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Kein Scheunenfund im engeren Sinne, aber dafür umso mysteriöser ...

Bruno von Rotz - 16.12.2014

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Allied Swallow von 1953 (© Geoffrey Hacker)

Die Szenerie erinnert an den “Jahrhundert-Scheunenfund” in Frankreich. Aber die Bilderserie stammt aus den Vereinigten Staaten, genauer gesagt aus Ohio. Für jeden Oldtimer-Enthusiasten wäre es sicher eine kreislaufgefährdende Situation gewesen, hätte er ohne Vorwarnung dieses Garagentor geöffnet.

Allied Swallow von 1953 (© Geoffrey Hacker)

Denn, was sich hinter dem Tor verborgen hat, erinnerte bis ins Detail an das Cisitalia 202 Coupé, das unter anderem als einer der grössten Design-Ikonen auch den Weg ins Museum of Modern Art geschafft hat. Die atemberaubende und vor allem aerodynamisch überzeugende Form war von Meister Pinin Farina geschaffen worden.

Allied Swallow von 1953 (© Geoffrey Hacker)

Und genau diese Form überzeugte auch die drei Herren Bill Burke, Mickey Thompson und Roy Kinch, als sie nach einer geeigneten Form für ihren eigenen Kunststoff-Sportwagen Ausschau hielten. Und so erzeugten sie eine Negativ-Form vom Cisitalia 202 des Verlegers Robert Petersen, während jener Wagen beim Lackierer weilte. Nicht Attraktivität der Form waren also ausschlaggebend, sondern die aerodynamische Effizienz. (Das folgende Bild zeigt den Cisialia 202 (rot) neben einem restaurierten Allied Swallow in Amelia Island.)

Cisitalia 202  Coupé und Allied Swallow in Amelia Island (© Geoffrey Hacker)

Das Produkt nannte sich Allied Swallow und eine Coupé-Form konnte für USD 685 erstanden werden, wobei auch alle Scheiben, die Lampen und der Kühlergrill Teil des Pakets waren. Dies war nicht gerade billig und vielleicht auch der Grund, warum zwischen 1952 und 1955 nur rund 25 dieser Kunststoffkarosserien entstanden, die ihren Weg dann auf die Fahrgestellte damaliger Sportwagen fanden. Eine beliebte Option war der MG TD.

Allied Swallow von 1953 (© Geoffrey Hacker)

Als Motoren kam der originale Antriebssatz genauso in Frage wie amerikanische V8-Motoren. Bill Burke jedenfalls schaffte in seinem Sportwagen, der mit Flügeltüren veredelt war und gewiss nicht an Leistungsmangel litt, auf dem Salzsee von Bonneville beeindruckende 167 Meilen pro Stunde.

Allied Swallow von 1953 mit langjährigem Besitzer  (© Geoffrey Hacker)

Der hier gezeigte Wagen wurde 1953 durch einen gewissen Hal Thompson erbaut und er war offensichtlich mit der Kraft des 1,3-Liter-MG-Motors zufrieden. Später ging der Wagen an Anthony Spalvieri weiter, der 1957 im Juli versuchte, den Sportwagen für USD 1500 im Magazin “Road & Track” zu verkaufen. Trotz überholtem Motor  gelang dies nicht und so blieb der Wagen in der Garage bis ihn Geoffrey Hacker, der bekannte amerikanische Kunststoff-Auto-Historiker und Gründer der Website “f orgotten fiberglass ”, kaufen konnte. Dies war vor rund einem Monat.

Allised Swallow 1953 (© Geoffrey Hacker))

Wir sehen Geoff, wie er den Wagen erstmals begutachtet, bevor er auf den Anhänger kommt. Über den Preis wurde nichts bekannt, die 1500 amerikanischen Dollars von 1957 dürften nicht mehr ganz gereicht haben. Laut Hacker ist der Wagen komplett und könnte mit ein bisschen Arbeit wieder flott gemacht werden.

Allied Swallow von 1953 beim Aufladen auf den Anhänger (© Geoffrey Hacker)

Zuerst aber soll der Wagen im aktuellen Zustand aber am Boca Raton Concours gezeigt werden. Und dort soll dann sogar der erste Besitzer ein Wiedersehen mit dem Auto feiern können.

Allied Swallow von 1953 (© Geoffrey Hacker)

Für den Sammler offeriert der Allied Swallow ein interessantes Dilemma. Er ist zwar seltener als der Cisitalia 202, aber natürlich in erster Linie eine Kopie, die aber durch die einzelnen Erbauer der rund 25 Autos zu einer eigenen Identität kam, wie man auch am Interieur ersehen kann. Für Kunststoff-Sportwagen-Fans aber ist er sowieso erste Wahl.

Interiieur des wiederentdeckten Allied Swallow von 1953 (© Geoffrey Hacker)

Die Bilder durften wir dankenswerterweise von Geoffrey Hacker übernehmen.

Neueste Kommentare

 
 
TR tom:
05.11.2019 (12:44)
unglaublich
ar******:
19.12.2017 (12:52)
Es ist immer wieder verblüffend. Sind denn nicht längst alle Scheunen, Hallen und Garagen gesichtet? Und doch taucht immer wieder irgendwo irgend etwas betörend Schönes auf.
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