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Raumwunder vor 50 Jahren

Bruno von Rotz - 15.12.2014

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Ob soviel Gepäck in den NSU Prinz 4 hineinpasst?

Der Begriff “Raumwunder” wird ja immer wieder gerne strapaziert und moderne Marketing-Leute denken da an Autos wie die (erste) Mercedes Benz A Klasse oder die heutigen Mini- und Micro-Vans.

NSU Prinz 4 von 1964

Autos mit enormem Fassungsvermögen gab es aber offensichtlich schon früher. Zum Beispiel den NSU Prinz 4 von 1964. Gerade einmal 3,44 Meter lang und 1,49 Meter breit war der schnucklige Kleinwagen, das Trockengewicht betrug nur 565 kg, die maximale Zuladung dafür 435 kg. Genug also, um eine fünfköpfige Familie samt enormem Gepäck unterzubringen, wenn man der damaligen Verkaufsbroschüre glauben darf.

Die Platzverhältnisse scheinen in der Tat generös zu sein ...

Fünf Personen bequen untergebracht im kleinen NSU Prinz 4 von 1964

Und auch das Gepäck konnte der erstaunte Page (Bild oben) offensichtlich verstauen, da fragt man sich, ob eine moderne E-Klasse oder 5-er-Reihe zu Ähnlichem im Stande wäre.

Im NSU Prinz 4 untergebrachtes Gepäck der ganzen Familie

Allerdings, es gab vielleicht gute Gründe, warum die Illustrationen teilweise gezeichnet und nicht fotografiert wurden?

Der wunderschöne Verkaufsprospekt jedenfalls ist im Zwischengas-Archi v zu finden.

Neueste Kommentare

 
 
mk******:
16.12.2014 (10:30)
Wer einen Prinz 4 sein eigen nannte, der hätte sich gewünscht, im Massstab der Zeichenfiguren auf die Welt zu kommen, deren reale Größe etwa 80 % der Realität betragen haben dürfte, so eine Art Pinscher-Familie unter den Werbefiguren jener Zeit.
Wir merkten es am Kofferrraum, der bei unseren 1964er-Exemplar niemals auch nur annährend die gewaltige Menge an Liliput-Koffern fassen konnte, wie im Prospekt abgebildet.
Er war bei unserem Prinz 4 stets voller Werkzeug, zwei Faltkisten kamen uns knapp ausreichend vor. Den Rest stopften wir mit Öldosen vom Harley-Händler. Der Grund: Vom zähen 50er-Öl für die dicken Pötte aus Milwaukee brauchte der Kleine nicht ganz so viel wie vom dünnflüssigen 20-W40 der damaligen Gegenwart.
Die Ventilführungen waren schuld, eine Reminiszenz des Motors an das Vorbild der NSU Max, von der ein Prinz 4 auch den komplizierten Schubkurbel-Antrieb für die sohc-Nockenwelle geerbt hatte.
Man betete, dass die Kopfdichtung halten möge, um den vertrackten Ausbau des Zylinderskopfes zu vermeiden. Wir beteten oft und lange und hatten Erfolg.
aber wir hämmerten bisweilen auf den Schalthebel ein, der gelegentlich beim Schalten aus seiner Führungskugel unter dem Fahrzeugboden herausrutschte und gefühlvoll wieder eingeführt sein wollte.
Beim ersten Mal verbrachte der Autos eine geschlagene Stunde auf einer Stuttgarter Verkehrsinsel unter seinem Prinz, wobei die Rau-Reiter der Motorradstaffel sorgsam Acht gaben, dass ihm sein blauer Prinz nicht während der Reparatur auf den Bauch fallen sollte - der Wagenheber war schon sehr filigran.
Weil Übung den Meister macht, konnte man künftig mit einem Hammer im Beifahrerfussraum das Schaltgestänge mit harten Schlägen wieder funktionsbereit machen, bis ein irritierter Beifahrer die Heilung mittels Zweikomponenten-Klebstoff vorschlug.
Der Prinz wurde bald als geheilt - mit nicht-mehr-demontierbarem Schaltgestänge in den Verkauf entlassen, mit ein paar guten Ratschlägen an den Motorrad-versierten Nachbesitzer, das Öl für den Motor auch künftig im Harley-Shop zu erstehen.
Der Käufer entschwand mit dumpfem Motorsound, denn der Prinz-Motor führte beide 300er-Kolben parallel, was ihm das Vibrations-Verhalten eines 600 cm³-Einzylinders und die Zündfolge kleiner zeitgenössischer Traktoren einbrachte.
Der Fiat 500 jener Zeit machte es schliesslich genauso und es schauten - wie beim Prinz - zumeist recht vergnügte Gesichter hinter den Panoramascheiben hervor, wild entschlossen, die nächste Meile zum schmelzen zu bringen.
Wir hätten nur nicht immer genau voraussagen können, warum der Schmelzpunkt mancher Meilen so hoch lag.
Natürlich haben es viele Prinz-Besitzer - den hinderlichen Umständen zum Trotz - glücklich über die Alpen ans Mittelmeer geschafft, wenn es denn Urlaubsbedingt sein musste. Doch heute, wo der Autor um 40 Jahre gereift gelegentlich zum Mountainbike greift, um eine ähnliche Strecke zu bereisen, kommt ihm der Erlebnisfaktor höher, die Zufallslage niedriger und der Genuss am Reisen unvergleichlich besser vor als damals.
Es mag daran liegen, dass es bisher gelungen ist, alle zeitgenössischen Verkehrsinseln als Reparatur-Notstätte zu vermeiden. Und das Reisen mit weniger als zwei vollen Werkzeugkoffern hat irgendwie auch seinen Reiz.
Michl Koch, Trochtelfingen.
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