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Der Blick auf den Tachometer (Autokennerquiz)

Bruno von Rotz
31.05.2021

Tacho im Mercedes-Benz 250 C von 1969 (© Bruno von Rotz)

Als kleine Jungs blinzelten wir durch die Seitenscheiben auf den Tacho, um zu sehen, zu welcher Geschwindigkeit ein Auto fähig war. Im gestandenen Alter gilt unser Blick noch immer auch dem Tachometer, schliesslich wurden gerade für dieses Anzeigeinstrument immer wieder kreative Lösungen und Ansätze entwickelt.

Interessant ist übrigens, dass Englischsprechende unter einem Tachometer einen Drehzahlmesser verstehen, während hierzulande damit die Geschwindigkeitsanzeige gemeint ist. Dies hat durchaus seine Logik, denn schliesslich wird auch bei der Geschwindigkeitsanzeige auf Basis von Umdrehungen die km/Stunde errechnet und grafisch oder digital dargestellt.

Vielen Fahrzeugen wurde ein individueller und besonderer Tachometer auf den Weg gegeben. Einmal wird die Geschwindigkeit auf runder Skala gezeigt, dann entlang einem linearen Band von Zahlen. Beim CX gab es den Lupentacho, Autos ab den Neunzigerjahre zeigten das Vorwärtskommen digital in Zahlen an. Kaum zwei Autos teilen sich exakt dieselbe Geschwindigkeitsanzeige.

Aber, können wir Automarke und Typ auch erkennen, wenn wir nur die Geschwindigkeitsanzeige sehen?

Wir fanden im Zwischengas-Fotoarchiv Hunderte von Tachometer-Aufnahmen und selektierten zwölf besondere Beispiele, die unsere Leser im Rahmen eines Autokennerquiz nun dem richtigen Fahrzeugtyp zuweisen sollen.

Wollen Sie es versuchen?

Autokennerquiz 113 - Tachometer

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In Erinnerung an Herbert Müller, dem alles zu langsam war …

Daniel Reinhard
30.05.2021

Daniel Müller begrüsst Reinhard Schmidlin im BMW M1 (© Daniel Reinhard)

Eine ganz besondere Buch-Vernissage für ein ganz spezielles Buch fand vor einer Woche (am 22./23. Mai 2021) anlässlich des "Herbert Müller Memorial Day" im "Restaurant Forellensee" in Zweisimmen im Kanton Bern statt.

Das Buch ist einem Mann gewidmet, der man kaum als Rennfahrer eingestuft hätte, wenn man ihm damals begegnet wäre. Eher hätte man auf einen folkloristischen Musikmacher mit einem “Schwyzerörgeli" getippt.

Daniel Müller stellt das Buch über seinen Vater Herbert Müller vor (© Daniel Reinhard)

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Sohn Daniel Müller, daherkommend wie Berggeist Rübezahl, hat seinem Vater nach rund sechs Jahren Vorarbeit eine umfangreiche Biografie gewidmet, unterstützt von McKlein Publishing, zwei Autoren und Porsche. Herausgekommen ist ein dicker “Schinken”, den es sich zu lesen lohnt. Dies wurde am vergangenen Wochenende schnell klar, denn seine damaligen Kollegen sprachen nur in höchsten Tönen vom Ausnahmerennfahrer Müller.

Porsche-Leute von damals treffen sich wieder

(Porsche Mannen, von links nach rechts: Mader, Geyr, Deutsche, Brunn, Müller, Ahrens und Schäffer)

Dr. Schäffer, Motoren-Ingenieur und Motoren-Abteilungsleiter bei Porsche (1963-1990): "Da kam der Herbert zu Fuss bei einem Schweizer Bergrennen zu mir und verlangte nach einem «Sägeli», keiner wusste was er da genau wollte. Er meinte dann dass er ein abgebrochenes Pleuel an seinem Auto hätte, das er aber reparieren könnte, nur müsste er es absägen, was er dann auch tat und nach rund zwei Stunden stand er dann auch da."

