Pininfarinas Wagen waren nicht immer schöner
Auch grosse Designer müssen Kompromisse machen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Nash-Healey. Die erste Serie dieses Sportwagens (erste beiden Bilder) entstand in England. Panelcraft setzte elegante Aluminiumkarosserien nach einem Design von Donald Healey auf die mit amerikanischen Komponenten ausgerüsteten Fahrgestelle.
George Mason, der Nash-Chef, konnte aber der Form offensichtlich nicht allzu viel abgewinnen und vergab einen Auftrag an Pinin Farina, den Wagen mehr an die übrige Nash-Palette anzulehnen und neu zu karossieren.
So entstand die zweite Version des Sportwagens, die sich vor allem bezüglich der Details enger an Nash-Designprinzipien orientierte.
Ein grosser Produktionsauftrag lockte und daher kam wohl Wirtschaftlichkeit vor Ästhetik. Die Reaktionen auf das Design waren damals allerdings nicht negativ, erst aus heutiger Sicht vermögen die klareren und eleganteren Linien der Healey-Urform mehr zu überzeugen.
Pininfarina schob dann noch ein Coupé nach, das insgesamt eigentlich harmonischer mit den Nash-Designelementen harmonierte.
Einen umfangreichen Bericht zum Nash-Healey mit über 100 Abbildungen haben wir vor kurzem veröffentlicht. Und ob einem die Healey-Version oder die Pininfarina-Version besser gefällt, ist natürlich am Ende des Tages Geschmacksache ...


























