Blick in die Opel-Zukunft vor 30 Jahren

Bruno von Rotz
30.09.2015

Opel Aero GT von 1987 (Entwurf)

An der IAA 1987 stellte der begabte Designer Pavel Husek einen Nachfolger des Opel Aero GT zur Diskussion. Das Original war als Konzeptfahrzeug 1970 vorgestellt worden und basierte auf dem Frontmotor-GT mit Heckantrieb, der zwischen 1969 und 1973 erfolgreich in Rüsselsheim gebaut wurde.

Opel Aero GT von 1970

Für den “Nachfolger” hatte sich Husek eine Mittelmotoranordnung ausgedacht und Designanleihen bei einem Konzeptfahrzeug der Chevrolet Corvette Indy mit Mittelmotor (V8) integriert. Allerdings wäre sein Opel Aerto GT wohl eher mit einem Kadett-Zweiliter ausgestattet worden, hätte Opel ein derartiges Fahrzeug je gebaut. Es wurde nichts daraus, erst viel später brachte Opel den Speedster auf Lotus Elite Basis und noch später den Opel GT der Neuzeit , der auf Pontiac-Technik basierte.

So wurde ein kühner Entwurf zur Makulatur ..., aber wenigstens haben wir nun diese schöne Zeichnung ...

Autoskandale von damals - Ford Pinto

Bruno von Rotz
29.09.2015

Ford Pinto

Aktuell ist die Rede von “Diesel-Gate”, doch es gab schon früher skandalöse Vorkommnisse in der Autoindustrie.

1970 präsentierte Ford das Modell Pinto als Alternative zu Chevrolet Vega oder AMC Gremlin, aber hauptsächlich gegen die erfolgreichen Importwagen von Volkswagen (Käfer) und aus Japan. Es handelte sich beim Pinto um einen Schrägheck-Coupé mit Vierzylindermotor vorne und Antrieb hinten. Über drei Millionen Exemplare des Pintos konnten zwischen 1971 und 1980 verkauft werden.

Es gab aber ein Problem! Der Tank war (wie damals nicht unüblich) zwischen Heckstossstange und Hinterachse untergebracht. Der Tankstutzen war aber so angeordnet, dass er bei einem Heckaufprall abbrach und sofort Benzin auslief. Auch gegen vorne war der Tank zum Differential hin schlecht geschützt. Das Ergebnis waren 60 in den Flammen getötete und 120 schwer verletzte Personen.

Offensichtlich hatte Ford früh über die Konstruktionsmängel Bescheid gewusst, aber aus Kostengründen die Schwachstelle nicht beseitigt, da man davon ausging, dass Gerichtsprozesse günstiger wären als Korrekturmassnahmen. Als der ganze Schlamassel bekannt wurde, löste dies grosse Diskussionen zum Thema Unternehmensethik aus.

Erst 1978 löste Ford eine Rückrufaktion aus, um die Mängel zu beheben.

Allerdings gab es auch nachträgliche Untersuchungen, die zeigten, dass der Pinto nicht feuergefährlicher war als andere Automobile jener Zeit, nur dass es halt bei über drei Millionen produzierten Exemplaren mehr auffiel ...

Siebziger- und Achtzigerjahre-Klassiker im Kommen

Bruno von Rotz
28.09.2015

Frage der Woche 42 Teaser

Bisher war es eigentlich immer so, dass neue Generationen von Oldtimer-Besitzern und Sammlern vornehmlich Fahrzeuge kauften, die sie in ihrer Jugend bewundert hatten oder die damals bereits von Interesse waren. Die Frage ist, ob sich diese “Gesetzmässigkeit” auch in Zukunft fortsetzen wird. Werden also auch die kommenden Generationen von Oldtimerkäufer immer “neuere” Autos als Klassiker entdecken?

