder-Motor 2

Und klingen tat er etwa so:

Reihensechszylinder 2

Nun, ganz auflösen wollen wir das kleine Rätsel um die beiden Sechszylinder noch nicht, aber es würde uns schon interessieren, ob unseren Lesern diese Informationen reichen, um die beiden Motoren richtig zu identifizieren. Wer eine Vermutung hat, kann diese ganz einfach als Kommentar ergänzen unter dem Kurzartikel.

Wir werden das Rätsel auf jeden Fall in den nächsten Wochen auflösen, spätestens dann, wenn wir die Berichte über die beiden Autos veröffentlichen.

 

Der Sportwagen von morgen?

Bruno von Rotz - 26.07.2018

Porsche Rennwagenstudie von 1978

Es war schon ein etwas effektheischerischer Titel, den Auto Motor und Sport da auf das Heft 16/1978 druckte: Das Auto von morgen.

So ganz konnten die Redakteure jedenfalls das Versprechen nicht einlösen, aber es wurden interessante Aspekte aus der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit von Porsche enthüllt. So arbeiteten die Ingenieure damals etwa am Vierventilmotor, entwickelten Motorkapselungen, um der Geräuschentwicklung Herr zu werden, oder konzipierten Rettungsfahrzeuge, die mit der eigenen Modellpalette allerdings kaum etwas gemeinsam hatten. Über die aerodynamische Studie, die das Titelblatt zierte, wurden allerdings kaum Worte verloren im Artikel.

Titelblatt AMS 16/1978

Dass man aber tatsächlich ein feines Gefühl für die Zukunft hatte bei Porsche, zeigten einige Aussagen von Porsche-Entwicklungsleiter Helmut Bott:

“Es ist aber durchaus möglich, daß sich innerhalb dieses Angebots gewisses Verlagerungen ergeben, beispielsweise vom sportlichen Bereich in den komfortablen Bereich. Als kleinerer Produzent sehen wir hier die Möglichkeit, auf die besonderen Wünsche des Publikums schneller reagieren zu können. Auch wenn der Sportwagen in zehn Jahren einen völlig an deren Charakter hat, wird er immer noch ein Fahrzeug bleiben, daß sich von der Masse der übrigen Autos deutlich unterscheidet.”
Zur Frage, ob er Alternativen zum Ottomotor sehen würde, meinte Bott:

“Wir sehen keine Alternativen zum Hubkolbenmotor, der uns für die Zukunft die Möglichkeit biett, mit Magerkonzept oder Schichtladung noch sehr viel zu erreichen. Es besteht ferner die Möglichkeit, den Hubkolbenmotor problemlos auf andere Treibstoffe, wie beispielsweise Methanol, umzustellen. Nicht vergessen darf man auch den Entwicklungsvorsprung, den der Hubkolbenmotor im Auto hat. Natürlich ist auch die Entwicklung des aufgeladenen Dieselmotors nicht uninteressant. Doch bleibt hier noch die Frage der Feststoff-Emission und des Stickoxidanteils im Abgas zu klären.”

Die “klassischen” Sportwagen-Fans konnte er aber beruhigen: “Natürlich wird auch der Porsche von morgen ein Sportwagen sein”, versicherte Bott und lag damit wohl nicht ganz richtig, schliesslich bauen die Zuffenhausener heute mehr Viertürer als Zweitürer.

 

Als noch gemalt anstatt geklebt wurde

Bruno von Rotz - 25.07.2018

VW-Stand auf dem Pariser Autosalon von 1972 - noch wird gemalt

Man kann es sich im Zeitalter grossformatiger “Alles-Bedrucker" und riesiger LCD-Bildschirme gar nicht mehr so richtig vorstellen, wie früher “Autosalon gemacht wurde”.

Aber tatsächlich nahmen 1972 die Standgestalter noch den Pinsel in die Hand und malten ihre (Pop-Art)-Motive noch mit einem Strich auf den Ausstellungsstand. Aufgenommen wurde das Bild 1972 in Paris, ein Tag vor der Eröffnung des Autosalons.