Heini Mader (Rennmotoren-Experte) auf die Frage, ob der Herbert denn seriös war: "Natürlich war er ernst, denn wenn man diese Resultate erzielt, kann man nicht mit den Sachen spielen. Ich sah ihn beim Bergrennen Mitholz-Kandersteg mit dem Norton F3 zum ersten Mal und schon da hat er gleich mal alle nass gemacht. Als ich bei Jo Bonnier war und der Herbert mit ihm den T70 fuhr, lernet ich ihn besser kennen.

Kurt Ahrens (Rennfahrerkollege): "Ich erinnere mich an ein Rennen auf dem Österreichring. Herbert fuhr da gemeinsam mit Jo Bonnier im Lola T70 und ich mit Siffert im Porsche. Er erinnerte mich sehr an meinen Vater, denn beide waren permanente Zigarrenraucher und ich liebte das Inhalieren dieses Geschmackes. Herr Piëch meinte zu mir: Herr Ahrens wir müssen hier unbedingt gewinnen, geben sie alles. Das tat ich auch und provozierte einen Unfall, natürlich mit Herbi. Im schnellen "S" berührte ich den Lola und beide Autos waren beschädigt. Wir unterhielten uns liebevoll wie gute Freunde über den Unfall, wir waren beide nicht als Werksfahrer unterwegs und liebten einfach den Motorsport, der unser beider grosses Hobby war. Wir passten einfach zusammen und wenn ich noch heute das Foto von der Siegerehrung mit Siffert, Bonnier, Müller und mir sehe, dann macht mich das immer noch sehr, sehr traurig."

Sigi Brunn (Rennfahrerkollege): 1977 telefonierte ich mit Herbert Müller, er wollte den Ferrari 512 verkaufen. Schlussendlich aber kam der Deal nicht zustande und ich kaufte einen 908/3 von Joest. Stumpen-Herbi fuhr dann aber später mit mir in Monza und wir qualifizierten uns im vorderen Mittelfeld. Nach dem Start kam er als Führender aus der ersten Runde zurück. Er hatte all die stärkeren 935 überholt. Wir waren fassungslos. Er war wild, aber immer sehr besonnen. Leider schieden wir dann nach dem Boxenstopp mit Elektrikproblemen aus.
Und auch die Porsche-Rennmechaniker erinnern sich an den schnellen Eidgenossen: "…. wenn man dann halt die Kisten in einer Nacht zusammenflicken musstest, war das nicht immer ganz so toll."

Marc Surer: "Beim 1000km-Rennen auf dem Nürburgring 1981 hatte ich am Samstag in den Boxen noch mein letztes Gespräch mit Herbert. Gott sei Dank sass ich nicht im Auto als der schreckliche Unfall passierte. Dieter Quester wurde am Ort der Tragödie gestoppt."

Selbst ich, der Autor dieser Zeilen, erinnere mich noch ganz persönlich an den Stumpen-Herbi, denn ich durfte beim 1000km-Rennen von Monza schon als kleiner Junge in seiner Box stehen und das Renngeschehen aus nächster Nähe verfolgen, während mein Vater draussen fotografierte. Kaum hatte Herbi das Auto an seinen Kollegen übergeben, nahm er einen grossen Schluck aus der Wasser-Flasche, kam zu mir und fragte: "...ob mir denn die Rennatmosphäre gefallen würde?"

Sauber C5 der Oldtimer Galerie Toffen - auf diesem Auto fuhr Herbert Müller selber (© Daniel Reinhard)

Anlässlich des Herbert Müller Memorial Days waren im Restaurant Forellensee neben zwei Rennwagen (Ferrari 512S und Sauber C5), die Herbert Müller selbst noch fuhr, auch diverse Erinnerungsstücke an seine Karriere zu bewundern.

Trophäensammlung von Herbert Müller (© Daniel Reinhard)

Ein Porsche-Treffen und eine kleine Rallye zum Genfersee und zurück mit diversen Sonderprüfungen und einem Besuch im Museum der "Hervé Foundation" rundeten die schöne und gut besuchte Veranstaltung ab.