Zwischengas liess die Leser in einer “ Frage der Woche ” zu diesem Thema orakeln und die Zukunft voraussagen. Welche Epoche aber identifizierten die Antwortenden als jene, die in zehn Jahren besonders “en vogue” sein würde?

Als Sieger gingen ganz knapp die Siebzigerjahre (mit 29%) hervor, dicht gefolgt von den Sechzigerjahren (28%), die sich gemäss der Antworten offenbar sehr gut halten würden.

An dritter Stelle wurden dann mit 21% bereits die Achtzigerjahre geführt.

Nur 4% konnten sich vorstellen, dass Autos der Neunzigerjahre in zehn Jahren bereits zu den gesuchtesten Klassikern gehören würden.

Die Vorkriegsfahrzeuge hatten in dieser Umfrage natürlich überhaupt keine Chance, nur 4% sprachen sich dafür aus.

Natürlich fällt es einem schwer, von seinen eigenen Vorlieben abzusehen, wenn man sich die Zukunft vorstellt, dies erklärt sicherlich den hohen Anteil der Sechzigerjahre-Antworten.  Wir waren aber trotzdem überrascht, dass die Siebzigerjahre sich zur aussichtsreichsten Epoche in zehn Jahre hocharbeiten würde, ein Votum für Lotus Esprit, Ferrari 308, VW Golf GTI oder Renault Alpine A310.

Hier der Vollständigkeit halber die kompletten Ergebnisse.

Auswertungen zur Frage der Woche - Klassikerepochen in zehn Jahren

Und natürlich haben wir bereits die nächste Frage gestellt, diese Woche wollen wir wissen,, ob Zeitmessungen mit Schläuchen und Lichtschranken Oldtimer-Rallyes wirklich attraktiver machen.

Alle bisherigen Fragen der Woche und deren Antworten können im Themenkanal "Frage der Woche" nachgelesen werden.

Der Sportwagen, der weiss, wie man eine Lady behandelt ...

Bruno von Rotz
27.09.2015

Werbung für den Dodge Challenger im Jahr 1970 (© FCA)

Mit diesem Slogan übertitelte Chrysler seine Werbung im Jahr 1970: “ Dodge Challenger ... The sports car that knows how to treat a lady.” (Der Sportwagen, der weiss, wie man eine Lady behandelt).

Warum die Lady dazu in der Unterwäsche posieren musste, entzieht sich dem Betrachter. Aber natürlich gab Chrysler eine Erklärung ab, warum und wann eine Frage “Dodge Material” sei.

So betonte man, der Wagen hätte gut und gerne von einer Frau konzipiert worden sein. Dies drücke sich im sportlichen Design aus, das aber trotzdem genügend Raum offeriere. Als wichtig wurde auch das sportliche Lenkrad und die farblich assortierten Teppiche erwähnt. Gutes Aussehen werde mit Praxistauglichkeit kombiniert, was für das weibliche Geschlecht besonders wichtig sei. Als Beispiele hierfür wurden die Türgriffe und die V6- und V8-Motoren, die mit Normalbenzin auskämen, erwähnt. Und natürlich wurden auch die attraktiven Preise nicht verschwiegen.

Chrysler räumte allerdings ein, dass der Challenger von einem Mann entwickelt wurde, aber dass jener sicher vorher mit seiner Frau gesprochen haben dürfte ...

Und hier nun noch die komplette Werbeanzeige:

Werbung für den Dodge Challenger im Jahr 1970 (© FCA)

Klassikerperlen der Zukunft - Dodge/Chrysler Viper

Bruno von Rotz
26.09.2015

Dodge Viper GTS Concept 1994 (© FCA)

Der amerikanische Autohersteller Chrysler war zwischen 1987 und 1994 Besitzer von Lamborghini. Vielleicht reifte deshalb der Entschluss, einen Supersportwagen zu bauen. Allerdings kann man sich auch gut vorstellen, dass der rührige Manager Lee Iacocca unabhängig davon träumte, wieder einmal ein richtiges Muscle Car anbieten zu können, Jedenfalls entstand der Motor des Dodge Viper mithilfe der Italiener, auch wenn die grundsätzliche Konzeption des Zehnzylinders eher an einen amerikanischen “Truck” erinnerte. 7990 cm3 Hubraum, 458 PS und 664 Nm waren jedenfalls eine Ansage, als der oder die Viper 1991 am Indianapolis 500 erstmals offiziell gezeigt wurde.

