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Der Ford Cortina und der Araldite

Bruno von Rotz - 28.02.2014

Araldite-Werbung mit Ford Cotina im Jahr 1982 (© Ford UK)

Araldite” ist ein Wort, das vielen geläufig ist und bei manchen Leuten nostalgische Erinnerungen weckt. Der eigenartige Geruch, die Packung mit den zwei zu mischenden Komponenten, das kleine Plastikinstrument zum Mischen, all dies ist noch präsent, obschon die meisten vor Jahrzehnten zum letzten Mal Kontakt mit dem besonderen Kleber Kontakt hatten.

Erfunden war der Stoff durch die Schweizer Firma “De Trey Frères SA” worden. Sie lizenzierten den Prozess an die Ciba AG, die das Produkt 1945 als “Araldite” vorstellten. Mit dem Epoxy-Zweikomponentenmaterial konnten die unterschiedlichsten Stoffe - vom Porzellan bis zum Metall - felsenfest miteinander verbunden werden. Zudem konnte man auch damit auch Formen giessen und gestalten. Erst durch die Verbindung der beiden Flüssigkeiten in den Tuben im richtigen Verhältnis entstand der effiziente Klebstoff, der danach relativ schnell aushärtete.

Um seine Qualität zu demonstrieren, wurden auch immer wieder überraschende Effekte genutzt. 1982 etwa klebte man in England einen Ford Cortina (des letzten Baujahres) an eine Plakatwand. Dies machte gewiss einen grossen Eindruck!

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Vergessene Auto-Zeitschriften - automobil - Technik, Sport, Touristik

Bruno von Rotz - 27.02.2014

automobil - Technik - Sport - Touristik - Titelblätter aus den Jahren 1961 und 1962

Zwischen 1958 und 1963 erschien die deutschsprachige Zeitschrift “automobil - Technik, Sport, Touristik.

Das zuerst monatlich, später zweiwöchentlich erscheinende Magazin wurde im Gildeverlag in Alfeld (Leine) herausgegeben. Verleger war Hans-Gerhard Dobler. 

Als Chefredaktoren amteten Heinz Kranz, der später bei der Zeitschrift “hobby” zur Höchstform auflief und Olaf von Fersen, der sein ganzes Leben dem Automobil und der Technik widmete. Ihn kannte man unter anderem auch als Korrespondenten von Autocar und der Automobil Revue.

DM 1.50 kostete eine Nummer im Jahr 1960, abonnieren konnte man auch pro Vierteljahr.

Später ging die Zeitschrift in der “ Automobil-Illustrierten ” auf, unterwegs wurde auch noch der “Kleinwagen” integriert. Die Automobil Illustrierte, die deutlich nüchterner daherkam als  “Automobil”, wiederum bildete später die Basis für “Rallye Racing”.
Mit kritischer Schreibe und detaillierten Tests schuf man sich einen guten Ruf, griff auch weniger bekannte Wagen wie z.B. den englischen Lotus Elite auf.

Zeitschrift automobil - Technik, Sport, Touristik - nüchterne Grafik

Gerne würden wir mehr erfahren, warum diese Titel so schnell hintereinander erschienen und was ihr Ende herbeigeführt hatte damals, vielleicht meldet sich ein Leser, der die Hintergründe noch kennt, bei uns?

automobil in der Zwischengas-Mediathek

Eine ständig ergänzte Mediathek mit den Ausgaben zur automobil finden Sie  hier . Wir sind auch froh, wenn Sie uns helfen, fehlende Zeitschriften zu erfassen oder bestehende Einträge zu verbessern.

 

Roger Rey und seine über 50 Rennsport-Jahre

Laurent Missbauer - 26.02.2014

Roger Rey als Sieger des Rallye du Vin im Jahr 1961 (© Archiv Laurent Missbauer)

Am 23. Februar 2014 feierte der Walliser Roger Rey, der in seiner Autorennsportkarriere mehr als 950 Rennen gefahren ist, seinen 80. Geburtstag.

