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Bereit für die Swiss Classic World

Bruno von Rotz
30.09.2021

Zwischengas-Stand auf der Swiss Classic World Luzern (© Bruno von Rotz)

Unser Stand an der Swiss Classic World (1. bis 3. Oktober 2021) steht. Alles ist bereit und wir freuen uns bereits auf die Gespräche mit unseren Lesern in zwei Tagen (am Freitag ist die Messe ab 12:00 offen). Wir waren dieses Mal ein wenig schneller als die “Konkurrenz”, hatten wir doch die Zusage erhalten, den Stand etwas früher aufzubauen.

Zwischengas-Stand auf der Swiss Classic World Luzern (© Bruno von Rotz)

Tatsächlich steht er nun noch relativ einsam in der grossen Halle, aber schon bald wird sich Stand an Stand reihen und die beliebte Oldtimermesse von Luzern bereit sein für Tausende von Oldtimer- und Youngtimer-Enthusiasten.

Zwischengas-Stand auf der Swiss Classic World Luzern (© Bruno von Rotz)

Besuchen Sie unbedingt unseren Stand, er steht in der Mitte der Halle 2 (Nummer 204). Verfehlen kann man ihn eigentlich nicht.

Den Katalog, den wir für die Messe publizieren durften, kann man übrigens online anschauen , um sich vorzubereiten.

P.S. Wer sich fragt, um welches Auto es sich auf unserem Stand handelt, dem sei gesagt, dass dies ein in der Schweiz umgebauter Porsche 356 mit Kunststoffkarosserie ist, in der Szene als Dätwyler- oder Stadtmann-Porsche bekannt und 1971 auf dem Genfer Automobilsalon ausgestellt. Einen umfangreichen Bericht über diesen interessanten Wagen haben wir in unserer Schwesterpublikation SwissClassics Revue veröffentlicht.

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Einfach nur mal fahren

Bruno von Rotz
29.09.2021

Lotus Elan Sprint DHC (1972) (© Daniel Reinhard)

Kennen Sie das? Sie sind seit einiger Zeit nicht mehr in ihrem geliebten Klassiker gesessen. Nun haben Sie aber einen Moment Zeit und fahren das Auto aus der Garage, auf die Strasse. Und davon. Ohne Zweck, einfach um des Fahrens willen. Sie hören auf den Motor, horchen vielleicht auf auffällige Geräusche von Getriebe oder Fahrwerk, überprüfen die Instrumente.

Sie nehmen den Oldtimer als Gesamtes wahr, als Wunderwerk der Technik, ein Fahrzeug, in welchem über 2000 Teile zusammen arbeiten, um vorwärts zu kommen.

Kilometer um Kilometer legen Sie zurück, geniessen den Moment, denken für einmal nicht an Alltagssorgen oder Probleme, die noch gelöst werden müssen. Einfach fahren.

Welch ein Genuss! Und gerne verzichten Sie demnächst auf einen Flug oder ein paar Stück Fleisch, wenn dies nötig ist, um auch in Zukunft ein altes Auto fahren zu dürfen …

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Alfa-Enthusiasten unter sich in der Wachau

Silke Tauchert (www.fotofee-st.de)
28.09.2021

Alfa Wachau Classic - Spider unterwegs (© Silke Tauert / www.fotofeee-st.de)

An schöner Weinanbau-Hanglage gelegen trafen sich die 40 Alfisti samt ihrem schönen Automobilen am Weingut Domäne Wachau. Der riesige Hof und die Schloßauffahrt boten sich herrlich für den Start der "Alfa Classic Wachau" an.

Alfa Wachau Classic - Rallye-Schild (© Silke Tauert / www.fotofeee-st.de)

Nach Schwenken der Startflagge lohnte sich ein schneller Blick ins Roadbook. Ein kurzer Kaffeepausenstopp mit Neuaufstellung fand beim Autohaus Drachsler statt.

Alfa Wachau Classic - moderne Alfas (© Silke Tauert / www.fotofeee-st.de)

Dann wurden die Motoren wieder gestartet und die Wachau nebst kurzem Weg durch die Steiermark “ercruist”.

Alfa Wachau Classic - unterwegs auf einsamen Landstrassen (© Silke Tauert / www.fotofeee-st.de)

Die unterschiedlichen Fahrerfelder “Speciale” und “Normale” bekamen zweierlei Streckenlängen geboten. Wir fuhren die schnelle, längere Streckenführung und erlebten ein zügiges Teilnehmerfeld.

