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Archivierte Einträge:

Gestrandete Opel

Daniel Reinhard - 31.10.2015

Opel in Feldbergen (© Daniel Reinhard)

Staus sind immer wieder ärgerlich. Bei fast landesweit ausgedehnten Staubildungen geht auch dem ruhigste Mensch irgendwann die Geduld zu Ende. Werden dann im Radio auch noch Staus unter einer Länge von vier km ignoriert, weiss man, dass ein Weiterkommen sinnlos wird. Man weicht auf Landstrassen aus und merkt schon bald, dass man leider nicht alleine auf diese blendende Idee kam. Kaum weniger mühsam als vorher rollt man von Ortschaft zu Ortschaft.

So kam ich vor einiger Zeit auf dem Weg zum DTM-Lauf in Oschersleben (50 km von Magdeburg entfernt) in Feldbergen vorbei. Eine Ortschaft am Ende der Welt, die ich ohne all die Staus nie und nimmer entdeckt hätte. Die Opel-Garage Fischer von Feldbergen, die einzige Werkstatt im Ort, verkauft Neu- und Gebrauchtwagen und ist nach aktuellem Opel-Stil gebaut.

Nur 100 m daneben befindet sich jedoch eine ältere Industriehalle mit vielen Youngtimern der Marke Opel . Die meisten dieser Autos vegetieren vor sich hin und haben sicher schon bessere Tage erlebt.

Opel Kadett und andere Opel-Modelle in Feldbergen (© Daniel Reinhard)

Auf einen kurzen Stop, um ein paar Fotos zu schiessen, kam es nach der bisherigen fast  schon unendlich langen Fahrt auch nicht mehr an. Leider fand ich keine Menschenseele vor Ort, um meine Frage loszuwerden, ob denn die Garage Fischer mit diesem "Youngtimer-Opel-Center"  etwas gemeinsam habe und was sich denn in der Halle noch so alles befinden könne? Auch spätere Anfragen per Email wurden nie beantwortet, so dass uns nun diese fotografischen Relikte bleiben, die wir aber nicht einfach archivieren wollen.

Opel-Schild in Feldbergen (© Daniel Reinhard)

Wir haben eine kleine Bildermagie-Folge daraus zusammengesetzt und laden unsere Leser ein, einen Blick auf die fast vergessenen Opel-Fahrzeuge zu werfen ...

 

Der Innocenti Mini und die schöne Frau

Bruno von Rotz - 30.10.2015

Rosalba Neri und der Innocenti Mini 1000 von 1973

Autos mit schönen Frauen abzulichten ist auch heute noch gang und gäbe. Und wenn die Frau auch noch bekannt oder berühmt ist, färbt dies natürlich positiv auf das Fahrzeug ab. Im Jahr 1973 veröffentlichte Innocenti einige Schwarzweissaufnahmen ihres Mini 1000 mit Rosalba Neri.

Rosalba Neri und der Innocenti Mini 1000 von 1973 (h)

Wer war diese attraktive Dame? Sie war keine Unbekannte, denn man konnte sie in einem halben Hundert Filmen sehen, oftmals tauchte sie dabei nicht unter ihrem eigenen Namen, sondern als Sara Bay im Nachspann auf, was auch mit der Natur der Filme zu tun hatte. In der Liste der Filme, an denen sie mitwirkte, tauchen nicht nur Spionage-Thriller, Römer-Sandalen-Streifen, sondern auch Spaghetti-Western und Erotik-Filme auf. Eine ihrer berühmtesten Rollen war Lady Dracula in einem B-Movie-Klassiker.

Da fragt man sich am Ende, welcher Autohersteller heute den Mut hätte, seine Autos mit einer vielseitigen Dame wie Rosalba Neri ablichten zu lassen ....