Roger Rey mit seinem Osca-Maserat in Ollon Villars im Jahr 1961 (© Archiv Laurent Missbauer)

Als Rennfahrer und Begründer fast aller Bergrennen des Kantons Wallis hat der am 23. Februar 1934 in Siders geborene Automechaniker jahrzehntelang den Schweizer Automobilsport geprägt.

Am 18. August 2013 fuhr er mit seinem “Formule Libre”-Rennwagen das internationale Bergrennen St-Ursanne-Les Rangiers im Kanton Jura zum 50. (!) Mal. Das Westschweizer Fernsehen widmete ihm zu diesem einmaligen Rekord eine sehr emotionale Reportage .

Roger Rey kannte alle grosse Rennfahrer der Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahre, u. a. Jim Clark und Jo Bonnier. Jene beiden fuhren damals in Les Rangiers und so kam Roger Rey mit ihnen in Kontakt. Der Freiburger Siffert gewann  Les Rangiers fünf Mal (1963, 1965, 1966, 1967 und 1968).

Lieber Bergrennen als Rundstreckenrennen

Roger Rey fuhr auch mehrere internationale Rundstreckenrennen, liebte aber trotzdem Bergrennen über alles. Dort wurde er mit seinem Formel-2-Wagen mehrmals Tagessieger, u. a. beim Bergrennen Châtel-St-Denis – Les Paccots. Seine Lieblings-Strecke bleibt aber St-Ursanne – Les Rangiers. Roger Rey war auch Konstrukteur und baute eine kleine Serie von Formel-V-Rennwagen, die berühmten Roger-Formel V.

Mit seinem Formel-V fuhr er auch internationale Rennen, u. a. in Hockenheim, wo er gegen Helmut Marko und Niki Lauda antrat.

Später trat er auch mehrere Formel 3-Rennen der europäischen Meisterschaft an und konkurrierte u.a. mit  Alain Prost. Der Franzose beteiligte sich 1978 in verschiedenen Formel-3-Rennserien. Am erfolgreichsten war Prost in der französischen Formel-3-Meisterschaft, in der er den Meistertitel gewann. In der europäischen Formel 3-Meisterschaft wurde er nur Neunter.

„Ich erinnere mich noch jetzt ganz genau, dass die italienischen F3-Rennfahrer beim Briefing des europäischen F3-Laufs in Monza, wo ich in der gleichen Gruppe wie Prost fuhr, folgendes sagten: “Diesen jungen Franzose muss man in der ersten Runden abschiessen - und tatsächlich wurde Prost sofort abgeschossen“, erinnert sich Roger Rey.

Roger Rey hat Hunderte von solchen Anekdoten. Er erzählte uns, dass Peter Saubers Geschichte als Konstrukteur im Wallis begann. „Um sein erster Sportwagen C1 auf einem guten englischen Chassis zu bauen, suchte Peter Sauber einen günstigen Brabham F3-Rennwagen. So kaufte er den Brabham meines guten Freundes Paul Fellay, der lange Citroën-Vertreter in Siders war“, erklärte uns Roger Rey.

Auch im Rallye-Rennsport

Roger Rey im Renault Dauphine Gordini im Jahr 1961 (© Archiv Laurent Missbauer)

Roger Rey war auch eine feste Nummer in Rallyes. 1961 gewann er mit einem Renault Dauphine Gordini das Rallye du Vin (ehemaliges Rallye international du Valais). Sein Sohn Alain Rey, auch er Rennwagen-Fahrer und Tagessieger mehrerer Slaloms, nahm nur ein Mal an einem Rallye teil, 1987 beim Rallye du Valais als Beifahrer des Autors dieser Zeilen. Leider starb Alain Rey 1992 in einem Verkehrsunfall.