Nur wenig fortgeschrittener als der VW-Stand war dabei jener von Peugeot, wo noch einiges an Arbeit auf die Standbauer wartete.

Autosalon Paris 1972 - Peugeot-Stand vor der Eröffnung

 

Der kleine Freund - Renault 5 nochmals getestet

Bruno von Rotz - 24.07.2018

Renault 5 GTL von 1979 (© Renault SA)

Von Zeit zu Zeit nimmt sich die Zeitschrift Auto Motor und Sport einen Klassiker vor und schiebt ihn - augenzwinkernd - durch die moderne Testroutine. Im aktuellen Heft ist dies der Renault 5 GTL.

Der kompakte Franzose, nur gerade 3,531 m misst er in der Länge und die Breite ist mit 1,525 m sicherlich parkhausfreundlich, erhält doch tatsächlich fünf Sterne.

Selbstverständlich werden auch die Fahrleistungen gemessen. 0 bis 100 km/h schafft der 35 Jahre alte R5 mit dem 45-PS-Motor in 20,1 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit werden 135 km/h notiert. Der Bremsweg ist allerdings mit 51,3 m für die Entschleunigung von 100 auf 0 km/h ellenlang.

Interessant sind die Verbrauchswerte. 4,8 Liter Benzin pro 100 km verbraucht der Fünftürer auf der Eco-Runde, 5,9 Liter füllt ein Pendler pro 100 km nach und 7,2 Liter sind es beim Sportfahrer. Ergibt nach der aktuellen Methodik 5,9 Liter pro 100 km oder 137 g CO2 pro km. Imposant ist die Reichweite mit 644 km. Der günstige Verbrauch ist sicherlich der guten Aerodynamik (cw 0,35) mitzuverdanken.

Renault 5 TL von 1971 (© Renault SA)

Die AMS-Tester jedenfalls sehen den R5 in einem sehr positiven Licht: “Na klar, fünf Sterne für den Renault 5, der zeigt, wie fortschrittlich effizient, clever, hübsch, vergnüglich und vernünftig die Vergangenheit so war. Ein Auto wie ein Freund, der dich schon immer kennt.”

Vielleicht lesen ja auch ein paar Automanager der Gegenwart diesen Test und gehen dann einmal ein wenig in sich?

Auch ja, fast hätten wir’s vergessen. Das getestete Modell kostete damals DM 12’550, umgerechnet also etwa EUR 6400. Dafür kriegt man heute keinen mehr, zumindest nicht im perfekten Sammlerzustand.

 

Hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit beim Oldtimer/Youngtimer (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 23.07.2018

Frage der Woche 113

Moderne Autos werden immer zuverlässiger. Ein ganzes Jahr lang Tausende von Kilometern abspulen ohne je unter die Haube zu schauen? Kein Problem mit einem neuen Auto.

An diesen Komfort gewöhnt man sich gerne und erwartet vielleicht gar Ähnliches vom Youngtimer oder Oldtimer.

Wie störungsfrei muss der alte Wagen laufen? Wir wollten es wissen und stellten explizit die “Frage der Woche”: Wie zuverlässig soll ein Oldtimer/Youngtimer sein?

Knapp über 72 Prozent erachten maximal eine Panne pro Jahr als akzeptabel. Von diesen kann die Hälfte, also 36 Prozent absolut, mit einer Panne pro Saison umgehen, während ein gleich hoher Anteil dieselbe Zuverlässigkeit erwartet wie beim Alltagsauto, also deutlich weniger als einmal pro Jahr stehenbleiben möchte.

Etwas mehr als 22 Prozent sind bereit, öfters einmal einzugreifen wegen technischer Problem, 8 Prozent meinen, dass 2 bis 3 Pannen akzeptabel wären, 14 Prozent sehen Pannen nicht als Probleme und machen den Wagen halt wieder gangbar, wenn er einmal stehenbleiben sollte. Und das kann notfalls sogar bei jeder grösseren Ausfahrt passieren.