Bei den Pausen trafen wir wieder mit allen zusammen und bereicherten mit ordentlicher Parkanordnung die Plätze und zogen viele Zuschauer an.

Auf dem Wachauring wurde das Grinsen der Teilnehmer nochmals breiter, weil das Rennfahrer-Gen gefordert wurde. Die Rückfahrt entlang der Donau zurück nach Krems begeisterte alle. Beim Abendprogramm beim Heurigen in Krems wurden spannende Benzingespräche geführt und neue Kontakte geknüpft.

Alfa Wachau Classic - Das Teilnehmerfeld (© Silke Tauert / www.fotofeee-st.de)

Am Samstag folgte nach ausgiebigem Frühstück eine weitere Etappe, die zurück zum Start an die Domäne Wachau führte. Die tolle Strecke lockte durch Obstanbaugebiete und Weingärten in Richtung Waldviertel. Der Tages-Höhepunkt war die Aufstellung einiger Autos im Innenhof von Schloß Pöggstall beim Restaurant “Das Roggendorf” nebst Arien, davor füllten die Oldtimer den kompletten Platz.

Ziel war wieder der Schloßanblick der Domäne Wachau in Dürnstein.

Alfa Wachau Classic - schöne Landschaften (© Silke Tauert / www.fotofeee-st.de)

Insgesamt hatten wir die Gelegenheit, viele einsame Nebenstraßen und kleine Ortsdurchfahrten kennenzulernen, sehr freundliche Zuschauer und viele winkende Oldtimer Fans zu sehen und die Blechschätze sportlich zu bewegen und 70 Jahre 1900 Sprint durch schöne Landschaften zu zelebrieren.
Mein Fazit nach drei tollen Tagen zwischen 40 gleichgesinnten Oldtimer Fahrern: Eine markenbezogene Rallye mit langjährigem Teilnehmerfeld ist wie ein Treffen von Alfa-Freunden, Austausch von Benzingesprächen inbegriffen in herrlichster Landschaft auf wunderbaren Geheimsträßchen inklusive kulinarischen Leckereien. Dazu mußte einfach nur der Himmel blau sein & die Sonne scheinen. Die Alfa Classic Wachau 2021 war ein Treffen mit viel Herzlichkeit.

Alfa Wachau Classic - unterwegs auf einsamen Landstrassen (© Silke Tauert / www.fotofeee-st.de)

Beschreibung der Strecke (aus dem Roadbook)

Die Alfa Classic Wachau ist eine touristische Gleichmäßigkeitsrallye in fünf Etappen mit Pünklichkeits-Prüfungen und mit Gleichmäßigkeits-Wertungen auf dem Wachauring Melk. Die Gesamtstrecke beträgt ca 400 km, diese führt vom Kellerschlössel Weingut Dömane Wachau in Dürnstein als Prolog durch herrliche Kulisse der Wachau, kurze Frühstückspause am Autohaus Drachsler in Schallemmersdorf. Die erste Etappe führt weiter durch das Voralpenland über Yppstal nach Mariazell zur Mittagspause nach Gusswerk. Danach ging es weiter zur Fahrtechnik-Prüfung auf dem Wachauring. Die Heimfahrt zum Hotel führt entlang der Donau nach Krems/Stein.

Der zweite Tag führt über Seiberer an Obst- und Weingärten vorbei ins Waldviertel, weiter zur Mittagsrast im Restaurant „Das Roggendorf“ auf Schloß Pöggstall und wieder zurück zum Ausklang ins Weingut Domäne Wachau in Dürnstein.)

P.S. Wir danken Silke Tauchert (Website) für diesen Beitrag.

Auch Elektroautos haben eine (begrenzte) Chance, zum gesuchten Oldtimer zu werden (Frage der Woche)

Bruno von Rotz
27.09.2021

Frage der Woche 191: Elektroautos als Oldtimer?

Über die nächsten 20 Jahre werden die Elektroautos jene mit Verbrennungsmotoren im Neuwagengeschäft verdrängen, dies kann man mit ziemlicher Sicherheit voraussagen. Die ältesten modernen Elektroautos, z.B. der Tesla Roadster, entstanden bereits vor 14 Jahren in überschaubaren Stückzahlen. Da fragt man sich natürlich, ob diese Autos zum Klassiker reifen und an Oldtimertreffen auftauchen werden.