Roger Rey in seinem Monoposto am Bergrennen St. Ursanne-Les Rangier im Jahr 2010 (© Jimmy Froidevaux)

Nach dem Tod seines geliebten Sohnes wollte Roger Rey keine Rennen mehr fahren. Junge Walliser-Rennfahrer baten ihm darum, wieder anzutreten und Roger fuhr kehrte zum Rennsport zurück. „In diesen schwierigen Zeiten half mir diese Herausforderung“, erinnerte sich Roger Rey, der auch 2014 sicher noch einige Slaloms und Bergrennen mit seinem Monoposto fahren wird. Das Engagement im Motorsport scheint auf Roger Rey jedenfalls wie ein Jungbrunnen zu wirken!

Roger Rey im Jahr 2010 (© Jimmy Froidevaux)

Bilder: Jimmy Froidevaux (2) und Archiv Laurent Missbauer (2)

 

Veteranenschau vor 50 Jahren - als noch niemand von Oldtimern sprach

Bruno von Rotz - 25.02.2014

Philos von 1903 - Bayard von 1911 - Hinstin von 1921

Ja, schon vor 50 Jahren gab es Oldtimer-Ausstellungen. Man nannte sie damals “Veteranenschau”, das Wort “Oldtimer” war noch gar nicht geläufig. Und natürlich zeigte man 1964 auch keine Autos der Vierziger- oder Fünfzigerjahre, sondern typischerweise Fahrzeuge, die knapp vor oder nach dem Beginn des neuen Jahrhunderts gebaut worden waren.

Als Ergänzung zum Automobilsalon im Jahr 1964 wurden in Genf im Grand Casino am Quai Mont-Blanc 19 etwa 45 Veteranenfahrzeuge ausgestellt.

Derby Special von 1927 und Bugatti 40 S von 1926

Initiant war damals der Veteranen-Liebhaber Jean Tua, der selber eine Sammlung von 70 liebevoll restaurierten “Altwagen” besass und entsprechend auch einen erheblichen Teil der Fahrzeuge zur Sonderschau beisteuerte.

Als Höhepunkt der Ausstellung wurde in der AR 12/1964 der Dampfwagen von Thury genannt, welcher im Jahr 1878 in Genf entstanden war. 50 km/h soll dieser Wagen damals schon erreicht haben, man benötigte aber zwei Leute, um ihn als Lenker und Heizer zu bedienen.

Weitere Wagen stammten von dem Marken De Dion Bouton, Peugeot, Renault, Philos, Gladiator, Hinstin und dergleichen. Die modernsten Wagen waren ein Amilcar C-4 von 1923, ein Derby Special von 1926 und ein Bugatti 40 S aus dem Jahr 1926.

Amilcar Grand Sport 1923

Und auch dies zeigt, wieviel Zeit seither vergangen ist. Der Eintritt kostete 3 Franken für Erwachsene, 1 Franken für Kinder in Begleitung.

Alle Bilder von damals gibt es im Zwischengas-Fotoarchiv zu sehen.

 

Keine halben Sachen in Roggwil

Laurent Missbauer - 24.02.2014

Halbierter Porsche 911 R von 1967 am Oldtimer- und Teilemarkt in Roggwil 2014 (© Laurent Missbauer)

Oder doch halbe Sachen? Jedenfalls fiel mir bei meinem Besuch am beliebten Oldtimer- und Teilemarkt in der Kartbahn Roggwil (bei Langenthal/BE) am 22. Februar 2014 sofort der berühmte Porsche 911 R auf, mit dem 1967 die vier Schweizer Rennfahrer Jo Siffert, Dieter Spörry, Rico Steinemann und Charles Vögele in Monza eine ganze Reihe von Geschwindigkeitsrekorde für BP Schweiz errungen hatten.

Der halbierte Porsche 911 R (© Laurent Missbauer)

Tatsächlich aber stand da nicht der echte Porsche 911 R, sondern ein halbierte Kopie. Gottseidank! Der echte Wagen gehört seit einigen Jahren dem Kalifornier Joe Cordner. Dieser erzählte mir vor wenigen Jahren, dass sein Wagen Ursprünglich weiss und grün lackiert wurde (wie das halbierte Exemplar in Roggwil).

