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Vergessene Filmautos - Porsche 911 SC in Flashdance

Bruno von Rotz - 30.11.2015

Porsche 911 SC 3.0 im Film Flashdance

Erinnern Sie sich an den Film “Flashdance”? Wenn ja, dann taucht jetzt sicherlich die attraktive Jennifer Beals vor ihrem inneren Auge auf. Als Alex Owens tanzte sie sich 1983 in die Herzen der Kinozuschauer. Vielleicht erinnern Sie sich auch an ihren riesigen braunen Hund.

Vergessen aber haben Sie vermutlich einen Nebendarsteller, der es immer wieder vor die Kamera schaffte, ein Porsche 911 SC 3.0 in US-Ausführung. Schwarz lackiert hatte der deutsche Sportwagen mehrere werbefilmwürdige Auftritte im Kinostreifen Flashdance, untermalt von den Klängen Giorgo Moroders Filmusik, auch dieser übrigens hatte mit Autos zu tun, er finanzierte nämlich den Cizeta “Moroder” mit, den sechszehnzylindrigen Supersportwagen von Claudio Zampolli.

Porsche 911 SC 3.0 im Film Flashdance - mit Hund

Zurück zum Porsche 911 SC 3.0, der natürlich einem gutaussehenden Unternehmer gehörte, welcher wiederum das Herz der schönen Alex eroberte. Ein richtiges Happy End! Porsche konnte die Werbewirkung damals übrigens gut brauchen ...

Und, für Fans, auch ein Renault Fuego taucht irgendwo im Film noch auf.

Renault Fuego in Flashdance

 

Ist die Trendwende da? Werden Klassiker wieder günstiger?

Bruno von Rotz - 29.11.2015

Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Coupé in Toffen am 28.11.2015

Es wird ja viel gemunkelt in der Szene und immer wieder gibt es Auguren, die ein Platzen der Blase im Oldtimer-Handel voraussagen.

Tatsächlich häufen sich in letzter Zeit die Zeichen, dass es wohl nicht mit zehn- oder zwanzigprozentigen Wertsteigerungen pro Jahr weitergehen würde. Wer sich die Mühe macht, die Verkaufsergebnisse an Auktionen im Jahr 2015 zu analysieren, wird erkennen, dass bereits in den vergangenen Auktionen frühere Bestwerte oftmals höchstens egalisiert, aber kaum mehr übertroffen wurden. Adolfo Orsi und Raffaele Gazzi haben in ihrem Classic Car Auction Yearbook hierzu einige schöne Grafiken publiziert. Marktbeobachter raunenuns auch schon seit einiger Zeit zu, dass sie Preise für bestimte Fahrzeugtypen bereits wieder herunterschreiben würden in ihren Aufstellungen.

Nichtsdestotrotz gibt es aber auch im Jahr 2015 überraschende Wertsteigerungen, so konnten wir dem Porsche 930 Turbo zusehen, wie er teurer und teurer wurde und auch der Alfa Romeo Montreal schien aus einer langen Letargie zu erwachen.

So richtig weiss man natürlich immer erst Jahre später, wie ein Trend verläuft, sicher ist aber, dass 2015 noch mehr Klassiker für noch mehr Geld an grossen Versteigerungen verkauft wurden. Und dass für besondere Exemplare immer noch sehr gutes Geld bezahlt wird.

Fabrike verschiedener Nationen und Hersteller in Toffen - Audi, MG und Porsche am 28.11.2015

Dies konnte man auch gestern in Toffen beobachten, als die Oldtimer Galerie 116 Fahrzeuge versteigerte. Sowohl ein Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Coupé als auch ein 300 SEL 6.3 in sehr gutem Zustand erzielten Spitzennotierungen und für einen Jaguar 3.8 S wurde gar der Schätzpreis um fast 40 % übertroffen.

Wir haben natürlich bereits die gesamten Ergebnisse ausgewertet und in einem Versteigerungsbericht mit vielen Bildern und Resultattabelle veröffentlicht.

 

Unterschätzte Einzelstücke?

Bruno von Rotz - 28.11.2015

Maserati Boomerang 1971 - © Simon Clay Bonhams

Während gewisse Serienfahrzeuge, die in hunderten oder gar tausenden Exemplaren gebaut wurden, unaufhörlich im Preis zu steigen scheinen, haben es Einzelstücke beim Auktionspublikum oftmals schwer. Vom Mercedes-Benz 300 SL Roadster zum Beispiel wurde eine vierstellige Anzahl hergestellt, trotzdem wird er siebenstellig bewertet, während ein Unikat sie das Lancia Aurelia B52 Bertone Coupé von 1951 für gerade einmal Euro 172’500 oder CHF 186’972 verkauft wurde vor einiger Zeit.