Die Rallye startete beim Restaurant Forellensee (© Daniel Reinhard)

Eindrücke vom Herbert-Müller-Wochenende gibt es auch in einer Fotogalerie , die am 22./23. Mai 2021 entstanden ist und natürlich mit umfangreichen Bildlegenden ausgestattet ist.

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Ikonenmaterial

Bruno von Rotz
29.05.2021

Geschwindigkeitsanzeige im Lamborghini Countach LP 400 (© Bruno von Rotz)

Ein Tacho bis 320 km/h, das passt eigentlich ganz gut zu einem Lamborghini Countach. Dass die Instrumente von Stewart Warner und nicht von Veglia kamen, schon weniger. Aber vielleicht konnten die Italiener einfach keine Kilometerzähler mit senkrecht untereinander liegenden Zahlen anbieten?

Die kleinen Jungs, die durch die Seitenscheibe spähten, jedenfalls dürfte der Tacho mehr beeindruckt haben als die damaligen Testfahrer. Jene von “auto motor und sport” schrieben jedenfalls in der Nummer 15/1975 :
“Während das kleine Lederlenkrad und der Schalthebel gut zur Hand liegen, fielen die Instrumente wenig praxisgerecht aus: Sie spiegeln und sind nur schwer ablesbar.”

Die 320 km/h waren auch etwas überoptimistisch und reduzierten den im Alltag nutzbaren Teil der Skala auf wenige Zentimeter. Wer allerdings freie Bahn hatte damals, der konnte sich an fast überirdischen Fahrleistungen freuen: 5,4 Sekunden nahm sich der Stier für den Spurt von 0 auf 100 km/h, 288 km/h Spitze waren auch nicht von schlechten Eltern, die 26,6 Liter Durchschnittsverbrauch auch nicht.

DM 99’800 (umgerechnet etwa EUR 50’918) tönen heute allerdings wie ein Sonderangebot, vor allem wenn man weiss, dass die frühen Countach in der Neuzeit für mehr als das Zehnfache ihren Besitzer wechseln. Und den heutigen Sammlern dürfte es egal sein, ob die Instrumente gut ablesbar sind …

P.S. Nicht vergessen zu erwähnen wollen wir den 50. Geburtstag, den der Lamborghini Countach im Jahr 2021 feiert

Sportliche Limousinen im Kommen

Bruno von Rotz
28.05.2021

Alfa Romeo 2000 Berlina von 1972 (© Balz Schreier)

“Sportliche Autos sind mehr als eine Modeerscheinung. Bei ihnen geht es nicht um Repräsentation, sondern um gute Fahrleistung bei vernünftigen Außenmaßen. Sportliche Autos sind verkehrsgerecht - das ist der Hintergrund ihres zunehmendenVerkaufserfolges.”

So stand es im Automagazin “auto motor und sport” Ende 1968. Auf dem Aufmacherbild fuhr eine Alfa Romeo 1750 Berlina und sie wirbelte tüchtig Staub auf. Es ging im Bericht “Sportliche Limousinen sind im Kommen” um die stetig leistungsstärker werdenden Alltagsauto. Der Alfa mit über 115, der BMW 2002 Ti mit 120 oder der Fiat 125 S mit 100 PS waren Beispiele.

Alfa Romeo 1750 Berlina von 1968 (© ams)

Aber das Spektrum der sportlichen Limousinen begann noch deutlich volkstümlicher mit den 65 PS eines NSU TT oder den 47 PS beim Fiat 850 Special. Genannt wurden auch der Austin Cooper S und der Renault 8 Gordini, sozusagen die Vorläufer des VW Golf GTI der Siebzigerjahre.

Und schon damals wurden die deftigen Aufpreise kritisiert, die für etwas mehr Sportlichkeit verlangt wurden. Dieter Korp schrieb im Schlusssatz: “Und so ist es auch bei dieser sportlichen Welle: Die entsprechenden Aufpreise stehen meistens in keinem vertretbaren Verhältnis zu dem tatsächlichen technischen Aufwand; das ist eigentlich die einzige Seite der Angelegenheit, die Stoff zur Kritik liefert.”