 

Klassikerperlen der Zukunft - Alfa Romeo 4C

Bruno von Rotz - 29.10.2015

Alfa Romeo 4C von 2013 (© Alfa Romeo / Werk)

Es gibt Autos, bei denen kann man schon vor der Lancierung voraussagen, dass ihnen vermutlich auch als Klassiker eine erfolgreiche Zukunft winkt. Der Alfa Romeo 4C ist eines dieser Fahrzeuge. 2011 wurde er in Genf erstmals als Konzeptstudie gezeigt, 2013 stand er als serienmässiges Coupé wieder dort und 2015 wurde im Rahmen der Detroit Motor Show eine Cabrioletvariante nachgeschoben.

Alfa Romeo 4C Spider 2015 (© Alfa Romeo / Werk)

Beide Varianten teilten sich dasselbe Composit-Monocoque , den Alu-Vor- und Hinterbau und die Maschine aus der Giulietta, die im 4C 240 PS leistete. Mit 895 kg Trockengewicht, fahrfertig waren es dann knapp über eine Tonne, zählt der Alfa Romeo 4C zu den leichtesten Autos der Neuzeit. Mit fast 1,9 Meter ist er allerdings auch recht breit geraten, während die Länge unter vier Metern gehalten werden konnte.

Heck des Alfa Romeo 4C von 2013 (© Alfa Romeo / Werk)

Es gibt Platz für zwei Personen und etwas Gepäck, aber für den Wochenendgrosseinkauf kauft sich niemand einen 4C. Dazu ist er auch zu teuer, obschon er einen deutlichen Abstand zu den Supersportwagen aus Maranello oder Sant’Agata hält, denen er in Kurven durchaus zu folgen in der Lage ist.

Cockpit des Alfa Romeo 4C Spider 2015 (© Alfa Romeo / Werk)

Mit dem Namen Alfa Romeo, dem sicherlich geglückten Design, dem betörenden Sound, der begeisternden Fahrdynamik und der überschaubaren Stückzahl ist sicher die Basis gelegt, seinen Wert auch in Zukunft hoch zu halten. Und wenn man Coupé und Spider 4C auch in 20 Jahren noch warten und am Leben erhalten können wird, dann steht dem Einzug in den Klassikerhimmel sicherlich nichts mehr entgegen.

 

Volvo Elektro-Fahrzeug 1976 - noch nicht reif für die Zukunft

Stefan Fritschi - 28.10.2015

Volvo Electric Vehicle 1976 (© Stefan Fritschi)

Elektroautos haben spätestens seit dem Erfolg des Tesla ihre verschämte Nische verlassen und den Weg in den Alltagsverkehr gefunden. Bei Volvo kam 2010 eine Flotte von 300 vollelektrischen C30 in Kundenhand, und 2019 wird erstmals ab Stange ein reines Elektroauto käuflich sein. Doch schon 1976 experimentierten die Schweden mit einem Elektrofloh, der aber nicht über das Prototypenstadium hinaus kam.

Miniauto mit einer Tonne Leergewicht

1976 baute Volvo zwei Versuchsfahrzeuge, die keinen richtigen Namen erhielten.

Vorstellung der beiden Volvo Electric Vehicle Prototpyen 1976 (© Werk / Volvo)

Sie werden einfach als „Elbilsprototype“ (Elektroauto-Prototyp) bezeichnet. Ein orangerotes Exemplar hatte vier Sitze, ein gelbes deren zwei mit einem grossen Laderaum. Letzteres war wohl nicht ganz zufällig gelb, denn für den Postdienst hätte sich ein elektrischer Lieferwagen wohl bestens geeignet, sind doch die jeweiligen Routen abseh- und damit berechenbar.

Volvo Electric Vehicle 1976 mit Batterie-Pack (© Werk / Volvo)

Die Reichweite war offensichtlich nicht sehr gross. Sie wird nicht in Kilometern, sondern in Stunden angegeben: man verspricht rund zwei Stunden Betrieb bei einer Reisegeschwindigkeit von 50 km/h. Der kluge Rechner kommt auf eine Reichweite von 100 km. Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass die Akkus dann wieder die ganze Nacht an die Steckdose müssen. Von heutigen Schnellladestationen träumten damalige Entwickler noch.