Lancia Aurelia B52 Coupé Bertone 1951 © Bonhams

Natürlich gibt es Ausnahmen, so wurde der Maserati Boomerang dieses Jahr in Chantilly mit immerhin Euro 3,335 Millionen (CHF 3,615 Millionen) bewertet (Bild oben), aber viele Einzelstücke haben es deutlich schwerer beim Publikum.

Packard Eight Cabriolet by Graber (1933) © Theo Civitello - RM

Als im Jahr 2013 zum Beispiel ein Packard Eight von 1933 mit Graber Cabriolet-Karosserie dem neuen Besitzer Euro 170’940 respektive CHF 210’210 wert war, sprach man von einem Erfolg, zumal der Schätzpreis deutlich tiefer gelegen hatte.

Maserati Mexico 4.7 1968 Frua © Bonhams

Und auch beim Maserati Mexico 4.7, von Frua 1968 karossiert oder beim BMW/Glas 3000 Coupé vom selben Karosserie war man zufrieden, wenn einige Hunderttausende zusammen kamen. Müssten nicht automobile Einzelstücke nicht auch wie in der Kunst deutlich wertvoller sein als Serienfertigungen?

BMW Glas 3000 V8 Pietro Frua © Tom Woods - RM

Langfristig könnte sich dies durchaus wieder ändern, kurzfristig aber tendieren viele Käufer zum “Blue Chip”-Klassiker und der ist eben bekannt und eine bewährte Grösse ...

Auf Zwischengas beschäftigen wir uns jedenfalls gerne mit den Einzelkarosserien und Konzeptfahrzeugen.

 

Klassikerperlen der Zukunft - Artega GT

Bruno von Rotz - 27.11.2015

Artega GT (2008)

Auf dem Genfer Autosalon stand im März 2007 ein neuer Sportwagen namens Artega GT. Hernik Fisker hatte ein elegantes Coupé-Design geliefert und ein kraftvolles Auto mit kompakten Dimensionen (4,01 x 1,88 x 1,18 m) gezeichnet.

Heckansicht des Artega GT (2008)

Für die Technik griffen die Artega-Entwickler in das Teilelager von Volkswagen, als Motor kam der V6-3,6-Liter mit 300 PS zum Einsatz, wie er auch beim Passat R36 eingesetzt wurde. Auch das Direktschaltgetriebe (Doppelkupplungsschaltgetriebe) wurde vom VW übernommen.

Unter der Kunststoff-Haut sorgte ein weniger als 100 kg schweres Aluminium-Spaceframe-Chassis für Stabilität. Nicht ganz 1,3 Tonnen war der Sportwagen schwer und er verbrauchte im Schnitt 9,6 Liter nach Euro4-Norm. Die Fahrleistungen mit 4,8 s für den Spurt auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h überzeugten allerdings mehr als die Verbrauchswerte.

Interieur des Artega GT (2008)

Im Jahr 2009 bot Artega das Coupé für Euro 79’950 an. Dafür erhielt man ein gut ausgerüstetes Auto, das man allerdings durch allerlei Zubehör noch deutlich teurer machen konnte. Grössere Räder etwa kosteten Euro 3090, Komplettledersitze 1868 Euro, LED Tagfahrlicht Euro 313 und es gab auch allerlei Elektronikzusatzangebote.

Verschiedene Sichten auf den Artega GT (2008)

Schon früh geriet die kleine Automanufaktur, die 2008 eine komplett neu gebaute Fertigungsanlage bezog, finanziell in Schieflage. Anteile wurden nach Mexiko verkauft, 2012 musste der Insolvenzantrag gestellt werden. Insgesamt wurden von 2009 bis 2012 153 Fahrzeuge hergestellt, von denen kaum eines wie das andere ausgeschaut haben dürfte. Dann war vorerst Schluss.

Artega GT (2009)

An der IAA 2015 zeigten sich aber dann zwei neue Artega-Modelle einer Nachfolgerfirma dem Publikum, der Artega Scalo, im Prinzip ein reiner Elektro-Artega, dessen Entwicklung schon vor Jahren begonnen hatte, und das Spassmobil Artega Karo, ein Quad mit Elektroantrieb.