Anstatt selber zu orakeln haben wir einfach unsere Leser gefragt und liessen sich auf via “Frage der Woche" auf “Werden moderne Elektroautos zu Klassikern werden?” antworten.

Eigentlich waren wir etwas überrascht über die fast 280 Antworten, denn nur gerade ein Drittel davon (34,3 Prozent) glaubt nicht daran, dass moderne Elektroautos je Oldtimer und Klassiker werden.

Die Hälfte aber gibt zumindest den selteneren Exemplaren eine gute Chance, zum Klassiker zu freien, wenn diese Autos denn auch in der Zukunft fahrbereit gehalten werden können.

Und 14,6 Prozent sehen sogar überhaupt keinen Grund, warum nicht auch moderne Elektroautos zum Klassiker und Oldtimer werden sollten, mit denen man dann in 20 oder 30 Jahren ans Treffen fahren kann.

Der Vollständigkeit halber sei auch noch erwähnt, dass 1,5 Prozent mit keiner der vorgegebenen Antworten etwas anfangen können.

Resümee: Auch Elektroautos haben wohl eine gute Chance, zum Klassiker zu reifen. Hier auch noch die grafische Zusammenfassung des Ergebnisses:

Frage der Woche 191: Elektroautos als Oldtimer? Ergebnisse

Natürlich haben wir bereits die nächste “Frage der Woche” in den Raum gestellt. Wir wollen wissen, ob eine historische Optik beim Klassiker oder ob die Technik darunter dem Original entsprechen muss.

Und selbstverständlich kann man weiterhin auch alle bisherigen “Fragen der Woche” , respektive deren Ergebnisse im entsprechenden Themenkanal nachlesen.

Die Sache mit der Antenne

Bruno von Rotz
26.09.2021

Abschliessbare Antenne (© Bruno von Rotz)

Moderne Autofahrer haben sich vermutlich noch gar nie mit ihrer Autoantenne herumgeschlagen, die ist einfach in der Scheibe eingedampft und funktioniert. Vor Jahrzehnten aber kaufte man seinen Wagen meist ohne Antenne und musste dann eine solche erstmals montieren.

Und wenn man vergass, die mehrteilige Stabantenne – meistens mit Muskelkraft – vorsichtig einzufahren, dann passierte es womöglich, dass jemand sie aus “Versehen” umknickte. Und die nächste war fällig. So billig waren die Dinger gar nicht. Und selbst eingefahrene Antennen waren vor Zerstörung nicht sicher, wenn sie nicht gesichert waren.

Deshalb wurde die Schlüsselantenne erfunden, bei der man vor dem Öffnen einen kleinen Schlüssel einsetzte, um den Kopf zu lösen. Nun war das wertvolle Empfangsteil vor Vandalen geschützt. Schlüsselantennen gab’s schon in den späten Fünfzigerjahren, etwa von Hirschmann.

Abschliessbare Antenne von Hirschmann

Auch Fuba bot die Schlüsselantenne für den VW Käfer an und zwar gleich mit Einbauschablone und für DM 24.

Und für Leute, die keine Freude an Stabantennen hatten, bot Fuba eine in den Seitenspiegel integrierte Antenne an, die dann hoffentlich vandalensicher war, oder auch nicht.

Fuba Radioantenne im Aussenspiegel

Eins hatten die von Hand bedienten Stabantennen gemeinsam, ohne Arbeit war der Radioempfang nur halb so gut. Man musste also vor dem Losfahren daran denken, die Antenne wieder auf maximale Höhe auszufahren. Dafür boten sie dann besten Empfang und mit den Windgeräuschen, die sie produzierten, konnte man (damals) leben …

P.S. Übrigens, von Hand ausfahrbare Stabantennen baute man auch noch in den Achtzigerjahren und danach ein …

Der schnellste Rektor hat uns verlassen (Nachruf Nino Vaccarella)

Daniel Reinhard
25.09.2021

Nino Vaccarella an der Ennstal-Classic 2008 (© Daniel Reinhard)

Der schnellste Lehrer (und Schulleiter) aller Zeiten verstarb am 23. September 2021 im Alter von 88 Jahren in Palermo. In erster Linie war er Sizilianer aus Palermo, in zweiter Linie pensionierter Rektor einer Mittelschule und erst zum Schluss Rennfahrer. Und genau in dieser Reihenfolge hielt Nino Vaccarella es auch während seiner Aktivzeit 1956 bis 1975 – er schlug selbst gegenüber namhaften Firmen wie Ferrari und Alfa Romeo Werksverträge aus!