Volvo Electric Vehicle 1976 unterwegs (© Werk / Volvo)

Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 70 km/h angegeben. Das Gewicht der Batterien wird mit 300 kg beziffert bei einem Leergewicht von ungefähr einer Tonne. Das war damals für ein winziges Auto mit nur 2,28 m Aussenlänge (Smart I: 2,50 m) ganz schön viel. Denkt man sich jetzt noch vier ausgewachsene Personen oder zwei Passagiere plus Ladung dazu, dann dürfte den Akkus noch schneller die Puste ausgegangen sein. Zeitgenössische Pressefotos zeigen zehn autobatterieähnliche Akkus, die von vorne unter das Auto geschoben werden. Unter der darüberliegenden Haube befindet sich die Regelelektrik. Die thyristorgesteuerten E-Motoren sind mit der Hinterachse verbaut.

Schuhschachtel als Idealform

Der Vierplätzer wurde anlässlich der Präsentation von Volvos zukünftiger Elektrostrategie in Göteborg gezeigt. Er war leider abgeschlossen, aber durch die offene Heckklappe waren wenigstens  Fotos des Interieurs zu bewerkstelligen.

Interieur des Volvo Electric Vehicle 1976 (© Stefan Fritschi)

Es zeigt eine sehr simple Einrichtung mit einer Aluplatte als Mittelkonsole, welche alle Schalter und Anzeigen aufnimmt. Die Aussenform ist inklusive Scheiben extrem plan und repräsentiert die bestmögliche Nutzung des Verkehrsraums. Die Zweckform feierte wenige Jahre später im Fiat Panda fröhliche Urständ, allerdings in wesentlich originellerer Form. Denn diese dürfte dem schwedischen Experimentalauto im Weg gestanden haben. Es wird nicht als ernstzunehmendes Automobil wahrgenommen. Die beiden Prototypen wurden seinerzeit im Göteborger Stadtverkehr ausgiebig getestet, und scheinbar waren die Ergebnisse nicht sehr vielversprechend. Die Fahrleistungen genügten für beschränkte Einsatzzwecke in der Stadt oder als Zulieferauto. Die geringe Reichweite, die begrenzte Zahl der Ladezyklen und die lange Ladedauer der Bleiakkus standen damals jedoch einer Serienproduktion im Weg.

Das Auto ist normalerweise im Volvo-Museum in Göteborg zu Hause. Und es ist leider im Augenblick nicht fahrbar. Die Verantwortlichen witzelten, dass es sich vermutlich um ein Elektrikproblem handeln müsse… 

 

Ganz wie damals ist er doch nicht mehr ...

Bruno von Rotz - 27.10.2015

Peugeot 205 GTI 1.9 1987 im Prospekt

Kennen Sie dieses Gefühl? Sie hatten ein Auto früh in Ihrem Leben als Neuwagen besessen und sitzen viele Jahre später in einem Wagen desselben Typs, der die 20 oder 30 Jahre gut überdauert hat, und fragen sich, ob Sie das genau so in Erinnerung hatten?

Peugeot 205 GTI 1.9 1987

Nun, manchmal macht sich dann ein wenig Enttäuschung breit, denn natürlich hat man sich im Geist die damaligen Fahrten besonders toll ausgemalt und allfällige Mängel, die damals schon da waren, ausgeblendet. Zudem hinterlassen natürlich jahrzehntelange Nutzung und über 100’000 km Spuren, die auch an einem kontinuierlich unterhaltenen Auto fühlbar sind. Da knarzt das eine oder andere, die Mechanik hat deutlich mehr Spiel erhalten, die eine oder andere Funktion mag nicht mehr ganz exakt so ablaufen, wie sie sollte. Und schliesslich haben sich unsere Ansprüche in den letzten 30 Jahren massgeblich erhöht, Spaltmasse wären da nur ein kleines Stichwort. Man hat schon viel optimiert und perfektioniert am Automobil, gerade auch in den letzten zwei Jahrzehnten und wenn wir nun in ein altes Auto sitzen, dann braucht es den einen oder anderen zusätzlichen Kompromiss.