Die Artega GT aber werden sich nicht mehr vermehren, die Stückzahl ist sehr übersichtlich und optisch verdient das kleine Sportcoupé einen Platz im Klassikerhimmel sicher. Wie einfach der Unterhalt und der Teilenachschub sein wird, muss man sehen, momentan kümmert sich zumindest die Firma Paragon darum.

Weitere Klassikerperlen finden sich im entsprechenden Themenkanal .

 

Schwenkende Scheinwerfer

Bruno von Rotz - 26.11.2015

Citroën DS 21 Pallas 1971

Gegen Ende der Sechzigerjahre sorgte eine Design-Änderung am Citroën DS für Aufsehen. Das Modell erhielt Scheinwerfer unter Glas, die inneren Lampen waren schwenkbar. Es gab tolle Werbefilme zum Auto, das in die Kurven leuchten konnte.

Aber Citroën hatte den Schwenkscheinwerfer nicht erfunden, denn bereits in den Dreissigerjahren drehte sich beim Tatra 77A ein zentraler Scheinwerfer im Einklang mit der Lenkradstellung.

Tucker 48 (1948) (© Partick Ernzen - Courtesy RM Auctions)

Und auch der Tucker der späten Vierzigerjahre bot den Vorzug eines Scheinwerfers, der in die Kurven dreht.

Citroën SM 1973 (© Daniel Reinhard)

Citroën ist es aber zugutezuhalten, das Konzept perfektioniert und in die Grossserie gebracht zu haben.

Citroën SM 1973 (© Daniel Reinhard)

Heute sind schwenkende Lampen ein alter Hut und weit verbreitet, auch wenn es lange nicht mehr so spektakulär aussieht wie bei der Göttin oder der sportlichen Variante Citroën SM .

 

Als Rauchen noch erlaubt war

Daniel Reinhard - 25.11.2015

Opel Astras GSi 16V (© Daniel Reinhard)

Ja, das waren die Zeiten vor den elektronischen Helfern, die man nur nach Anleitungsstudium ausschalten konnte. Denn wäre käme schon selber auf die Idee, eine bestimmte Taste eine oder gar drei Sekunden zu drücken,

Beim Opel Astra GSi der Neunzigerjahre war dies noch nicht nötig, man musste einfach tüchtig Gas geben und schon setzte es eine eindrückliche Rauchentwicklung ab. Nicht unbedingt budgetfreundlich und wohl auch vom Geruch her gewöhnungsbedürftig, aber definitiv fotogen, wie das Bild aus der Zeit zeigt.

 

Die alte Schreibmaschine vom Dachboden ...

Bruno von Rotz - 24.11.2015

Die Schreibmaschine vom Dachboden und ws sie mit klassischen Fahrzeugen zu tun hat

Als ich neulich einem Kollegen mein Leid klagte, dass es bei alten Autos oftmals schwierig sei, die für eine ordnungsgemässe Zulassung, womöglich noch als Veteran (respektive mit H-Kennzeichen), notwendigen Papiere und Dokumentationen beizubringen, da ja früher nicht alles für die Ewigkeit dokumentiert und auf die Seite gelegt worden sei, da antwortete jener Kollege lakonisch: “Hast Du eine alte Schreibmaschine auf dem Dachboden?”.

Natürlich verstand ich den Wink sofort und tatsächlich gibt es bei mir auf dem Estrich eine alte “Triumph”. Aber nach reiflicher Überlegung entschied ich mich dafür, weiterhin den Weg der faktenbasierten Überzeugungsarbeit zu gehen und Behörden und Experten durch Ausdauer zu überzeugen. Dabei wäre der Weg über die alte Schreibmaschine vielleicht tatsächlich leichter, aber sicherlich nicht richtiger. “Lügen haben kurze Beine”, hiess es früher und damals war ja bekanntlich (fast) alles besser. Also bleiben wir auf dem Pfad der Tugend und dies nicht nur, weil das Farbband der mechanischen Triumph-Schreibmaschine arg ausgetrocknet ist ...

 

Rund fünf Veranstaltungen besucht der Oldtimer-/Youngtimer-Interessierte im Durchschnitt pro Jahr

Bruno von Rotz - 23.11.2015

Frage der Wochel 46 - Veranstaltungen prp Jahr

Oldtimer und Youngtimer sind im Trend, Verkäufe boomen, die Nachfrage scheint weiterhin zu steigern. Auf dieses Wachstum reagieren auch die Veranstalter und bieten ständig neue Anlässe und Möglichkeiten, sein Auto zu zeigen und zu fahren. Das Angebot wird immer grösser und vielfältiger, oftmals finden attraktive Veranstaltungen auch gleichzeitig und konkurrierend statt.