Dodge Viper Prototype 1991 (© FCA)

Optisch erinnerte der neue Sportwagen, der schliesslich Viper RT/10 hiess, ein wenig an die AC Cobra, allerdings eine deutlich gewachsene Variante davon. Mit 4,5 Meter Länge und 1,935 Meter Breite kam der Wagen breit daher, 1575 kg waren damals ein beträchtliches Gewicht für einen Zweisitzer. Zwei Personen und etwas Gepäck konnten befördert werden, wenn nötig mit über 260 km/h.

Dodge Viper RT/10 Concept 1989 (© FCA)

Im Frühling 1992 konnten dann auch die Kunden die offene Variante mit Überrollbügel und seitlichem Auspuff kaufen, in Europa hiess der Wagen Chrysler Viper.

Bereits 1993 schoben die Amerikaner ein attraktives Coupé namens GTS (Bild oben) vorerst als Konzeptfahrzeug nach, kurze Zeit später konnte man auch die mit einem “Double Bubble”-Dach versehene geschlossene Version kaufen, die sicherlich nicht zufällig an das Shelby Cobra Daytona Coupé erinnerte.

Dodge Viper RT/10 1992 (© FCA)

Bis 1998 wurden insgesamt 8468 Dodge/Chrysler Viper verkauft, 1802 davon waren Coupés. Auch im Rennsport zeigten sich viele Erfolge, u.a. im Langstreckensport, z.B. beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, aber auch in Le Mans.

Kaum ein anderes Auto der Neunzigerjahre war brachialer und roher als der/die Dodge Viper, auf ESP und Traktionskontrollen mussten die Besitzer verzichten, ABS gab es erst beim Nachfolger. Die anspruchsvollen Fahreigenschaften führten sicherlich zu einer gewissen Reduktion des Bestandes, ansonsten war der Wagen mit GFK-/Aluminium-Karosserie und stabilem Rahmen sicherlich für ein langes Leben gebaut, zumal die meisten Besitzer nur geringe Distanzen zurücklegten. Heute sind die Autos noch vergleichsweise günstig zu haben, in 20 oder 30 Jahren werden Klassiker-Fans sicher von einer originalen Dodge oder Chrysler Viper träumen ...

Weitere Klassikerperlen finden sich in unserem Themenkanal "Klassikerperlen" .

Alle meine Freunde fahren Porsche ...

Bruno von Rotz
25.09.2015

Porsche 356 SC Cabriolet 1964 Janis Joplin (© Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's)

Die Songzeile hat sich wohl in vielen Hirnen festgesetzt: “Oh Lord, (why) don’t you buy me a Mercedes-Benz, my friends all drive Porsche ...” (Lieber Gott, warum kaufst Du mir keinen Mercedes-Benz, alle meine Freunde fahren Porsche ...).

Porsche 356 SC Cabriolet 1964 Janis Joplin (© Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's)

Dabei besass die Sängerin Janis Joplin, als sie dieses Lied 1970 aufnahm, bereits seit rund zwei Jahren ihren eigenen Porsche , genauer gesagt einen 1964-er Porsche 356 SC als Cabriolet. Allerdings liess sie den perlweiss lackierten Wagen nicht unverändert, sonder bat Dave Richard, ihn zu bemalen. Jener gab dem Cabriolet eine vielfarbige Oberfläche, die die Geschichte des Universums darstellen sollte.