Vaccarella im Porsche V8 an der Targa Florio 1962

Seine Karriere war trotzdem mehr als nur beachtenswert, so gewann er in Le-Mans (1964), dann dreimal die Targa Florio (1965, 1971 und 1975), dazu kamen Siege bei den 1000 km vom Nürburgring (1964), dem 12-Stunden-Rennen von Sebring (1970), zahlreiche 1. Plätze bei Bergrennen und kleineren Sportwagenrennen, alles in einer Zeit, als es mehr als unsicher war, dies alles zu überleben?

Dem Rennsport blieb er noch bis ins hohe Alter verbunden, auch wenn er nur ganz selten an Rennstrecken zu sehen war. Für eine sizilianische Tageszeitung kommentierte er aber 40 Jahre lang die Formel-1-Rennen, also musste er im Bild sein, was so alles geschah.

Ich traf ihn leider nur zweimal persönlich. Das erste Mal hatte ich das Vergnügen, gemeinsam mit ihm und Arturo Merzario in Brisichella anlässlich der "Trofeo Lorenzo Bandini" zu dinieren. Da ich mir eine Nachtfahrsperre (22:00 bis 6:00 Uhr) für Italien infolge zu schnellen Fahrens eingehandelt hatte, schenkten die beiden mir ein Alfa-Romeo-Poster mit den Worten: "Caro Carabinieri - l`ha lasciato guidare…. Cordiali saluti da Nino Vaccarella e Arturo Merzario".

Nino Vaccarella an der Ennstal-Classic 2008 (© Daniel Reinhard)

Später begegnete ich ihm noch einmal bei der Ennstal-Klassik, wo er mit dem wunderschönen Alfa Romeo T33/TT/12 die Österreicher in seinen Bann zog.

Mit ihm ist leider eine ganz spezielle Persönlichkeit und ein ganz grosses Aushängeschild vom Hause Alfa-Romeo von uns gegangen. Möge er in Frieden ruhen.  

P.S. Über Nino Vaccarella veröffentlichten wir vor einigen Jahren einen umfangreichen Bericht mit Interviewnotizen .

Die vergessenen Testsieger und die heutigen Lieblinge

Bruno von Rotz
24.09.2021

Vergleichstest Käfer-Konkurrenten - Kandidaten (© ams)

Mitte 1970 führte das Automagazin “auto motor und sport” einen grossen Vergleichstest durch, in dem Marktführer VW Käfer mit seinen Konkurrenten verglichen wurde. Antreten mussten oder durften der Fiat 128, der Opel Kadett, der Simca 1100, der NSU 1200 und der DAF 55. Der Aufwand, der betrieben wurde, um die Autos faktenbasiert zu vergleichen, war immens.

Wer wohl diese Gegenüberstellung gewonnen hat, werden Sie sich nun fragen und natürlich zuerst einmal auf einen deutschen Wagen tippen. Doch weit gefehlt. Es siegte nämlich der Simca 1100, gefolgt vom Fiat 128 und vom DAF 55. Erst auf den Plätzen 4 bis 6 folgten die deutschen Autos mit VW, Opel und NSU.

Vergleichstest Käfer-Konkurrenten - Ergebnis (© ams)

Die Autos kosteten übrigens alle zwischen DM 5595 und 6060, der Käfer 1500 war der günstigste der Wagen, der NSU 1200 C der teuerste.

Und heute, gut 50 Jahre später? Die Sieger sind schon fast vergessen, begehrt als Oldtimer sind heute eher die Verlierer von einst, zumindest in unseren Breitengraden.

Ein Blick zurück in den über zwei Ausgaben abgedruckten Test lohnt aber auf jeden Fall. Teil 1 wurde in ams 11/1970 abgedruckt, Teil 2 in ams 12/1970 veröffentlicht.

Was haben diese drei Autos gemeinsam?

Bruno von Rotz
23.09.2021

Lotus Elan, Alfa Romeo GTV6 und Renault Spider (© Bruno von Rotz)

Es gibt einiges, was die drei abgebildeten Autos gemeinsam haben, aber es gibt einen bestimmten Grund, warum dieses Fotoshooting gerade gestern stattfand. Die drei Autos werden nämlich das Titelblatt unseres diesjährigen Zwischengas Jahresmagazins zieren und alleine schon die Farbkombination macht Laune.