Der Porsche 911 R von 1967 in seiner alten Pracht (© Laurent Missbauer)

„Wir hatten damals ja nur Schwarz-Weiss-Fotos von dem Wagen, und da die BP-Farben grün sind, lackierten wir das Auto weiss und grün“, erklärte mir der Porsche-Sammler. „Dann fand ich farbige Fotos vom Rekord in Monza und sah, dass der 911 R nicht weiss und grün war, sondern weiss und rot. Ich liess sofort mein Auto in den richtigen Farben lackieren.“

Dieser halbierte 911-R war nicht das einzige interessante Auto in Roggwil. Es gab auch einen hübschen Fiat Ballila von 1938 zu bewundern.

Fiat Balilla von 1938 am Oldtimer- und Teilemarkt Roggwil (© Laurent Missbauer)

Spannend waren auch die verschiedenen Miniaturen, Bücher, Zubehöre, Teile und Broschüren, darunter ein Monteverdi-Katalog mit geschichtsträchigen Informationen, u. a. über dem Monteverdi Hai 650 von 1992. Apropos Monteverdi, die verschiedenen Plätze und Alleen des Oldtimermarkts Roggwil wurden nach berühmten Schweizer Rennfahrer und Konstrukteure genannt: zum Beispiel Peter Monteverdi Arena und Franco Sbarro Strasse!

Franco Sbarro Strasse am Oldtimer- und Teilemarkt Roggwil (© Laurent Missbauer)

Attraktive Old- und Youngtimers fand man auch auf dem Parkplatz draussen.  Vielleicht die ersten Anzeichen eines baldigen und vielversprechenden Frühlings?

Ford Prefect und Ashley-Healey in Roggwil 2014 (© Laurent Missbauer)

 

Klassikerperle der Zukunft - Toyota Supra Turbo

Bruno von Rotz - 23.02.2014

Toyota Supra Turbo Mk IV von 1994 (© Toyota)

Vermutlich ist es schon längst zu spät. Wer noch keinen gut erhaltenen, orignalen Toyota Supra Turbo (Mk IV) in der Garage stehen hat, wird kaum für günstiges Geld an einen gelangen, der weder nachhaltig verändert noch x-fach die Welt umrundet hat. Der Popularität des Wagens in der Tuning-Szene war nicht zuletzt sein Einsatz im Film “The Fast and the Furious” (gefahren durch Paul Walker) förderlich.

Toyota Supra Turbo Mk IV von 1998 (© Toyota)

Gebaut wurde der rundliche Sportwagen von 1993 bis 2002, allerdings gelangten nur bis 1996 offiziell Fahrzeuge nach Europa. Mit der vierten Generation des Supra hatte man sich endgültig von der Celica abgesetzt und peilte das Supersportwagen-Segment an. Die Kaufpreis lag in Deutschland bei DM 110’000 (Targa), in der Schweiz erhielt man für 88’900 das Coupé, für 90’900 den Targa.

Die stärkste Version des Reihensechszylinder mit 2997 cm3 und Doppelturbo auf, der 330 PS leistete. Mit rund 1,5 Tonnen gehörte der Supra allerdings nicht zu den Leichtgewichten. Trotzdem schauten dank des intelligenten Doppelturbo-Ansatzes ausgezeichnete Elastizitätswerte heraus. Bestellt werden konnten sowohl handgeschaltete als auch Automatik-Versionen.

Auch das Fahrwerk befand sich mit doppelten Dreieckslenkern vorne und einer Kombination aus Dreieckslenker und Doppelquerlenker hinten auf der Höhe der Zeit.