Man ist also vielleicht ein wenig enttäuscht, aber dies raubt einem den Fahrspass und Besitzerstolz an einem älteren Auto natürlich nicht, denn es hat so viel mehr zu bieten als moderne Qualität und Perfektion. Zum Beispiel eine Leichtfüssigkeit, die den heutigen Autos schon lange abhanden gekommen ist. Oder die Einfachheit, mit der der alte Wagen rangiert und auch durch enge Strassen gesteuert werden kann? Oder die fühlbare Technik, die sichtbar und wahrnehmbar für Vortrieb und Geräuschbildung sorgt. Wunderbar, wer wollte da mit einem der perfekten Neuzeitmobile tauschen?

 

Im Zweifelsfall im Rennsport lieber spannend als historisch bis ins Letzte korrekt

Bruno von Rotz - 26.10.2015

Poll 44 - Historischer Rennsport mit neuen Fahrzeugen?

Es wird immer wieder diskutiert, was im historischen Rennsport “richtig” und “korrekt” wäre. Wurden vor 20 oder 25 Jahren noch fast ausschliesslich originale Fahrzeuge im historischen Rennsport eingesetzt, treten heutzutage immer häufiger komplett neu aufgebaute Fahrzeuge an, von denen teilweise kaum ein einziges Teil aus der damaligen Zeit stammt. Die Autos entsprechen zwar der damaligen Homologationsvorgabe, im Prinzip aber handelt es sich um Neuwagen, in die viel über die Zeit gewonnenes Knowhow eingeflossen ist.

Wenn diese Wagen dann gegen “richtig alte” Fahrzeuge antreten, haben sie natürlich die Oberhand. Das erscheint nicht im Sinne des Erfinders und wir wollten von unseren Lesern in der Frage der Woche wissen, wie sie das sehen.

Immerhin oder nur 40 Prozent haben sich dagegen ausgesprochen, dass Neuwagen und komplett neu aufgebaute Fahrzeuge im Rennsport gegen verbürgte Originale antreten sollen.

26 Prozent können mit einer Mischung leben, solange Chancengleichheit, eventuell mittels Zusatzgewichten, ermöglicht wird. Und 33% stellen sich auf den Standpunkt, dass es schon immer neu aufgebaute Rennfahrzeuge gegeben hat und die doch auch mitfahren sollen dürfen, solange sie dem Reglement entsprechen.

Zwei Drittel also möchten keinen keinen Bann nachgebauter Rennfahrzeuge und ziehen spannende Rennen dem historischen Purismus vor.

Hier die Ergebnisse noch als Grafik dargestellt:

Poll 44 - Ergebnis Frage der Woche - historischer Rennsport mit neuen Fahrzeugen?

Schon steht die nächste “Frage der Woche” im Raum, diesmal wird gefragt, wie lange eigentlich eine Komplettrestaurierung ein Autombobil am Leben erhält .

Und natürlich kann man die Auswertungen der bisherigen Fragen der Woche jederzeit auf einer eigens angelegten Themenseite anschauen.

 

Der 400. Grand Prix für Sauber

Daniel Reinhard - 25.10.2015

Peter Sauber mit Modellen seiner frühen F1-Autos (© Daniel Reinhard)

Das Sauber -Team startet heute in Austin (USA) zu seinem 400. F1-Rennen seit seinem Debüt in Südafrika 1993. Nur Ferrari (904), McLaren (776), Lotus (600) und Tyrrell (419), kommen auf mehr Rennen als Sauber.
In den 23 Jahren sassen 27 Piloten in den Autos mit den Typen-Bezeichnungen C12 (1993) bis hin zum aktuellen C34 und gemeinsam holten die Sauber-Piloten 808 WM-Punkte.

Welche "sauberen" Momente blieben den erfolgreichsten Sauber-Piloten da in Erinnerung?

