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Toffen Oktober 2020 Auktion

Die Stecker-Generation

Bruno von Rotz - 30.01.2020

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Generation Stecker

Sie erinnern sich vermutlich noch an die “Generation Golf”, also die Leute, die in den Jahren 1965 bis 1975 geboren und mit dem VW Golf grossgeworden sind.

Nun, die heutigen Kinder, gehören dann wohl eher der “Generation Stecker” an. Sie sind es gewohnt, alles einzustecken und dann wieder mobil zu nutzen. Das beginnt natürlich mit dem Gameboy und dem Mobiltelefon, geht über Laptop und Tablet weiter, zur Uhr, zum eBike oder elektrischen Roller, bis schliesslich zum Automobil, das man heutzutage ja auch einstecken kann/muss. Für diese Generation ist es völlig normal, über Akku-Laufzeiten nachzudenken und das Aufladen nicht zu vergessen und sei es auch nur deshalb, weil der Fahrradhelm weiterhin sein Warnlicht zeigen soll.

Allerdings, viel mehr als dieses Aufladen hat die Stecker-Generation allerdings dann nicht im Auge. Die Idee, dass man vor jeder grösseren Fahrt im Automobil den Stand der Bremsflüssigkeit oder den Ölstand prüfen würde, geht dem steckergewohnten Autofahrer komplett ab.

In fünf oder zehn Jahren wird es Jugendliche geben, die nie direkt mit einem Auto mit Verbrennungsmotor in Verbindung gekommen sind, denn ihre Eltern fuhren Elektroautos und so tat es auch ihr Umfeld.

Ob diese Stecker-Generation je einen richtigen Bezug zum historischen Automobil finden kann, das ist die grosse Frage, die viele Oldtimerbesitzer und -clubs in der Nacht wachhält, denn ohne Nachwuchs wird es schwierig …

Neueste Kommentare

 
 
vp******:
31.01.2020 (07:22)
Der Artikel weist auf ein echtes Problem hin. Die Lösung besteht darin, den neuen Generationen zu zeigen, was an Oldtimern interessant und schön ist. Nicht um zu zeigen, dass Oldtimerliebhaber ein Haufen alter Klimawandelverweigerer sind, die neue Technologien kritisieren und sich von ihnen bedroht fühlen.
ma******:
30.01.2020 (16:24)
Viele Angaben in der ORF Reportage sind schlicht falsch oder beruhen auf veralteten Daten. Akkus sind Wertstoffe und sind zu über 95 % recyclebar nachdem sie weitere 10 bis 15 Jahre als Stationärspeicher genutzt werden können. D.h. für neue Akkus wird nur ein kleiner Teil neuer Rohstoffe nötig sein. Der Lithiumverbrauch für die Schmierstoffherstellung (Additive, Öle,) ist derzeit fast 4 mal so hoch, wie der Lithiumverbrauch für Traktionsakkus. Alle Akkus zusammen, Handy, Laptop, Akkuwerkzeuge, E-Fahrräder usw. kommen derzeit auf knapp 37 % der Gesamtproduktion von Lithium. Davon sind aktuell etwa 2,6 % für Antriebsakkus für Kraftfahrzeuge. Das Restliche Lithium geht in die Glasherstellung, Aluminiumproduktion, Keramikherstellung und noch so einige Verwendungen. Für den Lithiumbedarf eines 90 kW/h Akkus werden ca 10 000 L Wasser (Sole, kein Trinkwasser) "verbraucht" (verdunstet). Für 1 Kg Rindfleisch werden 15 000 l Trinkwasser verbraucht. Für 1 Kg Baumwolle sogar fast 30 000 L. Nur mal so für die Relation. (Der Aralsee ist dank Baumwollanbau fast verschwunden. Verzichtet man jetzt deswegen auf seine Jeans und seine Latzhosen?) Nur jetzt, wenn ein Teil der Rohstoffe in Traktionsakkus gehen soll wird das alles verteufelt. Vorher hat das niemand gestört. Zur Erinnerung, Ölförderung: Deepwater Horizon, seither fließen immer noch täglich über 17000 L Öl in den Golf von Mexiko. Exxon Valdez, Fracking, Ölsandabbau in Kanada usw. Einfach mal objektiv vergleichen. P.s. Ich lebe in Süddeutschland. Gruß!
Antwort von vp******
31.01.2020 (07:16)
Danke! Endlich ein Kommentar der zeigt, dass man Klassische Autos lieben kann, ohne eine Umweltsau zu sein. 1. Oldrimer sind ein wichtiges Teil undere Kultur (und, manchmal, echte Kunstwerke). 2. Elektrische Autos sind umweltfreundlicher als Verbrennungsautos. 3. Junge Leute kümmern sich um die Umwelt.
Diese drei Sätze widersprechen sich nicht und alle bringen positive Nachrichten. Wir sollten uns einfach freuen.
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