Und heute, 53 Jahre später? Da würden die Leistungswerte der Autos von damals den heutigen Testredakteuren nur noch ein müdes Lächeln entlocken. 100 PS hat heute schon ein VW Polo, beim Audi A4 beginnt die Motorisierung bei 150 Benzin- oder 122 Diesel-PS. Ob sich die modernen Autos allerdings sportlicher anfühlen als damals ein NSU TT oder ein Ford Escort 1300 GT?

Ein Blick in den ams-Bericht von damals bringt die Erinnerungen an die sportlichen Limousinen der späten Sechzigerjahre zurück …

P.S. Wie bereits richtig kommentiert wurde, ist der rote Alfa auf dem Bild am Anfang ein Zweiliter, wir haben nun das ams-Aufmacherbild noch hinzugefügt, damit keine Verwirrung aufkommt.

Der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus

Bruno von Rotz
27.05.2021

Autobianchi Mittelmotorsportwagen Prototyp von 1968 (© ams)

Am 50. Autosalon von Turin , durchgeführt im November 1968, mangelte es nicht an Prototypen und Studien. Die grossen Karosseriebauer und Designer übertrafen sich mit zukunftsweisenden Entwürfen. Da konnte die eine oder andere Neukreation durchaus übersehen oder kaum beachtet werden.

So erging es vermutlich der Mittelmotor-Sportwagenstudie von Autobianchi , mit der der italienische Autohersteller das Interesse des Publikums für ein derartiges Coupé testen wollte.

Autobianchi Mittelmotorsportwagen Prototyp von 1968 (© ams)

Entwickelt war der Prototyp vom Fiat Centro Stile worden, als Designer schwang Pio Manzù den zeichenstift. Er konnte dafür auf Vorarbeiten (G31) von Werner Höbl, der bei OSI als Gestalter arbeitete, zählen.

Der 2+2-Sportwagen erhielt eine Kunststoffkarosserie und als Motoren waren die Vierzylinderaggregate aus dem Fiat 124 Sport oder dem 125 S angedacht.

Autobianchi Mittelmotorsportwagen Prototyp von 1968 (© ams)

Zur Serienproduktion des hübschen Coupés kam es nicht, einige der Ideen kamen dann allerdings auch im Autobianchi Runabout und dem Fiat X1/9 zum Tragen. Erschwingliche Mittelmotor-Coupés gab es Ende der Sechzigerjahre nur in geringer Zahl, da hätte die vorgeschlagene Version durchaus Chancen haben können.

Ob der Prototyp wohl überlebt hat?

Als Ford eine Revue publizierte

Simon Kwasny
26.05.2021

Blicken wir zurück auf die Anfänge der Automobilgeschichte. Da war das Auto ein Mobilmacher, die Ablösung der Kutsche. Nun steht aber ausser Frage, dass mit dem Besitz eines Automobils schon immer auch ein gewisser Lifestyle-Aspekt einherging. Anders gesagt: Wer sich ein Auto leisten konnte, genoss Ansehen (oder manchmal eben auch Neid). Dazu gehörte, dass man damit präsentierte, dass man es sich überhaupt leisten konnte, und auch die veränderte Lebensweise. Autobesitzer waren in der Lage, relativ zügig von A nach B zu fahren, ohne die eigenen oder tierische Kräfte aufzubringen. Schon nur eine Fahrt von der Schweiz nach Italien, sagen wir nach Mailand, wäre ohne ein Auto ein ziemliches Unterfangen gewesen, zumindest in den Fünfzigerjahren. Der Autobesitzer bekam also Zugang zu fremden Welten. Ein Gedanke, den sich Ford in den Fünfzigerjahren für Marketing-Zwecke zu Nutzen gemacht hatte.

