Als man Autos noch den Beinamen Swinger gab
Kein Autokonzern würde heutzutage ein Auto mit dem Beinamen “ Swinger ” beschriften. Vor 40 und mehr Jahren war dies aber noch anders. Damals stellte man sich auch kein “häufiges Wechseln der Sexualpartner” vor, wie heute wikipedia als einzige Erklärung zum Begriff vorgibt.
Früher war “Swinger” eher mit dem Jazz-Stil “Swing” oder generell Freude am Leben und Unterhaltung verknüpft, daher machte es offenbar für die Chrysler-Marketing Leute Sinn, den Dodge Dart ab 1968 für bestimmte Konfigurationen mit dieser Bezeichnung anzuschreiben.
Ein Jahrzehnt später griff auch Opel diesen Ausdruck auf und kreierte Sondermodelle der Kadett-, Manta- und Ascona-Baureihen .
“Ungewöhnlich im Aussehen und ungewöhnlich im Preis”, texteten die Werbeleute und die Designer verpassten den Autos farbige Dekors. Zusätzliche Ausstattungselemente machten das Sondermodell noch attraktiver und für weniger extravertierte Käufer gab es die Spezialversionen auch ohne Dekor, aber trotzdem zum günstigen Preis, der beim Kadett 1975 beispielsweise DM 8425 betrug.
Und warum kamen wir jetzt darauf? Nun, erstens stiessen wir am Wochenende am Bergrennen Steckborn-Eichhölzli auf einen Dodge Dart Swinger, zweitens fanden wir die farbigen Werbeillustrationen im Rahmen der Recherche zum gestern publizierten Artikel über das Opel Kadett 1.2 SR Coupé .
Nun würde wohl nur noch interessieren, ob wohl eines der Opel-Sondermodelle mit Originalbeklebung überlebt hat ...

