Porsche 356 SC Cabriolet 1964 mit Janis Joplin (©Janis Joplin/Yoram Kahana/Shooting Star International)

Janis Joplin benutzte den Wagen zwischen 1968 und 1970, als sie unerwartet (an einer Überdosis Heroin) verstarb, viel of oft in der Gegend von San Francicso und Los Angeles.

Das Auto wurde auch nach ihrem Sohn von der Familie benutzt, in den Neunzigerjahren komplett und korrekt restauriert und seither in einem Museum gezeigt.

Porsche 356 SC Cabriolet 1964 Janis Joplin (© Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's)

Nun bietet die Familie das Auto über die RM/Sotheby’s Versteigerung in New York am 10. Dezember 2015 zum Kauf an. Mindestens USD 400’000 werden erwartet. Dies wäre ein stattlicher Preis für ein 356 SC Cabriolet, aber ein vergleichsweise geringer Obulus für einen der wichtigsten Porsche-Sportwagen aller Zeiten, wie ein RM-Sprecher betonte.

Nun, am 10. Dezember 2015 werden wir es genauer wissen.

Von den Wenigen, denen zwei Leben gegönnt sind ...

Daniel Reinhard
24.09.2015

Ferrari 250 GT SWB (© Daniel Reinhard)

Es gibt sie tatsächlich, die Glückspilze mit zwei Leben. Ex-F1-Pilot David Coulthard, seine damalige Verlobte Heidi Wichlinski und der persönliche Fitnesstrainer, Andrew Matthews, haben den Absturz eines Learjets auf dem Flughafen der französischen Stadt Lyon am 2. Mai 2000 nur leicht verletzt überlebt. Der Pilot und der Copilot der Maschine kamen dabei ums Leben. David Coulthard zum Absturz:" Ich hatte wirklich gedacht, wir würden alle sterben. Ich hatte ein paar geprellte Rippen, Heidi und Andrew nur Schürfwunden und Prellungen. Es ist ein Wunder! Wir konnten kaum glauben, dass wir noch lebten." Coulthard ist einer der Glücklichen mit zwei Leben.

David Coulthard (© Daniel Reinhard)

Ähnlich erging es am 14 September 1965, also vor fast exakt 50 Jahren, Rolf Schneeberger, als er in Interlaken "seinen" Venom-Militär-Kampfjet aus der Kontrolle verlor. Der erst 24-jährige Swissair- und Kampfjet-Pilot startete in Interlaken zum ersten Mal mit Vollast, um im Gelände einen Erdkampfangriff mit der Salto-Technik zu fliegen. Das Programm "Salto", ein Angriffsverfahren welches das Unterfliegen von feindlichen Radarstationen ermöglichte, musste unter kriegsnahen Bedingungen mit Vollast geflogen werden, das heisst der Jet, eine Venom, startete mit zwei Bomben à 400 kg, vier Kanonen, Raketen und 2250 kg Kerosin Gewicht an Bord.

Venom Kampfflugzeug

In Interlaken musste aus topographischen Gründen nach dem Start sofort eine Linkskurve in Richtung Rugenlücke geflogen werden. Durch das hohe Startgewicht musste nach der bereits sehr langen Startrollstrecke noch etwas gerade aus geflogen werden um Geschwindigkeit aufzubauen bevor die Kurve eingeleitet werden konnte. Dadurch brauchte es mehr Querlage, nämlich rund 60 Grad anstelle der üblichen 20 bis 30 Grad. Dies führte dazu, dass die Strömung am Flügel teilweise abriss und das Flugzeug nicht mehr steuerbar war.

Rolf Schneeberger in der Schweizer Tageszeitung “Blick”: "Als ich das Flugzeug mit dem Querruder aufrichten wollte, reagierte das Steuer nicht. Die Maschine war in der Längsachse nicht mehr steuerbar."
Er lenkte den Flieger noch Richtung Wald oberhalb der Rugen-Brauerei und als die Bäume schon sehr nahe waren, aktivierte er den Schleudersitz und rettete damit sein Leben. Schneeberger: " Ich zog nur noch am Griff über mir, dann verlor ich für kurze Zeit das Bewusstsein."