Mit der monatlich erscheinenden Ford Revue sollte Ford-Besitzern (und natürlich auch potentiellen Neukunden) die bereits erläuterten schönen Seiten des Autobesitzes vermittelt werden. Gleichzeitig sollten sie auch mehr oder weniger unterschwellig die Botschaft eingebrannt erhalten, dass man mit einem Ford bequem die Welt bereisen konnte, was natürlich durchaus ein starkes Kaufargument war. So holte einen die Zeitschrift ganz unverdrossen mit der Botschaft ab: “Ford Revue… soll Sie in Wort und Bild erfreuen, in Ihren Mussestunden unterhalten und an ihren Ford-Händler erinnern.”

Die Zeitschrift bot den Lesern kleine Geschichten aus aller Welt. So zum Beispiel jene zu einem ein kleinen Fischerdorf an der Costa Brava im Nordosten Spaniens. Oder die Eindrücke von einer Reise in einem Ford Taunus 12M Kombi nach Marokko.

Und sogar ein Einblick in die Löwendressur wurde geboten.

Das Konzept, welches Ford damals verfolgte, ist in gewisser Weise etwas, was auch modernes Social-Media-Marketing zum Ziel hat. Dem Konsumenten soll eine Geschichte erzählt und dadurch ein mit der Marke in Verbindung stehender Lifestyle oder ein Image suggeriert werden. So gesehen, leistete Ford damit eine Pionierarbeit …

Cover Ford Revue der Fünfzigerjahre

Ein Geländewagen für fast zwei Millionen?

Bruno von Rotz
25.05.2021

Ford Bronco "Big Oly" (© Mecum)

Das gibt’s nicht jeden Tag. Ein Geländewagen des Typs Ford Bronco wurde an der Mecum Versteigerung von Indianapolis am 21. Mai 2021 für sage und schreibe USD 1,87 Millionen versteigert.

Nun war dies natürlich kein ganz normaler Bronco, sondern der Baja-1000-Sieger von 1971 und 1972, gefahren von Parnelli Jones und Bill Stroppe. Bekannt wurde der Wagen unter der Bezeichnung “Big Oly”, weil der Sponsor die Olympia Brewing Company war.

Mit dem Basisfahrzeug hatte der Rennwagen auch nur noch bedingt etwas zu tun, denn der Mechaniker Dick Russel setzte auf einen Rohrrahmen und eine Karosserie aus Kunststoff und Aluminium. Als Motor kam ein Ford Windsor V8 zum Einsatz. Auf dem Dach thronte ein enormer Flügel. Keine 1,2 Tonnen brachte der Allradler auf die Waage und an ihm hatten sich alle kommenden Baja-Rennwagen-Konstrukteure zu orientieren.

Silhouette Ford Bronco "Big Oly" (© Mecum)

So kann man also verstehen, dass ein restaurierter Baja-1000-Sieger einen Aufpreis gegenüber einem normalen Geländewagen erfordert, ob die fast USD 1,9 Millionen gerechtfertigt sind, kann nur der Käufer beantworten.

Das teuerste Auto an der Indianpolis-Versteigerung von Mecum war der Ford Bronco übrigens nicht, denn ein Duesenberg Model SJ als Rollston Convertible Victoria von 1930 kam sogar auf USD 2,97 Millionen.

Ergebnisse und Einblicke in die Mecum-Versteigerung gibt’s auf deren Website .

Oldtimer lieber besitzen als mieten? Nicht unbedingt … (Frage der Woche)

Bruno von Rotz
24.05.2021

Frage der Woche 182 - Oldtimer mieten anstatt besitzen?

Normalerweise kauft man sich ein altes Auto, um die Freuden am Oldtimer oder Youngtimer zu erleben. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten. So kann man klassische Fahrzeuge auch mieten, sogar Car-Sharing wird angeboten.

Wie gut diese Angebote bei Oldtimer-/Youngtimer-Enthusiasten ankommen, wollten wir mit einer “Frage der Woche” herausfinden, die lautete: Ist für Sie die Oldtimermiete, also die Nutzung auf Zeit, eine Option?

Für 58,1 Prozent ist die Miete keine Option, sie präferieren den eigenen Oldtimer/Youngtimer.

Knapp über 40 Prozent aber können sich sehr gut vorstellen, ein altes Auto zu mieten. Drei Viertel dieser Leute sehen die Miete aber vor allem als Gelegenheit, irgendwann ein interessantes Auto als Ergänzung zum eigenen Klassiker auszuprobieren.