Karl Wendlinger (Österreich, 1993-1995, 25 GPs, 11 Punkte):  

"Gleich in unserem ersten Jahr in der Formel 1 erlebte ich meinen grossen Sauber Moment - im vierten Saisonrennen in Imola. Die Aufregung begann, als ich in der Startaufstellung hinter Alain (Prost), Damon (Hill), Michael (Schumacher) und Ayrton (Senna) auf dem doch überraschenden fünften Platz stand. Wegen des Regens starteten wir mit viel Flügel – und ich konnte mit Schumi und Gerhard (Berger) mithalten. Das war ein toller Kampf, der mir heute noch gut in Erinnerung ist. Weil der Regen kurz nach dem Start aufhörte, wechselten wir bald auf Trockenreifen – und fuhren auf der Geraden mit zu viel Flügel und zu wenig Speed. Beim Überrunden kam Schumi an Aguri (Suzuki) vorbei, ich nicht. Etwa zehn Runden vor Schluss war ich Vierter, als mich ein Defekt am Motor stoppte. Dennoch oder gerade deshalb werde ich diese Zweikämpfe und dieses Rennen nie vergessen. Herzliche Gratulation und viel Glück.“ 



Sauber C14 von 1994

Heinz-Harald Frentzen (Deutschland, 1994-1996/2002-2003, 64 GPs, 42 Punkte):


„Als langjähriger Sauber-Fahrer durfte ich natürlich viele Highlights miterleben. Mein schönster Moment war jedoch definitiv der dritte Platz im Monza-Rennen 1995 – hinter Johnny (Herbert) und Mika (Häkkinen). Für das Sauber F1 Team und auch für mich war es der erste Podiumsplatz in der Formel 1. Diesen Meilenstein feierten wir wie einen Grand-Prix-Triumph. Ich erinnere mich noch sehr genau: In Feierlaune flossen im ganzen Team die Freudentränen und natürlich noch viel mehr der Champagner. Das ging mir ganz schön an die Gefühle, alles war sehr emotional – ein grandioser, begeisternder Moment, den man nie vergisst. Umso mehr tut es mir leid, dass ich beim 400. Rennen in Austin nicht dabei sein kann. Ich wünsche dem Team aber ganz viel Erfolg!“



Johnny Herbert (Grossbritannien, 1996-1998, 48 GPs, 20 Punkte):


„Eigentlich gibt es viele Momente bei Sauber, die ich nicht vergessen habe – zu viele, es waren gute wie weniger gute. Der Moment, um den es hier geht, geschah sicherlich 1997, wo wir viele gute Rennen zeigten. Da gab es Imola, wo wir von Startplatz sieben aus sehr stark fuhren, gegen Williams und Ferrari um einen Podestplatz kämpften – aber wegen eines Elektrik-Defekts ausfielen. Und da gab es das Rennen auf dem Hungaroring. Ja, das war wirklich ein schöner Moment dort. Zunächst war da nur Startplatz zehn. Doch am Ende hatten Jacques (Villeneuve), Damon (Hill) und ich in einem wahrlich grossen Kampf Michael (Schumacher) geschlagen. Grandios. Alles Gute!“



Nick Heidfeld (Deutschland, 2001-2003/2006-2009/2010, 125 GPs, 194 Punkte):


„Befreiend war das erste Podium 2001 im Regen von Sao Paulo mit anschliessender Bierdusche – auch vor dem Hintergrund des fantastischen Teamerfolgs mit P4 in der Konstrukteurs-Wertung 2001, gemeinsam mit Kimi (Räikkönen). Heraus sticht für mich die Saison 2007 mit BMW-Sauber. Wir waren auf dem Weg nach oben und mir passte das Auto. Ich konnte das Potenzial ausschöpfen und war zur Stelle, wenn‘s die Chance für ein Top-3-Ergebnis gab. Mein Highlight ist das Manöver von Bahrain, als ich Fernando (Alonso) aussen herum, Rad an Rad auf der letzten Rille, überholen konnte. Ich muss selbstgefällig zugeben, dass ich mir diesen Moment dann und wann anschaue – und stolz bin, dass ich dieses BMW-Sauber-Auto fahren durfte. Als Fahrer, der für Sauber die meisten Rennen fahren konnte, freut es mich ganz besonders, dass dieses Team nun den 400er feiern kann.“