Der heute 74-Jährige landete nur Sekunden später unterhalb der Rugenbräu AG ohne einen einzigen Kratzer. Sein grosses Glück war, dass das Cockpit der Maschine vom Hang weg zeigte, so dass er knapp die Mindesthöhe für den Fallschirm hatte und auch nicht gegen den Hang geschleudert wurde. Er kletterte ohne fremde Hilfe zur Rugenbräu AG und fragt dort die fassungslosen Mitarbeiter nach seiner Maschine. Der heute 83 jährige Walter Schmocker kann sich noch genau erinnern, wie Schneeberger mit dem Helm unterm Arm auf ihn zu kam und sich nach seiner Maschine erkundigte. Die Venom zerschellte nur wenige Meter entfernt von der Brauerei im Wald. Als sich Schneeberger am Stützpunkt zurückmeldet schaut er nur in die fassungslosen Gesichter seiner Kollegen und Vorgesetzten, da diese die Öffnung des Fallschirmes nicht mitbekommen hatten.

Nach einem kurzen Check beim Flieger-Arzt sowie beim Psychologen im Fliegerärztlichen Institut in Dübendorf sass der junge Pilot bereits einen Tag später wieder im Cockpit.

Ferrari 250 GT SWB (© Daniel Reinhard)

Was aber hat diese Geschichte, die sich fast ausschliesslich um Flugzeuge zu drehen scheint, auf "zwischengas" zu suchen? Rolf Schneebergers Herz hat nicht nur Platz für Flugzeuge, sondern auch für Autos. Eine wunderschöne Sammlung heissblütiger Italiener steht in seiner Garage und er ist ein oft gesehener und äusserst beliebter Gast bei historischen Veranstaltungen. Mit seinem Prunkstück, einem Ferrari 250 SWB (ex Tour de France und Siegerfahrzeug der 1000Km von Paris 1960 in Monthlery mit Olivier Gendebien am Steuer) nahm er dieses Jahr unter anderem auch an der Saalbach-Classic teil.

Auch das ist ein Oldtimer ...

Bruno von Rotz
23.09.2015

Microsoft Excel auf Apple MacIntosh

Nun, natürlich meine ich nicht die Zeichnung, sondern die Software, also MS Excel.

Tatsächlich wurde dieses Universaltool 30 Jahre alt, kaum zu glauben. In dieser Zeit hat sie sicher auch vielen Oldtimer-Besitzern und -Dienstleistern gute Dienste erwiesen, sei es bei der Planung eines Anlasses, bei der Kalkulation einer Restaurierung oder bei irgendwelchen Kostenaufstellungen. Und es soll Leute geben, die sogar ganze Kunstwerke damit gestalten (unsere Zeichnung gehört ausdrücklich nicht dazu!)

Im Gegensatz zu einem historischen Auto allerdings ist alte Software nicht wirklich interessant, kaum jemand sammelt alte Excel-Versionen. Und vermutlich wäre Lotus 1-2-3 oder gar Visicalc, der einstige Pionier der Tabellenkalkulation, ersonnen von Dan Bricklin und 1979 auf den Markt gebracht, historisch noch deutlich interessanter. Man darf es aber Microsoft zugute halten, dass sie das Konzept der selbstrechnenden Zellen immer weiter verfeinert und über die Jahre am Leben erhalten haben.

Und wir haben uns an die omnipräsente Tabellenkalkulation genauso gewöhnt wie an das Automobil, da wundert man sich dann tatsächlich, dass die Idee nicht schon deutlich älter ist.

Happy Birthday MS Excel!

