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Die Unbekannte 111

Bruno von Rotz
30.01.2015

Autobianchi A 111 von 1970

Es gibt nicht nur ein Auto mit der Zahl “111” in der Typenbezeichnung, sondern mindestens deren drei. Der bekannteste ist wohl der Sportwagen C111 des Stuttgarter Autoherstellers Mercedes Benz, der mit der Baureihe W 111 gleich noch weitere Autos mit der einprägsamen Nummer herstellte.

Und dann gibt es den ZIL 111 und schliesslich den Autobianchi A 111, den kaum mehr jemand kennt (Bild oben).

Der Autobianchi A 111 nutzte das Antriebskonzept des Autobianchi Primula und verband es mit einer geräumigen, allerdings sehr sachlich gezeichneten Stufenheck-Karosserie.

Autobianchi Primula von 1965

Eigentlich war der Wagen las Projekt 123 von Dante Giacosa als Nachfolger des Fiat 1300/1500 konzipiert worden, doch es wurde entschieden dem herkömmlich angetriebenen Fiat 124 (Frontmotor, Heckantrieb) den Vortritt zu geben, so dass Projekt 123 1969 als Autobianchi in die Produktion ging.

Fiat 124 von 1966 (© Fiat Group / Werk)

Formlich ordnete sich der A 111 irgendwo zwischen Fiat 124 und 125 Spezial ein. Darum hielten ihn wohl auch viele Passanten für einen Fiat mit anderem Markenzeichen.

Fiat 125 Special 1970 (© Fiat Group / Werk)

Fortschrittlich waren neben dem quer eingebauten Motor die Zahnstangenlenkung und vier Scheibenbremsen.

Der 930 kg schwere und etwas über vier Meter lange Autobianchi A 111 lief  mit einem 1,4 Liter grossen und 70 PS starken Vierzylindermotor 155 km/h, kam aber nie über eine Nischenrolle hinaus. Nach 57’000 Exemplaren wurde die Produktion im Jahr 1972 gestoppt.

Wann haben Sie zum letzten Mal einen A 111 gesehen?

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