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass 1,2 Prozent der 329 Umfrageteilnehmenden in keiner der vorgegebenen Antworten ihre Meinung widerspiegelt sahen.

Hier noch die Ergebnisse in grafischer Form:

Frage der Woche 182 - Oldtimer mieten anstatt besitzen? Ergebnis

Bereits wurde eine nächste “Frage der Woche” in die Runde gestellt. Dieses mal wollen wir wissen, ob Oldtimer-/Youngtimer-Fahrer überhaupt noch Radio hören im alten Auto.

Und natürlich kann man jederzeit auch die Ergebnisse der bisherigen Auswertungen der “Frage der Woche” im eigens angelegten Themenkanal nachschauen.

Alles (fast) wie früher …

Daniel Reinhard
23.05.2021

Oldtimer in Obwalden 2021 (© Daniel Reinhard)

Auf den Bildern sieht es aus, als ob wir Aufnahmen der Sechzigerjahre anschauen würden. Doch die Fotos entstanden gestern in Obwalden.

Oldtimer in Obwalden 2021 (© Daniel Reinhard)

Eigentlich hätte an diesem Tag das Treffen “Oldtimer in Obwalden” stattfinden sollen. Doch wegen Covid-19 musste das Treffen abgesagt werden.

Oldtimer in Obwalden 2021 (© Daniel Reinhard)

Doch, ganz egal ob organisiert oder eben nicht, die Corona-Pandemie kann nicht alle Freuden zunichte machen.

Und so war gestern in Sarnen viel los. Egal ob von St. Gallen oder Bern, man traf sich einfach rein zufällig in Sarnen. Zur Freude aller passte das Wetter und die Gartenlokale waren schnell und längerfristig ausgebucht. So wanderten die Tische der Restaurants unverzüglich auf die Strasse und schon war Obwaldens Flaniermeile eröffnet.

Oldtimer in Obwalden 2021 (© Daniel Reinhard)

Es muss nicht immer alles durchorganisiert sein, es genügt allein schon zu wissen, dass man am Pfingstsamstag mit hundert-prozentiger Sicherheit nicht als einziger Oldie-Freak in Sarnen sein wird. Ganz egal welches Fahrzeug man selbst besitzt, an diesem einen Tag sind sie immer alle herzlich willkommen.

P.S. Die schönen Fotos gibt es natürlich auch im Zwischengas-Fotoarchiv ...

Idee zu einem lohnenswerten Pfingstausflug

Daniel Reinhard
22.05.2021

Porsche Turbo / Reschen (© Daniel Reinhard)

Nicht aus reiner Ehrfurcht vor dem wunderbaren, luftgekühlten 911 Turbo versank die Kirche im Wasser. Nein, für die Stromerzeugung wurden im Sommer 1950 das Dorf Graun und Teile des Dorfes Reschen, am gleichnamigen Pass im Südtirol gelegen, geflutet. 150 Familien wurden ihrer Existenz beraubt. Infolge von Sanierungsarbeiten wurde nun Wasser aus dem Reschensee abgelassen und die Fragmente der beiden Dörfer kommen nach 70 Jahren wieder zum Vorschein.

Nach einem Teilstau fand im Spätsommer 1950 der erste Vollstau statt. Nun mussten sich die rund 100 betroffenen Familien aus Graun und Reschen zum Bleiben oder Wegzug entscheiden. Da mit dem Stau auch viel landwirtschaftliche Nutzfläche für die Braunviehzucht  verloren ging, entschieden sich nur rund 35 dieser Familien zum Verbleib. Im Frühjahr 1950 wurden ausser dem denkmalgeschützten Kirchturm von Graun aus dem 14. Jahrhundert alle Gebäude in Graun und deren Weilern Piz, Arlund, Stockerhöfe und Gorf sowie Teile von Reschen abgetragen und überflutet. Der heutige Stausee erhielt damit eine Fläche von 677 ha und ein unverwechselbares Wahrzeichen.

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