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Wie funktioniert eigentlich ein Synchrongetriebe?

Bruno von Rotz - 27.01.2020

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Synchrongetriebe der Renault Caravelle

Heute weiss ja kaum mehr jemand, wie sich ein einfaches Viergang-Getriebe anfühlt, vor lauter Wandler-Automaten und Achtgang-DSGs. Allerdings war schon früher nicht jedem klar, wie denn ein Synchrongetriebe wirklich funktioniert. Deshalb machte “auto motor und sport” 1952 einen Anlauf, die Funktionsweise des Getriebes verständlich zu erklären. Das tönte dann etwa so:

“Sie fahren in irgend einem unteren Gang, Sie haben den Motor hoch  gejagt und wollen in den nächsten Gang. Also Auskuppeln, gleichzeitig Gas weg, Schalthebel rüberziehen und schon kratzt es. Denn: Ihre Hinterachse und die mit ihr in Verbindung stehenden Getriebeteile drehen ja noch gleich schnell. Um sofort den neuen Gang einlegen zu können, müßte aber die Drehzahl des Motors bereits gesunken sein — und dazu haben Sie zu schnell geschaltet! Die Kunst des geräuschlosen und glatten Aufwärtsschaltens beruht darin, dem soeben noch laut jubelnden Motor nach dem Herausziehen des kleinen Ganges genügend Zeit zu lassen, sich auf die Drehzahl herunterzuberuhigen, die dem neuen, größeren Gang entspricht. Dazu braucht es vornehmlich Zeit. Sie können das gut probieren — kleinen Gang rausziehen, bewußt sich zum Warten zwingen, höheren Gang einlegen. Sie kriegen dann schnell raus, wie lang Sie zwischen den Gängen warten müssen, bis sic sich glatt einlegen lassen. Machen Sie sich die Sache leicht: Kupplung bleibt ausgetreten! Natürlich ist es von Vorteil, während des Verharrens zwischen den Gängen die Kupplung loszulassen und erst zum Gangeinlegen wieder zu treten — lassen Sie das zu Anfang lieber, probieren Sie es mit einem bißchen Warten zwischen den Gängen, das bringt schon viel. Und wenn dann Ihre Hand das ohne Nachdenken beherrscht, dann bringen Sie dem linken Bein das Doppelkuppeln bie, also das vorübergehende Kupplungsloslassen, bis Sie zum Eindrücken des neuen Gangs nochmals ief auskuppeln. Nebenbei: Es gibt Leute, die gern einen ziemlich schnellen Leerlauf einstellen, ich auch — da muß man ein bißchen längere Pausen beim Schalten machen, der Motor braucht dann länger, um mit der Drehzahl runterzufallen.

So, und nun umgekehrt: Sie sind im großen Gang und wollen in einen kleineren. Auch laufen die mit der Hinterachse verbundenen Getriebeteile unverändert weiter, und der kleinere Gang läßt sich nicht einlegen, weil der Motor dazu höher drehen müßte, als er bisher drehte. Um den großen Gang herausziehen zu können, haben Sie ausgekuppelt und Gas weggenommen — irgendwer hat Ihnen mal gesagt, zum Kuppeln müsse man auch Gas wegnehmen. Ihr Motor denkt nicht daran, höher zu drehen als bisher!
Ich mache das so, daß ich zwar auskupple — aber nicht sehr tief, nur so tief, daß der große Gang sich herausziehen läßt. Ich nehme auch Gas weg — aber nicht alles. Wenn dann der große Gang heraus ist, jubelt der Motor ganz von selber hoch und der kleinere Gang läßt sich hineindrücken. …”

Damit war natürlich die Funktionsweise des Getriebes noch nicht erklärt, aber schliesslich konnte man noch eine Weile weiterlesen. Und auch eine zeichnerische Darstellung gab’s im Beitrag im Heft 3/1952 von auto motor und sport zu geniessen.

Neueste Kommentare

 
 
219w105:
28.01.2020 (15:46)
Außer DKW und Citroën stellte sie ja auch so gut wie niemand her!
Frontantrieb ist meiner Meinung nach auch nur für Kleinwagen geeignet und, selbst bei Untermotorisierten, nicht als ungefährlich anzusehen!
Hat man sich erst einmal darauf eingestellt, daß Hecktriebler ausbrechen können, lassen sie sich - mit entsprechend feinfühligem Popometer - zügig und zielgenau um Kurven bewegen. Im Gegensatz dazu lassen sich ausgebrochene Fronttriebler nur noch mit der Handbremse wieder auf Kurs bringen! Sagen Sie das einmal der Hausfrau, die ihre Sprößlinge zur Schule bringt!
Hamish:
28.01.2020 (13:58)
Für den Verfasser waren frontgetriebene Fahrzeuge wohl nicht existent. :D
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