Und die Komposition mit diesen drei Fahrzeugen entbehrt natürlich nicht einer gewissen Logik, denn schliesslich wird es zu jedem dieser Wagen natürlich auch einen umfang- und bildreichen Bericht im Heft geben.

Die davon abgesehen vielleicht wichtigste Charakteristik, welche die drei Sportwagen gemeinsam haben, ist, dass es sich bei allen dreien um echte Fahrmaschinen handelt. Diese Qualität schöpfen sie allerdings aus komplett unterschiedlichen Konstruktionsansätzen. Beim Alfa ist es der melodiöse Busso-V6 und die Transaxle-Bauweise, beim Lotus sind es minimale Abmessungen, geringes Gewicht und ein Fahrwerk nach Chapman-Gusto, beim Renault die kompromisslose Spider-Bauweise in Kombination mit einem rennwagenmässigen Unterbau.

Zusammen ergäben sie wahrlich eine Traum-Garage, nicht wahr? Sie geniessen wird man aber dann auch im neuen Jahresmagazin 2022 können, das vor Mitte Dezember 2021 erscheinen wird.

Wenn die Replica bereits ein Oldtimer ist

Bruno von Rotz
22.09.2021

Jaguar C-Type / Proteus 1966 (© Peter Seabrook - Courtesy RM/Sotheby's)

Replicas gibt es schon deutlich länger, als vermutlich mancher Oldtimer-Enthusiast denkt. Bugatti-Replicas wurden schon vor 50 und mehr Jahren gebaut, ab 1982 entstanden zum Beispiel bei der Firma Copycats Jaguar C-Type und D-Type Nachbauten. Die Firma Copycats wurde dann 1987 zu Proteus Reproductions und später zu Proteus Cars, welche heute als Proteus Sports & Racings Cars firmieren.

Der oben abgebildete C-Type ist einer der ersten Wagen aus der Küche Copycats/Proteus und entstand in den frühen Achtzigerjahren. Als Basis wurde ein Jaguar 3,4 Litre von 1966 verwendet und unter der Kunststoff-) Motorhaube tobt ein 3,8-Liter-Reihensechszylinder.

Im April 2021 wurde der Wagen vom RM/Sotheby’s für £ 52’800 versteigert, ein eher tiefer Preis, denn gute C-Type-Replicas können schon auch für deutlich über EUR 100’000 verkauft werden.

Für die Werks-Recreations von Jaguar selber (D-Type, XKSS, etc.), die nur in geringer Stückzahl im neuen Jahrtausend entstanden sind, werden Millionen bezahlt. Die Originale liegen noch höher.

Fahrspass bereiten aber auch die Replicas und wenn sie dann auch noch über 30 Jahre alt sind, dann gibt es keinen Grund, warum man damit nicht zum Oldtimertreffen fahren sollte …

Verwaltungsposse in der Post-Brexit-Ära des Vereinigten Königreichs wirkt sich auf Oldtimer aus ...

Bruno von Rotz
21.09.2021

Triumph Stag von 1970 mit GB-Aufschrift

Sie haben dies sicher vor Ihrem inneren Auge: Die verchromten (oder einfarbigen) Buchstaben “G" und "B” auf dem Heck britischer Klassiker. Nun, diese Beschriftung soll ab 28. September 2021 nicht mehr gültig sein, zumindest nicht als alleiniger Ausdruck der Landeszugehörigkeit. Denn schon bald brauchen britische Autos einen “UK”-Kleber, damit die Nation als Ganzes endlich umfassend angesprochen sei. Dank Brexit sei diese Änderung nun möglich …

Die britischen Klassiker-Besitzer scheinen über die Änderung allerdings nicht glücklich zu sein, zumindest kritisierte die “Automobile Association” (AA), dass damit ein klassisches Symbol verschwände und viele Oldtimer schliesslich mit kunstvoll eingebetteter GB-Aufschrift kursieren würden, die nun von einem belanglosen Kleber abgelöst werde …

Diese Änderung reiht sich übrigens ein in andere grosse "Optimierungs"-Schritte des nun befreiten Landes, etwa den Verzicht auf die Anerkennung des CE-Zeichens bei Elektrogeräten (und damit Schaffung einer eigenen Prüfinstanz) oder das Nichtzulassen von metrischen Massen auf Verpackungen … Wenn die Briten nicht schon links fahren würden, jetzt wäre der Zeitpunkt, das einzuführen ...

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