Heckansicht des Toyota Supra Turbo Mk IV von 1994 (© Toyota)

Etwas ganz besonderes war aber das Aerodynamikpaket, das beim Verkaufsstart in der Schweiz noch verboten war. Ein riesiger Heckspoiler sorgte für Abtrieb und Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten. Er kam zwingend in Kombination mit einem aktiven Frontspoiler, der bei 90 km/h automatisch ausfuhr und unter 70 km/h wieder unter die Frontschürze eintauchte.

Die Menge der in unseren Breitengraden ausgelieferten Supra blieb überschaubar, entsprechend selten waren sie auch auf der Strasse zu sehen. Heute sind sie rarer als mancher Ferrari der Neunzigerjahre. Viele Fans sehen den Supra Mk IV als legitimen Nachfolger des GT 2000, dies sollte ihm eigentlich den Klassikerstatus sichern ...

 

Vergessene Filmautos - Peugeot 205 GTI

Bruno von Rotz - 22.02.2014

Einer der ersten Peugeot 205 GTI im Film Subway aus dem Jahr 1985

Was für eine Ouvertüre zu einem Film. Christopher Lambert sitzt in einem silbernen Peugeot 205 GTI der ersten Serie und rast durch Paris, verfolgt von einem Mercedes Benz 500 SEL.

Peugeot 205 GTI verfolgt von einem Mercedes Benz 560 SEL im Film Subway aus dem Jahr 1985

So beginn “Subway”, ein französischer Thriller des Regisseurs Luc Besson. Neben Lambert spielt auch Isabelle Adjani als reiche, aber unangepasste (Stichwort “Iroquois”) Industriellengattin eine Hauptrolle.

Peugeot 205 GTI 1984 im Film Subway

Der Auftritt des Peugeot nimmt ihr jähes Ende, als der damals 28 jährige Lambert damit die Treppe einer Metro-Station herunterfährt und sich ab dann vornehmlich in der Pariser Unterwelt bewegt. Auftakt zu einem spannenden Film mit überraschenden Wendungen, welcher es in Frankreich zu einigem Erfolg brachte.

Wer die Szene nochmals sehen will, et voilà ...

 

Eine neue Art des Reisens - mit dem Auto per Bahn

Bruno von Rotz - 21.02.2014

Auto-Reisezug der SNCF im Jahr 1957

In den Fünfzigerjahren wurde es populär, lange Distanzen statt im eigenen Automobil mit dem Zug zurückzulegen, das Auto aber in der Eisenbahn mitzuführen. Die SNCF, die französische Staatsbahn etwa lancierte gegen Ende der Fünfzigerjahre ein entsprechendes Angebot. In Deutschland wurden allerdings schon 1930 Autos sozusagen als Gepäck aufgegeben und mit separaten Zügen ans Ziel befördert. In der Schweiz wurde die Beförderung des Autos mit dem Zug vor allem auch im Zusammenhang mit den Alpenpässen und der Möglichkeit, die Eisenbahn-Tunnels für den Transport der Autos zu nutzen, populär.

Gerade in der Zeit vor dem Bau der zusammengeschlossenen Autobahnen konnte man mit der Fahrt im Autozug wohl viel Zeit sparen und kam zudem am Zielort ausgeruht an. Die Automobil Revue publizierte dazu unter dem Titel “Eine neue Form des Reisens - der Wagen fährt mit” im Jahr 1957 folgende Notiz:

“Im internationalen Reiseverkehr haben die Bahnverwaltungen eine Chance wahrgenommen, welche ihnen von den Automobilisten geboten wurde, die müde geworden sind, ihren Wagen über grosse Distanzen selbst zu lenken. Man fährt jetzt mit aller Entspannung im Eisenbahncoupé und lässt sich den Wagen im gleichen Zug nachführen, um ihn dann am Fernziel wieder in Betrieb zu nehmen.”

Den Automobilisten standen im Zug jeweils Schlaf- und Speisewagen zur Verfügung. Die Autos wurden auf Spezialwagen geladen, die am selben Perron standen und direkt befahren werden konnten.

