Was ein altes Auto alles nicht braucht ...

Bruno von Rotz
19.11.2015

Ford Escort RS 2000 von 1977

Moderne Autos sind mit vielerlei Komfortzubehör ausgerüstet, das man oftmals nach kurzer Fahrt schon nicht mehr missen möchte. Vermutlich hätten dies auch die Autofahrer der Sechziger- oder Siebzigerjahre schon geschätzt, aber manches brauchten sie gar nicht.

So waren Parkpiepser bei einem Ford Escort oder BMW 320 von damals völlig unnötig, denn erstens war die Karosserie vergleichsweise kurz und zweitens konnte man jede Ecke vom Fahrersitz aus einsehen.Und die Stossstangen (oder Stossfänger) waren ja auch noch zum Stossen geeignet,sie trugen meist eine Gummiauflage und waren nicht in Wagenfarbe hochglanzlackiert.

Auch eine Anfahrhilfe benötigten die Leute früher nicht, denn mit einer richtigen (und nicht digital funktionierenden) Handbremse war das Losfahren an der Steigung ein Kinderspiel. Automatisches Einparken in der heimischen Garage? Unnötig, denn der Wagen war so schmal, das man locker in die Nische fahren und auch noch erhobenen Hauptes aussteigen konnte, während man heutzutage nicht einmal mehr die Türe öffnen kann, wenn man einmal eingeparkt ist. Elektrische Fensterheber? Ja, die gab es schon in den Sechzigerjahren, aber eigentlich war die kurze Kurbelei kein grosses Problem und einige Hersteller (z.B. Peerless) hatten sie sogar durch einen einfachen Hebelzug ersetzt. Und so weiter ...

Aus heutiger Sicht ist ja bekanntlich weniger mehr, denn je älter ein Auto wird, umso besser ist es, wenn unnötiger Komfort fehlt und damit auch nicht zur Wartungs- oder Überholungsthematik werden kann.

von al******
24.11.2015 (18:24)
Antworten
Wenn der "Parkrempler" ins Blech gind, dann war es ein "bums" und kein
Rempler mehr . . .
Heute ist jede, auch kleinste Berührung ein Lackschaden.
Mein aktuelles Auto (Bj. 1990) piepst nicht bei jedem Sche. . . .
Und beim nächsten Auto werde ich darauf achten, dass ich dieser Unsitte
nicht erliege.
Nicht jede Neuheit ist ein Segen, aber wenn die Käufer von Neuwagen
alles akzeptieren, was die Autoindustrie meint erfinden zu müssen,
dann kann es nur noch schlimmer werden . . .
von ww******
24.11.2015 (15:14)
Antworten
Zudem hatte mein DKW Baujahr 1962 ein:

-Ausstellfenster vorne für zügige Frischluft
-Vollwertiges Ersatzrad
-Wechseln der Scheinwerferbirne in 1 Minute
-Regenrinne für trockenes Einsteigen und Befestigung des Gepäckträgers
-Schlösser frei von störender Elektronik

-und einen unverwechselbaren Motorsound ohne Sportprogramm


Leider hat nur der Wagenheber überlebt.
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