Felipe Massa (Brasilien, 2002/2004-2005, 53 GPs, 27 Punkte):


„Meine Zeit beim Sauber-Team war etwas ganz Besonderes, weil ich dort meine Formel-1-Karriere starten konnte. Ich verbrachte insgesamt drei Jahre dort, lebte in der Schweiz und lernte als Fahrer sehr viel dazu. Wir schafften mehrere gute Resultate. Schon in meiner ersten Saison konnte ich im zweiten Rennen punkten. Meinen herausragenden Sauber-Moment erlebte ich beim Kanada-Rennen 2005, als Vierter. Doch es war nicht nur dieses Rennen, das es mir angetan hat, ich erinnere mich auch gerne an viele andere gute Leistungen in meinen Jahren bei Sauber.“

Robert Kubica (Polen, 2006-2009, 57 GPs, 137 Punkte):

„Ich habe grossartige Erinnerungen an meine Zeit bei Sauber. Einer meiner wichtigsten und schönsten Momente war der erste Podestplatz in der Formel 1, den ich in Monza 2006 mit dem BMW-Sauber-Team feiern konnte. Ich bin Dritter geworden – und das in meinem erst dritten Rennen als F1-Fahrer, nachdem ich vom Ersatz- zum Stammfahrer aufgestiegen war. Ich bin überzeugt, dass dieser dritte Rang ein wichtiger Erfolg für meine weitere Karriere war. Er zeigte auch das Potenzial, das damals im Auto steckte. Mein Sieg beim Kanada-Rennen zwei Jahre später ist zweifellos der Moment, der unvergesslich bleiben wird – nicht nur für mich, sondern auch fürs Team. Ich wünsche allen bei Sauber nur das Beste.“

Kamui Kobayashi (Japan, 2010-2012, 58 GPs, 122 Punkte):

„Mein allererstes Podium und das noch dazu bei meinem Heimrennen in Suzuka 2012 – das war natürlich mein Moment bei Sauber und wird wohl für immer eine meiner schönsten Erinnerungen bleiben. Als Dritter im Ziel zu sein und vor allen meinen Fans auf dem Podium zu stehen, das war schon höchst erstaunlich und verblüffend – und das hat wahrlich gut getan in unseren schweren Zeiten nach der Fukushima-Katastrophe 2011. Ich kann es kaum in Worte fassen, was das für ein besonderer Moment für mich war. Das Team jedenfalls hat sehr hart für diesen Moment gearbeitet. Wir hatten wirklich Freude daran, miteinander zu arbeiten und zu kämpfen – auch in weniger erfolgreichen Zeiten. Das Teamwork ist es, das am Ende zählt – und da gaben wir immer unser Bestes.”

Sergio Pérez (Mexiko, 2011-2012, 37 GPs, 80 Punkte):

“Gratulation an das Sauber-Team zum 400er. Es war mein erstes Team in der Formel 1 und zusammen feierten wir einige grandiose Momente. Mein Highlight war der erste Podestplatz in Malaysia 2012 – auch, weil mir dort eines meiner bisher besten Rennen gelungen ist. Unvergesslich, wie ich dort selbst auf Fernando (Alonso) im Ferrari Druck ausüben konnte und sogar der Sieg in Reichweite lag. In dem Jahr konnten wir dann in Monza einen weiteren zweiten Rang bejubeln. Es war ein Renntag, an dem alles zusammenpasste und das Auto perfekt lief. Ich achtete sehr auf meine Reifen, was mir half vom zwölften Startplatz nach vorne zu kommen. Wir hatten den Speed für Angriffe und Duelle, alles blieb fair – und ich blieb vor den beiden Ferrari. Es war ein wirklich erfreuliches Monza-Rennen, ein toller Moment.“ 

Magnus Ericsson am Lenkrad des Sauber C34 (© Daniel Reinhard)

Marcus Ericsson (Schweden, 2015, 31 GPs, 9 Punkte):

“Meine herzliche Gratulation zum 400. Grand Prix. Das ist eine tolle Leistung. Ich freue mich sehr, ein Teil des Sauber F1 Teams zu sein, und auch darüber, dass jeder im Team meine Fähigkeiten schätzt. Ich denke, dass mein grösster Sauber Moment noch immer in der Zukunft liegt. Denn auch im nächsten Jahr werde ich für das Schweizer Team starten und hoffe, dass noch mehr kommt. Bis dahin sind meine ersten Formel-1-Punkte beim Australien-Grand-Prix sicherlich mein bisheriger Höhepunkt, zumal das auch mein erstes Rennen für Sauber war. Das war auch für das Team schön. Und wie ich schon sagte, ich freue mich auf noch mehr.”

