Als Spass noch erlaubt war
Der Rennsport war immer mit viel Schalk verbunden. Es gab Piloten, die sich dauernd und überall einen Schabernack erlaubten.
Allen voran der immer lachende Stefan Bellof, der lange Hans Stuck, der verrückte Nelson Piquet und der ideenreiche Gerhard Berger. Absolut nichts war vor ihnen sicher und ganz egal ob Tinte das Kleid der Frau des Vorstandsvorsitzenden ruinierte oder ob bei der Passkontrolle das Bild im Pass in keiner Weise mit der anwesenden Person übereinstimmte, tote Fische im Helm für üblen Geruch sorgten, oder auch Gummischlangen im Cockpit des Gegners versteckt waren. Alles Geschichten welche die damaligen Fahrer zu Helden machten.
Heute ist all das leider komplett verloren gegangen. Zu brav und viel zu langweilig wurden die vom Marketing der Werke weichgeklopften Gasfüsse. Als Beispiel der sich vor spontanen Improvisationen drückenden Gesellschaft zeigte sich deutlich beim ersten F1-Test in Spanien, als ungewohnter Schneefall die Fahrerei für einen ganzen Tag vereitelten, als der Wunsch vom Bild eines F1-Boliden mit Schneeketten auf der weissen Start-Zielgeraden wach wurde. Keines der zehn Teams liess sich dazu überreden. Dabei hätte garantiert dieses Bild die Welt umrundet und damit auch die nur noch spärlich anwesenden Sponsoren kräftig unterstützt. Wo um Himmels Willen ist nur die Spontanität und der ganze Spass geblieben.

