Wie stark aber wird das Angebot genutzt? Wieviele Veranstaltungen besuchen Zwischengas-Leser pro Jahr als aktive Teilnehmer oder als Zuschauer? Mehr als man erwarten würde!

Der grösste Anteil der Antwortenden, nämlich 30% besucht 4 bis 5 Oldtimer-/Youngtimer-Anlässe, gefolgt von den 26%, die jährlich 6 bis 10 Veranstaltungen besuchen. 19% lassen es bei drei Anlässen bewenden, 9% aber fahren jedes Jahr an über zehn Anlässe, um sich Autos anzuschauen oder das eigene zu zeigen. Gleich viele Antwortende, also 9% , sind an zwei Veranstaltungen zu finden, während 5% nur an eine gehen.
Im Schnitt und hochgerechnet fährt der durchschnittliche Zwischengas-Leser also zu 4,9 bis 5 Oldtimer-Anlässen pro Jahr.

Hier die Zahlen noch grafisch aufbereitet:

Auflösung Frage der Woche 46 - soviele Veranstaltungen besuchen Zwischengas-Leser pro Jahr

Alle Auflösungen und Kommentare zu früheren Fragen der Woche finden sich in einem eigenen Themenkanal.

Und natürlich haben wir bereits wieder die nächste Frage gestellt. Dieses mal wollen wir wissen, ob Youngtimer stärker gefördert werden sollten.

 

Allzu-schnell - zu schnell ins All - Verkehrserziehung vor 50 Jahren

Bruno von Rotz - 22.11.2015

Verkehrssicherheitskampagnen Ende der Sechzigerjahre in der Schweiz

Schon in den Sechzigerjahren wurde mit drastischen Slogans auf die Gefahren des Verkehrs hingewiesen. Dazu wurden einprägsame Aussagen auf schlichte Plakate gedruckt und an den Strassenrand gestallt:

  • Der Tod überholt mit
  • Allzu-schnell - zu schnell ins All
  • Beherrsche Deinen Wagen - nicht die Strasse
  • Vorsicht, der Tod ist schneller als Sie
  • Es starben schon viele “gute” Fahrer!

Ob die Plakate vor annähernd 50 Jahren wirkungsvoller waren als die bewegten Bilder moderner Verkehrserziehungskampagnen? Wir wissen es nicht, aber deutlich waren die Worte ...

 

Verborgene Schätze für die Ewigkeit

Daniel Reinhard - 21.11.2015

Verbprgeme Schlumpf-Schätze (© Daniel Reinhard)

Nicht ganz alle Autos der "Collection Schlumpf" sind auch wirklich im Museum "Cité de l`automobile" ausgestellt. Eine stattliche Anzahl der "versteckten Schlümpfe" führen ihr Schattendasein noch immer im Untergrund. Einige dieser Raritäten wurden 2013 in Kassel in einer Sonderausstellung namens "Schlafende Automobilschönheiten" gezeigt. Wir berichteten damals über diese Spezialausstellung.

Nun hatte ich endlich einmal die Chance, mit einem extrem langsamen Transportaufzug in die Katakomben des Museums fahren zu können. Ich konnte  einen Blick auf die weniger bekannten Autos werfen. 
Das war derart spannend, dass wir diesen Winter eine eigene Geschichte dazu produzieren werden und hier, sozusagen als Appetithäppchen, deshalb nur eine ganz kleine Ecke dieses Kellers zeigen können.

Leider sind die Kellerräume mittlerweile auch renoviert und haben damit ihren vergammelten Charme teilweise etwas verloren. Spinnengewebe wich weissem Leinen, mufflige Wände wurden gestrichen und der Boden wurde natürlich befahrbar.

Die unrestaurierten aber gereinigten Fahrzeuge sind in ihrer mehr oder weniger hundertjährigen Patina derartig unglaublich faszinierend, dass ich es kaum erwarten kann, ihnen ein umfangreiches Fotoshooting zu widmen.

Zugedeckte Schlumpf-Schätze (© Daniel Reinhard)

Schon allein die Formen der Leinenabdeckungen sind ein optischer Superlativ! Freuen Sie sich, denn bald gibt es mehr zu sehen.

 

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