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Optimierte Retro-Sportwagen - brauchen wir das?

Bruno von Rotz - 14.07.2018

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Singer DLS Porsche 911 von 2018 (© Singer Vehicle Design)

Die Porsche-Kreationen aus dem Hause Singer sind bekannt, sie bürgen für nostalgisches Design und fast schon überirdische Fahrleistungen. Aufgebaut werden sie normalerweise auf den luftgekühlten 964-er-Modellen aus dem Haus Porsche, optisch sehen sie eher aus wie die Zuffenhausener Sportwagen der frühen Siebzigerjahre.

Singer DLS Porsche 911 von 2018 (© Singer Vehicle Design)

Jetzt haben die Tüftler von Singer Vehicle Design anlässlich des Goodwood Festival of Speed den “DLS” Porsche 911 vorgestellt, den sie für den Porsche-Fan Scott Blattner aus einem 1990er 964 erschaffen haben. Sie haben sich dabei die Hilfe von Williams und Hans Mezger gesichert. Heraus kam ein nur noch 989 kg schwerer Sportwagen, der dank des auf vier Liter vergrösserten Motors mit 500 PS für mehr als fulminante Fahrleistungen gut sein dürfte. Möglich wurde die Gewichtserleichterung durch die Verwendung von Kohlenstoff-Karosserieteilen, vielen Leichtbauteilen und beispielsweise ein Momo-Lenkrad mit Karbon-Speichen.

Cockpit des Singer DLS Porsche 911 von 2018 (© Singer Vehicle Design)

Der Leichtbau ist von innen und aussen sichtbar, die extra durch Bosch programmierte Elektronik mit verschiedenen Fahrmodi, ABS, ESP, Traktionskontrolle, usw. natürlich nicht. Geschaltet wird mit einem Hewland-6-Gang-Getriebe, das es zudem erlaubt, den Motor weiter vorne im Wagen zu montieren, was der Gewichtsverteilung des traditionell hecklastigen Sportwagens zu optimieren.

Heck/Motor des Singer DLS Porsche 911 von 2018 (© Singer Vehicle Design)

Optimierung ist überhaupt das zentrale Thema und es stellt sich die Frage, ob man wirklich aus einem Porsche 964 eine derartige Rakete bauen soll, die es durchaus mit den Fahrleistungen von McLaren, Ferrari und Co aufnehmen kann, aber vermutlich auch die schnellsten Erzeugnisse aus Zuffenhausen ausbeschleunigt.

Vorderansicht des Singer DLS Porsche 911 von 2018 (© Singer Vehicle Design)

Natürlich beeindruckt die Handwerks- und Tuning-Kunst der Singer-Leute, aber am Ende des Tages ist der DLS weder Fisch noch Vogel. Er sieht aus wie ein Auto aus den frühen Siebzigerjahren - sogar der Entenbürzel ist dran -, basiert auf Technologie der Neunzigerjahre und läuft wie ein moderner Hypersportwagen. Aber, ob man so etwas kaufen oder bauen lassen möchte, muss jeder selber entscheiden. In 30 Jahren aber wird auch dieser Singer DLS Porsche 911 ein Oldtimer sein, bis dahin wird er nur wie einer aussehen.

Neueste Kommentare

 
 
phantom:
15.07.2018 (08:10)
Das ist, Bruno, ein grosses Thema.

Einerseits ist der Mensch (noch*) frei in der Gestaltung seiner mobilen Untersätze. Auf der anderen Seite, Oldtimer-ethisch, ist Dein Schlusssatz absolut korrekt.

Machte mir auch Gedanken über das Ganze. Siehe dann SMVC-Teil in der SwissClassics Nummer 5, Seite l.

*nicht im Sinne einer Oldtimer-Polizei zu verstehen. Sondern, wie es mit der Mobilität generell weitergeht.
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