Felipe Nasr (Brasilien, 2015, 15 GPs, 25 Punkte):

“Mein schönster Sauber Moment ist bisher mein erstes Formel-1-Rennen in Melbourne. Der fünfte Platz war ein sehr spezieller Moment für mich. Das war für uns ein herausragendes Ergebnis. Jeder im Team war erleichtert und glücklich über dieses Resultat. Ich habe sehr schöne Erinnerungen daran. Es ist eine grossartige Leistung, dass Sauber seit 23 Jahren in der Formel 1 vertreten ist. Ich bin stolz darauf, in Austin das 400. Rennen für das Schweizer Team zu fahren.“

Und dies sind alle Sauber-Piloten seit 1993:

Karl Wendlinger, JJ Lehto, Heinz-Harald Frentzen, Andrea de Cesaris, Jean-Christophe Boullion, Johnny Herbert, Nicola Larini, Gianni Morbidelli, Norberto Fontana, Jean Alesi, Pedro Diniz, Mika Salo, Nick Heidfeld, Kimi Raikkönen, Felipe Massa, Giancarlo Fisichella, Jacques Villeneuve, Robert Kubica, Sebastian Vettel, Pedro de la Rosa, Kamui Kobayashi, Sergio Perez, Esteban Gutierrez, Nico Hülkenberg, Adrian Sutil, Marcus Ericsson, Felipe Nasr.

Das "zwischengas-team" gratuliert dem Sauber-Team ebenfalls zum 40. Grand Prix und wünscht weiterhin viel Erfolg.

 

Vergessene Autos aus Fernsehserien - John Steeds Jaguar XJ 12 C - versteigert!

Bruno von Rotz - 24.10.2015

Jaguar XJ 12C - versteigert von H&H Auctions

Die Fernsehserie “Mit Schirm, Charme und Melone” gehörte zu den beliebtesten ihrer Art in den Sechzigerjahren. Kein Wunder, kamen findige Produzenten in den Siebzigerjahren auf die Idee, mit “ The New Avengers ” einen hoffentlich ebenso erfolgreichen Nachfolger zu produzieren. Dies gelang allerdings nur der in den Jahren 1976 und 1977 ausgestrahlten Serie teilweise. Während Emma Peel durch Purdy ersetzt wurde und mit Gambit ein neuer Komparse dazu kam, blieb Gentleman-Agent John Steed (alis Patrick Macnee) als gemeinsames Element erhalten.

John Steed im Jaguar XJ 12 C im Jahr 1976

Als fahrbaren Untersatz vertraute man ihm einen Jaguar XJ 12C (Kennzeichen NWK 60P) an. Beim Chassis 2G1008BW handelte es sich als 12. produzierten XJ 12 C noch um einen Vorserienwagen. Broadspeed durfte damals ein Bodykit montieren, das aus breiten Kotflügeln, Frontspoiler und grossen Rädern bestand.

Heckansicht des Jaguar XJ 12C von 1976 - H&H Auctions

Nach Ende der Dreharbeiten wechselte der Wagen, der Patrick McNeed wegen seiner kräftezehrenden Lenkung keine Freude bereitete, mehrfach den Besitzer, bis er in den Neunzigerjahren abgestellt wurde. Von sorgfältigem Einmotten konnte allerdings nicht gesprochen werden, denn heute präsentiert sich der Wagen im Scheunenfund-Zustand, will sagen komplett restaurierungsbedürftigem Zustand.