 

Diese 10 stehen für Sie bereit

Bruno von Rotz - 20.02.2014

Sechs der zehn Alfa Romeo im Inserat von 1964

Das Verkaufsangebot von Alfa Romeo war vor einigen Jahrzehnten reichhaltiger, als wir es uns heute träumen könnten. So schaltete denn der Schweizer Importeur auch Inserate mit dem Titel “Diese 10 stehen für Sie bereit”.

Und tatsächlich fand sich da alles vom kleinen Sportcoupé (Sprint 1300, 14’450 Franken) bis zum Supersportwagen, mit dem man am Wochenende Rennen gewinnen konnte (Giulia 1600 T.Z., 24’450 Franken).
Es gab den luxuriösen Gran Turismo (2600 Sprint, 27’850 Franken) und die heisse Familienlimousine (Giulia t.i. super, 17’900 Franken), aber natürlich auch den sonnigen Spider (Giulia 1600 Spider, 13’950 Franken) und und und ...

Und was schrieben die Alfa-Verkäufer dazu?

“Alfa Romeo - für den Kenner ein Begriff, für alle aber ein Traum! Als Sport- und Reisewagen erfüllen die Alfa-Modelle die höchsten Ansprüche aller an Luxus und Rasse gewohnten Automobilisten.”

Ja, es ist lange her, 50 Jahre um exakt zu sein.

Inserat 10 Alfa Romeo von 1964

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Borgward und die Spuren in der Architektur

Bruno von Rotz - 19.02.2014

Borgward - Gebäude des Schweizer Importeurs A. P. Glättli in Dietlikon im Jahr 1957

Im Sommer 1957 kommunizierte der Schweizer Borgward-Importeur A. P. Glättli stolz und mit einem ganzseitigen Inserat (siehe ganz unten) in der Automobil Revue den Bezug seines Neubaus in Dietlikon. Man hatte ein modernes Gebäude erstellt und blickte voller Hoffnung in die Zukunft.

In der Automobil Revue vom 19. Juni 1957 wurde unter dem Titel “Borgward in der Schweiz” ein kurzer Absatz über den Neubau veröffentlicht:
“An der Strasse Zürich - Winterthur hat die Importfirma der beiden Marken Borgward und Goliath, A. P. Glättli, ihren Hauptsitz in Dietlikon, der in den vergangenen Wochen Gegenstand einer grosszügigen Erweiterung war, im Beisein von Dr.- Ing. h. c. C. F Borgward, des Zürcher Regierungsratspräsidenten Dr. König sowie weiterer Gäste in einer schlichten Feier eröffnet. Der Neubau enthält alle für einen modern organisierten Grossbetrieb der Automobilbranche notwendigen Abteilungen von den Lagerhallen über die spezialisierten Werkstätten bis zum Fernschreiberraum.”

Die Borgward-Gruppe verfügte Ende der Fünfzigerjahre über ein reichhaltiges Fahrzeugprogramm, das vom Kleinwagen bis zur luxuriösen Limousine sowie Angeboten im Nutzfahrzeugbereich ging. Die A. P. Glättli hatte also gute Gründe, in den Ausgbau zu investieren.

Die finanziellen Schwierigkeiten und der unter dubiosen Umständen eintretende Konkurs der Firma Borgward anfangs der Sechzigerjahre beendete allerdings jäh die Ausbaupläne des Schweizer Importeurs.
Heute erinnern sich nur noch Eingeweihte an die Automarken Borgward, Goliath oder Lloyd, von den Strassen sind sie schon lange verschwunden.

Das Gebäude des ehemaligen Borgward-Importeurs heute (Quelle Google StreetView)

Aber das Gebäude, das hat die Zeit überlebt! Eine kurze Google-Suche zeigt es an der Neuen Winterthurerstrasse in Dietlikon in alter Pracht, nur dass die Mieter heute ganz anderen Geschäften nachgehen als einst der Erbauer A. P. Glättli.

Zeitungsinserat A. P. Glättli im Jahr 1957

 

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