Schiere Grösse

Daniel Reinhard
22.09.2015

Fiat 500 und Lincoln Premiere (© Max Pichler)

Wir haben eben über den Anlass von Cadillac, die CLC Grand European Tour 2015 in der Zentralschweiz berichtet. Hierzu möchten wir unseren Lesern ein Bild (von Max Pichler) nicht vorenthalten, welches sehr schön den Grössenunterschied von Autos deutlich macht.
Auf dem Bild wird zwar ein Lincoln (Premiere) und kein Cadillac gezeigt, aber was die Abmessungen betrifft macht dies keinen wesentlichen Unterschied.

Der Fiat misst in der Gesamtlänge mit 297 cm in etwa genau so viel wie der Fahrgastraum des Lincoln. Beim Lincoln kommen dann noch der üppig bemessene Motor- und ein Kofferraum im XXL-Format dazu, was ihn auf eine Breite von 577 cm wachsen lässt. Entsprechend kann man sagen, dass der Lincoln im Vergleich zum Fiat ziemlich genau doppelt so lang ist.

Mit der Fahrzeugbreite verhält es sich ähnlich, so braucht der Fiat 132 cm der Fahrbahn und der Lincoln satte 203,5 cm.

Natürlich war der Fiat damals ein Kleinwagen und der Lincoln zählte mit Sicherheit zu den Grössten seiner Art. Die Amerikaner liebten diese Art von Autos und sie hatten und haben auch noch den Platz dafür.

In Europa aber wird es mit grossen Autos immer schwieriger. Farbahn-Breite und Parkfelder haben sich seit Jahren in Breite und Grösse nicht geändert und eigentlich müssten die Hersteller ihre Autos den Gegebenheiten anpassen und nicht umgekehrt.

Natürlich kann jeder Käufer selber entscheiden, welche Grösse von Auto er wählt, doch zeigt es sich, dass immer mehr immer grössere Autos gekauft werden, auch weil die Fahrzeuge wegen Sicherheitsbestimmungen und Komfortansprüchen immer breiter und länger werden. Schon heute ist manches Parkfeld zu klein, manche Garageneinfahrt knapp, manche Strasse zu eng zum Kreuzen. Mit einem Cadillac der Sechzigerjahre kann man diese neuzeitlichen Probleme auch im Oldtimer nachvollziehen ...

Der Nachfolger des Toyota 2000 GT ...

Bruno von Rotz
21.09.2015

Toyota 2000 GT 1968 (© Bruno von Rotz)

1965 stellte Toyota dem begeisterten japanischen Publikum in Tokio den Sportwagen 2000 GT vor, der mit Hilfe von Yamaha damals entwickelt worden war. Finanziell wurde das Auto kein grosser Erfolg, doch mittlerweile gehört er zu den gesuchten Klassikern.

Toyota 4500 GT 1989 an der IAA in Frankfurt

24 Jahre nach der Präsentation des 2000 GT schickte sich Toyota an der IAA Frankfurt 1989 wieder an, einen Sportwagen vorzustellen, dieses Mal hiess er 4500 GT. 1450 kg wog das 2+2-Konzeptfahrzeug und es sollte eine Geschwindigkeit von 300 km/h erreichen. 295 PS entwickelte der V8-Fünfventil-Motor, der mit einem hinten liegenden Sechsganggetriebe verbunden war (Transaxle).

Als cw-Wert wurde damals 0,29 angegeben, Der Wagen steckte voll von innovativer Technik, aber das Styling verfing deutlich schlechter als beim 2000 GT, dem wohl der Jaguar E-Type Pate gestanden hatte.

Der 4500 GT ging nie in Produktion und wenn er gebaut worden wäre, würde er wohl eine ähnlich steile Klassikerkarriere begehen können wie sein Vorgänger?

Toyota 2000 GT 1968 (© Bruno von Rotz)

Weitere interessante Konzeptfahrzeuge der Achtzigerjahre finden sich in unserem Bericht über die IAA 1981 bis 1989 .

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