Interieur des Jaguar XJ 12 C von H&H Auctions

Dies hielt aber den Meistbietenden an der H&H-Versteigerung im Imperial War Museum Duxford nicht davon ab, ein Sechsfaches des Schätzpreises zu bieten und £69’440 (Euro 96’520 oder CHF 101’566) zu bezahlen.

Motorraum des Jaguar XJ 12 C von 1976 - H&H Auctions

Damit war der Jaguar XJ 12 C dann auch der Überflieger der H&H-Versteigerung, deren Ergebnisse online nachgeschaut werden können.

 

Besondere Raritäten in Padua

Bruno von Rotz - 23.10.2015

VW Golf GTI Zehnder in Padua

Seit gestern zieht es Klassikerfans wieder nach Italien, denn in Padua findet noch bis zum Sonntag die Messe “ Auto e Moto d’Epoca ” statt. Rund 4000 Autos sollen in den verschiedenen Messehallen und auf dem Aussengelände aufgestellt sein, die meisten davon sind zu verkaufen, oder hatte schon nach dem ersten Tag bereits einen neuen Besitzer gefunden. Natürlich werden wir ausführlich darüber berichten, aber als Vorgeschmack zeigen wir hier bereits einige Autos, die man ziemlich sicher noch nie an einer Messe gesehen hat.

Da wäre zum Beispiel der (oben abgebildete) VW Golf mit Zehnder-Kit, original aus der Zeit.

LMX 2300 von 1973 in Padua

Oder der LMX 2300 aus dem Jahr 1973, hergestellt in Italien. Keine hundert dieser Sportwagen sollen zwischen Ende der Sechziger- und anfangs der Siebzigerjahre entstanden sein.

Alfa Romeo Alfetta Turbodelta

Und wann hat man schon zum letzten Mal eine Alfa Romeo Giulietta Turbodelta (links im Bild) gesehen? Dann schon eher einen Montreal, aber nicht diesen. Denn bei diesem Wagen handelt es sich um den Prototypen, der 1967 in Montreal (noch mit Vierzylindermotor) gezeigt wurde. Alleine dieser Wagen macht die Reise nach Padua für einen Alfista schon zur Pflicht.

Prototyp des Alfa Romeo Montreal von 1973

Und dann wäre da noch das Citroën 2 CV Soleil Sondermodell aus dem Jahr 1982.

Citroën 2 CV Soleil von 1982

Oder der Dodge Stealth (baugleich mit dem Mitsubishi 3000 GT). Angeschrieben für Euro 11'500. 

Dodge Stealth von 1991

Generell kann man sagen, dass die Autos in Padua im Schnitt deutlicher jünger sind als in vergangenen Jahren. Aber eben, mehr dann im ausführlichen Bericht.

 

Der Tag, an dem der DeLorean nicht landete

Bruno von Rotz - 22.10.2015

Die Sensation fand gestern, am 21. Oktober 2015 (natürlich) nicht statt. Trotz der Begeisterung und der vielen Sonderaktionen landeten Dr. Emmett L. Brown, Marty McFly und seine Freundin Jennifer gestern nicht in Hill Valley, wie es der Film “Back to the Future” vorgegaukelt hatte.

Trotzdem ist das Medienecho, das durch das film-fiktive Datum ausgelöst wurde, enorm. Parties wurden gefeiert, Spielzeug verkaufte sich wie am Ausverkaufstag. 

Wenig profitieren konnte der eigentliche Hauptakteur im Film, der DeLorean DMC-12. 

Seine Produktion endete bekanntlich bereits im Februar 1982. Die Filmtrilogie “Back to the Future” löste aber einen regelrechten Hype um den Wagen aus, der bis heute andauert. Eigentlich auch zurecht, denn selbst im Jahr 2015 wirkt der Edelstahl-Sportwagen mit seinen Flügeltüren noch futuristisch und dies selbst ohne die eingezogenen Schwenkräder. 

Und es wäre doch gelacht, wenn die an Einfällen arme Hollywood-Filmindustrie nicht irgendwann noch einen Teil 4 produzieren würde ... Fortsetzung folgt ...


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