Ungleiche Brüder?
Es war im Jahr 1970, als “auto motor und sport” den Audi 60 mit dem VW 1600 TLE verglich und dies auf der Frontseite mit der Überschrift “Ungleiche Brüder” ankündigte. Im Vergleichstest selber war der Titel noch deutlicher: “Technischer K.o.”
Tatsächlich gewann der 55 PS starke Audi den Vergleich Punkt um Punkt: Bessere Karosserie, überlegene Sichtverhältnisse, grösserer Kofferraum, sicherere Fahreigenschaften, überlegener Komfort und geringerer Verbrauch. Die Zukunft hatte gegen die Vergangenheit gesiegt.
Der VW verdankte seine Existenz dem seit den Nachkriegsjahren gebauten Käfer, was Heckmotor, Heckantrieb und Luftkühlung bedeutete.
Der Audi war eine moderne Konzeption mit selbstragender Karosserie, Frontmotor und Frontantrieb.
50 Jahre später könnte man wiederum eine ähnliche Paarung aufstellen, nämlich einen Audi A3 und einen VW ID3, preislich ähnlich teuer, leistungsmässig vergleichbar.
Der ID3 würde den A3 bezüglich Raumverhältnisse, Laufruhe und Verbrauch haushoch schlagen, obwohl er genau wie der VW 1600 (Elektro-) Heckmotor und Heckantrieb aufweist, während der Audi natürlich über einen quer eingebauten wassergekühlten Frontbenzinmotor und Vorderradantrieb verfügt. “Ungleiche Brüder” halt, allerdings noch deutlich ungleicher als vor 51 Jahren …


