Nur gerade ein Teilnehmer der Umfrage würde übrigens seinen Oldtimer verkaufen, sobald er ihn zum ersten Mal im Stich lässt, während immerhin 15 Antwortende keiner der vorgegebenen Optionen zustimmen konnte. Insgesamt nahmen 363 Zwischengas-Leser bei der Umfrage teil.

Man kann sicherlich vermuten, dass Oldtimer-Besitzer umso pannen-toleranter werden, umso älter die Fahrzeuge werden. Wer etwa ein Messingauto fährt, wird im Allgemeinen in der Lage sein, mit den schon damals gar nicht so häufigen Störungen umzugehen. Wer auf der anderen Seite des Spektrums eine jugendlichen Oberklassenlimousine bewegt, der wird kaum bereit sein, alle paar Kilometer das Werkzeug aus dem Kofferraum zu holen.

Insgesamt aber scheinen die Ansprüche an die Pannenfreiheit aber durchaus sehr hoch zu sein, schliesslich hatten Autos, die heute 30 oder 50 Jahre alt sind, (bei allerdings höhen Jahresfahrleistungen) mit grosser Wahrscheinlichkeit auch im Durchschnitt eine Störung pro Jahr.

Die grafische Darstellung der Umfrage sieht damit wie folgt aus:

Frage der Woche 113 - Ergebnis

Bereits haben wir eine neue Frage der Woche vorgeschlagen. Dieses Mal wollen wir wissen, wie es mit dem (eigenen) Nachwuchs der Zwischengas-Leser aussieht, also ob sich Kinder, Grosskinder, Enkel und so weiter für die alten Autos interessieren.

Und selbstverständlich kann man die Ergebnisse aller bisherigen Fragen der Wochen auch im eigens eingerichteten Themenkanal weiterhin nachschauen.

 

Wahlverwandtschaften - Auto und Motorrad

Bruno von Rotz - 22.07.2018

Ausschnitt aus dem Titelblatt von Sport Auto 1/1977

Vor knapp über 41 Jahren stellte die Zeitschrift “Sport Auto” die Frage, welche Autos denn mit welchen Motorrädern zusammenpassen, respektive was denn der Fahrer eines bestimmten Autos als Motorrad besitzen sollte.

Als Paarungen wurden vorgeschlagen:

  • Alfa Romeo (Alfetta GT) und Yamaha XS 750
  • Audi (100) und Suzuki GT 750, die mit dem Zweitakt-Dreizylinder!
  • BMW (320, Vierzylinder) und Kawasaki Z 1000
  • BMW (633, Sechszylinder) und Honda GL 1000 Gold Wing
  • Citroën (CX) und Van Veen OCR 1000 (mit Kreiskolbenmotor)
  • Fiat (X 1/9) und Laverda SF 3
  • Ford (Capri) und Yamaha XT 500
  • Mercedes-Benz (450 SLC) und BMW R 100 RS
  • Opel (Commodore GS/E) und Moto Guzzi 850 Le Mans
  • Porsche (924, Vierzylinder) und Ducati 900 Super Sport Desmo
  • Porsche (911, Sechszylinder) und MV Agusta 900 S
  • VW (Scirocco) und Honda CB 750 Four-in-One
  • Volvo (264) und Harley-Davidson FLH 1200

Soweit so gut. Ob man mit diesen Auto-Motorrad-Partnerschaften einverstanden sein will oder nicht, das hängt wohl vom persönlichen Geschmack ab. Jedenfalls wurden auf der Motorradseite einige sicherlich hochattraktive Zweiräder genannt, die auch heute noch mancher gerne bei sich in der Garage hätte.

Trotzdem fragt man sich natürlich, wie das heute im Rückblick auf damals aussehen könnte. Und welche anderen interessanten Paarungen noch denkbar gewesen wären, z.B. Morgan (+4 )und Honda XBR 500 S?

Wenn Sie eine Idee haben, dann schreiben Sie einen Kommentar und nennen Sie uns Ihre bevorzugten Paarungen!

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